Mein Kind ist krank – was kann ich tun? Meine Tipps der letzten 18 Jahre!

Mein Kind ist krank – was kann ich tun? Meine Tipps der letzten 18 Jahre!

 

Ich sehe der Erkältungszeit mittlerweile recht gelassen entgegen, denn wenn man als Erwachsener ein gesundes Immunsystem haben möchte, muss man dafür schließlich als Kind eine gewisse Anzahl an Infekten durchgemacht haben. Diese Einstellung brauchte eine gewisse Zeit, um sich durchzusetzen – denn als die Kinder jünger waren, hatte mich die Angst vor Viren kurzzeitig im Griff. Das ging so weit, dass ich das Wartezimmer des Kinderarztes am liebsten mit einem Seuchenschutzanzug betreten hätte, nur um unsere Tochter vor den dort herumschwirrenden Viren zu schützen – und mich und meinen Mann vor einer weiteren Woche in der häuslichen Isolation.

Irgendwann machte es dann zum Glück aber doch noch „Klick“ und ich verstand: Ohne eine gewisse Anzahl an Infekten geht es nicht! Hält man sich von allen Viren fern, so verschiebt man viele Infektionen  nach hinten  – das Kind fehlt dann also in der Schule anstatt im Kindergarten – das ist auch nicht die Lösung.

 

Hinweis vorab: Ich bin keine Ärztin. Dieser Beitrag entspricht meiner persönlichen Meinung und dient nicht dazu, Krankheiten zu diagnostizieren oder zu behandeln. Die Inhalte dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose oder Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden sollte stets der behandelnde Arzt kontaktiert werden.

 

 

Was kann man also machen, damit die Kinder möglichst schnell wieder gesund werden?

 

Weniger als man denkt! Jedenfalls gibt es keine „Wundermittel“ gegen einen grippalen Infekt, welches man in der Apotheke kaufen könnte. Hustensäfte und Co. haben jedenfalls oft mehr Nebenwirkungen, als dass sie helfen. Die grippalen Infekte werden durch Viren ausgelöst und die kann der Körper nur selbst bekämpfen. Trotzdem gibt es Einiges was man tun kann, um den Körper bei diesem Kampf zu unterstützen!

 

Diese Dinge helfen meinen Kindern wirklich, wenn sie krank sind:

 

  1. Ruhe & Liebe! Der Körper braucht Kraft um den Infekt zu bekämpfen. Medikamente (wie Fiebersaft) geben dem Körper ein falsches Signal, denn das Kind fühlt sich fitter als es eigentlich ist und schont sich nicht ausreichend. Viel besser ist es, den Kindern Ruhe zu gönnen.
  2. VIEEEEL trinken! Die zusätzliche Flüssigkeit verflüssigt den Schleim, so dass dieser besser abgebaut werden kann.
  3. Vitamine! Vitamine helfen dem Immunsystem beim Kampf gegen die Viren.
  4. Hühnersuppe! Hühnersuppe wärmt nicht nur von innen und ist gut für die Seele – die Stoffe, die bei einer frischen Hühnersuppe aus den Knochen ausgekocht werden, unterstützen vermutlich die Abwehrkräfte zusätzlich, indem sie bestimmte Eiweiße blockieren, die für die Entzündung verantwortlich sind (zumindest ist dies in Labortests bewiesen worden).
  5. Nasenspülungen

 

Was bei einem grippalen Infekt hingegen nie hilft ist ein Antibiotikum – denn grippale Infekte werden (wie auch die echte Grippe) durch Viren ausgelöst – und Antibiotika wirken nur gegen Bakterien! Sehr sinnvoll sind Antibiotika, wenn es  zu einer bakteriellen Entzündung kommt – also z.B. einer bakterielle Hals- oder Mittelohrentzündung.

 

Was meinen Kindern bei Halsschmerzen hilft:

Bei Halsschmerzen tut es gut, den Hals zu befeuchten – also z.B. warmen Tee zu trinken, Salbeibonbons oder Halstabletten zu lutschen. Für kleine Kindern, die sich an einer Tablette verschlucken könnten, finde ich schmerzstillende Sprays praktisch.

Achtung: Halsschmerzen können auf eine eitrige Mandelentzündung, eine Streptokokken-Infektion (kann der Kinderarzt mit einem Rachenabstrich feststellen) sowie Kinderkrankheiten wie Scharlach oder Mumps hindeuten.

Ich leuchte bei Halsschmerzen übrigens grundsätzlich in den Hals der Kinder und schaue wie es dort aussieht. Wenn die Schmerzen sehr stark sind, die Mandeln sehr geschwollen sind oder eitrige Beläge zu sehen sind, fahre ich zum Kinderarzt, damit dieser entscheiden kann, ob ein Antibiotikum sinnvoll ist. Bei bakteriellen Entzündungen im Kopfbereich ist ein Arztbesuch unerlässlich.

Was meinen Kindern bei Ohrenschmerzen hilft:

Bei Ohrenschmerzen zögere ich nicht lange – denn dieses können extrem schmerzhaft und ein Anzeichen für eine Mittelohrentzündung sein, welche wiederum durch Bakterien ausgelöst wird und vermutlich antibiotisch behandelt werden muss!

Wenn sich die Möglichkeit bietet, suche ich bei Ohrenschmerzen nicht den Kinderarzt, sondern einen HNO-Arzt auf. Dieser hat ganz andere Möglichkeiten, in das Ohr der Kinder zu schauen und somit auch eine viel bessere Sicht auf das Trommelfell. So kann er gut zwischen einem Paukenerguss, einem Tubenkatarrh und einer Mittelohrentzündung unterscheiden und besser einschätzen, ob es sich nur um eine Reizung oder eine bakterielle Entzündung handelt.

 

 

Was meinen Kindern bei Husten hilft:

Viel trinken (z.B. warmen Tee) ist im Prinzip das wichtigste Mittel gegen Husten, weil es hilft den Schleim zu lösen. Chemische Hustenlöser bringen nach meiner Erfahrung tatsächlich kaum einen Vorteil und haben mehr Nebenwirkungen als Vorteile. Hustenstiller gebe ich nur nach Absprache mit dem Kinderarzt bei sehr starkem Reizhusten in der Nacht. Der absolute Lieblingstee meiner Kinder ist übrigens dieser Sidroga Bio Kinder Hustentee  *Affiliate Link

 

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Einen Hustensirup ohne Nebenwirkungen kann man auch ganz einfach selber machen.

Rezept für selbst gemachten Zwiebel-Hustensaft:

 

  • 1 Zwiebel fein hacken
  • in ein sauberes Marmeladenglas geben
  • so viel  Zucker (am besten braunen Zucker) dazu geben, dass die Zwiebel bedeckt ist.

 

Dann: Gut schütteln und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen hat sich ein Sirup gebildet, den mein Sohn zumindest sehr lecker findet (meiner Tochter schmeckt er gar nicht!).

 

Was meinen Kindern bei Schnupfen hilft:

Schnupfen? Was so harmlos klingt, kann sich zu einer Mittelohr-Entzündung entwickeln, denn durch die Verbindungen im HNO-Bereich entsteht durch eine verschleimte Nase schnell ein „Rückstau“, der dann wiederum zu einer Ohrenentzündung führen kann. Ich gebe also sofort abschwellende Nasentropfen, wenn die Nase der Kinder läuft.  Alternativ könnt ihr es auch mit Meerwasser Nasenspray probieren. Das nutzen wir eher zum Befeuchten der Nasenschleimhaut.

Für Babys und Kleinkinder, die sich noch nicht die Nase putzen können, ist ein solcher Nasensauger *Affiliate Link eine absolute Empfehlung!!

 

 

Was meinen Kindern bei Kopf- und Gliederschmerzen hilft:

Viel trinken!! Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit hat, reagiert er gerne mit Kopfschmerzen. Außerdem: Viel Ruhe, bei starken Schmerzen: Schmerzsaft! Es gibt 2 Wirkstoffe für Schmerz- und Fiebersäfte: Ibuprofen und Paracetamol. Ich bevorzuge Ibuprofen, weil es, neben der schmerz- und fiebersenkenden, auch eine entzündungshemmende Wirkung hat und weil Paracetamol u.a. negative Auswirkungen auf die Leber haben könnte.

Trotzdem habe ich immer beide Wirkstoffe zu Hause, denn man darf beide Medikamente notfalls kombinieren, wenn das Fieber schon nach wenigen Stunden wieder steigt, kann man die Zeit mit Paracetamol überbrücken. Die Säfte gibt es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen

Tipp: Für Babys gibt es zum Dosieren z.B. spezielle Schnuller wie diesen Medikamenten-Schnuller
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Was meinen Kindern bei Fieber hilft:

Fieber ist zunächst einmal sehr sinnvoll, denn es steigert die Stoffwechselaktivität und hilft dem Körper, sich selbst zu heilen. Es gibt z.B. Viren, die erst ab einer Temperatur von mehr als 39,5 Grad absterben. Außerdem signalisiert der Körper durch das Fieber und der damit verbundenen Schlappheit, dass man sich schonen sollte! Wenn die Kinder also nicht über starke Schmerzen klagen, versuche ich sie bei einem grippalen Infekt tagsüber bis zu einer Temperatur von knapp über 40 Grad fiebern zu lassen. Nachts gebe ich ihnen im Zweifelsfall aber Fiebersaft, damit sie sich erholen können.

Zum Fiebermessen hat sich bei uns das Braun Thermo Scan *Affiliate Link durchgesetzt. Dieses wird sowohl bei unserem Kinderarzt als auch in modernen Krankenhäusern eingesetzt und misst nach meiner Erfahrung bei korrekter Anwendung absolut genau und zuverlässig! Ich messe sicherheitshalber immer in beiden Ohren!. Alternativ zum Fiebersaft versuche ich es oft zunächst erst einmal mit Wadenwickeln, denn auch damit lässt sich die Temperatur um bis zu 1 Grad senken.

 

Wie macht man Wadenwickel bei Kindern / Kleinkindern? 

 

Schritt #1:

Prüfen ob die Beine des Kindes warm sind! Bei kühlen Beinen oder wenn das Kind friert, sollte man laut unserem Kinderarzt keine Wadenwickel machen!

 

Schritt #2:

Wenn man keine solchen Wadenwickel für Kinder hat, kann man z.B.  Küchenhandtücher oder Mullwindeln mit lauwarmem Wasser befeuchten, diese gut auswringen  und dann um die Beine wickeln. Dann wird ein weiteres großes Handtuch um die Beine gewickelt.

 

wadenwickel_kinder2

 

 

 

Schritt #3:

Sobald die Wickel sehr warm sind – das ist bei den ersten Wickeln quasi schon nach wenigen Sekunden der Fall – können die Wickel erneuert werden.

 

Die Wadenwickel *Affiliate Link auf dem Foto sind natürlich viel komfortabler. Sie sind besonders für Babys (ab 6 Monaten) und Kleinkinder sehr gut geeignet weil sie perfekt passen und dank des Klettverschlusses auch nicht verrutschen.

 

 

Kann man nicht doch etwas tun, um Infekte zu verhindern?

 

Ja, z.B. darauf achten, dass die Schleimhäute nicht austrocknen. Diese schützen den Körper nämlich wie eine Barriere vor Viren. Was hilft:

 

  • Die Luft befeuchtet (z.B. nasse Handtücher über die Heizung hängt)
  • Regelmäßig lüftet bzw. an die frische Luft geht

 

Außerdem sollte man sich regelmäßig die Hände mit Seife waschen und auf eine vitaminreiche Ernährung achten. Weitere Tipps zur Stärkung des Immunsystems von Kindern und Erwachsenen habe ich hier auf dem Blog für euch zusammengefasst.

 

Nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag gefallen hat, und freue mich wie immer über eure Kommentare. Welche Tipps helfen euren Kindern denn am besten, wenn sie krank sind? Schreibt mir gerne.

Liebe Grüße,

 

PS: Zum Bestellen von Medikamenten kann ich euch die App Medizinfuchs empfehlen. Mit dieser könnt ihr schnell und unkompliziert die Preise diverser Online-Apotheken vergleichen und so bei besonders bei größeren Bestellungen viel Geld sparen.
Weitere lesenswerte Beiträge findet ihr hier:

 

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Über Patricia 550 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 45 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 16 und 19 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen klasse Artikel.

    Ich habe deinen Blog schon seit einiger Zeit im Newsfeed
    abonniert. Und jetzt musste mich mal zu Wort melden und „Danke“
    sagen.

    Mache genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf
    die nächsten Beiträge

  2. Bei Erkältung empfehle ich zum Schleimlösen: Zwiebel aufschneiden und in ein feuchtes Tuch eingewickelt ans Bett hängen…die Dämpfe scheinen sehr gut zu tun!
    Ansonsten: regelmässig Engelwurz auf die Nase und Thymian-Balsam auf die Brust (beides von der Bahnhof-Apotheke Kempten, Online erhältlich)

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