Sonnencreme: Vorteile, Nachteile und meine persönliche Empfehlung

Sonnencreme: Vorteile, Nachteile und meine persönliche Empfehlung

 

Wenn ihr meinen Blog regelmäßig lest oder mir auf Instagram folgt, wisst ihr bereits, dass ich seit einiger Zeit versuche, möglichst viele Schadstoffe aus unserem Alltag zu verbannen. Inzwischen haben wir:

  • Fast alle beschichteten Töpfe und Pfannen gegen diese Varianten aus Edelstahl bzw. Gusseisen ausgetauscht.
  • Einen einfachen aber effektiven Aktivkohle-Blockfilter an unserer Wasserleitung installiert.
  • Die heiß geliebten, bunten rice Melamin Becher entsorgt.
  • Protein Produkte, die Sucralose enthalten verbannt.
  • Unsere Schneidebretter aus Plastik gegen diese hochwertigen Holzbretter ausgetauscht, die sogar in die Spülmaschine dürfen.

Nun habe ich mich in den letzten Wochen ausgiebig mit dem Thema Sonnencreme befasst und musste feststellen: Auch dieses Thema ist deutlich komplizierter als gedacht.

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Meine – nicht ganz eindeutigen – Gedanken zu diesem Thema möchte ich heute mit euch teilen und euch so dabei helfen, euch eine eigene Meinung zu bilden und eine Entscheidung für euch und eure Familie zu treffen. Konkret geht es um:

 

  • Positive Effekte der Sonne
  • Risiken, die durch die Sonne entstehen
  • Vor- und Nachteile von Sonnencreme im Überblick
  • Empfehlenswerte Sonnencreme
  • Rezept für selbstgemachte Sonnencreme ohne schädliche Inhaltsstoffe
  • Persönliches Fazit

 

Kurz vorab: Mein persönlicher Mittelweg sieht aktuell so aus

Falls euch die Hintergründe nicht interessieren und ihr nur auf der schnellen Suche nach Informationen seid, folgt hier ein Überblick über meinen bzw. unseren aktuellen Weg. Ich…

  • …bin der Meinung, dass Sonnenstrahlung eher gut als schlecht ist, versuche aber, einen Sonnenbrand um jeden Preis zu vermeiden!
  • … halte viele Stoffe in Sonnencreme für bedenklich, bin aber dennoch der Meinung, dass jede Creme besser ist als ein Sonnenbrand.
  • …starte im Frühjahr damit, mich täglich einige Minuten ohne Sonnenschutz in der Sonne aufzuhalten. Im Frühling: In der Mittagessonne. Wenn die Sonne dann stärker wird: Am frühen Vormittag bzw. Abend.
  • … halte mich ansonsten überwiegend im Schatten auf, meide die Mittagshitze, trage ein Cappy bzw. schütze mich durch Kleidung.
  • … achte auf eine ausgewogene Ernährung. Fokus auf echte Lebensmittel, hochwertiges Omega 3 Öl, ausreichend Magnesium,  Vitamin E und C. Auf Seedoils wie z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl verzichte ich inzwischen komplett.

 

Bei leichtem Sonnenschein nutze ich keinen Sonnenschutz, allenfalls dieses natürliche Karottenöl  Affiliate Link fürs Gesicht, das eine leichte Bräune verleiht und die Haut glättet und regeneriert.

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Bei mittelstarker Sonne nutze ich dieses natürliche Sonnenöl Affiliate Link mit einem SPF von 5-7:

 

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Es besteht aus BIO Pflanzenölen wie Jojobaöl, Macadamianussöl, Aprikosenkernöl, Lavendelöl und Kristallsalzsole. Details zum Lichtschutzfaktor natürlicher Öle findet ihr im FAQ Bereich unten in diesem Beitrag.

 


Bei starker Sonne nutzen wir aktuell diese Creme Affiliate Link mit Zinkoxid Filter und ohne Nano-Partikel.

 

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Vorteil: Die Creme enthält im Vergleich zu anderen Sonnencreme Marken überwiegend natürliche Substanzen und keine chemischen Filter. Laut Toxfox und codecheck sind die Inhaltsstoffe unbedenklich. Ökotest hat die Creme im aktuellen Heft leider nicht getestet. Nachteil: Die Creme ist teuer und weißelt ziemlich stark. Diese Creme würde ich auch für Babys bzw Kinder empfehlen.


 

Sonstige Sonnencreme Optionen

  • Wenn ihr nach einer bezahlbaren Creme aus dem Drogeriemarkt sucht, die zwar chemische Filter enthält, aber zumindest ohne die schädlichsten Inhaltsstoffe auskommt, würde ich euch das Babydream extra sensitive Sonnenspray 50+ empfehlen. Die Creme hat bei Ökotest sehr gut abgeschnitten und auch Codecheck und Toxfox geben grünes Licht. Preis: 7,99 € für 200 ml. Ein besseres Produkt mit einem fairen Preis und LSF 50+ für die seltenen Tage, an denen sich zu viel Sonne nicht vermeiden lässt (z.B. Familien-Strandurlaub), konnte ich jedenfalls nicht finden.
  • Eine weitere Option wäre die Sonnencreme von Ringana, die nur im Direktvertrieb erhältlich ist. Sie hat einen LSF von 20 und ist mit 46 € pro 125 ml SEHR teuer, dafür weißelt sie nicht und enthält frische, natürliche Inhaltsstoffe. Ich kenne mehrere Ringana-Mitabeiterinnen und vermittle euch bei Interesse gerne den Kontakt bzw. nach Verfügbarkeit einen Gutschein.
  • Alternativ möchte ich demnächst mal selbst Sonnencreme aus natürlichem Öl und Zinkoxid herstellen (ein einfaches Rezept findet ihr unten in diesem Beitrag).

 

Insgesamt bleibt das Thema schwer zu durchschauen, denn laut Ökotest gibt es vermeintlich „cleane“ Öko-Marken, die entgegen der Angaben auf der Verpackung neben mineralischen auch chemische Filter verwenden, DHHB oder sogar Spuren von DnHexP enthalten. Gleichzeitig haben im Test Cremes, die Titanoxid-Nano Partikel enthalten, mit sehr gut abgeschnitten. Diese sind für mich ein NO GO. Den Test könnt ihr euch hier downloaden.  Weitere Infos gibts unten im FAQ Bereich des Beitrags.

 

Ist Sonnenstrahlung gesund oder ungesund?

Es gibt aktuell ziemlich viele Menschen, die eine regelrechte Panik vor der Sonne verbreiten. Sie sind der Meinung, dass es KEINE „gesunde“ Bräune gibt und empfehlen selbst im Winter eines LSF von mindestens 50.

Dem steht eine andere Gruppe von Menschen gegenüber, die komplett auf Sonnencreme verzichten, weil sie der Meinung sind,  dass Sonnenstrahlung gesund ist und die Chemikalien, Nanopartikel, Mikroplastik etc. in Sonnencreme der Haut mehr schaden als nutzen. Insbesondere, wenn sie mit der hohen Energie der Sonne reagieren.

Wer hat nun recht? Ich habe mal versucht, das Thema objektiv zu betrachten.

 

Positive vs. negative Auswirkungen der Sonne

Positive Effekte der Sonne:

  • Durch die UVB-Strahlung der Sonne wird Vitamin D produziert. Vitamin D ist wiederum wichtig für ein gesundes Immunsystem und hilft dem Körper dabei, sich vor diversen Krankheiten zu schützen. Es gibt zahlreiche Studien die Zusammenhänge zwischen einem zu niedrigen Vitamin D Spiegel und Krankheiten wie Krebs, Demenz, Psoriasis etc. sowie Autoimmunkrankheiten wie MS nahelegen. Vitamin D ermöglicht dem Körper zudem, Kalzium aus der Nahrung ins Blut zu befördern, von wo es dann in die Knochen gelangen kann. So wird der Körper z.B. vor Osteoporose geschützt. Tipp: Zur idealen Vitamin D Produktion benötigt der Körper ausreichend Magnesium!
  • Zur Vitamin D Produktion benötigt der Körper außerdem Cholesterin. Die Nutzung des Cholesterins erklärt, warum der Cholesterinspiegel sinkt, wenn Menschen der Sonne ausgesetzt sind.
  • Sonneneinstrahlung fördert die Produktion von Serotonin, einem Glückshormon. Das hellt die  Stimmung auf und beugt Depressionen vor.
  • Der Tag-Nacht Rhythmus und somit auch erholsamer Schlaf wird über lichtempfindliche Zellen der Haut beeinflusst. Zudem wirkt sich die Sonne auf die Produktion des Schlafhormons Melatonin aus.

 

Den viele positiven Effekten stehen folgende Nachteile gegenüber.

Risiken, die durch die Sonne entstehen

  • UV-Strahlung ist die Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs. Besonders gefährlich ist das maligne Melanom.
  • UV-Strahlen können den Abbau von Kollagen und Elastin in der Haut beschleunigen und Falten sowie Pigmentflecken fördern.

 

Und wie findet man nun einen guten Mittelweg, um von den positiven Eigenschaften der Sonne zu profitieren, ohne das Risiko für Hautkrebs stark zu erhöhen? Die Sonne komplett meiden und ausschließlich auf Vitamin D Tabletten setzen? Das kommt für mich nicht infrage. Denn das Ganze ist mehr als die Summer der einzelnen Teile. Sinnvoller erscheint es, einen Sonnenbrand um jeden Preis zu vermeiden und Sonnenschutz zu verwenden, der mögliche Gesundheitsrisiken senkt und nicht weiter erhöht. Hier kommt nun das Thema Sonnencreme ins Spiel.

 

Vor- und Nachteile von Sonnencreme im Überblick

Chemische Sonnencreme

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich erstmal die Wirkungsweise von Sonnencreme anzuschauen: Es gibt chemische (= organische) und mineralischen (=anorganischen) Sonnencreme. Die chemische Sonnencreme dringt in die Haut ein und wandelt Sonnenstrahlen dort in Wärme um.

Das Problem an chemischer Creme: Es gibt zunehmende Bedenken zu den Inhaltsstoffen von chemischer Sonnencreme. Substanzen wie Octocrylen, Octinoxat, Oxybenzon, Avobenzon, Retinylpalmitat, Methylisothiazolinon oder Homosalat können nicht nur Hautreizungen auslösen, sondern auch die Hormonfunktion beeinträchtigen bzw. stehen im Verdacht, zur Entstehung von Krebs beizutragen. Einige dieser Substanzen sind nach der Benutzung der Sonnencreme im Blut nachweisbar. Die Konsequenzen sind unklar.

Laut Leon, dessen Account xskincare auf Instagram über 1 Mio Follower hat, ist chemischer Sonnenschutz unbedenklich, weil „die genannten Filter unter extremen Bedingungen getestet wurden“. Diesem Punkt würde ich nicht(!) zustimmen. Nur weil etwas keinen unmittelbaren Schaden verursacht, muss es noch lange nicht langfristig unbedenklich sein. Das sieht man auch daran, dass immer wieder Stoffe als unbedenklich deklariert werden, die dann später verboten werden, wenn Beweise für negative Auswirkungen vorliegen. Wobei: Wenn man sich täglich ohnehin dutzende von chemischen Substanzen ins Gesicht schmiert, um das Hautbild zu optimieren, ergibt es vielleicht wirklich wenig Sinn, beim Thema Sonnencreme plötzlich auf natürliche Inhaltsstoffe zu achten. Hier kommt es auf den eigenen Anspruch bzw. die persönliche Definition einer gesunden Lebensweise an.

 

Mineralische Sonnencreme

Mineralische Sonnencreme bleibt auf der Haut und schützt diese, indem sie Sonnenstrahlen durch kleine Partikel reflektiert. Das Reflektieren wird als weißer Film auf der Haut sichtbar und als „weißeln“ bezeichnet.

Eine Sonnencreme, die stark weißelt, verfügt über einen hohen Anteil an großen mineralischen Partikeln, die die Sonne reflektieren. Weißelt eine mineralische Creme nicht, liegt das  daran, dass die Filterpartikel so winzig klein sind, dass die Reflexion weniger stark sichtbar ist. Das sieht zwar gut aus, hat aber einen großen Nachteil: Die sogenannten Nano-Partikel können in die Haut eindringen und dort u.U. Zellen schädigen.

 

Ihr habt demnach im Grunde 4 Möglichkeiten zur Auswahl:

 

  1. Eine chemische Creme mit hohem LSF, die einen hohen Schutz bietet, deren Inhaltsstoffe aber in die Haut eindringen.
  2. Eine mineralische Creme, die euch wie ein Gespenst aussehen lässt, weil sie keine Nano-Partikel enthält und außen auf der Haut verbleibt.
  3. Eine mineralische Creme, die gut einzieht, aber Nano-Partikel enthält, die wiederum die Zellen schädigen können
  4. Ein natürliches Sonnenöl, das die Haut auf natürliche Weise schützt, aber nur einen geringen LSF hat und somit nur für kurze Aufenthalte in der Sonne geeignet ist.

 

Außerdem könnt ihr euch natürlich durch Mützen, Cappys, UV-Kleidung und Schatten sowie Sonnenschutz von Innen vor der Sonne schützen, was aus meiner Sicht die erste Wahl darstellen sollte.

 

Empfehlenswerte Sonnencreme

Mein persönlicher Favorit wäre eine Sonnencreme mit mineralischem Zinkoxid UV-Filter, die komplett ohne Nano-Partikel auskommt. Ob es eine solche Creme gibt, ist fraglich.

Laut Annisbuntewelt, die auf Instagram eine große Verfechterin von Sonnencreme ist und regelmäßig Sonnencreme testet, entstehen beim Zerkleinern von mineralischen Filtern immer auch Nanopartikel. Auf der Verpackung müssen diese nur aufgelistet werden, wenn Partikel kleiner 100 nm einen Anteil von mehr als 50% ausmachen.

Produkte mit chemischem Filter sind frei von Nanopartikeln, weil sie anders wirken. Was genau im Körper passiert, wenn diese chemischen Substanzen von der Energie der Sonne „zerschossen“ werden und in den Blutkreislauf gelangen, ist fraglich.

Bei der oben in diesem Beitrag erwähnten Creme von boeb Affiliate Link scheint von den Inhaltsstoffen alles zu passen. Es gibt einen mineralischen Filter ohne Nano-Partikel und keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Nachteil: Der hohe Preis und das Weißeln der „sensitive“ Variante.

Im Test der Stiftung Warentest schneiden interessanterweise Produkte am besten ab, deren Inhaltsstoffe, ich nicht als unbedenklich einstufen würde, während Produkte mit mineralischem Filter besonders schlecht abschneiden. Das liegt daran, dass die Produkte den versprochenen Lichtschutzfaktor nicht errreichen, der wiederum eine Gewichtung von 50% hat.

Die US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA ( =Food and Drug Administration) hat einen anderen Fokus und deklariert nur zwei Sonnenschutzfilter als sicher und wirksam eingestuft: Zinkoxid und Titandioxid. Was das BfR dazu sagt, könnt ihr hier nachlesen. Nach meiner Recherche ist Zinkoxid aktuell die bessere und wirkungsvollere Variante. Bis mehr Daten vorliegen, ist Sonnenschutzmittel auf Basis von Zinkoxid somit die beste Wahl.

 

FAQ: Sonstige Fragen zum Thema Sonne / Sonnenschutz

 

Ist es sinnvoll, die Haut an die Sonne zu gewöhnen? Schützt regelmäßiges kurzes Sonnenbaden bzw. ein Vorbräunen der Haut vor Sonnenbrand und Hautkrebs?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Laut der meisten aktuellen Artikel inkl. Beiträgen wie diesem gibt es quasi keine gesunde Form von Bräune. Alternative Ärzte wie Dr. Spitz und Dr. Spitzbart sind umstritten, denn sie sehen die Wirkung der Sonne positiv, einen chemischen Sonnenschutz hingegen kritisch. Sie raten dazu, es nicht zu übertreiben, die Sonnen maßvoll zu genießen und sich sonst durch einen Sonnenhut, lange Kleidung bzw. schattige Orte zu schützen.

Ähnlich sehen es Paul Saladino im Video  Sunscreen and skincare und Dr. Eric Berg im Video Getting Vitamin D from the Sun WITHOUT the Skin Cancer 

Mein Tipp wäre: Schaut euch die jeweiligen Argumente und Studien an und bildet euch eine eigene Meinung.


Bieten natürliche Öle einen ausreichenden Sonnenschutz?

Diese Studie geht von folgendem Sonnenschutz aus (in vitro -> im Labor):

  • Olivenöl: 7.5
  • Kokosnuss: 7.1
  • Rizinusöl: 5.7
  • Mandelöl: 4.7
  • Sesamöl: 1.8

 

Im Internet kursieren Listen mit deutlich höheren Werten. Ich bin da skeptisch. Laut dieser Studie sieht der tatsächliche LSF von natürlichen Ölen (in vivo -> auf der Haut des Menschen) so aus:

  • Karottensamenöl: 2,5
  • Kokosnuss: 1,2
  • Himbeersamen: 2,6
  • Hagebuttensamen: 2,6
  • Weizenkeimöl: 2,8
  • Sheabutter: 4,5
  • Arganöl: 3,2

 

Kann man die Haut durch die richtige Form der Ernährung schützen?

Es gibt inzwischen viele Berichte von Menschen, die eine positive Auswirkung der richtigen Ernährung auf ihre Sonnenempfindlichkeit feststellen konnten und auch ich habe bemerkt, dass ich die Sonne deutlich besser vertrage, seit ich „Seedoils“ (also Sonnenblumenöl, Rapsöl, etc.) komplett von unserem Speiseplan gestrichen habe. Für Salate verwenden wir seitdem Olivenöl, fürs Butterbrot Butter und zum Braten Butterschmalz. Auch meine Pigmentflecken haben während meines Selbstversuchs der letzten Jahre deutlich abgenommen, obwohl ich die Verwendung von Sonnencreme reduziert habe.

Eine mögliche Erklärung: Ungesättigte Fettsäuren sind nicht so stabil wie gesättigte Fette und können in der menschlichen Haut durch die UV-Strahlung der Sonne oxidieren, was die Zellmembranen schädigen kann. Das stört wiederum den Stofftransport in die Zellen und kann zudem Entzündungen auslösen. Die Haut altert schneller und verliert an Elastizität. Pigmentflecken / Altersflecken entstehen, wenn das Pigment Lipofuszin in der Haut abgelagert wird. Es entsteht als Endprodukt, wenn ungesättigten Fettsäuren in der Zellmembran oxidieren. Dieser Prozess wird durch UV-Strahlung und freie Radikale ausgelöst. Vitamin E z.B. aus Weizenkeimöl hilft dem Körper laut Doc Flecks Buch Ran an das Fett Affiliate Link dabei, die Oxidation in den Griff zu bekommen.

Laut dieser Studie aus dem Jahr 1984/85  Melanoma and dietary lipids   war der Prozentsatz der mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei Melanom-Patienten höher  als bei der Kontrollgruppe.

Ansonsten konnte ich zu diesem Thema nur wenig finden. Falls ihr weitere interessante Studien zu diesem Thema findet, schreibt mir gerne.

 

Worum geht es bei den aktuellen Beiträgen zum Thema DnHexP in Sonnencreme?

Aktuell kursieren wieder Beiträge zu einer hohen Di-n-hexylphtalat (= DnHexP) Belastung von Erwachsenen und Kindern. In diesem RTL-Beitrag wird davor gewarnt, dass DnHexP das Hormonsystem beeinflussen und so u.a. Fehlbildungen während einer Schwangerschaft fördern könnte. Der Stoff ist seit 2023 in der EU verboten, dennoch wurde er im Rahmen von Stichproben  bei 60 % der untersuchten Kita-Kinder nachgewiesen. Das Bundesumweltamt vermutet, dass dies mit Kosmetika und hier insbesondere mit Sonnencreme zusammenhängen könnte.

Der Verdacht: Der chemische Filter DHHB (-> Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoat ) könnte verantwortlich sein, da bei dessen Produktion DnHexP als Nebenprodukt entsteht. Laut des BfR geht von der gefundenen Menge derzeit keine konkrete Gefahr aus und auch Öko-Test betont, dass man Kinder mit mehr als einem Kilo Sonnencreme pro Tag einschmieren müsste, damit diese eine bedenkliche Menge des Weichmachers über die Haut aufnehmen. Da sich Schadstoffe aus unterschiedlichen Quellen (synthetische Kleidung, Duschgel, sonstige Pflegeprodukte) im Körper summieren,  würde ich dennoch versuchen, diese zu vermeiden.

 

Hast du ein Rezept für selbstgemachte Sonnencreme ohne schädliche Inhaltsstoffe?

Für selbstgemachte Sonnencreme mischt ihr einfach 90 ml Öl (z.B. Olivenöl oder Karottensamenöl) mit 10 g Zinkoxid Affiliate Link und erhaltet ein natürliches Sonnenschutz-Öl mit einem Lichtschutzfaktor von 20.

Alternative Rezepte:

  • 2 TL Bienenwachs
  • 1/2 Tasse Kokosöl
  • 1/2 Tasse Rindertalg
  • 1/4 Tasse Zinkoxid (nicht nano)

Alternativ eignet sich diese Veggie-Version:

  • 1/4 Tasse Kokosöl
  • 1/4 Tasse Olivenöl
  • 1/4 Tasse Sesamöl
  • 1/4 Tasse Zinkoxid (nicht nano)

Die Anleitung zur Herstellung findet ihr hier.

 

Persönliches Fazit

Für mich steht fest: Das stundenlange Braten in der Mittagssonne mit dem Ziel, möglichst schnell braun zu werden und dabei notfalls auch einen Sonnenbrand zu riskieren, ergibt überhaupt keinen Sinn. Das komplette Meiden der Sonne aber auch nicht. Ich bin grundsätzlich (Stand: Mai 2024) der Meinung, dass die Sonne eher positive als negative Effekte auf die Gesundheit hat, solange man einen Sonnenbrand vermeidet.

Ob Sonnencreme nun schädlich ist, oder nicht, hängt aus meiner Sicht auch vom persönlichen Maßstab ab. Ist Cola light oder ein Monster Energy Drink schädlich? Sind beschichtete Pfannen und Schneidebretter aus Plastik eher bedenklich oder harmlos?  Für sich alleine genommen lösen sie natürlich erstmal kein „Vergiftung“ aus. Sind sie deshalb förderlich für die Gesundheit? Ich würde es verneinen und versuche, schädliche Stoffe so gut es geht zu vermeiden.

Ob das sinnvoll ist, oder ob ich einfach nur mehr Geld ausgebn und am Ende sowieso eine deutlich größere Menge an Schadstoffen über die Luft, das Wasser, Kleidung etc. aufnehme, als ich durch diese Entscheidungen einspare, weiß ich nicht. Heute entscheide ich mich nach bestem Wissen und Gewissen so, wie ich mich entscheide.

Ich hoffe , dass euch dieser Beitrag gefallen hat und bin wie immer sehr gespannt auf euer Feedback. Nutzt ihr Sonnencreme? Und wenn ja: Welche? Welchen LSF? Bzw falls nein: Warum nicht? Was macht ihr stattdessen?

 

Viele Grüße,

mamablog ruhrgebiet

Die passende Vorlage für eure Pinterest Pinnwand gibts hier:

sonnencreme_welche_ist_gut_fuer_kinder

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Über Patricia 549 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 45 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 16 und 19 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

1 Kommentar

  1. Hallo,

    ich lese deinen Blog regelmäßig und finde es großartig, wie du dich intensiv mit dem Thema Schadstoffe in unserem Alltag auseinandersetzt. Besonders interessant finde ich deine detaillierte Betrachtung von Sonnencreme. Deine Analysen und persönlichen Erfahrungen sind sehr hilfreich, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Ich stimme dir zu, dass ein Sonnenbrand unbedingt vermieden werden sollte und dass eine ausgewogene Herangehensweise am besten ist.

    Deine Empfehlungen für mineralische Sonnencremes und natürliche Alternativen sind besonders nützlich. Auch der Hinweis auf die Wichtigkeit von Vitamin D und die positiven Effekte der Sonne finde ich sehr wertvoll. Ich werde auf jeden Fall einige deiner vorgeschlagenen Produkte ausprobieren und bin gespannt auf deine zukünftigen Beiträge zu diesem Thema.

    Danke für die umfangreichen Informationen und die persönlichen Einblicke.

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