Eine Klimaanlage kaufen 2026: Welcher Gerätetyp lohnt sich wirklich? Und was ist ein portables Splitgerät?

Eine Klimaanlage kaufen 2026: Welcher Gerätetyp lohnt sich wirklich? Und was ist ein portables Splitgerät?

 

Denkt ihr aufgrund der aktuellen Hitzewelle auch gerade über den Kauf einer Klimaanlage nach? Wir haben uns im letzten Jahr nach langer Überlegung für den Einbau dieses Split-Klimageräts entschieden und sind sehr zufrieden mit dieser Lösung. Unser offenes Dachgeschoss lässt sich innerhalb kürzester Zeit und ohne unangenehme Geräusche auf angenehme Temperaturen herunterkühlen (bzw. im Winter sogar heizen – denn im Grunde handelt es sich bei der Klimaanlage um eine Luft-Luft-Wärmepumpe).

 

erfahrung_klimaanlage

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Heute habe ich mal für euch festgehalten, warum wir uns für ein Splitgerät entschieden haben, welche Arten von Klimageräten es sonst noch gibt und wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Gerätetypen liegen. Besonderes interessant ist aus meiner Sicht gerade auch für Mieter das PortaSplit Gerät, das die Vorteile eines effektiven Klima-Splitgeräts (starke Kühlleistung, Möglichkeit zur einfachen Selbstinstallation) mit den Vorteilen einer mobilen Klimaanlage verbindet.

Zur Transparenz: Ich bin keine Expertin für Klimaanlagen, sondern teile hier nur die Infos, die ich mir selbst im Rahmen meiner Recherche zusammengesucht habe. Prüft vor dem Kauf immer die aktuellen Angaben beim Händler. Dieser Beitrag ist nicht im Rahmen einer Kooperation entstanden.

 

Direktvergleich: Vor- und Nachteile der 4 Klimaanlagen-Typen auf einen Blick

 

Falls ihr keine Lust bzw. Zeit habt, den kompletten Beitrag zu lesen, folgt hier meine persönliche Top 4 Liste:

 

  1. Klima-Splitgerät (z.B. von Bosch, Daikin oder Mitsubishi): Höchste Kühlleistung & Energieeffizienz. Sehr leise! Nachteil: Eine Kernbohrung ist erforderliche und eine Fachkraft-Montage Pflicht. Das treibt den Preis nach oben. Dafür steht kein Gerät im Raum rum und man muss keinen Schlauch durchs Fenster leiten. Ein weiterer Vorteil: Viele Klima-Splitgeräte können im Winter auch relativ effizient heizen (=Luft-Luft-Wärmepumpen). Fazit: Beste langfristige Lösung für Eigentümer.
  2. Portables Splitgerät (z.B. Midea PortaSplit): – Günstiger als fest installierte Splitgeräte. Selbstmontage ist möglich. Da sich der Kompressor draußen befindet, sind auch portable Splitgeräte deutlich  effizienter und leiser als Mobilgeräte mit Schlauch. Nachteil: Ohne Bohrung muss der Schlauch durchs Fenster geleitet werden. Es entsteht eine Wärmebrücke. Fazit: Bester Kompromiss für Mieter.
  3. Mobilgerät mit Abluftschlauch: Vorteil: Relativ günstiger Anschaffungspreis. Nachteile: Geringere Kühlleistung als Splitgeräte. Lauter, weil der Kompressor im Raum steht. Der Abluftschlauch muss durchs Fenster nach draußen gelegt werden und erzeugt – anders als bei Splitgeräten – einen Unterdruck im Raum. Frisst deutlich mehr Strom als moderne Splitgeräte. Fazit: Okay für den gelegentlichen Einsatz, wenn kein Kamin und keine Gastherme parallel in der Wohnung betrieben werden. Ein portables Splitgerät ist fast immer die bessere Lösung.
  4. Verdunstungskühler ohne Schlauch: Sehr günstig und leiser als Mobilgeräte mit Schlauch, weil es keinen Kompressor gibt. Sehr schwache Kühlleistung. Im Grund handelt es sich um einen Ventilator mit einer „Befeuchtungsfunktion“. Das ist an Tagen mit Hitze + hoher Luftfeuchtigkeit kontraproduktiv. Weiterer Nachteil: Der Wassertank muss regelmäßig befüllt werden. Fazit: Lohnt sich aus meiner Sicht nicht wirklich.

Wenn ihr etwas tiefer ins Thema eintauchen möchtet oder nach konkreten Tipps sucht, könnt ihr hier weiterlesen.

 


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Welche Klimaanlagen-Gerätetypen gibt es überhaupt?

Es gibt im Grunde 4 unterschiedliche Gerätetypen:

  • Fest installierte Splitgeräte: Sie bestehen aus einer Innen- und einer Außeneinheit und werden fest montiert
  • Mobile Splitgerät: Sie bestehen ebenfalls aus einer Innen- und einer Außeneinheit, werden aber nur eingehängt und nicht fest montiert.
  • Mobile Klimageräte mit Abluftschlauch: Diese Geräte (= Monoblöcke) stehen im Raum. Warme Luft wird per Schlauch nach draußen geleitet.
  • Verdunstungskühler ohne Schlauch: Diese Geräte stehen im Raum und kühlen die Luft mithilfe von Wasser minimal runter. Die Hitze bleibt dabei im Raum.

Außerdem gibt es noch Stand- und Deckenventilatoren, aber auf diese möchte ich heute nicht im Detail eingehen.

 

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Ein Klima-Splitgerät besteht aus einer Inneneinheit und einer Außeneinheit, die über ein Loch im Mauerwerk miteinander verbunden sind.

 

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gerätetypen anhand von konkreten Modellbeispielen

 

Nun möchte ich euch anhand von konkreten Modellbeispielen mal die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Klima-Gerätetypen vorstellen:

 

 

#1: Das Splitgerät: Bosch Climate 7000i

Die Bosch Climate 7000i    Affiliate Linkist die klassische, fest verbaute Klimaanlage mit Innen- und Außeneinheit, verbunden durch eine Kälteleitung (= das Rohr, durch das das Kältemittel fließt). So wie ihr sie z.B. aus Urlaubshotels kennt.

 

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Vorteile:

  • Beste Kühlleistung!
  • Sehr effizient (Energieeffizienzklasse A++ beim Kühlen).
  • Deutlich leiser als mobile Geräte
  • Arbeitet als Wärmepumpe, kann also auch heizen (!) Die Climate 3000i arbeitet z.B. effizient bei Außentemperaturen von minus 15 Grad bis plus 50 Grad
  • Einmal montiert gelangt die warme Luft durch die Kernbohrung nach draußen, ohne dass ein Schlauch durch ein offenes Fenster geführt werden muss.
  • Benötigt keine Stellfläche im Raum, da das Gerät an der Wand montiert wird.
  • Solide Bosch-Verarbeitung, langlebig

 

Nachteile:

  • Höhere Anschaffungskosten durch die Montagekosten.  Die Klimaanlage muss zwingend von einer zertifizierten Fachkraft montiert werden.
  • Man braucht eine Bohrung durch die Wand.

 

Preis:

Das Gerät allein bekommt ihr je nach Händler ab etwa 1300. Vorgängermodelle wie die Bosch Climate 3000i kosten sogar nur 600 bis 900 Euro. Wenn ihr die Wandmontage (bis 10 Meter Höhe, Aufputz, 10 Meter Kälteleitung inklusive einer Bohrung bis 40 cm) mit einrechnet, landet ihr bei seriösen, günstigen Komplettangeboten meist zwischen 1.800 und 3500 Euro inklusive Gerät. Die Spanne ist groß, weil regionale Handwerkerpreise stark schwanken. Wir haben für das kleine Gerät (Bosch 3000 i)  inkl. Montage, Kernbohrung etc. im letzten Jahr einen Fixpreis von 1.879,07 € gezahlt. Die etwas leistungsschwächere Version hätte sogar nur 1500 € gekostet.

Wichtig: Eine Selbstmontage ist bei festverbauten Klima-Splitgeräten nicht erlaubt. Diese Geräte müssen nach der Klimaschutzverordnung von einem zertifizierten Fachbetrieb installiert werden. Wer mit Kältemittel arbeitet, braucht einen gültigen Sachkundenachweis nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung. Eine Eigenmontage ist nicht nur unsicher, sie kann zu Strafen führen und auch eure Versicherung und Garantie kosten.

Spartipp: Unten auf dieser Seite findet ihr im FAQ Bereich einen Link zu einer Firma, die von euch eingebaute Anlagen abnimmt bzw. die Inbetriebname übernimmt.

Worauf ihr beim Kauf achten solltet:

  • Kühlleistung passend zur Raumgröße:  2,6 kW  -> für Räume bis ca. 30 m², 3,5 kW -> für größere Räume bis ca. 40 m², 5,3 kW → für Räume bis ca. 60 m², 7,0 kW -> für Räume bis ca. 70 m². Im Dachgeschoss oder in Räumen mit hohen Decken ist das Raumvolumen entscheidend.
  • Energieeffizienzklasse: Achtet auf A++ oder besser beim Kühlen, das spart bei Dauerbetrieb im Sommer wirklich Stromkosten.
  • Kältemittel: R32 ist der aktuelle Standard und umweltfreundlicher als das ältere R410A. Manche neue Geräte nutzen bereits R290 (Propan), das ist noch klimafreundlicher, erfordert aber besondere Sicherheitsauflagen bei der Montage.
  • Heizfunktion ja oder nein: Wenn ihr das Gerät auch im Winter oder in der Übergangszeit nutzen wollt, braucht ihr eine Wärmepumpenfunktion, nicht jedes Splitgerät hat die. Ich würde unbedingt dazu raten.
  • Inverter-Technologie (wichtig): Moderne Klimageräte nutzen die Inverter Technologie und regeln die Leistung stufenlos. Das heißt: Der Kompressor läuft mit variabler Drehzahl, während ältere Geräte und einige günstige No-Name-Produkte entweder mit voller Leistung laufen oder sich komplett abschalten, was den Stromverbrauch stark erhöht, den Verschleiß verstärkt und Geräusche verursacht.
  • Maximale Leitungslänge und Höhenunterschied: Prüft, wie weit Innen- und Außeneinheit voneinander entfernt stehen dürfen. Das ist wichtig, wenn die Außeneinheit zum Beispiel aufs Dach oder in den Garten soll.

 

Tipp: Denkt über ein Multi-Splitgerät nach, wenn ihr mehrere Räume kühlen bzw. heizen möchtet.

Außerdem wichtig: Holt euch unbedingt Angebote für Montagekosten ein, bevor ihr ein Gerät kauft. Die Gesamtkosten schwanken regional stark und viele Fachbetriebe verbauen keine Fremdgeräte.

 


 

#2 Das mobile Splitgerät: Midea PortaSplit

Die Midea PortaSplit Affiliate Link ist für mich die interessanteste Entwicklung der letzten Zeit. Ein mobiles Splitgerät, das aus einer Innen- und Außeneinheit besteht, aber nicht fest installiert wird.

 

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Midea PortaSplit-E Mobile Klimaanlage,Kühlen A++/Heizen A+, 12000 BTU 3,5kW,Mini-Split-Klimaanlage, Farbe Pfirsich,für Räume bis zu 42 m² / 105 m³, nur 39 dB(A) im Silent-Modus [Energieklasse A++]
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Vorteile:

  • Innen- und Außeneinheit sind getrennt, das erhöht die Kühleffizienz deutlich gegenüber klassischen Abluftschlauchgeräten.
  • Kühlleistung von 3,5 kW bei einem SEER-Wert von 6,1, laut Hersteller eine deutlich höhere Kühlleistung bzw .Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen mobilen Geräten
  • Keine Installation durch Fachpersonal nötig.
  • Montage ohne Bohren oder Schrauben (für Mietwohnungen geeignet)
  • Kann auch heizen
  • Sehr leise im Silent-Modus

 

Nachteile:

  • Teurer als ein einfaches Abluftschlauchgerät
  • Zwei Einheiten, ihr braucht also draußen Platz für die Außeneinheit, zum Beispiel Balkon, Terrasse oder Fenstersims
  • Die Verbindungsleitung muss durch das Fenster oder einen Wandspalt geführt werden
  • Insgesamt schwerer zu transportieren als ein einzelnes Mobilgerät. Die Außeneinheit hat ein gewissen Gewicht, das sicher hängen oder stehen muss.

 

Preise: 

Die UVP liegt bei 899 Euro, im Angebot findet man das Gerät aber regelmäßig für 599 bis 700 Euro. Die kleinere Variante ohne Heizfunktion (2,35 kW) liegt bei rund 700 Euro. Im Vergleich zu einem klassichen Splitgerät spart ihr Geld, weil ihr das Gerät ausdrücklich selbst montieren dürft. Ihr braucht keine Kernbohrung und keinen Techniker.

 

Worauf ihr beim Kauf achten solltet:

  • Checkt vorher, ob sich euer Fenster eignet, um das Außengerät zu montieren (!)
  • Schaut, wie die Leitung, die Innen- und Außeneinheit verbindet, durch euer Fenster geführt werden kann.
  • Überlegt, ob ihr nur eine Kühlfunktion oder auch eine Heizfunktion benötigt. Das Gerät ohne Heizfunktion ist deutlich günstiger.
  • Diebstahlschutz für die Außeneinheit: Da das Gerät nicht fest verschraubt ist, könnte es theoretisch geklaut werden (je nach Lage)

 


#3 Mobile Klimaanlage mit Abluftschlauch (zum Beispiel 9.000 BTU, 4-in-1)

Eine mobile Klimaanlage mit Abluftschlauch wie dieses gut bewertete Modell Affiliate Link ist eine relativ günstige Lösung, um den Raum um ein paar Grad herunterzukühlen.

 

Mobile Klimaanlage 9000 BTU mit Abluftschlauch | 4-in-1 Mobiles Klimagerät | Leiser Betrieb | Digitaldisplay + Fernbedienung | Fenster-Installationsset | 24h-Timer | Für Räume bis 25 m²
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Stand von: 10. Juli 2026 19:44 - Details
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Vorteile:

  • Günstiger als die Splitgeräte
  • Es ist keine Bohrung nötig
  • Sofort einsatzbereit
  • Flexibel zwischen Räumen verschiebbar
  • Zusatzfunktionen:  Z.B: Entfeuchten, was interessant sein kann, wenn ihr feuchte Kellerräume habt. Es gibt Modelle mit zusätzlicher Heizstufe, die ist aber meist ein einfacher Heizstab und alles andere als effizient.

 

Nachteile:

  • Deutlich weniger effizient als Splitgeräte. Da im Innenraum ein Unterdruck entsteht, wird warme Außenluft nach innen gesogen, was die Kühlleistung verschlechtert und gefährlich werden kann, wenn auch eine Gastherme oder ein Kamin in der Wohnung betrieben wird.
  • Lauter im Betrieb
  • Braucht ein offenes Fenster mit passender Abdichtung, sonst kommt durch die Fensteröffnung zu viel Wärme ins Zimmer.
  • Nimmt Stellfläche im Raum weg

 

Preise: 

Hier gibt es große Preisunterschiede: Einfache Geräte mit 9.000 BTU bekommt ihr schon ab etwa 150 bis 200 Euro, Markengeräte mit besserer Verarbeitung und Smart-Funktionen liegen bei 300 bis 470 Euro.

 

Worauf ihr beim Kauf achten solltet

  • Schätzt den BTU-Wert realistisch ein. Dieser gibt an, wie viel Wärme das Gerät pro Stunde aus einem Raum abführen kann. Je höher die Zahl, desto mehr Kühlleistung hat das Gerät.9.000 BTU (= British Thermal Unit)  reichen für kleine bis mittlere Räume bis etwa 25 bis 30 m². Für größere Räume oder Dachgeschosse lieber 12.000 BTU wählen.
  • Ein- oder Zweischlauch-Klimaanlage? Die meisten günstigen Geräte haben nur einen Schlauch und erzeugen daher einen Unterdruck im Raum (siehe FAQ Bereich). Klimageräte mit 2 Schläuchen wären besser, diese konnte ich kaum noch finden.  Vermutlich, weil die portablen Splitgeräte hier die deutlich bessere Lösung sind. Effektiver kühlen sie laut diesem Beitrag nicht, laut diesem Video schon.
  • Lautstärke in Dezibel: Schaut unbedingt auf diesen Wert. Gerade fürs Schlafzimmer sollte er unter 50 dB liegen.
  • Fensterabdichtungs-Set im Lieferumfang? Ein gutes Dichtungs-Set verhindert, dass wieder warme Luft eindringt. Ohne ordentliche Abdichtung verschenkt ihr Kühlleistung.
  • Entfeuchtungsfunktion? Praktisch als Zusatznutzen, vor allem in feuchten Kellerräumen oder bei schwülem Wetter.
  • Kabellänge: Klingt unwichtig, ist es aber nicht. Viele Billiggeräte haben sehr kurze Stromkabel.

 


#4 Klimageräte ohne Abluftschlauch (Verdunstungskühler)

Bei mobilen Klimageräten Affiliate Link  handelt es sich im Grunde nicht um echte Klimaanlage, sondern um einen Luftkühler, die Wasser verdunsten (= flüssiges Wasser wird zu Wasserdampf) und so die Luft direkt am Gerät etwas abkühlen.

 

Klimaanlage Mobil Ohne Abluftschlauch, 4 IN 1 Verdunstungskühler Wassertank Leiser Luftkühler Schlafmodus 4 Modi 3 Geschwindigkeiten 60/120° Oszillation 1-12h Timer 4 Kühlakku für Zuhause Schlafzimmer
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Vorteile:

  • Sehr günstig
  • Kein Schlauch, kein Fenster nötig
  • Leise, ideal fürs Schlafzimmer
  • Mobil, leicht, mit Akku-Kühlelementen


Nachteile:

  • Ein Verdunstungsgerät macht nicht das, was man sich von einem Klimagerät wünscht: Das Gerät kühlt den Raum nicht wirklich runter, sondern kühlt nur die direkte Umgebung des Geräts durch eine Mischung aus Wind und Wasser.
  • Es erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum, was sich an heißen  Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit unangenehm anfühlen kann
  • Bei einer klassischen Hitzewelle bringt das Gerät kaum etwas.

Preise:

Zwischen 50 und 150 Euro.

 

Worauf ihr beim Kauf achten solltet

  • Wassertankgröße: Größerer Tank = längere Laufzeit ohne Nachfüllen, wichtig für die Nacht.
  • Sind Kühlakkus im Lieferumfang enthalten? Diese gefrorenen Kühlelemente verbessern die Wirkung deutlich. Achtet darauf, dass mehrere Akkus dabei sind.
  • Ist die Luftfeuchtigkeit am Einsatzort hoch? Diese Geräte funktionieren nur gut, wenn die Raumluft eher trocken ist. Bei schon hoher Luftfeuchtigkeit (typisch bei Schwüle) bringt das Gerät kaum etwas.
  • Oszillationsfunktion: Eine Schwenkfunktion verteilt die gekühlte Luft besser im Raum, statt nur einen schmalen Luftstrom zu erzeugen.
  • Wie ist die Lautstärke im Schlafmodus? Da diese Geräte oft fürs Schlafzimmer gekauft werden, lohnt sich ein Blick auf einen extra leisen Nachtmodus.
  • Reinigung des Wassertanks: Stehendes Wasser kann schnell zur Keimquelle werden. Achtet daher auf einen Tank, der sich leicht öffnen und reinigen lässt.

 

 


FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Klimaanlage

 

Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage?

Das hängt stark vom Gerätetyp ab. Ein effizientes Splitgerät mit 3,5 kW Kühlleistung verbraucht im Dauerbetrieb meist zwischen 1 und 1,2 kWh pro Stunde. Mobile Geräte mit Abluftschlauch liegen oft deutlich höher, weil sie ineffizienter arbeiten. Bei aktuellen Strompreisen lohnt sich also ein Blick auf die Energieeffizienzklasse. Zur Einordnung: Läuft das Gerät an einem Sommertag für 8 Stunden am Stück, kommt ihr je nach Tarif auf etwa 1,80 bis 3,50 Euro pro Tag. Wichtig: Das ist der Verbrauch im Dauerbetrieb, also wenn das Gerät durchgehend kühlt. In der Praxis schaltet sich der Kompressor bei den meisten modernen Splitgeräten ab, sobald die Zieltemperatur erreicht ist, und läuft danach nur noch in kurzen Intervallen weiter. Der tatsächliche Verbrauch über den Tag liegt also meist deutlich niedriger als die reine Rechnung mit Dauerbetrieb. Wenn ihr euer Schlafzimmer abends nur kurz zum Schlafen runterkühlt, sind die Kosten absolut überschaubar. Gute Splitgeräte verbrauchen pro Sommersaison rund 130 Kilowattstunden, das entspricht jährlichen Stromkosten von rund 43 Euro, während Monoblock-Geräte mit 210 bis 700 Kilowattstunden pro Jahr deutlich mehr verbrauchen.

 

Wie kann man die Stromkosten beim Benutzen einer Klimaanlage minimieren?

Mit einer Kombination folgender Tipps lassen sich die Stromkosten minimieren:

  1. Die Temperaturdifferenz begrenzen: Die Raumtemperatur sollte maximal 4 bis 6 Grad unter der Außentemperatur liegen. Jedes Grad weniger Kühlung spart bares Geld (bis zu 3-6 Prozent Einsparung sind möglich).
  2. Eco-Modus statt Turbo nutzen: Den Raum im Turbo-Modus schnell herunterzukühlen ist weder effizient noch angenehm. Der Eco-Modus hält die Temperatur konstant und ist deutlich energieeffizienter.
  3. Fenster und Türen schließen. Bei mobilen Geräten zusätzlich die Schlitze um den Abluftschlauch abdichten, sonst zieht ständig warme Luft nach.
  4. Sonnenschutz nutzen: Rollläden oder Jalousien tagsüber geschlossen halten, das reduziert die Wärmelast deutlich, bevor die Klimaanlage überhaupt arbeiten muss.
  5. Filter regelmäßig reinigen. Ein verschmutzter Filter erhöht den Energieverbrauch messbar.
  6. Stand-by vermeiden – also: Das Gerät bei längerer Nichtnutzung komplett vom Netz trennen.
  7. Gerätetyp und Größe passend wählen: Zu klein dimensionierte Geräte arbeiten ständig auf Hochtouren, zu große verbrauchen mehr als nötig.
  8. Eigenen Solarstrom nutzen: Kostenloser Solarstrom vom eigenen Dach fließt meist genau dann reichlich, wenn die Klimaanlage gebraucht wird. Wir nutzen z.B. eine PV Anlage auf dem Dach und haben diese in diesem Jahr um ein Balkonkraftwerk erweitert. Hier habe ich ausfühlich über das Thema Balkonkraftwerk berichtet.

 

Welche Marken kannst du empfehlen? Oder ist ein No-Name Gerät ok?

Ich würde auf ein Markengerät setzen. Meine Favoriten wären:

  • Bosch Climate Class (z.B. 8000i): Deutsche Marke, top Service, A+++
  • Daikin
  • Mitsubishi (z.B. MSZ-RZ25VU): Zukunftssichere Kältemittel R290

Auf dieser Seite Affiliate Link gibt es zahlreiche Tipps und Geräte im Überblick.

Gibt es Firmen, die die Inbetriebname einer Klimaanlage übernehmen, sodass man Geld sparen kann, indem man die Geräte selbst montiert bzw. vorbereitet?

Ja. Auf dieser Seite Affiliate Link findet ihr die Option, eine Klimaanlage selbst zu montieren  und nur die Inbetriebname von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen. Das ist erlaubt und spart bares Geld. Einfach: Links in der Menüleiste runterscrollen zu Einbau & Service -> Klimaanlage Inbetriebname (gilt nur für über die Seite gekaufte Anlagen). Beachtet solltet ihr aber, dass die Geräte auf der Seite zumindest aktuell deutlich teurer sind als in anderen Onlineshops.

 

 

Worauf sollte man beim Einsatz einer Monoblock Klimaanlage mit Abluftschlauch achten, wenn man eine Gastherme oder einen Kamin in der Wohnung hat?

Wenn ihr eine Gastherme oder einen Kaminofen in der Wohnung habt, solltet ihr bei Monoblock-Klimageräten mit Abluftschlauch vorsichtig sein. Der Grund: Diese Geräte befördern warme Raumluft nach draußen. Dadurch entsteht im Zimmer ein Unterdruck (= ein geringerer Luftdruck als außen). Diese fehlende Luft muss von irgendwoher nachströmen.  Normalerweise ziehen Abgase wie Kohlenmonoxid über den Kamin nach oben und nach außen ab. Bei Unterdruck im Raum kann sich dieser Zug aber umkehren. Dann strömen die giftigen Abgase zurück in die Wohnung, statt nach draußen.

Ein 2-Schlauch-System ist eine Variante, bei der ein Schlauch die warme Luft nach draußen befördert, während der zweite kontrolliert Außenluft ansaugt, die zur Kühlung des Geräteinneren genutzt wird. Dadurch entsteht praktisch kein Unterdruck im Raum mehr, weil das Gerät seine eigene Ersatzluft „mitbringt“, statt sie dem Zimmer zu entziehen.

Bei Splitgeräten besteht diese Gefahrt übrigens nicht. Sie befördern keine Raumluft nach draußen, sondern transportieren die Wärme über ein geschlossenes Kältemittelsystem ab. Damit entsteht kein Unterdruck.

Ist der Kauf einer Klimaanlage aus Umweltschutzgründen vertretbar?

Das ist Ansichtssache. Gegen die Anschaffung spricht im ersten Moment der zusätzliche Stromverbrauch, der je nach Strommix mit CO2 verbunden ist sowie das Kältemittel. Die meisten Split-Klimageräte laufen mit R32, einem synthetischen Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (=GWP) von 675. Das ist deutlich weniger klimaschädlich als ältere Kältemittel, aber immer noch signifikant. Zum Vergleich: CO2 selbst hat ein GWP von 1, das inzwischen verbotene R404A lag bei 3.922 (!). Bei einem Leck könnte dieses Gas und als Treibhausgas wirken.

Für die Anschaffung spricht, dass eine Klimaanlage mit Heizfunktion im Grunde eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist. Der Umstieg auf Wärmepumpen wird aktuell gefördert, weil er ein klimafreundlicheres heizen ermöglicht. Gute Geräte können aus einer Kilowattstunde Strom unter günstigen Bedingungen vier bis fünf Kilowattstunden Wärme erzeugen. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass Heizen mit Klimaanlage günstiger sein kann als Heizen mit Gas. Das effizienteste Testgerät spart gegenüber einer Gasheizung rund 300 Euro pro Jahr. Wer das Gerät also nicht nur im Sommer kühlt, sondern in der Übergangszeit auch heizt, kann unter dem Strich sogar fossile Emissionen einsparen.

Aus meiner Sicht ist die Nutzung einer Klimaanlage gerade mit einer eigenen PV-Anlage außerdem vertretbar, da diese genau dann Strom verbraucht, wenn dieser im Netz im Überfluss vorhanden ist. Aktuell fehlen Speicher und es wird Geld dafür gezahlt, dass uns andere Länder Strom abnehmen, um den Zusammenbruch unserer Stromnetze zu verhindern.

 

 

Darf ich als Mieter einfach eine Klimaanlage einbauen?

Bei einem fest installierten Splitgerät mit Außeneinheit und Bohrung braucht ihr in der Regel die Zustimmung eures Vermieters. Bei mobilen Geräten ohne Bohrung, wie der Midea PortaSplit oder einem klassischen Abluftschlauchgerät, ist meist keine Genehmigung nötig. Sprecht das aber lieber ab, wenn ihr unsicher seid.

Welche Raumgröße brauche ich, um die passende Leistung zu wählen?

Als Faustregel gelten 60 bis 100 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter. Bei Dachschrägen, viel Sonne oder schlechter Dämmung evtl. auch mehr.

 

 

Wie laut ist eine Klimaanlage im Betrieb?

Splitgeräte sind innen meist am leisesten, oft unter 25 dB im Silent-Modus. Mobile Splitgeräte wie die PortaSplit liegen ebenfalls in einem ruhigen Bereich. Klassische Abluftschlauchgeräte sind deutlich lauter, weil der Kompressor direkt im Raum steht, hier solltet ihr unbedingt den Dezibel-Wert vergleichen, bevor ihr kauft. Zum Teil gibt es eine extra leise Nachtfunktion.

Trocknet eine Klimaanlage die Raumluft aus?

Ja, jede echte Klimaanlage entzieht der Luft beim Kühlen automatisch Feuchtigkeit, das ist ein Nebeneffekt des Kühlprozesses. Bei sehr trockener Luft oder empfindlichen Augen und Schleimhäuten kann es helfen, zusätzlich ein Hygrometer im Raum zu haben und bei Bedarf gegenzusteuern. Nur bei Klimageräten ohne Abluftschlauch (=Verdunstungskühlern) ist es umgekehrt, denn diese Nutzen die Kombination aus Luft und Wasser um einen Kühlungseffekt zu erzeugen.

 

Kann eine Klimaanlage krank machen?

Direkt krank macht eine gut gewartete Klimaanlage nicht. Häufige Beschwerden wie Halsschmerzen oder Verspannungen können durch einen zu kalt eingestellten Luftstrom entstehen, der direkt auf den Körper gerichtet ist oder durch einen großen Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen. Ein verschmutzter Filter kann zusätzlich Keime oder Staub verteilen, deshalb ist regelmäßiges Reinigen wichtig.

 

Wie oft muss ich eine Klimaanlage warten oder reinigen?

Die Filter von mobilen Geräten sollten – je nach Nutzung – alle paar Wochen gereinigt werden.  Bei fest installierten Splitgeräten empfiehlt sich einmal im Jahr eine Wartung durch eine Fachkraft, vor allem zur Kontrolle des Kältekreises.

 

Welcher Gerätetyp ist insgesamt am sparsamsten?

Im Dauerbetrieb über einen ganzen Sommer ist ein fest installiertes Splitgerät meist am wirtschaftlichsten, weil es am effizientesten arbeitet. Wer das Gerät nur an wenigen Tagen im Jahr braucht, für den kann sich die hohe Anschaffung trotzdem nicht lohnen, da fährt man mit einem mobilen Gerät oft günstiger.

 

Was muss man zum Thema Wartung beachten?

Eine ungewartete Split-Klimaanlage verliert Effizienz, verbraucht mehr Strom, kann Schadstoffe und Keime in die Raumluft abgeben und hat ein höheres Ausfallrisiko. Bei vielen Herstellern ist die regelmäßige Wartung außerdem Voraussetzung für die Garantie.
Empfohlene Wartungsintervalle: 1 x pro Jahr (Sommerbetrieb), 2 x pro Jahr bei ganzjährigem Betrieb ( Heizen im Winter). Gesetzlich vorgeschrieben ist eine fachgerechte Wartung von Klimaanlagen in Gebäuden mindestens alle drei Jahre, bei zusätzlicher Luftbefeuchtungsfunktion alle zwei Jahre. Kältemittel geht durch natürlichen Verschleiß zT schon nach drei Jahren verloren, das beeinträchtigt Kühlleistung und Stromverbrauch.

Die Innen-Filter kann man übrigens selbst reinigen. Bei durchgehender Nutzung ist das alle zwei Wochen empfohlen, sonst vierteljährlich. Die Selbstreinigungsfunktion sollte im Sommer einmal wöchentlich laufen, das beugt Schimmel vor. Das Außengerät darf ausschließlich vom Fachbetrieb gereinigt werden.

 

Sind günstige Anbieter wie Klimarando bzw. Klimakönig seriös? 

Die Bewertungen sind sehr unterschiedlich, was daran liegt, dass es sich dabei nicht um EINEN Fachbetrieb handelt, sondern um eine Vermittlungsplattform (wie z.B. Uber), die Fachbetriebe aus der Region mit interessierten Kunden verbindet. Die günstigen Preise entstehen durch die Abnahme großer Mengen an Klimageräten. Die Qualität der Montage ist vom individuellen Fachbetrieb abhängig.

Aufpassen würde ich, wenn es um den Kauf einer Klimaanlage mit Förderung geht. Ich habe dazu auf Tiktok eine Frage formuliert, auf die ich bisher noch keine Antwort erhalten habe: „Um eine Förderung zu erhalten, muss laut der KfW eine Förderzusage erfolgen, BEVOR Geld fließen oder mit der Arbeit begonnen werden darf. Der Vertrag darf also erst NACH der Förderzusage zustande kommen.
Gleichzeitig steht unter meinem Angebot im Kleingedruckten, dass auf ein Widerrufsrecht verzichtet wird und sofort 6 % des Auftragswertes in Rechnung gestellt werden. Wie passt das denn zusammen?“

 

 

Mein persönliches Fazit

Wenn ihr in einer Eigentumswohnung oder im eigenen Haus wohnt und nach einer Lösung sucht, um z.B. das Dachgeschoss  im Sommer „bewohnbar“ zu machen bzw. euer Schlafzimmer auch während tropischer Nächte auf angenehme Temperaturen herunterzukühlen, würde ich definitiv zu einem Klima-Splitgerät raten. Es kühlt extrem effizient und die zusätzliche Heizfunktion könnte mittelfristig eine gute Alternative zu steigenden Öl und Gaspreisen sein. Besonders interessant finde ich ein solches Gerät auch für  ältere Menschen und Risikogruppen, die bei 40 Grad im Schatten nicht mal eben an den Badesee flüchten können. Für sie erhöht ein solches Gerät die Lebensqualität im Sommer enorm.

Falls ihr Mieter seid oder nach einer etwas günstigeren aber dennoch guten Alternative sucht, wäre die oben vorgestellte Midea PortaSplit mein klarer Favorit. Ein klassisches Abluftschlauchgerät würde ich nur für gelegentlichen Einsatz oder als Übergangslösung empfehlen. Das Geld für einen Verdunstungskühler würde ich mir sparen. Er ist ein netter Ventilator-Ersatz, aber bei echter Hitze leider keine wirkliche Hilfe.

 

Nun würde mich wie immer eure Meinung interessieren: Nutzt ihr ein Klimagerät? Und wenn ja: Welches? Seid ihr zufrieden?  Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

 

Liebe Grüße,

 

mamablog ruhrgebiet

 

 

Weitere lesenswerte Beiträge findet ihr hier auf meinem Blog:

 

 

 

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Über Patricia 657 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 47 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 18 und 20 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

2 Kommentare

  1. Wie muss ich mir bei dem mobilen Split Gerät den „Schlauch durchs Fenster“ vorstellen, so dass das Fenster bei Auszug (Mieter) wieder im ursprünglichen Zustand ist?

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