
Alles, was ihr zum Thema E-Bike wissen müsst
Da ich auf Instagram noch immer regelmäßig um Kaufempfehlungen und Tipps zum Thema E-Bike gebeten werde, habe ich gerade mal meinen Beitrag aus dem Jahr 2021 aktualisiert. Inzwischen hat sich der E-Bike-Markt nämlich enorm weiterentwickelt und viele Empfehlungen von damals sind nicht mehr aktuell. Es geht dabei konkret um zu folgende Punkte:
- Allgemeine Informationen zum Thema E-Bike
- Tipps, auf die ihr beim Kauf eines E-Bikes achten solltet
- Empfehlungen von sinnvollem Zubehör (vom Navi über den smarten Fahrradhelm bis zum Autoträger)
- Tipps zum Thema Diebstahlschutz und Versicherungen
Außerdem verrate ich euch, für welches E-Bike ich mich aufgrund des guten Preis-/Leistungsverhältnisses entschieden habe.
Kaufkriterien im Überblick
Falls ihr keine Lust habt, den kompletten Beitrag zu lesen, folgt nun eine kurze Liste mit den wichtigsten Kriterien, auf die ihr aus meiner Sicht beim eBike Kauf achten solltet:
- Radtyp: Citybike, Trekking, SUV, MTB oder Lastenrad je nach Vorliebe.
- Einstieg: Ein tiefer Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen enorm. Ja nach Alter solltet ihr das beachten.
- Alurahmen
- Mittelmotor von Bosch. Alternativ: Shimano, Brose, Yamaha
- Akku: 500 bis 750 Wh für lange Touren, 400 Wh + „Range Extende“r für leichte Räder
- Gewicht: Möglichst unter 24 kg. 22 bis 28 kg ist Standard, Light-E-Bikes liegen unter 20 kg. Ideal, wenn ihr das Rad aus dem Keller tragen müsst.
- Schaltung: Nabenschaltung mit 7 bis 9 Gänge für die Stadt, fürs Gelände: Mehr. Optional: Automatische Schaltung.
- Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen sind ein Muss
- Federung: Federgabel für Komfort, Vollfederung nur für Gelände nötig
- Marke: Lieber Auslaufmodell einer guten Marke (Hercules, Cube, Kalkhoff, Diamant) als Discounter-Bike
- Ideal: Made in Germany
Falls ihr ein möglichst günstiges Modell mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis kaufen möchtet, würde ich zu einem Auslaufmodell bei einem Fachhändler in Eurer Nähe oder großen Anbietern wie z.B. Fahrrad-XXL raten. Marken wie Hercules, Cube oder Kalkhoff bieten im Sale ein sehr gutes Gesamtpaket. Alternativ könnt ihr euch bei Decathlon Affiliate Linkumschauen. Hier gibt es z.T. ab 2.000 € Modelle mit Bosch-Mittelmotor. Beim Discounter würde ich aktuell ungern ein EBike kaufen.
Was ihr definitiv vermeiden solltet:
- E-Bikes mit Frontnabenmotor -> schlechtes Fahrgefühl, ungünstiger Schwerpunkt
- E-Bikes mit Akku auf dem Gepäckträger -> typisch für sehr günstige Modelle
- No-Name-E-Bikes von Amazon und Co mit unklarer Herkunft
- E-Bikes ohne hydraulische Scheibenbremsen
Die Vorgeschichte
Nachdem ich im Rahmen einer Pressereise 4 Tage lang mit einem E-Bike durch Österrreich, Slowenien & Italien gefahren bin, habe ich mir im Juni 2020 mein erstes E-Bike gekauft. Ich habe nämlich festgestellt, dass sich ein E-Bike und sportliche Aktivität nicht ausschließen, sondern ziemlich gut ergänzen.
Allgemeine Infos: Was ist eigentlich ein E-Bike?
Als E-Bike bezeichnet man ein Rad, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist, der sich bei Bedarf ganz einfach zuschalten bzw. abschalten lässt. Durch die elektronische Unterstützung ist es möglich, auch ohne große Anstrengung weite Distanzen mit dem Rad zurückzulegen. Strampeln muss (bzw darf) man dabei weiterhin – es ist nur weniger anstrengend.
Grundlagen: Elektrofahrrad vs. S-Pedelec
Es gibt 2 unterschiedliche E-Bike Typen, die ihr kennen solltet:
- Elektrofahrräder (= Pedelec), die bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h beim Treten unterstützen und rechtlich normalen Fahrrädern gleichgestellt sind.
- S-Pedelecs (bzw. E-Bike 45) die bis zu einem Tempo von max. 45 km/h unterstützen und als Kleinkrafträder gelten. Für diese braucht man nicht nur einen Führerschein der Klasse AM, sondern ist auch verpflichtet, einen geprüften Helm nach ECE-R 22 (also z.B. einen Motorradhelm) zu tragen. Außerdem wird ein Versicherungskennzeichen benötigt, das Ziehen eines Kinder-Fahrradanhängers ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, S-Pedelecs dürfen innerorts nicht auf Radewegen gefahren werden und dürfen nicht mit der Bahn transportiert werden.
Ein S-Pedelec kommt für mich aus den oben genannten Gründen nicht infrage. Ich habe mich in diesem Beitrag daher ausschließlich auf „einfache“ Elektrofahrräder konzentriert, die umgangssprachlich einfach als E-Bikes bezeichnet werden.
Tipps, auf die ihr beim Kauf eines E-Bikes achten solltet
Es gibt viele Punkte, die ihr beim Kauf beachten könnt – ich habe mal versucht, mich auf die wichtigsten Punkte zu beschränken:
- Welche Radtypen gibt es (Citybike, Trekkingrad, SUV-Bike, Lastenrad oder Mountainbike)
- Zusammenhang zwischen der Akkugröße und dem Gewicht des Rades
- Vor- und Nachteile unterschiedlicher Motor-Positonen (vorne, mittig oder hinten)
- Anzahl der benötigten Gänge
- Aktuelle Preisklassen
Welcher Radtyp passt zu Euch?
Zunächst solltet ihr euch überlegen, wofür ihr euer E-Bike verwenden möchtet. Möchtet ihr täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren? Oder nur gelegentlich mal eine Radtour machen? Dann sind ein E-Citybike oder ein E-Trekkingrad die richtige Wahl. Möchtet ihr das Rad verwenden, um Einkäufe nach Hause zu transportieren? Dann solltet ihr über ein E-Lastenrad nachdenken. Fahrt ihr grundsätzlich auf Asphalt oder zwischendurch auch mal gerne „querfeldein“? Für´s Gelände ist ein E-Mountainbike (Fully = Vollfederung) ideal. Eine spannende Mischform sind die SUV-E-Bikes, die 2026 stark im Trend liegen. Sie sind robust wie ein Mountainbike, aber mit Alltagsausstattung wie Schutzblechen + Gepäckträger. Perfekt für alle, die Asphalt, Schotter und gelegentliche Waldwege kombinieren wollen.
Mein persönlicher Favorit: Ein E-Trekkingrad bzw. ein Citybike mit vernünftigen Reifen, weil ich die aufrechte Sitzposition einfach komfortabler finde.
Welcher Rahmen ist empfehlenswert?
Stahl oder Alurahmen? Falls ihr nicht gerade nach einem Downhill-Rad sucht, würde ich euch zu einem leichten und widerstandsfähigen Aluminiumrahmen raten. Carbonrahmen sind 2026 auch bei E-Bikes angekommen, vor allem bei Light-E-Bikes, sind aber deutlich teurer.
Welche Akkuleistung passt zu mir? Und wir wirkt sie sich aufs Gewicht des Rades aus?
Eine der wichtigsten Fragen vor dem Kauf lautet: Was ist euch wichtiger, eine möglichst lange Akkuleistung oder ein möglichst leichtes Rad? Diese Überlegung ist besonders wichtig, wenn ihr überwiegend in der Stadt fahrt und euer Rad z. B. täglich in den Keller oder sogar in die Wohnung tragen müsst.
Der Markt hat sich in diesem Punkt in den letzten Jahren deutlich verändert. Während 2021 400 Wh ein gängiger Akku war, sind heute 500 bis 750 Wh Standard. Manche Modelle haben sogar 800 Wh und schaffen Reichweiten von über 150 km. Schnellladefunktionen werden zunehmend Standard, moderne Bosch-Akkus laden in unter 2 Stunden voll.
Zum Gewicht: E-Bikes wiegen im Schnitt 22 bis 28 kg. Es gibt aber auch eine spannende Gegenbewegung: Die sogenannten Light-E-Bikes mit kleineren, leichteren Akkus (z. B. Bosch Performance SX mit 400 Wh). Diese wiegen z.T. unter 20 kg, manche sogar unter 17 kg (!). Für Bosch Akkus sind „Range Extender“ verfügbar, die zusätzliche Reichweite bringen.
Mein Tipp: Wenn ihr euer Rad regelmäßig aus dem Keller tragen müsst, denkt über ein Light-E-Bike nach. Wenn ihr regelmäßig lange Touren plant, ist ein 625 oder 750 Wh Akku die bessere Wahl.
Front-, Mittel- oder Heckmotor?
Mittelmotoren haben sich im Markt fast vollständig durchgesetzt und sind die mit Abstand beste Lösung. Sie sitzen tief in der Mitte des Rades, bieten den besten Schwerpunkt und das natürlichste Fahrgefühl. Front- und Heckmotoren findet ihr 2026 fast nur noch in günstigen Discountermodellen. Für ein gutes Fahrgefühl würde ich euch klar zu einem Mittelmotor raten.
Tipp: Beim Motor solltet ihr auf bewährte Hersteller achten. Besonders häufig wurde mir Bosch empfohlen, das ist auch mein klarer Favorit – und das nicht nur, weil das Händlernetz für Wartung und Ersatzteile riesig ist. Yamaha, Shimano, Brose (besonders leise) sind sehr gute Alternativen.
Aktuelle Bosch-Motoren für City und Trekking, die ich empfehlen kann:
- Bosch Active Line Plus: leise, kompakt, ideal für entspannte Citybikes (50 Nm)
- Bosch Performance Line: solider Allrounder für Trekking (Standard 75 Nm, 600 W)
- Bosch Performance Line PX: neu seit 2025 für Trekking und Touren (Standard 85 Nm / 600 W, per Flow App auf bis zu 90 Nm / 700 W konfigurierbar)
- Bosch Performance Line SX: super leicht (2 kg), für Light-E-Bikes (55 Nm)
- Bosch Performance Line CX: für sportliche Trekking-, SUV- und MTB-Bikes. Standard 85 Nm / 600 W. Mit dem Performance Upgrade 2.0 ab Mai 2026 lässt sich das Drehmoment per kostenlosem Software-Update auf bis zu 120 Nm und die Unterstützung auf 600 % erhöhen, sofern der Hersteller das freigibt.
Drehmoment (= Nm) ist die Kraft, die der Motor an der Tretkurbel abgibt. Je mehr Drehmoment, desto besser die Unterstützung am Berg.
Wie viele Gänge benötigt euer E-Bike?
Falls ihr hauptsächlich in der Stadt fahrt, sind 7 bis 9 Gänge absolut ausreichend. Im Gelände sind mehr Gänge sinnvoll. Ein echter Trend 2026 sind automatische Schaltungen wie die Enviolo-Nabe oder das Pinion-Getriebe in Kombination mit Riemenantrieb. Die schalten selbständig in den optimalen Gang und sind extrem wartungsarm. Für entspannte Citybikes eine Überlegung wert.
Ketten vs. Nabenschaltung?
Sowohl Ketten– als auch Nabenschaltungen haben Vor- und Nachteile. Kettenschaltungen sind günstiger, leichter und belastbarer (falls ihr z. B. über ein E-Mountainbike nachdenkt), dafür ist der Pflegeaufwand höher. Die Kette und die Kassette müssen sauber gehalten und regelmäßig geschmiert werden. Ein Gangwechsel im Stand sowie die Nutzung einer Rücktrittbremse sind nicht möglich.
Die Nabenschaltung ist etwas teurer, dafür aber in Sachen Verschleiß auf Dauer günstiger. Außerdem kann sie einfacher gewartet werden. Ein Gangwechsel ist auch im Stand möglich, was in der Stadt sehr praktisch ist. Außerdem kann eine Nabenschaltung in Kombination mit einer Rücktrittbremse genutzt werden. In Kombination mit einem Riemenantrieb ist die Nabenschaltung quasi wartungsfrei. Für ein Citybike wäre das meine erste Wahl.
Die Bremse: Warum ihr eine hydraulische Scheibenbremse wählen solltet
Hydraulische Scheibenbremsen sind 2026 Standard und auch meine klare Empfehlung. Sie haben eine extrem gute Bremsleistung, lassen sich sehr gut dosieren und müssen nicht regelmäßig nachgestellt werden. Der Nachteil ist die höhere Komplexität (Reparaturen sind aufwändiger) sowie der höhere Preis. Hydraulische Felgenbremsen sind im E-Bike-Segment kaum noch verbreitet.
Das Fahrwerk
Das sogenannte Fahrwerk kann starr sein (= keine Federung), eine Frontfederung (= Federgabel) oder Vollfederung ( = Federgabel + Dämpfer-System im Heck, Fully genannt) besitzen. Räder ohne Federung bieten ein sehr direktes Fahrgefühl, sind günstiger und wartungsarm. Auf unebenem Untergrund können die Erschütterungen aber als unangenehm empfunden werden. Gefederte eBikes sind nicht nur komfortabler, sie bieten im Gelände auch einen Sicherheitsgewinn, weil die Räder durch die Federung stets Bodenkontakt haben. Nachteile einer Federung sind ein höherer Preis sowie ein höheres Gewicht. Bei Fahrrädern mit aufrechter Sitzposition kann eine Sattelfederung eine Alternative sein. Da ich überweigend auf Radwegen fahren werde, ist mir eine Federung nicht besonders wichtig.
Was kostest ein vernünftiges E-Bike?
Hier muss ich meine Einschätzung von 2021 deutlich nach oben korrigieren. Damals waren 1.500 bis 2.000 € als Einstieg realistisch. 2026 sieht das anders aus: Für ein ordentliches Marken-E-Bike vom Fachhändler solltet ihr mindestens 2.000 bis 2.500 € einplanen. Premium-Modelle mit Light-Motor, Carbon-Rahmen oder Vollfederung kosten schnell 4.000 bis 6.000 €.
Schnäppchen gibt es weiterhin bei Auslaufmodellen ab ca. 1.500 €. Von einem günstigen Baumarkt- oder Supermarkt-Rad würde ich aber nach wie vor abraten, weil die einzelnen Komponenten oft nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Sinnvoller ist ein Auslaufmodell einer guten Marke im Fachgeschäft.
Spartipp für Selbständige und Angestellte: Schaut euch das Thema Dienstrad-Leasing über JobRad oder Bikeleasing an. Das spart deutlich Geld und ist 2026 eine der beliebtesten Möglichkeiten, ein hochwertiges E-Bike zu finanzieren.
Beispiele für E-Bikes mit einem guten Preis-/ Leistungsverhältnis
Ich habe mich 2021 für das E-Trekkingrad Liqbike Activ 9-Gang von Linkradquadrat entschieden. –> Hier geht es zu meinem persönlichen Testbericht. Die Firma heißt seit ein paar Jahren Statera Bikes. Die Eigenmarke LIQBike gibt es weiterhin, das Sortiment wechselt aber häufig. Wenn ihr ein Schnäppchen sucht, lohnt sich ein Blick auf staterabikes.de. Mein eigenes Liqbike fahre ich übrigens immer noch und bin nach wie vor zufrieden.
Da viele meiner ursprünglichen Modell-Empfehlungen aus 2021 inzwischen nicht mehr verfügbar sind, habe ich mal meine Liste mit empfehlenswerter Marken aktualisiert. Die Preise sind grobe Richtwerte für solide Trekking-Modelle:
- Hercules (Made in Germany, gefertigt in Neuhof an der Zenn): Modelle wie Futura, Alassio oder Pasero. Ab ca. 2.000 €. Gehört zur ZEG-Gruppe und ist beim Fahrradhändler vor Ort erhältlich. Für mich der direkte Nachfolger meiner damaligen Liqbike-Empfehlung in Sachen Preis-Leistung.
- Cube (Waldershof, Bayern): Sehr beliebt, riesige Auswahl, ab ca. 2.300 €. Das Touring Hybrid und das Town Hybrid sind solide Klassiker.
- Kalkhoff (Cloppenburg, Niedersachsen): Klassische Trekking- und Citybikes mit deutscher Tradition, ab ca. 2.500 €.
- Diamant (Hartmannsdorf, Sachsen, gehört zu Trek): Traditionsreiche deutsche Marke seit 1885, ab ca. 2.800 €.
- Winora (Schweinfurt): Solide Trekking- und Tourenbikes, ab ca. 2.200 €.
- Pegasus, Bulls und ZEMO (alle ZEG-Gruppe): In Deutschland gefertigt, beim Fahrradhändler erhältlich, oft etwas günstiger als die Premium-Marken.
- Riese & Müller (Mühltal bei Darmstadt): Premium-Segment ab ca. 4.000 €, dafür höchste Qualität, viele Innovationen, GPS-Diebstahlschutz inklusive.
Stylishe E-Bikes, die nicht wie E-Bikes aussehen
Falls euch die Optik besonders wichtig ist, gibt es 2026 ein paar interessante Marken. Ich bin hier aber vorsichtiger geworden als 2021, weil mehrere Anbieter aus diesem Segment in den letzten Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
- VanMoof war z.B. 2023 insolvent und wurde von der McLaren-Tochter Lavoie übernommen. 2026 gibt es mit dem VanMoof S6 (ca. 3.600 €) wieder ein neues Modell mit verbesserter Reparaturfähigkeit und 3 Jahren Garantie. Wer sich vom Insolvenzrisiko nicht abschrecken lässt, bekommt ein optisch ansprechendes Rad mit GPS-Tracking, Apple Find My-Integration und automatischer Gangschaltung.
- Cowboy aus Belgien war ebenfalls zwischenzeitlich in Schieflage. Aktuell läuft das Unternehmen wieder, ich würde hier aber nur kaufen, wenn ihr das Risiko bewusst in Kauf nehmt.
- Tenways aus den Niederlanden ist eine spannende neue Marke mit cleanem Design und Riemenantrieb, Modelle ab ca. 1.700 €.
Mein ehrlicher Tipp: Wenn euch Optik wichtig ist, schaut euch auch die deutschen Marken an. Diamant und Riese & Müller bauen sehr schöne, klassisch designte Räder ohne Insolvenzrisiko.
E-Bike Wartung: Diese Inspektions-Intervalle sind sinnvoll
Um lange Spaß an eurem E-Bike zu haben, solltet ihr es mindestens 1 x jährlich bzw. nach 1000 km zur Inspektion bringen. Falls ihr euer Rad online bestellt habt, wird im Serviceheft vermutlich eine erste Wartung nach 6 Wochen bzw. den ersten 100 km empfohlen. Ich würde die erste Inspektion spätestens nach 500 km durchführen lassen. Eine E-Bike Inspektion beinhaltet für gewöhnlich folgende Punkte:
- Schraubverbindungen nachziehen, Bremsen- und Reifencheck
- Laufrad, Radlager und Tretlager prüfen
- Verschleiß der Kette und Steuersatz prüfen.bzw. einstellen
- Rahmen und Anbauteile überprüfen & Schaltung einstelllen
- Systemcheck / Softwareupdate
- Überprüfung der Elektronik und Bedienelemente
Die Kosten für ein Inspektion betragen ja nach Umfang ca. 80 € – 150 € + Material.
E-Bike Pflege: Auf diese Punkte solltet ihr achten
Um die Lebensdauer eures Rades zu erhöhen, solltet ihr euer E-Bike regelmäßig von Schmutz befreien. Vor dem Waschen des Bikes solltet ihr den Akku entfernen. Zum Reinigen eignet sich ein Bike-Shampoo Amazon Affiliate Link. Auf keinen Fall solltet ihr einen Hochdruckreiniger verweden. Zur Pflege der Kette solltet ihr diese ca. alle 500 – 800 km mit einem speziellen Kettenreiniger Amazon Affiliate Link und einer Bürste (z.B. alte Zahnbürste + Lappen) reinigen und anschließend sorgfältig ölen. Das Öl solltet ihr vorne am Motor auftragen, damit kein Öl in die Bremsen gelangt, welche am hinteren Ritzel sitzen.
Außerdem solltet ihr folgende Punkte regelmäßig überprüfen:
- Sitzen alle Schrauben fest?
- Stimmt der Luftdruck in den Reifen?
- Müssen die Bremsklötze erneuert werden?
Akku Pflege: Diese Tipps erhöhen die Lebensdauer
Hier hat sich mein Wissensstand seit 2021 verändert. Bosch und andere Hersteller empfehlen heute folgende Vorgehensweise:
- Lagert den Akku bei einem Ladestand von 30 bis 60 %, nicht voll und nicht leer.
- Bei längerer Nichtnutzung (z. B. im Winter) den Ladestand alle paar Monate prüfen und ggf. auf ca. 50 % nachladen.
- Vermeidet Tiefentladungen, ladet den Akku am besten bei ca. 20 bis 30 % wieder auf.
- Ladet den Akku im Winter erst, wenn er Zimmertemperatur erreicht hat.
- Bewahrt den Akku vor allem im Winter bei Zimmertemperatur auf, nicht im kalten Keller oder in der Garage.
- Nutzt nach Möglichkeit das Original-Ladegerät des Herstellers.
Wie schütze ich mein E-Bike vor einem Diebstahl?
Um euer E-Bike vor einem Diebstahl zu schützen bzw. euch für den Fall der Fälle abzusichern, solltet ihr folgende Punkte beachten:
- Das Rad unbedingt vor der 1. Fahrt fotografieren und codieren lassen bzw. den vorhandenen Code notieren.
- Das Bike stets gut sichtbar anschließen (nicht bloß abschließen)
- Ein Schloss mit höchster Sicherheitsstufe Amazon Affiliate Linkverwenden. Ein Beispiel hierfür ist das ABUS Bordo Granit X-Plus 6500/85 mit der höchsten Sicherheitsstufe 15.
- Moderne E-Bikes bieten zusätzliche digitale Schutzfunktionen: Bosch hat 2025 das Battery Lock eingeführt, das einen gestohlenen Akku unbrauchbar macht. Viele E-Bikes lassen sich außerdem über Apple Find My oder GPS-Tracker orten. Riese & Müller, VanMoof und einige andere Hersteller haben das ab Werk integriert.
- Beim Thema Versicherung würde ich euch empfehlen, aktuelle Angebote zu vergleichen. Ich habe mich damals für die Ammerländer Versicherung entschieden. Die Preise liegen je nach Rad-Wert und Leistungsumfang zwischen ca. 8 und 20 € pro Monat. Wichtig sind: Neuwert-Erstattung bei Diebstahl, Schutz bei Sturz, Vandalismus und Akkuschäden, Pannenhilfe und idealerweise auch ein Pickup-Service.
Empfehlungen für sinnvolles Fahrrad-Zubehör
Mein Lieblings-Helm:
Ich hatte mir anfangs diesen Abus Helm Amazon Affiliate Link gekauft und war damit sehr zufrieden. er saß im direkten Vergleich doch wesentlich besser, als der 10 € Helm vom Discounter. Preis: Ca. 48 €. Inzwischen bin ich auf diesen smarten Fahrradhelm Amazon Affiliate Link von Lival umgestiegen, der nicht nur über LED-Lichter inkl. Blinker sowie ein SOS-Alarmsystem verfügt, sondern Musik und Navigationsansagen von Google Maps oder Komoot sowie eingehende oder ausgehende Telefonate dank der integrierten Lautsprecher ermöglicht.
Inzwischen gibt es Modelle mit einem SOS-Alarmsystem und MIPS-Technologie für mehr Sicherheit bei einem Schrägaufprall.
Ein Rucksack inkl. Rücken-Protektor
Ich würde einen solchen Rucksack mit Rücken-Protektor empfehlen, falls ihr täglich mit dem Rad zur Arbeit fahrt und ohnehin einen Rucksack tragt.
Welches Fahrrad-Navi ist empfehlenswert?
Falls ihr nur gelegentlich fahrt und euer Smartphone als Navi benutzen möchtet, kann ich eine wasserdichte Smartphonetasche empfehlen. Mit der App Komoot könnt ihr ganz einfach Touren in eurer Umgebung planen. Alternativ sind Fahrrad-Navis wie das Garmin Edge Explore 2 oder das Wahoo Elemnt Roam sehr empfehlenswert. Bosch bietet außerdem mit dem Kiox 500/600 ein Display mit integrierter Navigation an, das direkt am Rad verbaut wird. Und ganz neu: Bosch hat 2026 die Schnittstelle für Garmin geöffnet, sodass ihr auf eurer Garmin-Uhr oder eurem Fahrradcomputer direkt die Daten eures Bosch-Antriebs sehen könnt.
Mit der App Komoot könnt ihr ganz einfach Touren in eurer Umgebung planen! Wie das genau funktioniert, habe ich hier auf dem Blog erklärt. Alternativ sind Fahrrad-Navis wie das Garmin Edge Explore sehr empfehlenswert!
Nie wieder Reifenwechseln?!
Schwalbe „unplattbar“ Reifen inkl. Pannenschutz sind ein echter Traum für jeden Radfahrer! Amazon Affiliate Link
E-Bikes transportieren
Falls ihr euer E-Bike mit in den Urlaub nehmen möchtet, fragt ihr euch vermutlich, wie ihr dieses transportieren könnt. Die Antwort: Mit jedem normalen Fahrradträger. Da E-Bikes relativ schwer sind, müsst ihr aber unbedingt auf das zulässige max. Gewicht achten:
Sonstige Fragen, die ich mir in den letzten Tagen rund um das Thema E-Bike gestellt habe:
- Darf man Elektro-Fahrräder mit dem Zug transportieren? Ja, ihr solltet aber in der Hochsaison unbedingt frühzeitig Tickets reservieren!
- Was kostet es, einen E-Bike Akku zu laden? Bei aktuellen Strompreisen von ca. 30 bis 35 ct/kWh kostet eine volle Ladung eines 500 Wh Akkus rund 15 bis 18 Cent
- Wie weit kann man mit einer Akku-Ladung fahren? Das hängt von vielen Faktoren (Akku, Gewicht, Fahrmodus, etc.). Mit dem Reichweiten Assistenten kannst du deine persönliche Reichweite einfach ausrechnen. Das Ergebnis lag bei mir zwischen 35 und 213 km.
- Wie lange dauert es, einen E-Bike Akku zu laden? Mit Standard-Ladegeräten 3 bis 6 Stunden. Mit dem neuen Bosch 12A-Charger (verfügbar ab Ende 2026) sind ca. 50 % in einer Stunde drin, voll in ca. 2,5 bis 3 Stunden.
- Muss man auf einem E-Bike einen Helm tragen? Nein, auf einem S-Pedelec aber schon.
- Was macht man, wenn der Akku unterwegs leer ist? Einfach ohne Akku weiterfahren- oder eine Pause machen und den Akku laden.
- Kann man mit einem E-Bike auch im Regen fahren? Natürlich! Die Systeme sind wasserdicht.
- Wie hoch ist die Lebensdauer eines Akkus? Bosch gibt mindestens 500 Voll-Ladezyklen an, was etwa 25.000 km entspricht. In der Praxis halten gute Akkus 5 bis 8 Jahre.
- Was kostet ein Ersatzakku? e nach Größe und Hersteller zwischen 500 und 900 €. Ein Bosch PowerTube 625 liegt bei ca. 700 bis 800 €.
- Was bedeutet Rekuperation? Einige Heckmotoren bieten die Möglichkeit, Energie zurückzugewinnen und den Akku so während der Fahrt zu laden (z.B. durch Muskelkraft oder lange bergab Fahrten)
- Kann man E-Bikes mit einem normalen Auto-Fahrradträger transportieren? Grundsätzlich schon, ihr solltet den Akku aber während der Fahrt entnehmen und aufgrund des hohen Gewichts von E-Bikes auf das max. Gewicht des Fahrradträgers achten.
- Ab welchem Alter dürfen Kinder auf E-Bikes fahren? Im Prinzip gibt es hier keine Altersbeschränkung – sinnvoll ist es ab einem Alter von 12 – 14 Jahren.

Mein Fazit:
Der E-Bike-Markt hat sich seit 2021 enorm weiterentwickelt. Die Akkus sind größer, die Motoren leiser und stärker, der digitale Diebstahlschutz ist deutlich besser geworden. Gleichzeitig sind die Preise spürbar gestiegen. Mein altes Liqbike Activ fahre ich übrigens immer noch und bin nach wie vor zufrieden – ein gutes E-Bike hält locker 10 Jahre.
Falls noch Fragen offen geblieben sind oder ihr weitere Tipps und Erfahrungsberichte zum Thema E-Bike habt, freue ich mich über eure Kommentare
Viele Grüße,






Vor drei Jahren sollte man den Akku ruhig nach jeder Fahrt laden.
Bei den größeren Akkus heutzutage, zählt schon die kleinste Aufladung als ein Ladevorgang. Sprich, ich habe einen 800er Akku. Je nachdem, wie mein Fahrverhalten und meine Kilometer sind wird er im Sommer nicht mehr nach jeder Fahrt sondern nur noch nach jeder zweiten bis dritten Fahrt geladen.
Grundsätzlich sollte jeder ab einem gewissen Alter, über einen Tiefeinstieg nachdenken.
Gerade wenn man das Fahrrad viele Jahre fahren möchte.
Wir sehen es gerade im Bekanntenkreis, dass darüber überhaupt nicht nachgedacht wurde und der Auf- und Abstieg für diese Personen sehr mühselig geworden ist.
Liebe Susanne, danke für dein Feedback. Der Tiefeinstieg ist ein wichtiger Punkt, den ich ergänzen werde.
Liebe Grüße,
Patricia
Habe gerade den Beitrag gelesen und fand die Tipps zur Auswahl des richtigen E-Bike-Typs echt hilfreich. Besonders der Unterschied zwischen E-Bikes und S-Pedelecs war für mich neu und hat mir bei meiner Entscheidung geholfen. Für mich persönlich wäre ein E-Trekkingrad ideal, da ich gerne längere Strecken fahre und es vielseitig nutzbar ist.
Könnt ihr vielleicht noch Empfehlungen für gute E-Bike-Modelle in verschiedenen Preisklassen geben?
hab deinen Bericht aufmerksam gelesen sehr gut möchte für meine Frau genau dieses E Bike kaufen. können sie mir einen einen Händler nennen. wo ich diese Marke kaufen und ansehen kann . ? wohne in 49477 Ibbenbüren. Umkreis 100-200 km kein Problem.
Hallo Wolfgang,
da kann ich leider nicht weiterhelfen, weil ich das Rad ja selbst online gekauft habe, ohne es vorher zu testen.
Vielleicht findet ihr ein gutes gebrauchtes Rad auf Ebay-Kleinanzeigen? Dann könntet ihr das Rad vor dem Kauf ausprobieren.
Viele Grüße,
Patricia
Hallo Wolfgang,
vielleicht bei XXL Hürter in Münster!?
Lieben Gruß
Olli
Aus alt mach neu
Akku Diagnose und Zellentausch
In einem E-Bike Akku sind einzelne Akkuzellen verbaut.
Mit der Zeit verlieren die Akkus an Leistung und funktionieren nicht mehr.
Eine preisgünstige und umweltfreundliche Alternative zu einem neuen Akku ist die Akkureparatur.
Hierbei werden die alten defekten Zellen des Akkus gegen neue getauscht.
Diese Methode ist meistens günstiger als einen komplett neuen Akku zu kaufen und schont dabei auch noch die Umwelt.
Deshalb haben wir uns auf die Akkudiagnose sowie den Akkuzellentausch spezialisiert.
Danke für die wertvollen Tipps.
Ich liebäugele auch mit dem Liqbike, daher bin ich auf deinem Testbericht gelandet. Das hat mich bestätigt in meiner Entscheidung. Allerdings zögere ich noch, weil ein Bekannter meint, dass man bedenken sollte, dass wenn man zukünftig einen Service braucht, die Räder eventuell nicht mehr angenommen werden, die nicht im bike Shop gekauft wurden.
Hast du hier Erfahrung?
Was ist Deine Meinung?
Im Shop kostet solch ein Rad halt mindestens 1000 Euro mehr.
Danke für dein Feedback
Liebe Grüße
Ilona
Liebe Ilona,
ich glaube, momentan ist es aufgrund des Fahrrad-Booms im letzten Jahr grundsätzlich nicht so einfach, einen Termin in einem Fahrradladen zu bekommen. Andererseits denke ich, dass sich der Markt anpassen wird. Bei uns gibt es zB inzwischen mobile Werkstätten, die vor Ort die Inspektion sowie Reparaturen durchführen. Denen ist es total egal, wo das Rad gekauft wurde.
Wenn du Zweifel hast, würde ich einfach mal vorab bei Läden in der Umgebung anrufen und fragen, wann der nächste Termin frei wäre und ob es ein Problem darstellt, dass du das Rad nicht dort im Laden gekauft hast.
Berichte doch gerne mal von deinen Erfahrungen.
Liebe Grüße,
Patricia
Hallo Patricia,
erst einmal Probefahren ist immer besser, gerade bei einem E-Bike. Meine Frau hat sich ein E-Bike geholt und nutzt es mittlerweile als Autoersatz. Sie macht ca. 30-50 km pro Tag.
Dein Bericht selbst ist mal wieder sehr ausführlich und sehr gut verständlich!
Lieben Gruß
Olli
Hallo Olli,
das Probefahren ist definitiv sinnvoll – im letzten Jahr waren gute Räder mit vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis leider nicht lieferbar.
Daher habe diese „Notlösung“ riskiert.
Viele Grüße,
Patricia
Das glaube ich dir sofort. Oftmals ist es wichtig ein Bike auch erst einmal einen längeren Zeitraum zu testen, um zu sehen, ob man damit klar kommt.
Wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt!
Gruß
Olli
Ich würde immer: Erstmal Probefahren – und dann das E-Bike kaufen. LG
Ja, das war schon etwas riskant. Aber aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses bin ich rückblickend sehr froh über meine Entscheidung.
Viele Grüße,
Patricia
Hallo zusammen, vielleicht können wir euch weiter helfen . Wir fahren selbst schon Jahre lang ebikes und beschreiben viele touren und unsere ebikes. Bei Fragen schreibt uns über das Kontaktformular oder unter dem jeweiligen Beitrag an. 🙂
Was man alles beachten muss…Danke,für den ausführlichen und leicht verständlichen Bericht. Wir leihen uns im Hollandurlaub immer für 1-2 Tage ein E-Bike,es macht sehr viel Spaß damit zu fahren, weil man damit größere Strecken zurück legen kann. Für den Alltag überlegen wir noch ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.
Sehr gerne. Berichte gerne mal, wie ihr euch entscheidet.
Liebe Grüße,
Patricia
Danke für den sehr interessanten Beitrag! Super informativer Blog zum E-Bike. Würde mich über einen Beitrag zu Kindervelo freuen 🙂 Liebe Grüsse
Wir fahren schon seit mehreren Jahren Ebikes und fahren ebenfalls sehr große Touren die wir auch beschreiben. Mit einem Mittelmotor fährt es sich am besten und auch am sichersten. Gruß aus Paderborn.
Danke für den Tollen Beitrag! Mein Mann hatte uns 2 E-Bikes gekauft, aber ich kenne mich nicht so aus. Jetzt wollte ich eins für meinen Sohn kaufen und wollte mich Informieren.
Liebe grüße aus München
Kerstin
Danke für diesen tollen Blog. War sehr informativ für mich.