Mein Minimalismus – Projekt!

Ordnung halten ist eigentlich ganz einfach: Man muss nur jedes Teil nach seiner Benutzung gleich wieder an seinen Platz räumen! Genau! Soweit die Theorie – denn leider ticke ich so nicht. Um jedes Teil wieder an seinen Platz zu räumen, müssten Dinge nämlich überhaupt erstmal einen festen Platz haben.

 

Die Vorgeschichte:

In meinem Kopf herrschte schon immer ein (mal mehr und mal weniger großes) kreatives Chaos. Im Prinzip müsst ihr euch das so vorstellen, als seien auf eurem Computer permanent 2.357 Tabs geöffnet – nur dass es die „alle Tabs schließen“ Funktion nicht gibt. Letzte Woche bin ich dann auf Instagram über einen Beitrag von Madline (vom Blog Oui Lavie ) gestolpert, in dem sie über ihren persönlichen Umgang mit dem Thema Minimalismus berichtet. Inspiriert durch ihre Texte, habe ich angefangen, mich wieder mit dem Thema zu befassen. Die Idee, minimalistischer zu leben, geistert nämlich schon seit einigen Jahren in meinem Kopf herum. Trotzdem bin ich irgendwie nie dazu gekommen, diese konsequent umzusetzen. Ob es dieses Mal klappt?


 

Von der Chaotin zur Minimalistin!

Kann das klappen? Nun: Ich werde es einfach mal  ausprobieren und euch zwischendurch von meinen Fortschritten berichten (falls es denn welche gibt). Ich habe gerade jedenfalls das Gefühl, dass sich ein minimalistischeres Leben positiv auf:

  • meinen chaotischen Geist
  • mein (gelegentlich ziemlich) chaotisches Zuhause
  • mein zeitweise strapaziertes Konto

auswirken könnte und mir mehr Zeit für die Dinge bliebe, die ich wirklich gerne mache.

 

 

Was Minimalismus für mich bedeutet

 

Laut Wikipedia bezeichnet der Minimalismus (auch Downshifting genannt) einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Für mich bedeutet Minimalismus, dass ich nicht mehr besitze, als ich brauche um glücklich zu sein! Außerdem hat Minimalismus für mich viel mit Achtsamkeit zu tun. Nicht blind zu konsumieren, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, sondern verantwortungsvoller mit unserem Planeten, seinen Bewohnern und Ressourcen umzugehen.

Dennoch werde ich auch in Zukunft nicht „verzichten nur um zu verzichten“. Darum geht es mir nicht. Ich werde weiterhin Dinge kaufen, die mir WIRKLICH gut gefallen. Allerdings werde ich nicht mehr vorschnell zuschlagen, sondern jeden Kauf gut überdenken. Ist es wirklich genau das, was ich will oder gibt es eine bessere, langlebigere, umweltfreundlichere Alternative?

Ich werde mir also z.B. nicht den günstigen Kopfhörer vom Discounter kaufen (um mir selbst einzureden, ich hätte Geld gespart), sondern lieber für die Noise Cancelling Kopfhörer sparen, die ich mir schon so lange wünsche und mich dann jedes Mal wenn ich sie benutze richtig darüber freuen!

 

Wieso ich gerne wenig besitzen möchte:

Mit Anfang 20 hatte ich den Wunsch, möglichste viele Dinge zu besitzen: Ein schönes Auto, ein Haus mit Garten, einen großen Fernseher, das aktuellste Tablet, etc. Irgendwie dachte ich, der Besitz dieser Dinge würde mich noch glücklicher machen. Also schrieb ich mir eine Liste (ihr kennt das ja von mir -> Bucketlist) und arbeitete nach und nach die einzelnen Punkte ab. Das Erstaunliche war: Nachdem ich mir meine Wünsche erfüllt hatte, war ich nicht glücklicher. Es war irgendwie schön, diese Dinge zu besitzen – aber auf mein Glück hatte das keine Auswirkung. Es waren Dinge, mehr nicht. Im Gegenteil: Mit zunehmendem Besitz fing auch das Chaos an, sich auszuweiten – im Kleinen wie im Großen: Im Bad standen etliche Duschgel- und Shampoo Flaschen, im Wohnzimmer stapelten sich die DVD´s, im Kleiderschrank die Kleidungsstücke. Mit der Geburt der Kinder erreichte das Chaos dann eine neue Dimension: Bücher, Spielzeug, Kleidung… die Kinderzimmer platzen irgendwann aus allen Nähten. Und nicht nur diese, denn der Inhalt der Zimmer wurde täglich im ganzen Haus verteilt. Ich fühlte mich manchmal wie in einem Hamsterrad, weil ich gar nicht so schnell aufräumen kann, wie neues Chaos entstand.



 

Aber wie schafft man es nun als chaotischer Mensch, das Chaos zu besiegen?

 

 1) Ausmisten! Und zwar so richtig! Wenn ihr nicht wisst wie das gehen soll, kann ich euch das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo (<- Amazon Affiliate Link) empfehlen – sie erklärt es ziemlich gut! Grundsätzlich hilft mir der 4 Kisten (bzw. 3 Kisten + ein Müllsack) Trick, um richtig aufzuräumen:

 

  • In die erste Kiste kommen alle Dinge, die ich behalten möchte.
  • In die 2. kommen Dinge, die ich spenden möchte,
  • In die 3. kommen Dinge, von denen ich mich (zumindest noch) nicht trennen kann. Diese Kiste kommt in den Keller und wird nach einer gewissen Zeit erneut durchgeschaut.
  • Der Rest kommt in den Müllsack.

 

 

 

Wie ihr wisst, bin ich ein „Listen-Mensch“. Das heißt: Listen helfen mir dabei, Dinge zu strukturieren und umzusetzen. Ich habe mir also gestern eine Liste erstellt, mit deren Hilfe ich meinen Ausmist-Plan umsetzen möchte. Diese Liste könnt ihr euch hier anschauen kostenlos ausdrucken. 

 

gratis Druckvorlage Aufräumen

 

Auf Instagram könnt ihr meine Aktionen verfolgen:

 

So, wir sind wieder Zuhause 🏡 und nachdem ich mich gestern dazu entschieden habe, mein Leben etwas zu „minimalisieren“ habe ich gerade direkt mal damit angefangen {ich muss meine Motivation schließlich nutzen, solange sie da ist…😉}. Mein Fazit des Tages: OH GOTT fällt mir das schwer!! 😱😫 Müll wegschmeißen ist ja einfach – aber meine Lieblings-CD’s? Das geht doch nicht. 😳Nicht nur deshalb nicht, weil ich daran hänge, sondern auch, weil ich gerade daran denke, wieviel Geld ich damals dafür ausgegeben habe…💸 😒Nun gut: Da das Geld sowieso nicht zurück kommt und ich die CD’s dank @spotify im letzten Jahr nicht 1 x angehört habe, bin ich jetzt einfach mal konsequent und ich werde am Ende höchstens 3 CD’s behalten! So wird nicht nur mein Schrank aufgeräumter, sondern mittelfristig vielleicht auch mein Kopf 😀💪 #minimalismus #ausmisten #wenigeristmehr #instamoments #mamablogger #declutter #freeyourmind #aufräumen #chaosmom

Ein Beitrag geteilt von Moms-Blog.de (@moms.blog) am


 

 2) Nicht mehr „kaufen um zu kaufen“  Das klappt gut, wenn man sich vor dem Kauf etwas Bedenkzeit nimmt und überlegt, ob:

  • man ein gewisses Teil wirklich braucht und regelmäßig(!) benutzen wird
  • es DAS perfekte Teil ist (oder nur ein Kompromiss).
  • man es lagern möchte
  • man das Geld ganz sicher nicht für etwas anderes ausgeben möchte

 

Wichtig ist auch zu überlegen, ob man vielleicht gerade nur kaufen möchte, um andere Dinge zu kompensieren. Shoppen macht nämlich Spaß, das weiße ich genau. Aber langfristig glücklich macht es eben nicht. Zumindest mich nicht. Ich glaube ja: Wenn Schuhe nicht das Problem sind, können Schuhe auch nicht die Lösung sein.

 

 

Nun bin ich jedenfalls schon sehr gespannt, wie das Minimalismus Projekt verläuft und wie es sich auf unser Leben auswirkt. Schaut doch bald mal wieder vorbei. Ich freue mich auch über eure Kommentare.

 

Liebe Grüße,

 

 

P.S.: Falls euch dieser Post jetzt zum Mitmachen animiert hat: Verlinkt doch eure Blogbeiträge zum Thema Minimalismus in den Kommentaren! Auf Instragram könnte ihr außerdem den Hashtag: #Momsblogminimalismus verwenden, dann finde ich eure Bilder auch!

Als nächstes folgt übrigens ein Post zum Thema: Wohin mit den aussortierten Sachen?

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

19 comments on “Kampf dem Chaos: Mein ganz persönliches Minimalismus Projekt :-)”

  1. Danke für den Artikel!
    Du schreibst, was mich auch betrifft. Für mich ist es schwer sich von Dingen zu trennen. ABER WENN man es geschafft hat, dann fühlt man sich FREI!!!
    LG. M. 🙂
    P.S.: Ich bin auch ein Listenfan!

    • Ja, das stimmt! Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt je damit angefangen habe, so viele Dinge zu „horten“ – das möchte ich den Kindern besser beibringen. Ich hoffe es gelingt mir! 😉

      LG, Patricia

      • Ja, das ist wichtig! Wir müssen es selbst schaffen! Denn wir, als Eltern sind für unsere Kinder Vorbilder!!! Und Kinder machen alles nach….teilweise zumindestens…..
        LG. M. 🙂
        P.S.: Ich bin leider auch Jäger und Sammler.
        Es ist schon leichter/besser geworden….Auch durch deinen Blog!!! Danke 🙂

        • Genau so ist es!! Mein Minimalismus-Projekt ist auch noch nicht beendet – zur Zeit widme ich mich den Bildern auf dem Computer/Smartphone. Seeeehr aufwändig!! Ein Beitrag folgt, wenn ich fertig bin.

          LG, Patricia

  2. Liebe Patricia,
    ein spannendes Thema! Gerade gestern habe ich den halben Tag damit verbracht, unser Wohnzimmer zu entrümpeln, damit endlich die Gesellschaftsspiele wieder Platz im Schrank finden und nicht den halben Wohnzimmertisch verdecken. Am Nachmittag fühlte ich mich so glücklich, dass ich beschloss, in den nächsten Wochen überall im Haus einmal grundlegend ausmisten zu wollen. Ich hoffe sehr, dass ich durchhalte und der Elan mir erhalten bleibt. Hab dich gerade auf Instagram entdeckt und bin sehr auf deine Erfolgsberichte gespannt.
    Liebe Grüße
    Jana

    • Liebe Jana,
      das freute mich! 🙂 Die Gesellschaftsspiele muss ich mir auch noch vornehmen – heute war der Kühlschrank dran. Ich hoffe auch, dass ich durchhalte… so nette Kommentare wie deiner motivieren mich! Danke! 🙂

      Liebe Grüße,
      Patricia

      P.S.: Hast du meine Liste zum Ausdrucken schon entdeckt? Mir hilft sowas ja irgendwie.

  3. Sehr gute Idee!
    Das geistert mir auch schon sehr lange im Kopf rum.
    Wir haben soooo viele Sachen – man – und wenig benutzt man wirklich.
    Also ich bin dabei! Und ich werde hin und woeder berichten.
    Liebe Grüße, Dagmar

      • Es ging mir heute wie dir. Ich wollte bei unseren Spielen anfangen – die haben wir wirklich zu Hauf – zu jedem Spiel fällt mir etwas ein, warum ich es auf keinen Fall weggeben kann. – Hm – so wird das nichts – ich muss mir eine andere Taktik einfallen lassen.

        • Mhm – da hilft nur: Augen zu und durch!! Notfalls: Die Spiele, bei denen du „noch“ nicht bereit bist, schon mal in eine Kiste packen und wegstellen – dann in ein paar Wochen wieder in die Kiste schauen. Es ist im Prinzip alles Kopfsache.. im Urlaub vermisst du die Spiele ja vermutlich auch nicht – und wenn man es geschafft hat, ist es sehr befreiend! 🙂 Liebe Grüße!

          • Also heute war der dritte Tag an dem ich so richtig gewirbelt habe. Wohnzimmer ist nun „clean“ , Badezimmer auch. Morgen will ich mir die Küche vornehmen.
            Und ja, es tut mir gut.

          • Das klingt doch perfekt! 🙂 Ich nehme mir heute auch wieder ein kleines Projekt vor – ich weiß nur noch nicht genau, welches. Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.