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Bauchschmerzen bei Kindern

Wenn ihr meinen Blog regelmäßig lest, wisst ihr ja bereits, dass ich mich sehr für das Thema Gesundheit interessiere und immer mal wieder über Dinge berichte, die ich selbst noch nicht wusste und / oder interessant finde. Dabei ging es z.B. schon um Themen wie: Heuschnupfen,  hohen Blutdruck  oder auch darum, warum wir regelmäßig Vitamin D nehmen. Heute möchte ich euch in Zusammenarbeit mit der Shop-Apotheke von den  Zusammenhängen zwischen Stress und Bauchschmerzen bei Kindern berichten und dabei auf folgende Punkte eingehen:

 

    • Welche Gründe kann es für regelmäßig wiederkehrenden Bauchschmerzen bei Kindern geben?
    • Wie entstehen stressbedingten Bauchschmerzen bei Kindern?
    • Was hilft gegen Bauchschmerzen bei Kindern?

 

 

Welche Gründe kann es für  Bauchschmerzen bei Kindern geben?

Bauchschmerzen bei Kindern können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dabei muss man zwischen akuten Bauchschmerzen (z.B. durch eine Blinddarmentzündung) und chronischen Bauchschmerzen unterscheiden. Klagt ein Kind über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten öfter als 1 x pro Woche über Schmerzen im Bauchraum, spricht man von chronischen Bauchschmerzen, die von einem Arzt abgeklärt werden sollten.

 

 

Medizinischen Gründe für Bauchschmerzen bei Kindern


Verstopfung

Anzeichen: Seltener als dreimal pro Woche Stuhlgang. Das Kind möchte nicht zur Toilette gehen bzw. klagt über Schmerzen.
Lösung: Viel trinken, viel Bewegung und eine ballaststoffreiche Ernährung.

-> Unser Kinderarzt hat uns damals diese Kümmelzäpfchen empfohlen

 

 

Blinddarmentzündung

Anzeichen: Starke, krampfartige Bauchschmerzen, die vom Nabel in den rechten Unterbauch ziehen und  beim Hüpfen auf dem rechten Bein stärker werden. Weitere mögliche Anzeichen: Übelkeit, Fieber, Appetitlosigkeit.
Diagnose: Untersuchung durch einen Arzt inkl. Blutuntersuchung & Temperaturmessung
Lösung:  Antibiotika oder OP.

 

 

Unverträglichkeit von Milchzucker (= Laktoseintoleranz)

Anzeichen: Krampfartige Bauchschmerzen sowie Durchfälle.
Diagnose: Atemtest
Lösung: Produkte mit Milchzucker meiden. Für „Notfälle“ gibt es Laktase Tabletten, die dem Körper helfen, die Laktose zu spalten. Die Einnahme sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

 

 

Fructoseintoleranz

Bei einer erblich bedingten Fructoseintoleranz ist der Körper nicht in der Lage, Fruchtzucker (= Fructose) abzubauen. Dies ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung und kann zu einem lebensbedrohlich geringen Blutzuckerspiegel sowie Leberfunktionsstörungen führen. Eine Fructoseintoleranz ist sehr selten und sollte nicht mit einer Fruchtzuckerunverträglichkeit verwechselt werden.

Anzeichen: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Zittern
Diagnose: Überwachung der Blutwerte und Symptome durch einen Arzt
Lösung: Strenge Vermeidung von fructose-, saccharose- und sorbithaltigen Lebensmittel

 

 

Fruchtzuckerunverträglichkeit (=Fructosemalabsorption), bei der Fructose nur zum Teil verdaut werden kann.

Anzeichen: Übelkeit, Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen im Bereich des Unterbauches.
Diagnose: Atemtest
Lösung: Erst Verzicht auf Lebensmittel, die Fructose, Saccharose oder Sorbit enthalten, dann: langsames austesten, um festzustellen, was in welcher Menge vertragen wird.

 

 

Allergien / Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Kinder aus Allergikerfamilien leiden besonders häufig unter Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Diese können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen.

Anzeichen: Bauchschmerzen,  Kratzen im Hals, Durchfälle, Übelkeit oder Erbrechen.
Diagnose: Allergietest
Lösung: Auslösende Nahrungsmittel meiden.

 

 

Kuhmilcheiweiss –  Allergie:

Eine Kuhmilchallergie kommt bei Kindern relativ häufig vor und kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Die Kuhmilch-Allergie verwächst sich meist bis zum Schuleintritt.

Anzeichen: z.B.: Ausschlag, Ekzeme, Koliken, Durchfälle, Erbrechen, Schlafstörungen, Schreien, Unruhe.
Diagnose: Allergietest (Pricktest)
Lösung: Vermeidung von Kuhmilch, für Babys gibt es spezielles Milchpulver ohne Kuhmilcheiweiss.

Ausführliche Informationen zur diesem Thema findet ihr in meinem Beitrag Milcheiweißallergie vs. Laktoseintoleranz.

 

 

Zöliakie (= Gluten-Unverträglichkeit):

Anzeichen: Bauchschmerzen, manchmal auch ein aufgetriebener Bauch, Durchfall,  Appetitlosigkeit, Wachstumsstörungen.
Diagnose: Bluttest + Magenspiegelung (Gewebsentnahme aus dem Dünndarm)
Lösung: Weizen, Roggen, Gerste und Hafer strikt und dauerhaft meiden.

 

 

Helicobacter Pylori-Infektion

Anzeichen: Schmerzen im Oberbauch, die sich wie ein Brennen zwischen Rippen und Bauchnabel anfühlen. Das Gefühl verschlimmert sich bei leerem Magen und wird besser, wenn das Kind eine Kleinigkeit isst.
Diagnose:  Stuhlproben, Atemtests bzw. Gastroskopie
Lösung: Antibiotische Therapie

 

 

 

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Scheinbar grundlose Bauchschmerzen bei Kindern: Was ist eine Nabelkolik?

 

Einige Kinder leiden unter krampfartigen Bauchschmerzen, für die der Kinderarzt keine eindeutige Erklärung finden kann.  Bei Säuglingen entstehen diese Schmerzen oft durch eine unzureichende Entwicklung der Darmschleimhaut, die mit den Verdauungsvorgängen im Körper überfordert ist. Nach 3 Monaten hat der Körper sich dann an die neuen Anforderungen gewöhnt, und die 3 Monats-Koliken sind vorbei. Bei Schulkindern und Jugendlichen  ist Stress ein Faktor, der häufig zu Bauchschmerzen führt. Wie Stress und Bauchschmerzen zusammenhängen, möchte ich euch nun erklären.

 

Wie entstehen stressbedingten Bauchschmerzen bei Kindern?

 

Die stressbedingten Bauchschmerzen entstehen durch ein Wechselspiel zwischen Körper und Psyche: Wenn ein Kind z.B. aufgrund eines Magen-Darm-Infekts Bauchschmerzen hat, werden bestimmte Nervenzellen im Bauch sensibilisiert. Diese reagieren dann auch nach dem Abklingen des Infekts noch empfindlicher, sodass die Kinder schon normale Verdauungsstörungen als Ziehen im Bauch wahrnehmen. Kommt dann noch Stress hinzu (z.B. Ärger mit den Eltern oder Freunden, ein Umzug, Schulwechsel etc.), ziehen sich die Muskeln durch die psychische Anspannung zusammen und verkrampfen.

 

 

 

 

Die nun wahrgenommenen Schmerzen werden mit dem Stress verknüpft und es entsteht eine Negativspirale: Gedanken lösen Ängste aus, die wiederum die Schmerzen befeuern. Die Angst wird stärker und somit auch der Schmerz. Das Bauchweh wird vom Symptom zum Problem.

 

 

Wie sollten Eltern auf stressbedingte Schmerzen bei Kindern reagieren?

 

Wichtig ist es in jedem Fall, den Gründen für die Bauchschmerzen auf den Grund zu gehen, also zu prüfen, ob die Kinder sich durch einen der folgenden Punkte überfordert fühlen:

 

      • Alltagshektik in der Freizeit
      • Leistungsdruck in der Schule
      • Stress und Streit

 

Eltern sollten versuchen, die Stressfaktoren im Alltag der Kinder zu reduzieren. Das heißt: Weniger Termine, weniger Zeit vor dem Handy/TV/Computer – dafür mehr Schlaf, Zeit zum Spielen, viel Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung. Ansonsten ist Ablenkung oft hilfreicher, als wenn sich das Kind ins Bett legt, wo es sich voll auf den Schmerz konzentrieren kann.

Wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen werden konnten, raten Experten dazu, die Schmerzen zwar ernst zu nehmen, aber nicht übertrieben besorgt zu reagieren. Kinder orientieren sich am Verhalten der Eltern und empfinden Schmerzen als besonders stark, wenn sie das Gefühl haben, dass gerade etwas Bedrohliches in ihrem Körper passiert. Im Idealfall sollte das Kind lernen, dass es nicht hilflos ist, sondern den Schmerz selbst aktiv bekämpfen kann, indem es sich bewusst einer anderen Sache widmet und sich die „falsche Verknüpfung“ wieder lösen kann.

Wenn diese Tipps nicht helfen, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann z.B. eine kognitive Verhaltenstherapie verordnen, bei der die Kinder lernen, negative Gedankenkreisläufe zu durchbrechen.

 

So, das war mein Beitrag zum Thema Bauchschmerzen. Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema Bauchschmerzen bei Kindern? Habt ihr noch Tipps, die ich mit aufführen sollte? Ich freue  mich wie immer über Kommentare.

Liebe Grüße,

 

patricia

 

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

4 comments on “Bauchschmerzen bei Kindern: Was steckt dahinter?”

  1. Unsere Kinder haben leider auch häufig Bauchschmerzen und eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Leider nicht nur Laktose, sondern auch noch weitere Unverträglichkeiten, weshalb ich nach Corona auch noch einmal zum Kinderarzt muss…

  2. Ab und zu beschwert sich der Sohn über die Bauchschmerzen. Meinen Dank für die mögliche Etymologie davon! Vielleicht sollte erst eine Untersuchung unternommen werden.

  3. Hallo, unsere Tochter hatte mit 5,5 Jahren auch über zwei Monate immer wieder Bauchschmerzen und wir waren beim Arzt, der dann einen Termin zur Milchzuckerunverträglichkeitstestung machen wollte. Dort waren wir auch: negativ. Schmerzen waren aber doch da.
    Die Lösung fanden wir dann einen Monat später heraus, nachdem medizinisch nichts festgestellt werden konnte. ( festgestellt übrigens an einer Latzhose, die sie den Sommer über nicht angezogen hatte)
    Sie war in zwei Monaten um fünf Zentimeter gewachsen. Das hat dann die Schmerzen verursacht. Puh. Glück gehabt.

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