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Alles, was ihr zum Thema E-Bike wissen müsst

Ich bin vor 2 Wochen im Rahmen einer Pressereise 4 Tage lang mit einem E-Bike durch Österrreich (+ Slowenien & Italien) gefahren, und war ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie viel Spaß mir das gemacht hat. Bisher hielt ich einen Motor an einem Fahrrad nämlich für völlig überflüssig bzw. fast schon absurd. Nach meinem Selbstversuch ist mir klar geworden, dass sich ein E-Bike und sportliche Aktivität nicht ausschließen, sondern ziemlich gut ergänzen. Über die Intensität der gewünschten Unterstützung entscheidet man nämlich selbst. Dazu aber später mehr.

Nach meiner Rückkehr habe ich mich nun jedenfalls ausgiebig mit dem Thema E-Bike beschäftigt und abgewogen, ob ich mir denn nun auch ein Rad mit elektronischer Unterstützung zulegen sollte oder nicht. Damit ihr euch nicht  stundenlang in dieses Thema einlesen müsst, möchte ich meine Erkenntnisse nun wie immer mit euch teilen. Es gibt also heute Infos zu folgenden Punkten:

 

  • Allgemeine Informationen zum Thema E-Bike
  • Tipps, auf die ihr beim Kauf eines E-Bikes achten solltet
  • Empfehlungen für sinnvolles Zubehör (vom Navi bis zum Autoträger)
  • Tipps zum Thema Diebstahlschutz und Versicherung

 

 

Am Ende des Beitrags erfahrt ihr dann außerdem, zu welchem Entschluss ich bezüglich eines Kaufes gekommen bin.

 

 

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Allgemeines: Was ist eigentlich ein E-Bike?

Als E-Bike bezeichnet man ein Rad, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist, der sich bei Bedarf ganz einfach zuschalten bzw. abschalten lässt. Durch die elektronische Unterstützung ist es möglich, auch ohne große Anstrengung weite Distanzen mit dem Rad zurückzulegen. Strampeln muss (bzw darf) man dabei weiterhin – es ist nur weniger anstrengend.

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So einfach lässt sich das E-Bike steuern: „+“ = mehr Unterstützung, „-“ = weniger Unterstützung!

 

Grundlagen: Elektrofahrrad vs. S-Pedelec

 

Es gibt 2 unterschiedliche E-Bike Typen, die ihr kennen solltet:

 

  1. Elektrofahrräder (bzw. Pedelec), die bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h beim Treten unterstützen und rechtlich normalen Fahrrädern gleichgestellt sind.
  2. S-Pedelecs (bzw. E-Bike 45) die bis zu einem Tempo von max. 45 km/h unterstützen und als Kleinkrafträder gelten. Für diese braucht man nicht nur einen Führerschein der Klasse AM, sondern ist auch verpflichtet, einen Helm zu tragen. Außerdem wird ein Versicherungskennzeichen benötigt und das Ziehen eines Kinder-Fahrradanhängers ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, außerdem dürfen S-Pedelecs nicht mit der Bahn transportiert werden.

 

Ein S-Pedelec kommt für mich aus den oben genannten Gründen nicht infrage. Ich habe mich in diesem Beitrag daher ausschließlich auf „einfache“ Elektrofahrräder konzentriert, die umgangssprachlich einfach als E-Bikes bezeichnet werden.

 

 

Tipps, auf die ihr beim Kauf eines E-Bikes achten solltet

 

Es gibt viele Punkte, die ihr beim Kauf beachten könnt – ich habe mal versucht, mich auf die wichtigsten Punkte zu beschränken:

  • Welche Radtypen gibt es (Citybike, Trekkingrad, Mountainbike)
  • Zusammenhang zwischen der Akkugröße und dem Gewicht des Rades
  • Vor- und Nachteile unterschiedlicher Motor-Positonen (vorne, mittig oder hinten)
  • Anzahl der benötigten Gänge
  • Preisklassen

 

 

Welcher Radtyp passt zu Euch?

 

Zunächst solltet ihr euch überlegen, wofür ihr euer E-Bike verwenden möchtet. Möchtet ihr täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren? Oder nur gelegentlich mal eine  Radtour machen? Möchtet ihr das Rad verwenden, um Einkäufe nach Hause zu transportieren? Fahrt ihr grundsätzlich auf Asphalt oder zwischendurch auch mal gerne „querfeldein“? Die Antworten geben euch einen ersten Hinweis darauf, welchen Radtyp ihr benötigt:

Ein E-Citybike, E-Trekkingrad, E-Mountainbike (Fully = Vollfederung), E-Klapprad oder E-Lastenrad?

***Mein persönlicher Favorit ist aktuell ein E-Trekkingrad bzw. ein Citybike mit vernünftigen Reifen, weil ich die Sitzposition komfortabler finde .***

 

Akkugröße & Marke

Dann solltet ihr darüber nachdenken, was euch wichtiger ist: Eine möglichst lange Akkuleistung (500er Akku = höheres Gewicht) oder ein möglichst leichtes Rad mit einer kürzeren Akkuleistung (z.B. 300er Akku) sowie einer entsprechend kürzeren Reichweite. Diese Überlegung ist besonders wichtig, wenn ihr überwiegend in der Stadt fahrt und euer Rad z.B. täglich in den Keller oder sogar in die Wohnung tragen müsst. Einfache E-Bikes wiegen im Schnitt ca. 24 kg. Gewichte von 20 – 30 kg sind nicht ungewöhnlich. Extrem leichte High-Tech Modelle wiegen inzwischen sogar unter 10 kg.

***Mein Favorit? Ich habe hier keine klare Meinung. Das Gewicht des Rades spielt aufgrund unserer Garage erstmal keine bedeutende Rolle. Ein 300er Akku würde mir  prinzipiell reichen, weil ich diesen ohnehin sparsam einsetze bzw. zwischendurch abschalte. Ich würde hier also die Relation zwischen Gewicht, Akkusleistung und Preis betrachten und spontan entscheiden.**

 

Front-, Mittel- oder Heckmotor?

Als Nächstes stellt sich die Frage, ob ihr einen Front-, Mittel- oder Heckmotor benötigt. Front-Motoren sind in Deutschland recht selten, dafür günstig. Sie arbeiten sanft und sind nur für flaches Gelände ausreichend, verlagern den Schwerpunkt des Rades aber ungünstig nach vorne. Heck-Motoren bieten eine bessere Kraftübertragung und sind oft leiser. Mittel-Motoren sind mit ihrem mittigen und tiefen Schwerpunkt die beste,  aber auch teuerste Lösung.

Tipp: Beim Motor solltet ihr auf bewährte Hersteller achten. Besonders häufig wurde mir von Experten die Marke Bosch empfohlen, das wäre somit auch mein aktueller Favorit. Yamaha, Shimano und Panasonic sind mögliche Alternativen.

***Ich würde mich für einen Heck- oder Mittelmotor entscheiden***

 

 

Wie viele Gänge benötigt euer E-Bike? 

Falls ihr hauptsächlich in der Stadt fahrt, sind 5-8 Gänge absolut ausreichend.

***Mir würden 7 Gänge reichen***

 

Was kostest ein E-Bike?

Nach meiner Recherche solltet ihr mind. 1.500 – 2.000 € für den Kauf eines E-Bikes einplanen. Ich liebe Schnäppchen – von einem günstigen Baumarkt- oder Supermarkt Rad würde ich aber abraten, da hier z.B.die einzelnen Komponenten häufig nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Sinnvoller ist es da, im Herbst ein Auslaufmodell einer guten Marke im Fachgeschäft zu kaufen. Eine weitere Möglichkeit, um sich über neue E-Bike Trends zu informieren, diverse Modelle zu testen und vielleicht sogar ein Schnäppchen zu ergattern, ist eine Fahrrad Messe wie z.B. die  Messe Fahrrad Essen vom 27.02. – 01.03.20.

 

 

 

Beispiele für E-Bikes mit einem guten Preis-/ Leistungsverhältnis:

 

Ich fasse zusammen: Theoretisch wäre ein E-Trekkingrad mit einem 300er oder 500 Bosch-Akku, einem Heckmotor bzw. Mittelmotor und einer wartungsarmen 7-Gang Schaltung für mich ideal. Weil ich weiß, dass ihr gerne konkrete Empfehlungen mögt, habe ich auch mal ein Rad rausgesucht, das meinen Anforderungen entspricht:

2199 € (aktuell für 1.649 € bei lucky bike)

Das CUBE Town Hybrid One 500 24,6 kg,  inkl. Bosch Mittelmotor, 500 Wh Akkukapazität, 7 Gängen und Schwalbe Reifen. Preis: 2199 € (aktuell für 1.649 € bei lucky bike).


Rein optisch würde mir dieses Rad allerdings viel besser gefallen: Haibike Sduro Hardnine 5.0 2.099 € Fahrrad24.de  oder SDURO Trekking 9.0 3.499  € Amazon Affiliate Link

 

 

Sonstige Räder, die ich interessant finde (aber noch nicht ganz ausgereift):

 

  • Das Cowboy – Rad: inkl. eingebauten Lichtern und blinkendem Bremslicht für mehr Sicherheit. Gewicht: 16 kg, 360 Wh Akku mit bis zu 70 km Reichweite, digitale Vernetzung durch App, inkl. GPS Ortung, Preis: 1.990 €  Nachteil: Das Rad ist nur in Kombination mit dem Smartphone nutzbar, außerdem gibt es bisher nur eine „Herren Version“.
  • Das Sushi -Bike von AW Mobility (Joko & Andy) ,  das nur 999 € kostet und dennoch unter 15 kg wiegt. Preis und Gewicht sind unschlagbar. Die Optik ist ebenfalls gut. Nachteil: Es hat  keine Gangschaltung und auch nur einen 125er Akku, der für ca. 35 – 60 km reicht. Dafür gibt es eine Damenversion.

 

Wie schütze ich mein E-Bike vor einem Diebstahl?

Um euer E-Bike vor einem Diebstahl zu schützen bzw. euch für den Fall der Fälle abzusichern, solltet ihr folgende Punkte beachten:

 

  • Das Rad unbedingt vor der 1. Fahrt fotografieren und codieren lassen (ADFC oder Polizei).
  • Das Bike stets gut sichtbar anschließen (nicht bloß abschließen)
  • Ein Schloss mit höchster Sicherheitsstufe Amazon Affiliate Link verwenden.
  • Eine Versicherung abschließen! Die Zurich E-Mobil  Schutz bietet ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis und kostet für ein  3.000 € E-Bike nur 78,90 € p.J., inkl. selbst verursachten Schäden, Akkuschäden (mit Einschränkung) bei einer Selbstbeteiligung von 85 €.

 

 

Empfehlungen für sinnvolles Fahrrad-Zubehör:

 

Mein Lieblings-Helm:

Ich bin mit meinem Abus Helm Amazon Affiliate Link  sehr zufrieden. Dieser sitzt im direkten Vergleich doch wesentlich besser, als der 10 € Helm vom Discounter, den ich im Frühjahr gekauft und wieder umgetauscht habe. Preis: Ca. 48 €.


 

Ein Rucksack inkl. Rücken-Protektor

 

Ich würde einen solchen Rucksack mit Rücken-Protektor empfehlen, falls ihr täglich mit dem Rad zur Arbeit fahrt und ohnehin einen Rucksack tragt.

 


 

Welches Fahrrad-Navi ist empfehlenswert?

 

Falls ihr nur gelegentlich fahrt und euer  Smartphone als Navi benutzen möchtet, kann ich euch eine wasserdichte Smartphonetasche Amazon Affiliate Linkempfehlen:

Mit der App Komoot könnt ihr ganz einfach Touren in eurer Umgebung planen! Alternativ sind Fahrrad-Navis wie das Garmin Edge Explore sehr empfehlenswert!

 


 

Nie wieder Reifenwechseln?!

Schwalbe „unplattbar“ Reifen inkl. Pannenschutz sind ein echter Traum für jeden Radfahrer! Amazon Affiliate Link

 


 

E-Bikes transportieren

Falls ihr euer E-Bike mit in den Urlaub nehmen möchtet, fragt ihr euch vermutlich, wie ihr dieses transportieren könnt. Die Antwort: Mit jedem normalen Fahrradträger. Da E-Bikes relativ schwer sind, müsst ihr aber unbedingt auf das zulässige max. Gewicht achten:

 

 


 

Modelle, Technik Kaufberatung:

Wenn ihr euch nun noch ausführlicher mit dem Thema E-Bike Kauf befassen möchtet oder euch Tipps zu Qualitätsmerkmale, den unterschiedlichen Elektromotoren und der dahintersteckenden Technik wünscht, kann ich euch -> dieses Buch Amazon Affiliate Link hier empfehlen. Ich habe den Autor Martin Häußermann auf meiner letzten Pressereise kennengelernt und durfte bereits einen Blick in´s Buch werfen. Das Preis- / Leistungsverhältnis ist aus meiner Sicht sehr gut. Und als Bonus gibt es sogar noch ein Reisespecial zum Elberadweg!

 

 

 

Sonstige Fragen, die ich mir in den letzten Tagen rund um das Thema E-Bike gestellt habe:

 

  • Darf man Elektro-Fahrräder mit dem Zug transportieren? Ja, ihr solltet aber in der Hochsaison unbedingt frühzeitig Tickets reservieren!
  • Was kostet es, einen E-Bike Akku zu laden? Das Laden eines 500 Wh Akkus kostet ca. 15 Cent.
  • Wie weit kann man mit einer Akku-Ladung fahren? Das hängt von vielen Faktoren (Akku, Gewicht, Fahrmodus, etc.). Mit dem Reichweiten Assistenten kannst du deine persönliche Reichweite einfach ausrechnen. Das Ergebnis lag bei mir zwischen 35 und 213 km.
  • Muss man auf einem E-Bike einen Helm tragen? Nein, auf einem S-Pedelec aber schon.
  • Was macht man, wenn der Akku unterwegs leer ist? Einfach ohne Akku weiterfahren-  oder eine Pause machen und den Akku laden.
  • Kann man mit einem E-Bike auch im Regen fahren? Natürlich! Die Systeme sind wasserdicht.
  • Wie hoch ist die Lebensdauer eines Akkus? Ein guter Akku hält ca. 30. – 50.000 Km
  • Was bedeutet Rekuperation? Einige Heckmotoren bieten die Möglichkeit, Energie zurückzugewinnen und den Akku so während der Fahrt zu laden (z.B. durch Muskelkraft oder lange bergab Fahrten)
  • Kann man E-Bikes mit einem normalen Auto-Fahrradträger transportieren? Grundsätzlich schon, ihr solltet den Akku aber während der Fahrt entnehmen und aufgrund des hohen Gewichts von E-Bikes auf das max. Gewicht des Fahrradträgers achten. 
  • Ab welchem Alter dürfen Kinder auf E-Bikes fahren? Im Prinzip gibt es hier keine Altersbeschränkung – sinnvoll ist es ab einem Alter von 12 – 14 Jahren.

 

 

 

Mein Fazit:

Nach so vielen Infos folgt nun mein persönliches Fazit zum Thema E-Bike Kauf. Mein 1. Impuls sagt gerade ganz klar: Kaufen! Schließlich hat es mir noch nie mehr Spaß gemacht, mit einem Rad durch die Natur zu fahren und die aktuellen Angebote sind wirklich verlockend. Mein Verstand rät mir dennoch, abzuwarten – denn realistisch betrachtet fehlt mir im Alltag gerade einfach die Gelegenheit, um regelmäßig zu fahren.

Für den Weg zur Arbeit könnte ich ein E-Bike aufgrund des Homeoffices nicht nutzen. Meinen Wocheneinkauf mache ich ohnehin mit dem Auto und für gelegentliche Radtouren am Wochenende ist mir der Preis von mind. 1500 € pro Rad x 4 (inkl. der Kinder) einfach zu hoch.

Ich werde mir aber definitiv im Frühjahr gemeinsam mit meinem Mann und den Kindern E- Bikes leihen und eine 2 -3 Tagestour machen. Außerdem steht der  Alpe Adria Radweg als Familientour nun ziemlich weit oben auf unserer  Reise-Bucketlist.

 

Viele Grüße,

 

P.S.: Falls noch Fragen offen geblieben sind oder ihr weitere Tipps bzw. Erfahrungsberichte zum Thema Elektrofahrrad habt, freue ich mich über Kommentare.

 

 

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