mama4gets

 

 

Séverine vom Blog „Mama on the Rocks“ hat eine Blogparade zum Thema #Mama4gets – wenn Mütter vergesslich werden gestartet, zu der mir spontan so viele lustige Situationen eingefallen sind, dass ich einfach teilnehmen musste.

 

Wenn ihr also gerade ein Kind bekommen habt und meint, dass ihr unter einer kurzen  Stilldemenz-Phase leiden könntet (auch wenn ihr gar nicht stillt), die bald vorüber ist, dann irrt ihr: Das ist erst der Anfang! Wohin das noch führt? Lest selbst! 😉


Eigentlich bin ich ja schon froh, dass ich heute noch daran gedacht habe, dass es diese Blogparade überhaupt gibt. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass ich denke:

 

„Oh, das ist ja eine tolle Idee, da schreibe ich was zu…“

 

dann klingelt mein Telefon und „schwupps“ ist der Gedanke daran auch schon wieder verschwunden.

 

 

Woher kommt die Vergesslichkeit?

 

Von einer Stilldemenz kann man in meinem Fall definitiv nicht mehr sprechen – schließlich liegt meine letzte Schwangerschaft bereits 9 1/2 Jahre zurück. Ich führe es, ähnlich wie Séverine eher darauf zurück, dass die Speicherkapazität in meinem Gehirn begrenzt ist (zumindest der aktive Teil,) und der tägliche Input (Ich sag nur: Termine, Verabredungen, Arztbesuche, gesundes Frühstück hier, ans Sportzeug denken da, einkaufen, kochen, Gitarre nicht vergessen, Sport fällt aus, Mutter A bringt, ich hole ab, Kindersitz nicht vergessen etc.) einfach so groß ist, dass alles scheinbar nicht lebensnotwendige einfach wieder gelöscht wird. Diagnose: Mamademenz.

 

 

Was ich in den letzen 12 Jahren (also seit der Geburt meiner Tochter) so vergessen habe:

 

Es fängt bereits morgens an: Ich stehe für gewöhnlich gegen 6.15 Uhr auf, gehe ins Bad und nehme meine Schilddrüsentablette (oder auch nicht). Um 6.20 Uhr weiß ich dann jedenfalls regelmäßig nicht mehr, ob ich die Tablette genommen habe oder nur vorhatte sie zu nehmen.

Mittags geht es dann weiter: Wenn ich etwas kochen möchte (z.B. Pasta mit Lachs-Sahne Soße) und feststelle, dass die Sahne abgelaufen ist, fahre ich zum Supermarkt, kaufe dort ein und komme irgendwann mit 2 Einkaufstüten nach Hause, in denen von meinen Lieblingschips bis zum Badreiniger alles zu finden ist – nur keine Sahne!

 

Ach ja: Bevor ich losfahre suche ich natürlich noch 5 Minuten lang in meiner Handtasche nach meinem Handy, anschließend  im Auto dann nach dem Einkaufschip und an der Kasse dann nach der Paybackkarte.

 

Das ist aber alles noch harmlos im Vergleich zu meiner „Vornamen-Amnesie“:

Besonders extrem ist meine Vergesslichkeit nämlich, wenn es um das Thema Namen geht!

Das Phänomen: Ich vergesse Vornamen von Erwachsenen quasi in der Sekunde, in der ich sie höre. Es ist, als würden die Namen „weggepiepst“ wenn sie genannt werden. Wenn sich mir jemand vorstelllt, hört sich das also in etwa so an:

„Hallo, ich bin piiieeeep“ (-> Und das, obwohl ich ja von dieser Tatsache weiß und ganz bewusst versuche aufmerksam zu sein und mir den Namen einzuprägen!)

 

Auf so Kleinigkeiten wie: „Ich gehe in den Keller und weiß unten angekommen nicht mehr, was ich dort eigentlich will“, oder „ich schaue einen Film und stelle kurz vor dem Ende überrascht fest: Den Film kenne ich doch“ sind ja eher unspektakulär – im Vergleich zu dieser Geschichte.



 

 

Meine Lieblingsgeschichte zum Thema Vergesslichkeit (bzw. in diesem Fall eher Verwirrtheit):

Wie oben bereits erwähnt, suche ich regelmäßig nach meinem Telefon. Meistens ist damit das Smartphone gemeint, manchmal aber auch das Mobilteil unseres Festnetztelefons. Eines Tages konnte ich jedenfalls das Mobilteil des Festnetztelefons nicht finden und rief mit meinem Mobiltelefon unter unserer Festnetznummer an. Das Festnetztelefon schellte, ich fand es im Badezimmer und nahm es mit in die Küche. So weit so gut.

Nun ist es bei uns so, dass meine Mobiltelefon-Nr. im Festnetz Telefon unter „Mama Handy“ abgespeichert ist (damit die Kinder mich im Notfall erreichen können). Das führt wiederum dazu, dass ich, wenige Minuten nachdem ich das Telefon gefunden hatte, einen entgangenen Anruf von „Mama Handy“ auf dem Display des Telefons entdeckte. Verwirrt wie ich an diesem Morgen war, dachte ich nun, meine Mutter (die wiederum eigentlich unter „Oma Handy“ im Festnetz-Telefonbuch zu finden ist) hätte angerufen, und entschloss mich dazu, sie zurück zu rufen. Nachdem ich die Rückruf Taste gedrückt hatte, klingelte (natürlich!) mein Mobiltelefon und auf dem Display stand:  „M*** ruft an“ (-> Name meines Mannes)“  Unsere Festnetznummer ist nämlich noch aus der kinderlosen Zeit  unter dem Namen meines Mannes in meinem Mobiltelefon abgespeichert. Ich schaltete immer noch nicht und nahm tatsächlich den Anruf entgegen und sagte: „Hi, kann ich dich gleich zurück rufen, ich versuche gerade meine Mutter anzurufen!“ Ich stand  also im Bad mit dem Handy in der linken und dem Festnetz in der rechten Hand und telefonierte mit mir selbst…. OHNE WORTE – ODER? :-)))

 

Wenn ihr nun denkt, das war schon alles, muss ich sagen: Nein – das ist nur ein kleiner Auszug. Es kommt täglich zu mehr oder weniger lustigen Situationen:

 

Vor Kurzem musste ich z.B. bei einer Telefonhotline anrufen. Nach über 30 Minuten in der Warteschleife wurde ich endlich zu einem relativ freundlichen und kompeteten Mitarbeiter durchgestellt, der meine Kundendaten abglich, mich nach meinem Problem fragte, mein Problem verstand und mich mit der zuständigen Fachabteilung verbinden wollte. Ich war so in Gedanken, dass ich nach seinem freundlichen: „Ich verbinde, tschüüüüs“  instinktiv auflegte(!!!!).

 

 

Wie ich meine Mama-Demenz in den Griff bekommen habe

 

Mittlerweile habe ich den Alltag wieder im Griff – und zwar hauptsächlich deshalb, weil ich grundsätzlich nicht mehr denke: Das brauche ich mir nicht aufschreiben, daran denke ich schon!.

Statt dessen notiere ich ALLES IMMER und SOFORT in meiner kostenlosen iPhone Kalender App.

Mit ALLEM meine ich übrigens wirklich alles: Termine, Geburtstage, Verabredungen, etc.. mittlerweile sogar Dinge wie: „Die gelbe Mülltonne nach vorne stellen“ oder „Blumen gießen“.

Der Vorteil: In der App lässt sich eine Erinnerung 1 Tag bzw. 1 Stunde vor dem Ereigniszeitpunkt einstellen, so dass mich das iPhone wie ein persönlicher Assistent an alle Termine erinnert. Und wenn man den Kalender mit dem google-Konto verbindet, hat man auch dann noch Zugriff auf die Daten, wenn man das Smartphone mal nicht zur Hand hat.

Außerdem versuche ich achtsamer zu sein (ein paar Tipps zum Thema Achtsamkeit findet ihr hier auf meinem Blog), vermeide Multitasking und nehme mir ganz bewusst Auszeiten.

Wenn ich jetzt noch öfter Gehirnjogging machen würde (z.B. mit dem sehr empfehlenswerten Spiel „Rules!“) sollte es eigentlich bald wieder bergauf gehen 😉

 

Liebe Grüße,

 

patricia

 

P.S.: Kommt euch das Thema bekannt vor? Ich freue mich über Kommentare!

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

1 comment on “Kennt ihr das? #Mama4gets – wenn Mütter vergesslich werden”

  1. Ich weiß gar nicht so recht, ob das hier in diesen Artikel reinpasst, ich schreib schreibe es einfach mal hier rein. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft bzw. Leben mit Kindern und leider lassen sich viele werdende oder gerade gewordene Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert, bzw. auf was man jetzt zusätzlich noch alles achten muss, gerade was das Leben in der Familie angeht. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

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