Das hilft wirklich gegen Lebensmittelmotten!

Inspiriert durch die gestrige Instastory von „Berlin Mitte Mom“ Anna, möchte ich euch heute mal von meiner Erfahrung mit Lebensmittelmotten berichten. Diese kleinen Biester sind nämlich offensichtlich viel weiter verbreitet, als man denkt  – es spricht bloß kaum jemand darüber. Ich möchte das heute ändern. Wir hatten jedenfalls vor knapp 2 Jahren zum ersten (und bisher auch letzten Mal) Probleme mit diesen hartnäckigen, kleinen Schädlingen und weil ich noch gut weiß, wie nervig es war, möchte ich euch heute erzählen, was uns wirklich geholfen hat (und was nicht).

 

Welcome to „Mottenhausen“

Es muss im Dezember 2015 gewesen sein, als uns die kleinen „Fliegen“ zum ersten Mal auffielen, die an der Wand im Wohn-/ Essbereich saßen und wie kleine „Striche“ aussahen. „Die werden wohl mit dem Tannenbaum zusammenhängen, den wir gerade aufgestellt haben“, dachten wir, und machten uns täglich mit dem Insektenschläger (siehe unten) auf die Jagd. Irgendwann kamen mir dann aber doch Zweifel an unserer „Fliegen-Theorie“ und ich fragte Google um Rat. Das Ergebnis: Wir hatten Motten, genauer gesagt: Lebensmittelmotten!

 

 

Lebensmittelmotten loswerden

Mein erster Impuls: Wir brauchen Mottenfallen und irgendein Gift, das alle Motten inkl. der Larven AUF DER STELLE tötet. Doch ganz so einfach ist es gar nicht. Meine Amazon Suche führte jedenfalls zu einem anderen Ergebnis….

 

Schlupfwespen

Schlupfwespen sollten DIE Lösung sein. WHAAAAT?? Da wird ernsthaft empfohlen, 3000 Schlupfwespen in der EIGENEN KÜCHE auszusetzen, die dann die Motteneier suchen und zerstören? Ich hielt diese Idee für einen schlechten Witz! Nachdem ich aber diverse Erfahrungsberichte gelesen hatte, wurde mir klar, dass es sehr wohl ernst gemeint war und die Schlupfwespen für viele Mottengeplagte offensichtlich die letzte Chance waren, diese Viecher doch noch loszuwerden. Gut zu wissen: Die Schlupfwespen (-> Amazon Affilate Link) sterben übrigens von alleine, wenn die letzten Motteneier gefunden wurden und zerfallen anschließend relativ schnell zu Hausstaub – man braucht also nicht die nächste Insektenart zu bestellen, um die Schlupfwespen wieder loszuwerden! 😉 Ich wollte es dennoch erstmal auf normalem Wege versuchen, und bestellte Mottenfallen.

Fazit: Notfallplan, wenn alle anderen Mittel versagen!

 

Mottenfallen bzw. Pheromonfallen

Die Bewertungen für diese Fallen waren recht positiv, ich war also optimistisch, das Problem so in den Griff zu bekommen und klebte Mottenfallen (->Amazon Affiliate Link) in sämtliche Schränke, die Vorräte bzw. Lebensmittel enthielten. Der Lockstoff sollte die Lebensmittelmotten anlocken und dazu führen, dass diese am Köder kleben bleiben. Das Ergebnis: Das einzige, was je an diesem Köder kleben blieb, waren meine Haare, als ich den Schrank auswaschen wollte!! 

Fazit: Bei uns haben diese Fallen nichts gebracht. (Im Raum soll man die Köder angeblich nicht aufhängen, weil sie Motten von draußen in´s Haus locken können).

 




 

Der Insekten-Schläger

Mein Geheimtipp: Der Insekten-Schröter! Ich habe schon einige elektrischen Fliegenklatschen ausprobiert und bin ein totaler Fan dieses Schlägers (-> Amazon Affilate Link). Ich nehme ihn im Sommer sogar mit auf Reisen. Er sieht aus wie ein Badminton Schläger, die Drähte auf der Oberfläche werden aber auf Knopfdruck unter Strom gesetzt und so kann man Insekten (Mücken, aggressive Wespen) und eben auch Motten relativ einfach erwischen, ohne dass man Flecken auf den Wänden hat.

Fazit: Sehr hilfreich!

 

Nun habe ich die 3 Schritte nochmal zusammengefasst, mit denen wir unser Mottenproblem relativ schnell in den Griff bekommen haben.

 

Schritt-für-Schritt Anleitung: So wird man Lebensmittelmotten wirklich los!

 

Schritt 1: Ausräumen, auswaschen, föhnen! Wirklich ALLE Schränke, in denen sich Lebensmittel, Gewürze, trockene Dekoartikel, Tierfutter, etc. befinden ausräumen und gründlich mit Reinigungsmittel auswaschen. Schwer zugängliche Stellen für einige Sekunden mit einem heißen Föhn behandeln, um Eier oder Larven durch die Hitze abzutöten. Dabei Schrankritzen, Sockelleisten und Bohrlöcher nicht vergessen!

 

Schritt 2: Alle Lebensmittel entsorgen, die nicht Luftdicht verschlossen sind. Dazu gehören auch Mehltüten, Nüsse, Gewürze, Hülsenfrüchte, Kekspackungen, Schokolade. Das klingt drastisch – anders ist es aber kaum möglich, das Problem kurzfristig in den Griff zu bekommen!

 

Schritt 3: Lebensmittel grundsätzlich luftdicht verpackt aufbewahren! Als ich nach der Geburt meiner Tochter zum ersten Mal auf einer Tupperparty war, lachte ich noch über die „perfekten Hausfrauen“, die dort von ihren 3 Eidgenossen berichteten (so heißen die wohl bekanntesten Tupper-Vorratsdosen). „Ob ich denn keine Angst vor Lebensmittelmotten hätte“, wurde ich gefragt. „Nö“, lautete meine Antwort damals – gefolgt von einem:  „Wer hat schon Motten?“ Nun ja: Manche Fehler muss man selber machen, um daraus zu lernen. Inzwischen halte ich mich jedenfalls ziemlich penibel daran, Lebensmittel in verschließbaren Behältern aufzubewahren bzw. Zipperbeutel zu verwenden, wenn sich das Umfüllen nicht lohnt. Ein kleiner Tipp: Beim Kauf der Vorratsdosen solltet ihr übrigens nicht nur auf den Preis achten (den Fehler habe ich anfangs gemacht). Die ganz einfachen Dosen sind nämlich oft nicht richtig dicht! Diese Behälter (-> Amazon Affiliate Link)  sind zu 100 % Luft- und Wasserdicht und haben ein recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis:

 

Fazit:

Bei uns hat es insgesamt knapp 2 Wochen gedauert, bis der Spuk vorbei war! Ehrlich gesagt war ich kurz davor, die Schlupfwespen zu bestellen… Dann war aber doch endlich Ruhe! 🙂

 

 

So, nun interessiert mich wie immer eure Meinung. Habt ihr Erfahrungen mit diesem Thema? Habt ihr Erfahrungen mit Schlupfwespen? Oder noch Geheimtipps, die ich hier noch nicht aufgeführt habe? Dann freue ich mich über Kommentare!

Liebe Grüße,

 

 

 

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3 comments on “Was wirklich gegen Motten hilft!”

  1. Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Bei Kleidermotten sollte man auf keinen Fall zögern. Bei den kleinsten Anzeichen sollte gehandelt werden.
    Mit besten Grüßen,

  2. Die Graupen in dem Backofen für einige Zeit stehen lassen. Dies war der Rat meiner Freundin, der auch gut funktioniert hat. Vielen Dank für die Tipps gegen die Motten! So was kann auch in dem Kleiderschrank nicht selten vorkommen. Da kommen mir die Kastanien zu Hilfe.

  3. Warum spricht eigentlich kaum jemand über Mottenbefall? Man schämt sich wohl doch ein wenig dafür, hat es doch irgendwie was Dreckiges, oder? Dabei ist es, glaube ich, wirklich so, dass so gut wie jeder schon einmal Erfahrung mit Motten gemacht hat. Wie dem auch sei, sind Schlupfwespen tatsächlich die optimale Lösung. Biologisch abbaubar, frei von Nebenwirkungen und für den Menschen vollkommen ungefährlich. Die Schlupfwespen verfügen über einen langen Stachel, mit dem sie ihre eigenen Eier in die der Motteneier einbringen. Aus diesen Eiern krabbeln dann keine Motten mehr, sondern nur noch Schlupfwespen hervor die dann nach kurzer Zeit einfach zu Staub verfallen. Liebe Grüße, Andree

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