Warum wir uns gegen eine Luft-Wärmepumpe entschieden haben (und was ihr sonst noch über das Thema wissen müsst).

Luft-Wärmepumpe: Was ist das? Und wann lohnt sich ein Wechsel?

 

Da dieser Beitrag aus dem Juli 2022 gerade so oft gelesen wird, habe ich ihn nochmal auf die Startseite gepackt.  Tipp: Die Kommentare unter diesem Beitrag sind übrigens inzwischen mindestens so interessant wie der Beitrag selbst.

Momentan scheint halb Deutschland über den Kauf einer Luft-Wärmepumpe (auch Luft-Wasser-Wärmepumpe genannt) nachzudenken, um nachhaltig und unabhängig vom Öl- oder Gaspreis heizen zu können. Da ich bis vor 2 Tagen ABSOULT keine Ahnung vom Thema Luft-Wärmepumpe hatte, aber während meiner Recherche gemerkt habe, wie komplex das Thema ist und wie aufwändig es ist, sich zumindest ein gewisses Grundwissen anzueignen, habe ich mich dazu entschieden, meinen Erkenntnisse hier auf meinem Blog mit euch zu teilen.

Dieser Beitrag ist also ausdrücklich NICHT von einer Expertin geschrieben worden, sondern entspricht meiner persönlichen, subjektiven Meinung.

 

In diesem Beitrag geht es um folgende Punkte:

 

  • Einfach erklärt: Was ist eine Luft-Wärmepumpe überhaupt?
  • Lohnt sich der Wechsel von Gas oder Öl zu einer Luft-Wärmepumpe?
  • Gasheizung vs. Luft-Wärmepumpe: Ein konkretes Rechenbeispiel
  • Argumente, die für einen Umstieg auf eine Luft-Wärmepumpe sprechen
  • Argumente, die gegen einen Umstieg auf eine Luft-Wärmepumpe sprechen
  • Worauf man beim Kauf einer Luft-Wärmepumpe achten sollte
  • Lohnt es sich, eine Wärmepumpe zu mieten?
  • Antworten auf sonstige Fragen

 

Einfach erklärt: Was ist eine Luft-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wärmepumpe saugt im ersten Schritt mit einem Ventilator Luft aus der Umgebung an und leitet sie an den sogenannten Verdampfer weiter. Im Verdampfer wird dann ein Kältemittel wie z.B. Propan durch den Kontakt mit der wärmeren Außenluft gasförmig. Anschließend wird es in einem Kompressor verdichtet, also  zusammengedrückt, wodurch sich sein Volumen reduziert und Wärme entsteht. Mit dieser Wärme wird dann die Heizanlage versorgt. Mit der Zeit kühlt das Kältemittel ab und  kann nun direkt wiederverwendet werden.

 

luft_waermepumpe_einfach_erklaert

 

 

Luft-Wärmepumpten können auf diese Weise aus 1 kWh Strom ca. 4 kWh Nutzwärme erzeugen. In diesem Video wird das Ganze nochmal anschaulich erklärt:

 

 

 

 

Lohnt sich der Wechsel von Gas oder Öl zu einer Luft-Wärmepumpe?

 

Ob sich die Installation einer Luft-Wärmepumpe rechnet, hängt von zahlreichen Faktoren wie z.B:

  • Wie gut ist die Dämmung des Hauses (Außenwände, Kellerdecke, Fenster, Haustür)?
  • Gibt es bereits eine Fußbodenheizung?
  • Wie alt ist die aktuelle Heizung? Und wie viel Energie benötigt diese?

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Außerdem spielen Faktoren eine Rolle, die sich aktuell nicht vorhersagen lassen, wie z.B. die  Entwicklung des Strom- oder Gaspreises aussieht. Hier folgt nun mal ein konkretes Beispiel anhand unserer Daten:

 

 

Gasheizung vs. Luft-Wärmepumpe: Ein konkretes Rechenbeispiel

 

Die Kerndaten:

  • Doppelhaushälfte, Baujahr 2007, 133 qm in NRW
    Remeha Quinta 10 Gasheizung (voll funktionsfähig)
  • keine Fußbodenheizung
  • warmes Wasser über Strom (Durchlauferhitzer)
  • gute Dämmung.
  • ca. 12 Jahre alte Solaranlage auf dem Dach. Kein Speicher vorhanden.
    Aktueller Gasverbraucht: Zwischen 7.000 kwH (niedrigster Wert der letzten 5 Jahre) und 13.000 kWh pro Jahr (dauerhafte Nutzung der Heizung im Keller, was wir nicht mehr machen werden).

 

Unsere aktuellen Heizkosten:

  • 2021 Gasverbrauch: 13.026 kWh x 5,94 Cent  pro kWh = 773,74 € + Grundpreis in Höhe von 166,80  € = 940,54 € bzw. 78 € pro Monat.
  • 2022 Geschätzte Kosten bei gleichbleibendem Gasverbrauch: 13.026 kWh x 12,36 Cent  pro kWh = 1.610 € + Grundpreis in Höhe von 166,80 € = 1776,81 € bzw. 148 € pro Monat.
  • 2022 Geschätzte Kosten bei sparsamem Heizen: 8000 kWH x 12,36 Cent pro kWh = 988,80 € + Grundpreis in Höhe von 166,80 € = 1155,60 € bzw. 96,25 € pro Monat.

 

 

Geschätzte Heizkosten im Falle des Umstiegs auf eine Luft-Wärmepumpe im Mietmodell

  • 139 € pro Monat für die Miete der Heizung +  70,78 € Stromkosten pro Monat für den Betrieb des Kompessors bei einem geschätzten Verbrauch von ca. 3.800 kwh und einem Strompreis von 22,35 Ct. pro kWh = 209,78 € pro Monat, was für uns eine Steigerung um 61,78 € (gleichbleibende Nutzung der Heizung ) bzw. 113,53 € (sparsame Nutzung der Heizung) bedeuten würde.

 

 

 

 

Argumente, die aus heutiger Sicht nach meiner Meinung für einen Umstieg auf eine Luft-Wärmepumpe sprechen:

 

  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist grundsätzlich gut.
  • Nachhaltigeres Heizen (CO2 -Einsparung) schont die Umwelt.
  • Aktuell gibt es eine staatliche Förderung von bis zu 40%, beauftragt ihr einen Energieberater, kommen weitere 5 % dazu.
  • Je stärker der Gaspreis steigt, desto größer wird die Nachfrage und desto länger die Lieferzeit.
  • Ein Wechsel zu einer Luft-Wärmepumpe im Falle einer defekten Heizung könnte schwierig werden, weil spontan vermutlich weder Handwerker zur Verfügung stehen, noch Pumpen inkl. Chips lieferbar sind. Somit bliebe womöglich nur die Option, die bisherige Heizung für viel Geld zu reparieren / auszutauschen, was den Wechsel dann wiederum um mind. 10 Jahre nach hinten schieben würde.

 

 

Argumente, die aus heutiger Sicht nach meiner Meinung gegen einen Umstieg auf eine Luft-Wärmepumpe sprechen:

 

  • Die Investition von mind. 15.000 – eher 25.000 (und z.T. sogar bis zu 60.000 €).
  • Die Installation eines Außengerätes, das gewissen Lärm verursacht und für das wir bisher keinen geeigneten Platz gefunden haben.
  • Umbau-Stress trotz aktuell gut funktionierender Heizung und überschaubaren Heizkosten aufgrund eines gut gedämmten Hauses.
  • Austausch unserer Heizkörper, die aktuell zu klein sind, um in Kombination mit einer Wärmepumpe genug Hitze in den Raum abzugeben oder Nachrüstung einer Fußbodenheizung, was ich ausschließen möchte.
  • Mehrkosten von ca. 60 € pro Monat, wenn man die Kosten für die Investition in die neue Heizung und die höheren Stromkosten addiert. (07/2022). Sollte sich der Gaspreis normalisieren, wird die Rechnung schlechter.
  • Eine Abhängigkeit von Strom, der im Winter nicht durch eine Photovoltaikanlage gedeckt werden kann bzw. eine Abhängigkeit von Gas, weil dann Strom aus dem Stromnetz benötigt wird, der wiederum häufig von Gaskraftwerken produziert wird.
  • Eine mögliche Erhöhung der Förderung in den nächsten Jahren – z.B., wenn das  Gebäudeenergiegesetz (GEG)  2026 festlegt, dass in Neubauten keine Ölheizungen mehr eingebaut werden dürfen.

 

 

Worauf man beim Kauf einer Luft-Wärmepumpe achten sollte

Bevor ihr über den Kauf nachdenkt, solltet ihr überlegen, ob die Installation der Außeneinheit (Kompressor) möglich. Diese wäre in unsererm Fall 120 cm breit und 60 cm tief, sieht in etwas aus wie das Splitgerät einer Klimaanlage und macht Geräusche, die im Bereich 30 – 60 dB liegen, wodurch ein Abstand von 3 m zum Nachbarn verpflichtend ist. Achtet unbedingt auf ein möglichst leises Gerät.

 

waermepumpe_canva

 

 

Was ihr sonst noch beachten solltet:

  • Wie effizient ist die Pumpe? Lambda (Deutsches Label: Zewotherm) hat hier laut meiner Recherche einen guten Ruf, ist aber auch entsprechend teuer.
  • Wird ein Kältemittel mit niedrigem GWP-Wert verwendet? Je geringer dieser Wert, desto klimafreundlicher ist die Wärmepumpe. Propan hat z.B. einen GWP von 3.
  • Wie ist das Preis-/Leistungsverhältnis? Hier könnte Panasonic interessant sein (ein Monoblock 5 kw kostet laut meiner Info nur ca. 3000 €). Allerdings werden die Pumpen nach Rückmeldung einer Leserin nur ungern verbaut, weil die Heizungsfirmen keine zustätzlichen Gewinne durch den Verkauf des Gerätes machen können. Ein Lambda Gerät kostet ca.12.500 € netto +  Zubehör, Hydraulic etc. Viessmann und Vaillant wurden mir ebenfalls empfohlen.

 

 

 

Lohnt es sich, eine Wärmepumpe von Thermondo zu mieten, statt sie zu kaufen?

Anbieter wie Thermondo bieten die Option eines Komplettpaketes. Im Rahmen eines Contracting-Vertrages wird eine LG  Wärmepumpe z.B. für 15 Jahre zum Festpreis gemietet. Die Abwicklung aller Förder- und Finanzierungsprozesse, die Installation der Anlage, Wartung, Reparaturen, die Entsorgung der alten Heizung etc. sind im Fixpreis enthalten. Die Fördergelder gehen in diesem Fall an den Eigentümer (also Thermondo). Nach 15 Jahren geht die Pumpe dann automatisch in euren Besitz über, was bei einer ungefähren Lebensdauer von 15 Jahren aber kein echter Vorteil ist.

Ich habe mir mal ein Angebot von Thermondo eingeholt und wir würden für das Komplettpaket 139 € pro Monat zahlen, was hochgerechnet auf 15 Jahre eine Summe von knapp 25.000 € bedeuten würde. Vorteil: Ein Einbau wäre bereits im Oktober 2022 möglich. Beim Heizungsbauer vor Ort wäre der Einbau wohl bis zu 50 %  günstiger, dafür würde der Komfort des Komplettpakets wegfallen. Bequemlichkeit und Sicherheit haben nunmal ihren Preis, der in unserem Fall grob geschätzt ca. 45 € p.M. betragen würde.

-> Weitere Infos zum Contracting gibt es hier auf der Seite der Verbrauchezentrale

 

 

FAQ: Sonstige Fragen zum Thema Wärmepumpe

 

Wie hoch ist die aktuelle Förderung beim Kauf einer Luft-Wärmepumpe? Beim Umstieg von Öl: 45 %, Gas: 35 %. Erstellt ein Energieberater einen individuellen Sanierungsplan steigt die Förderung um weitere 5 %. Die Kosten für den Energieberater werden zu 80 % übernommen. Den Antrag findet ihr beim Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zum Teil wird der Austausch von Heizungen auch über Landesprogramme bzw. von Kommunen gefördert.

Was kostet die Installation eine Luftwärmepumpe in einem Einfamilienhaus? Aktuell ca. 20.000 – 30.000 € (Förderung eingerechnet)

Was bedeutet JAZ? Die Jahresarbeitszahl gibt an, viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe mit einer Kilowattstunde Strom erzeugen kann. Je höher die JAZ, desto besser. Die JAZ 4 bedeutet zum Beispiel, dass die Wärmepumpe pro Kilowattstunde Strom im Schnitt 4 Kilowattstunden Wärme produziert. Eine JAZ von unter 3 lohnt sich nicht.

Worum geht es beim Gesamtwärmebedarf: Dieser gibt an, wie viel Energie der Haushalt im Jahr für Heizung + Warmwasser benötigt.

Was ist mit „Vorlauftemperatur „gemeint? Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Heizwasser  beim Erhitzen durch eine Luft-Wärmepumpe erreicht, bevor es über Rohre in die einzelnen Wohnräume geleitet wird. Je höher die Vorlauftemperatur ist, desto mehr Energie wird benötigt. Fußbodenheizungen kommen aufgrund ihrer großen Fläche mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 Grad aus.  Heizkörper benötigen hingegen höhere Vorlauftemperaturen, weil sie die Wärme über eine kleinere Fläche an den Raum abgeben.

Wozu wird der Hydraulische Abgleich benötigt? Der Hydraulische Ableich soll dafür sorgen, dass alle Heizkörper im Haus aufeinander abgestimmt werden und so optimal funktionieren. Ohne diesen Abgleich kommt es vor, dass Heizkörper, die in sich der Nähe der Heizpumpe befinden, deutlich stärker mit Energie versorgt werden, als weit entfernte Heizkörper. Die Berechnung und Analyse sowie das Justieren der Heizkörper (bezogen auf das korrekte Wasservolumen ) und Einstellen des Heizsystems durch einen Experten ist relativ aufwändig, da für jeden Raum die erforderliche Heizleistung berechnet werden muss.

Kann man die Wärmepumpe ins Haus stellen? Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe  hat ein relativ hohes Gewicht. Daher kann sie nur in Räumen mit einer hohen Tragfähigkeit aufgestellt werden. Außerdem sind Wärmepumpen laut.

Warum sind Wärmepumpen laut?  Der Kompressor, der das Kältemittel verdichtet, erzeugt Geräusche, die durchschnittlich bei 50 dB liegen. Es gibt aber auch leise Modelle mit einem Schallausstoß von 30 dB. Eine Schallschutzhaube verringert die Lautstärke der Wärmepumpe. Zur Schallentkopplung vom Haus ist ein Betonfundament + Gummipuffer sinnvoll.

Sind Wärmepumpen ökologisch sinnvoll? Ja, weil sie keinen fossilen Brennstoffe benötigen. Es gibt aber Einschränkungen, wenn das Haus z.B. schlecht gedämmt ist und der Stromverbrauch entsprechend hoch ist.

Kann man Wärmepumpen auch entfernt vom Haus aufstellen? Das ist nicht sinnvoll, weil das erhitzte Wasser auf dem Weg ins Gebäude abkühlen würde und zu viel Energie verloren geht.

Auf dieser Seite, die mir von einer Leserin empfohlen wurde, könnt ihr einen kostenlosen Heizreport anfordern inkl. Heizlastberechnung, Heizflächenauslegung und Berechnung des hydraulischen Abgleichs. Ich habe die Berechnung selbst noch nicht ausprobiert, falls ihr Erfahrungswerte habt, freue ich mich über euer Feedback. Hier könnt ihr euch einen Muster-Heizreport anschauen.

 

Fazit:

Die Pro- und Contra-Argumente halten sich in unserem konkreten Fall momentan fast die Waage. Würden wir gerade bauen, würden wir uns vermutlich für eine Wärmepumpe inkl. Fußbodenheizung entscheiden. Da dies nicht der Fall ist, haben wir uns dazu entschieden, erstmal noch keine Entscheidung zu treffen, sondern Ruhe zu bewahren und abzuwarten.

Ja: Der Gaspreis wird vermutlich weiter steigen und die Nachfrage nach Wärmepumpen ebenso. Ein Minus von 60 – 110 € pro Monat ist spontan dennoch nicht verlockend. Besonders nicht, weil mir größere Heizkörper im Wohnzimmer optisch nicht gefallen würden und wir keinen Ort für das (nicht geräuschlose) Außengerät finden. Wir werden also erstmal versuchen,  die Heizkosten zu senken, indem wir die Raumtemperatur reduzieren, auf das Beheizen des Kellers verzichten und die Zeitschaltuhr unserer Heizanlage geschickt programmieren. Ich habe mir gerade außerdem eine weitere Heizdecke Amazon Affiliate Link bestellt. Das ist günstiger, als das ganze Wohnzimmer aufzuheizen – und aus meiner Sicht mindestens genauso gemütlich. Eine weitere Alternative um z.B. das Bad kurz zu heizen könnten solche Geräte sein:

 

PROUS 2000W Heizlüfter Elektrisch Energiesparend, Konvektor Heizung Energiesparend, Mobile Elektroheizung Energiesparend für Schnelle Wärme, Überhitzungsschutz, Leise, Konvektor Heizung bis 20-30m²
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Die Stromkosten für den Betrieb der Elektroheizungen betragen bei unserem aktuellen Strompreis ca. 45 Cent pro Stunde ( 2000 W = 2 kWh pro Stunde)

 

So, nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag weiterhelfen konnte. Feedback,  Anregungen, Verbesserungen und Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Ich werde den Beitrag gerne von Zeit zu Zeit aktualisieren, damit der Beitrag im Laufe der Zeit einen immer größeren Mehrwert bietet.

 

Liebe Grüße,

 

 

 

Weitere interessante Beiträge findet ihr hier:

 

 

 

 

 

 

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Über Patricia 551 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 45 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 16 und 19 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

80 Kommentare

  1. Wir sind ganz offen an die Sache herangegangen und hatten keinen Favoriten bei der Anschaffung einer Wärmepumpe. Wir haben uns alle Typen zeigen lassen und die jeweiligen Vorteile schildern lassen. Im Grunde geht es dann darum, dass man die beste Variante für sich finden muss. Dazu zählt eben die Vorgaben, die das eigene Haus macht, die eigenen Gewohnheiten und Wünsche und dann natürlich auch das vorhandene Budget.
    Viele Freunde und Verwandte haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und sind damit weitgehendst zufrieden. Wir haben uns letztlich für eine Wärmepumpe mit Erdsonde entschieden. Nach langer Beratung und Informationssuche haben wir und dafür entscheiden. Dieser Typ passt am besten zu uns.
    Ich kann nur dazu raten sich im Vorfeld gut beraten zu lassen. Wir waren bei Hausbaumessen, haben Energieberater dazu gezogen und sind auch direkt zu den Herstellern gegangen. Vaillant bietet meiner Meinung nach eine sehr gute Beratung, die haben sich sehr lange Zeit für uns genommen und auch wenn ich ihnen mit meinen Fragen auf die Nerven gegangen bin, haben sie alles beantwortet und uns genau gezeigt. Wenn man keine offenen Fragen mehr hat, beruhigt das schon enorm. Lieber etwas länger beraten lassen und Infos einholen als zu schnell etwas entscheiden.

  2. Hallo Patricia
    Erst mal vielen Dank für deine Arbeit, die Du in diese Seite steckst. Auch finde ich den regen Austausch hier sehr gut.
    Ich bin ein ziemlicher Nachzügler hier, aber ich will trotzdem noch einen Aspekt in die Diskussion einbringen.
    Es wird viel über Dämmung und Fussboden-Heizung geschrieben, dass stimmt auch soweit. Es gibt aber auch einen einfachen Test, den man machen kann um zu prüfen, ob eine Wärmepumpe die jetzige Heizung ersetzen kann. Man sollte einmal an kalten Wintertagen beim Heizkessel die Vorlauftemperatur auf 55 Grad Celsius einstellen und schauen, ob das ausreicht, das Haus zu heizen. Sollte das der Fall sein, so ist eine Wärmepumpe grundsätzlich geeignet mit den vorhanden Heizkörpern.
    Ein anderer Aspekt, der oft vergessen wird, mit einer Monoblock Wärmepumpe ist der Austausch des Kessel durch eine Wärmepumpe relativ problemlos und Kostengünstig zu realisieren.
    Ich selbst habe in unserem kleinen Chalet in FR (86m2) einen Monoblock Wärmeblock Wärmepumpe ohne Probleme verbaut. Wir haben dort nur Solarstrom, keinen Anschluss ans öffentliche Netz. Die WP läuft problemlos.
    Viele Grüsse
    Stefan

  3. So wie üblich.

    Diejenigen, die die finanziellen Mittel haben, für diesen Personenkreis rechnet sich das ganz schnell.
    Diejenigen, die den Cent mehrfach umdrehen müssen, haben ein Problem.

    Ich kann deine Entscheidung für die Therme durchaus verstehen, jedoch habe ich im Nachgang 2 konzeptionelle Fehler bemerkt.

    Ich will die WP nicht schönrechnen, aber eine Miete rechnet sich definitiv nicht 🙁

    1)Leider habe ich zu spät bemerkt, dass du dein Warmwasser mit einem Durchlauferhitzer aufbereitest und das ist teuer.
    Pro Person und Jahr werden für das Warmwasser ca. 750 – 1000kWh Verbrauch veranschlagt. Die Kosten betragen bei 2000kWh (2 Personen) 600 €/Jahr bei 30ct/kWh Strom.

    Bei der WP sind diese Kosten bei weitem nicht so hoch. 2000/JAZ@3.5*0.30 = 171.42 €/Jahr. Vorausgesetzt das im Thermondo Angebot ein WW Speicher und ein Frischwassermodul enthalten ist.

    2) Das gelegte Angebot bezog sich auf 13000kWh/a Gas, ca. 3800kWh/a Strom für die WP. Zurückgerechnet entspricht das einer JAZ von ~3.4.
    Gerechnet bei 10000kWh/a Gas benötigst du ~ 2900 kWh/a Strom inkl. Warmwasser für die WP. Dein Hausstromverbrauch mit einer WP beträgt ~ 2500- 2000 kWh/a anstatt 4000kWh/a mit dem Durchlauferhitzer.

    Zurzeit verlangt Thermondo eine Miete ab 209 €/Monat. Wird die WP gekauft kostet diese 35175€, nach der BAFA Förderung 20175 €. https://www.thermondo.de/leistungen/einzelleistungen/waermepumpe-mieten/

    Die zusätzliche Finanzierungs- und Wartungskosten lässt sich Thermondo fürstlich bezahlen. Bei 10 Jahren Laufzeit sind dies 25080 € Miete, bei 15 Jahren 37620 € Miete. Es stellt sich auch die Frage, was nach der Mietzeit geschieht.
    Geht die WP in deinen Besitz über, oder muss diese abgelöst werden?

    Für die Wartung einer L-W WP ist eine Sichtkontrolle und eine regelmäßige Reinigung ausreichend, das kann man selber machen. Die Funktionsweise einer WP entspricht dem eines »umgekehrten« Kühlschranks und da macht man nichts.
    https://www.bosch-homecomfort.com/de/de/wohngebaeude/wissen/heizungsratgeber/waermepumpe/wartung-waermepumpe/

    Ich habe neu gerechnet und rechne für jedes Jahr die Gesamtenergiekosten für die Therme plus Strom und die WP plus Haushaltsstrom, mit den angenommenen Preissteigerungen für dein Haus.
    Den Stromverbrauch des Durchlauferhitzers von 1500kWh habe ich in den WP Kosten berücksichtigt, also 2500kWh statt 4000kWh. Ich gehe davon aus, dass die neue Therme – ca. 7000 € – nicht finanziert worden ist. Die jährlichen wiederholenden Kosten wie Zähler und Kaminkehrer werden berücksichtigt.

    Mit anderen Worten: Eine Finanzierung über die KfW ist wesentlich günstiger als eine Miete.
    ______________________________________________________________________________

    Der spezifische Wärmeverbrauch des Gebäudes mit 133.00 m2 WFL mit Heizung beträgt 75.19 kWh/m2/anno, mit Wärmepumpe 62.41 kWh/m2/anno.

    Die Berechnungsgrundlage sind die Energiepreise von 2023

    • Gaspreis 0.104 Euro/kWh, WP Strompreis 0.2455 Euro,
    • Strompreis im Normaltarif 0.30 Euro,
    • Wärmeverbrauch Heizung 10000 kWh/a, Wirkungsgrad 83%, JAZ 3.5,
    • Jährlichen Preissteigerung Gas von 3.5%
    • Strom WP Tarif 3.0%
    • Strom Normaltarif 3.0%.

    Die Förderung wird nach ca. 6 Monaten ausbezahlt. Es muss ggf. ein Darlehen aufgenommen werden.

    Das Angebot vom Heizungsbauer beträgt 35175.00 Euro, abzüglich der Förderung besteht eine Finanzierungslücke von 15000.00 Euro.

    Die angenommene Laufzeit der Finanzierung ist 10 Jahre bei einem der Darlehenszins von 5 %

    Die Mehrkosten für die Finanzierung der Wärmepumpe beträgt 8000.0 Euro im Vergleich zur Gasheizung von 7000 Euro

    Zur Berechnung der Amortisationszeit wird das delta Invest WP nach BAFA – Invest Hzg also 1000.0 plus die Mehrkosten des Darlehens von 5746.88 herangezogen Das jährlichen delta’s der Betriebskosten Hzg+Strom – WPStrom+Haushaltsstrom werden pro Jahr zusammenaddiert.
    Es wir gerechnet bis die deltas der Betriebskosten den Investkosten von 6848 erreicht. Das entspricht der Amortisationszeit. (Kapitalwert, oder Cashflowmethode genannt)

    Im Fall der Teilfinanzierung nach der BAFA-Auszahlung von 15000.0 Euro nach 6 Monaten und einem Darlehen von 8000 Euro.
    Zins für die tilgungsfreier Zeit: 879.38 Euro, Laufzeit: 10 Jahre, mit monatlich: 165.56 Euro.
    Die Mehrkosten durch das Darlehen betragen: 5746.88 Euro

    Die Amortisationszeit nach der BAFA Auszahlung: 4.17 Jahre bei einem IRR (internen Zinssatz) von: 24.00 %

    • Du besitzt selber eine L-W WP. Rechnest du die Effizienz deiner L-W WP über den COP, wohl kaum, oder?

      Es gibt keinen „realen COP“, dieser wäre dann die JAZ. 🙂 🙂 🙂
      JAZ = Erzeugte Energie/zugeführte Energie auf 365 Tage bezogen. Die WP hat alle Betriebspunkte (Außentemperaturen) über das Jahr durchlaufen.

      COP ist Marketing, gemessen auf einem Bezugspunkt A0W35 https://baukobox.de/wissen/1145-leistungszahl-cop-nach-en-14511 und dabei kommen u.U. fantastische Werte raus. https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe/leistung/leistungszahl
      Näheres auch unter EN 255 und EN 14511.

      Alle, die WP Industrie, das Handwerk und einschließlich mich, die die Effizienz einer WP wissen wollen, rechnen NIE mit einer COP und beziehen sich – unmissverständlich – immer auf die JAZ.

      Das habe ich bei all meinen Posts auch klar zum Ausdruck gebracht.
      WPsource und auch der JAZ Rechner werfen ähnliche Ergebnisse von einer JAZ ~ 3.5 (R390) für das WW aus. Der COP im Winter kann schon mal <2 betragen, im Sommer für das WW auch um die 6, gemittelt als JAZ 3.5.

      • COP ist kein Marketing. Es ist ein Meßverfahren.
        [ Erzeugte Wärmemenge / Antriebsenergie des Verdichters ] gem. Prüfnorm EN 14511
        Das macht man für typische Arbeitspunkte wie A7/W35, A2/W35, A-2/W35 und so weiter. „Für’s Datenblatt“. Man kann aber auch an jedem Gradpunkt (oder noch feiner aufgelöst..) den COP ermitteln. Und dann bekommt man eine Kurve. Z.B. eine für W35, eine für W45, eine für W55 usw.
        Siehe die Grafik z.B. hier:
        http://www.heizkostenrechner.com/luftwaermepumpe/
        Wie meinst Du denn, sollen sonst diese Kurvenschaaren entstehen ?

    • Entschuldigung, das ich mich hier einmische.

      Bei allen Berechnungen wird häufig auf die im Internet angebenen Pro-Kopf Verbräuche von Warmwasser verwiesen. Ich meine, Werte von ca. 1.000 kWh/Kopf/a sind deutlich zu hoch.

      Begründung und Erklärung: Woher kommen die Werte? Sicher nicht von den Eigenheimbesitzern, die allerwenigsten werden einen Wärmemengenzähler für ihr Brauchwasser haben. Also, was für Daten sind das, die im Internet verbreitet werden?
      Sie kommen von den vielen Mehrfamilienhäusern in Deutschland, deren professionelle Verwaltungen Abrechnungsdienstleister wie ista oder techem einsetzen. Da ist ist relativ einfach, mit wenigen Daten tausende von Wohnungen zu erfassen.
      Und da gibt es die Heizkostenverordnung. Nach §9, Absatz 2 wird die Warmwasserwärmemenge nach folgender Formel berechnet, wenn es denn Volumenzähler für Warmwasser gibt (machen alle Dienstleister gleich):
      Q = 2,5 x V(WW) x DeltaT (meist 60° – 10°) x 1,11.
      Physikalisch muß aber Warmwasser nur mit der Wärmekapazität und den Temperaturhub rechnen, also Q = V(WW) x DeltaT x 1,16.

      Fragt sich, wo der Faktor 2,5 herkommt? Bei aller Berücksichtigung von Speicher- und Leitungsverlusten in größeren Häusern scheint mir das doch ein wenig viel zu sein. Und das erklärt, warum meine eigenen Messungen nicht über 500 kWh/Kopf/a hinauskommen. Ca. 65 Wohnungsabrechnungen, die ich einsehen konnte zusammen mit der Bewohnerzahl geben eher noch weniger an kWh her.

      Sowas hat natürlich Auswirkungen auf die Einschätzungen eines Gebäudes. Vielleicht ist ein Gebäude doch nicht so gut gedämmt, wenn man großzügigerweise einen doppelt so hohen Gasverbrauch für die Brauchwasserbereitung abzieht. Vielleicht ist eine Brauchwasserwärmepumpe doch nicht so gut, wenn sie in Wirklichkeit viel weniger Energie bereitstellen muß als angenommen. Da geht die JAZ oder SCOP oder COP sofort runter.

      Mir scheint, die hohen Energieverbräuche, die im Internet kolportiert werden, beruhen auf einer zweifelhaften Behelfslösung für die Kostenverteilung auf Heizung und Warmwasser in Mehrfamilienhäusern mit Volumenzählern. Also – Vorsicht ist angebracht.

      • Ich gehe von einem durchschnittlichen Verbrauch/a/Person von 750kWh aus, die Norm meint 1000kWh/a/Person. Einige Tools haben als default 720kWh/a/Person. Dies ist auch durch eine geringere WW Zapftemperatur geschuldet. Die Tools rechnen mit ca. 52C statt 60C

        Im Schnitt werden im EFH um die 20% vom Gesamtverbrauch für die WW Aufbereitung aufgewendet. Das finde ich bei vielen Tools so und habe das auch bei anderen MFH – mit Wärmezählern – nachgerechnet. Der WW Anteil von 20% kommt hin.

        Wird durch gute Dämmung weniger für die Wärmeenergie aufgewendet, steigt der WW Anteil.
        Geduscht und gewaschen wird immer, das Wasser von 10C auf 60C zu erwärmen -> 50 · 4,19 kJ = 210 kJ = 0,058 kWh pro Liter.

        Falls du keine Wärmemengenzähler verbaut hast, wird der WW Anteil mit dieser Formel berechnet:
        B=(2,5 x V x (t-10))/Hi (V bezieht sich auf den WW Gesamtverbrauch, Summe aller WW Zähler, oder WW Gesamtzähler)

        Damit die Rechnung mit den Mengenzählern aufgeht, muss die Summe aller KW und WW Zähler dem Wasserbezug des Versorgers entsprechen, ansonsten droht das Chaos.
        In der Praxis stimmen die Summen der Zähler nicht mit der Rechnung vom Versorger überein, Abweichungen der summierten KW&WW Zähler – Versorger von bis zu +30% habe ich bei meiner ETW bemerkt.
        Solange du deine Kosten für das WW verteilt bekommst – ohne dass ein Mieter einen Aufstand probt – ist alles gut.

        Der Faktor 2.5:
        „Wie kommt der Faktor 2,5 zustande? Der Kennwert berücksichtigt die spezifische Wärmespeicherfähigkeit von Wasser (Konstante c = 1,163 Wh/kg*K) und den Wirkungsgrad der zentralen Warmwasserbereitung von etwa 46 Prozent. Aus der Division ergibt sich ein Wert von rund 2,5 – der Faktor in der Heizkostenverordnung.“

        Quellen: https://www.heizung.de/ratgeber/diverses/berechnung-der-warmwasserkosten-so-geht-s.html und https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/so-pruefen-sie-ihre-warmwasserabrechnung-17778

  4. Dass die CO₂-Einsparung im Vordergrund steht, davon bin ich nicht so überzeugt, das ist eine Spin-off der WP.

    Was gegen Gas spricht, etwas um die Ecke gedacht:

    – Die Gefahr besteht, dass Gas knapp werden könnte. Im Winter 22/23 haben wir, auch durch den milden Winter begünstigt, um die 19% Gas gespart.

    – Die Substitution der russischen Erdgasimporten von ca. 50% vom Gesamtimport und der Wegfall der Erdgasimporten ab 10/23 t1p (.) de/9y2bu und t1p (.) de/707wl aus den Niederlanden müssen mit LPG ersetzt werden. Das kostet immens t1p (.) de/rk3e7 hohe Summen.

    – Das Pipeline Gas hat wieder das Niveau von 03/21 erreicht t1p (.) de/powni erreicht, wird aber durch den erhöhten LNG Importe massiv verteuert.

    – Da Deutschland keine LNG Kontrakte hat, muss zu Höchstpreisen am LNG Markt eingekauft werden, so um die 4 – 6Ct/kWh plus Transport. t1p (.) de/1e50y

    – Die LNG Infrastrukturkosten in Höhe von 10Mrd. € müssen auf die Gaskunden übertragen, Netzentgelte, werden.

    Hinzukommen die ETS II Kosten. Experten schätzen den Preis bis Mitte der 30er auf ca. 200€/t.

    Was gegen den Strom spricht:
    – Verteuerung durch ETS I, aber geringer als bei ETS II
    – Netzentgelt durch EE steigend.

    Was dafür spricht:
    – Könnte durch einen massiven Ausbau der EE billiger werden.
    – bereits heute wir bei Braunkohlestrom ca. 8Ct/kWh CO₂-Abschlag gezahlt,
    Experten gehen davon aus, dass sich die Kraftwerke bei noch höheren CO₂-Kosten, bald vom Netz gehen.

    Mit deinem Gasverbrauch von 10.000kWh und einem angenommenen 4-köpfigen Haushalt, bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh, habe ich folgendes für die Nutzungsdauer von 20 Jahren berechnet:
    _______________________________________________________

    Der spezifische Wärmeverbrauch des Gebäudes mit 133.00 m2 WFL mit Heizung beträgt 45.11 kWh/m2/anno, mit Wärmepumpe 39.25 kWh/m2/anno

    Grundlage der Berechnungen sind die Energiepreise von 7/2023: Brennstoffpreis 0.095 Euro/kWh, WP Strompreis 0.2455 Euro,
    Strompreis im Normaltarif 0.30 Euro, Wärmeverbrauch Heizung 10000 kWh/a, η 87%, JAZ 3.5, bei einer jährlichen Preissteigerung für den Brennstoff von 3.5%, Strom WP Tarif 3.0%, Strom Normaltarif 3.0%.

    Der Stromverbrauch im Haushalt beträgt 4000 kWh, für die WP werden zusätzlich 3648 kWh/a benötigt. Die jährlich wiederkehrenden Kosten für die Heizung betragen 360 Euro, die der WP 130 Euro. Der PV Eigenverbrauch beträgt bei einer Nutzung der WP 2294 kWh, die Einspeisevergütung 481 Euro pro Jahr.
    Der Autarkiegrad dabei beträgt 30.0%. Alle Kosten sind mit den behafteten jährlichen Preissteigerungen berechnet.

    Es muss nach Abzug des Eigenverbrauchs 5353 kWh Strom zum WP Tarif gekauft werden

    Die PV amortisiert sich nach etwa 12 Jahren.
    Der durchschnittliche jährliche Zinssatz für die PV-Einsparungen in Bezug auf das investierte
    Kapital von 12600.00 Euro bei einer installierten Leistung von 7.0 kWp und einer 0 kWh Batterie beträgt: 3.44%

    Durch die Nutzung der Wärmepumpe anstelle der Heizung ergibt sich über die Nutzungszeit von 20 Jahren
    eine mittlere unverzinste jährliche Einsparung bei den Betriebskosten von etwa 1465.36 Euro.
    Diese unverzinsten Einsparungen belaufen sich insgesamt auf 29307.12 Euro.

    Die angewandte Berechnungsmethode der dynamischen Abzinsung bei einem Zinssatz von 3.00 % zeigt, dass sich durch diese Methode eine Gesamteinsparung von 16226.64 Euro ergibt.

    Diese Einsparung berücksichtigt die Investitionskosten von 8400.00 Euro und basiert auf der Abzinsung
    der durchschnittlichen jährlichen Betriebskosteneinsparungen über die Nutzungszeit.

    Dieser realistische Gewinnwert stellt eine zuverlässige Grundlage für Ihre Entscheidungsfindung dar.
    Die Wärmepumpe amortisiert sich dabei nach etwa 11 Jahren.

    Zusätzlich sind die möglichen und fiktiven ETS2 CO₂-Zuschläge ab dem Jahr 2027 aufgeführt:
    +——–+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+
    | Jahr | 2027 | 2028 | 2029 | 2030 | 2031 | 2032 | 2033 | 2034 | 2035 | 2036 | 2037 |
    +——–+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+
    | CO2-Z. | 80 | 90 | 100 | 115 | 130 | 150 | 174 | 188 | 202 | 216 | 230 |
    +——–+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+——+

    In der Summe Hzg. und WP sind auch die Nebenkosten und PV Einspeisung enthalten, ist dieser Wert 0 1 hat die Hzg. KEINE PV
    Jahr Heizung Strom Kosten CO2 Kosten Summe Hzg. WP Kosten Strom WP Summe WP
    2023 945.50 1021.99 0.00 1734.12 626.84 687.40 962.82
    2024 1026.19 1052.65 95.20 1951.47 645.64 708.02 1006.14
    2025 1066.39 1084.23 107.10 2046.27 665.01 729.26 1050.77
    2026 1125.64 1116.75 154.70 2197.11 684.96 751.14 1096.74
    2027 1180.18 1150.26 190.40 2332.65 705.51 773.67 1144.08
    2028 1230.06 1184.76 214.20 2452.99 726.68 796.88 1192.85
    2029 1281.26 1220.31 238.00 2576.05 748.48 820.79 1243.07
    2030 1339.79 1256.92 273.70 2719.79 770.93 845.42 1294.81
    2031 1399.74 1294.62 309.40 2866.43 794.06 870.78 1348.10
    2032 1467.12 1333.46 357.00 3033.93 817.88 896.90 1402.98
    2033 1540.78 1373.47 414.12 3218.81 842.42 923.81 1459.51
    2034 1604.12 1414.67 447.44 3371.18 867.69 951.52 1517.74
    2035 1669.10 1457.11 480.76 3526.87 893.72 980.07 1577.72
    2036 1735.76 1500.82 514.08 3685.96 920.53 1009.47 1639.49
    2037 1804.18 1545.85 547.40 3848.58 948.15 1039.75 1703.12
    2038 1874.40 1592.22 580.72 4014.84 976.59 1070.95 1768.65
    2039 1946.50 1639.99 614.04 4184.86 1005.89 1103.08 1836.16
    2040 2020.55 1689.19 647.36 4358.75 1036.07 1136.17 1905.68
    2041 2096.60 1739.87 680.68 4536.65 1067.15 1170.25 1977.30
    2042 2174.72 1792.06 714.00 4718.68 1099.16 1205.36 2051.06
    =============================================================================================================================
    Mittelwerte 1526.43 1373.06 379.01 3168.80 842.17 923.53 1458.94

    • So wie üblich.
      Diejenigen die die finanziellen Mittel haben, für diesen Personenkreis rechnet sich das ganz schnell.
      Diejenigen die den Cent mehrfach umdrehen müssen, haben ein Problem. Ich kann deine „Argumentation“ pro Gas durchaus verstehen, jedoch habe ich im Nachgang 2 konzeptionelle Fehler bemerkt.

      Ich will die WP nicht schönrechnen oder dich in ein schlechtes Licht rücken, aber 🙂

      1)Leider habe ich zu spät bemerkt, dass du dein WW mit einem Durchlauferhitzer aufbereitest – den Post dazu ist leider nicht mehr da – und das ist teuer.
      Pro Person und Jahr werden dafür ca. 750 – 1000kWh veranschlagt. Die Kosten betragen bei 2000kWh (2 Personen) 600 €/Jahr bei 30ct/kWh Strom.

      Bei der WP sind diese Kosten bei weitem nicht so hoch. 2000/JAZ@3.5*0.30 = 171.42 €/Jahr. Vorausgesetzt dass im Thermondo Angebot ein WW Speicher und ein Frischwassermodul enthalten ist.

      2) Das gelegte Angebot bezog sich auf 13000kWh/a. Zurückgerechnet entspricht das einer JAZ von ~3.4.
      Zurzeit verlangt Thermondo eine Miete ab 209 €/Monat. Wird die WP gekauft, kostet diese 35175€, nach der BAFA Förderung 20175 €. https://www.thermondo.de/leistungen/einzelleistungen/waermepumpe-mieten/

      Die zusätzliche Finanzierungs- und Wartungskosten lässt sich Thermondo fürstlich bezahlen. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren sind dies 25080 € Miete, bei 15 Jahren 37620 € Miete. Es stellt sich auch die Frage, was nach der Mietzeit geschieht. Geht die WP in deinen Besitz über, oder muss diese abgelöst werden?

      Als Wartung einer L-W WP ist eine Sichtkontrolle und eine Reinigung notwendig, das kann man selber machen. Die Funktionsweise einer WP entspricht dem eines »umgekehrten« Kühlschrank und da macht man nichts.
      https://www.bosch-homecomfort.com/de/de/wohngebaeude/wissen/heizungsratgeber/waermepumpe/wartung-waermepumpe/

      Ich habe neu gerechnet und rechne für jedes Jahr die Gesamtenergiekosten für die Therme plus Strom und die WP plus Haushaltsstrom, mit den angenommenen Preissteigerungen von 3.5% Gas und 3% Strom für dein Haus. Den WW Stromverbrauch von 1500kWh für den Durchlauferhitzer habe ich in den WP Kosten berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass die neue Therme, ca. 7000 €, nicht finanziert worden ist. Die jährlichen wiederholenden Kosten wie Zähler und Kaminkehrer wurden berücksichtigt.

      Mit anderen Worten: Eine Finanzierung über die KfW ist wesentlich günstiger als eine Miete. Bei einer KfW Finanzierung über 8000€ und 10 Jahren Laufzeit, ist die WP nach 4.17 Jahren amortisiert bei einer monatlichen Rate von 165.56
      _______________________________________________________________
      Der spezifische Wärmeverbrauch des Gebäudes mit 133.00 m2 WFL mit Heizung beträgt 75.19 kWh/m2/anno, mit Wärmepumpe 62.41 kWh/m2/anno.

      Die Berechnungsgrundlage sind die Energiepreise von 2023

      • Gaspreis 0.104 Euro/kWh, WP Strompreis 0.2455 Euro,
      • Strompreis im Normaltarif 0.30 Euro,
      • Wärmeverbrauch Heizung 10000 kWh/a, Wirkungsgrad 83%, JAZ 3.5,
      • Jährlichen Preissteigerung Gas von 3.5%
      • Strom WP Tarif 3.0%
      • Strom Normaltarif 3.0%.

      Die Förderung wird nach ca. 6 Monaten ausbezahlt. Es muss ggf. ein Darlehen aufgenommen werden.

      Das Angebot vom Heizungsbauer beträgt 35175.00 Euro, abzüglich der Förderung besteht eine Finanzierungslücke von 15000.00 Euro.

      Das Darlehen nach der BAFA Förderung und einer Sonderzahlung von 7000 Euro beläuft sich auf 8000.0 Euro

      Die angenommene Laufzeit der Finanzierung ist 10 Jahre bei einem der Darlehenszins von 5 %

      Die Mehrkosten für die Finanzierung der Wärmepumpe beträgt 8000.0 Euro im Vergleich zur Gasheizung von 7000 Euro
      Für die Amortisationsberechnung wird das delta Invest WP – Invest Hzg 1000.0€ und die Mehrkosten 8000 € des Darlehens berechnet.

      Im Fall einer Eigenkapitalfinanzierung:
      Die Amortisationszeit mit Eigenkapital beträgt: 0.76 Jahre, bei einem IRR (internen Zinssatz) von: 131.30 %

      Im Fall der Teilfinanzierung nach der BAFA-Auszahlung von 15000.0 Euro nach 6 Monaten
      Zins für die tilgungsfreier Zeit: 879.38 Euro, Laufzeit: 10 Jahre, mit monatlich: 165.56 Euro.

      Die Mehrkosten durch das Darlehen betragen: 5746.88 Euro
      Die Amortisationszeit nach der BAFA Auszahlung: 4.17 Jahre bei einem IRR (internen Zinssatz) von: 24.00 %

      Energiekosten mit Preissteigerungen 10000kWh Gas/ 4000kWh Strom bei Hzg, für die WP 2500kWh Haushaltsstrom

      Gas&Strom € Wärmepumpen Strom & Haushaltsstrom €
      2023 2482€ 1282€
      2032 3847€ 1673€
      2042 5617€ 2248€

      Durchschnitt* 3982.97€ 1722.64€
      *aus 20 Jahren

      • Die Rechnung [2000/JAZ@3.5*0.30 = 171.42 €/Jahr] ist reine Theorie. Zum einen wird ein realer COP von 3,5 für Warmwasser-Erzeugung kaum zu erzielen sein, zum anderen hat ein Warmwasserspeicher Wärmeverluste. Bei niedrigem Warmwasser-Verbrauch kann ein Durchlauferhitzer (DLE) daher finanziell durchaus sinnvoll sein. Zumal er auch die Legionellen-Problematik vermeidet.

        • Theorie, nein. Es hat schon einen Grund, warum recht erfolgreich Brauchwasserwärmepumpen verkauft werden. 🙂

          Laut JAZ Rechner sowie WPsource beträgt für eine L-W WP die JAZ um die 3.5 für die Bereitstellung von WW.
          WP Besitzer, die ihre JAZ beobachten, bestätigen das. Hier ein bisschen Info:
          https://www.waermepumpe.de/jazrechner/
          https://www.initiative-co2.de/wp-content/uploads/2014/11/InitiativeCO2_Projekthandbuch_2018_TU_Braunschweig_WPSource.pdf
          Downloade WPsource und rechne.

          Die Wärmeverluste sind nicht so tragisch, das war früher mal.
          Ein normaler älterer Puffer hat einen Verlust von ca. 8kWh pro Tag, neue ca. 4kWh/Tag. Wir reden hier pro Tag. 8/3.5*0.3~ 0.7€/Tag bei 4kWh/tag ~ 0.35 pro Jahr ca. 125€/Jahr + 171.42 €/Jahr ca. 300€/Jahr. 125€/Jahr. Der angenommene Wärmeverlust ist der worst case.
          Sobald eine Abnahme an WW vorhanden, ist der Wärmeverlust geringer. Bei einem 4-Personen-Haushalt mit 2 pubertierenden ist ein WW Speicher sicherlich besser.

          https://www.ovum.at/wp-content/uploads/2023/06/OVUM_8-Seiter_NHWP_2021_11_15_mail.pdf

          Zudem haben große Puffer >> 500l den Vorteil, dass auch Smart Tarife den günstigsten Zeitpunkt zum Betrieb der WP wählen können. Dies ist z.Z. noch nicht möglich, wird aber kommen. Ohne Puffer ist das nicht möglich.

          Der Legionellenschutz ist bei MFH’s zwingend vorgeschrieben, bei EFH’s nicht. Ich fahre seit 25 Jahren mit 45C WW, d.h. nicht das es andere nachahmen sollen. Ob 55C WW besser sind?
          Legonellenschaltung bedeutet: einmal täglich auf mehr als 60C. Das verhindert aber nur eine weitere Ausbreitung, will man es verhindern dann > 70C. Ich kenne bis dato keinen EFH Besitzer der 70C einmal am Tag fährt durch die gesamten WW Leitungen drückt. Siehe Seite 3 ff.
          https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/warmwasserbereitung_energiesparen_stellungnahme_uba.pdf

          Bei den WPs ist die WW Auslegungstemperatur 50C as default.

          Der Bauträger hat bei Patricia mit an angrenzender Sicherheit keine Zirkulationspumpe und Leitung verbaut.
          Ein DLE (tolle Abkürzung) ist günstiger als ein WW Speicher mit Zirkulation und Hydraulik und Gaskessel oder Kombigerät, deswegen auch eine Therme mit einem DLE.

          Die Wärmeverluste will ich nicht leugnen, sind aber im Vergleich zu den jährlichen WW Kosten von ca. 450€ – 600€ nicht ohne.

          • Ich dachte, es geht hier um Wärmepumpen für Heizung ? Brauchwasserwärmepumpen sind ein völlig anderes Thema, die ziehen oft die Wärme aus der Raumluft, die liegt ja nicht bei -10°C oder kälter.
            Das ist aber auch wieder eine Milchmädchenrechnung. Die Raumwärme muß ja vorher die andere Wärmepumpe erst ins Haus bringen. Also ein zweistufiger Prozess, der wiederum seine eigenen Verluste mitbringt. Man kann es sich auch schönrechnen, wenn man etwas unbedingt haben will. (Nur zur Info: wir haben eine LWWP, und auch Klimaanlagen. Nicht daß Du denkst, ich wäre da prinzipiell irgendwie „dagegen“)

          • Peter, ja es geht um WP’s. Ein DLE ist im Vergleich zu einem WW Speicher, ob mit Gas oder WP betrieben, unwirtschaftlich. Deine Befürchtungen für die Legionellenzucht, außen vor. 🙂

            Das von dir vorgebrachte Argument: >>Die Rechnung [2000/JAZ@3.5*0.30 = 171.42 €/Jahr] ist reine Theorie<<

            Das eine L-W WP das WW NICHT mit einer JAZ von 3.5 erzeugen kann, ist nicht richtig. Nicht alle Tage sind -10C, aber im Jahresschnitt, ist eine JAZ von 3.5 machbar. Im Gegensatz zum DLE mit einer JAZ = 1

            Da ich eine zentrale Lüftungsanlage besitze, dachte ich an eine zusätzliche Wärmerückgewinnung durch eine Wärmepumpe innerhalb der Lüftungsanlage nach. Diese sollte mir die Temperatur im RL anheben.

            Eine L-W WP im Keller zur WW Erzeugung ist wenig sinnvoll. Die bewegten Luftmassen sind erheblich, der Keller wird auskühlen.

            Hast du mal WPsource installiert oder beim verlinkten JAZ Rechner geschaut?

            Bei der Durchsicht des Textes ist mir noch was aufgefallen:
            – Patricia hat eine PV ohne Speicher, die kWp der PV ist unbekannt.
            – Es ist ein 4-Personen-Haushalt mit 2 pubertieren 🙂

            Die Frage, die sich dadurch stellt. Der Strombezug von 4000 kWh ist dieser mit oder ohne PV Eigenverbrauch?
            Patricia erzielt einen PV Eigenverbrauch – bei ausreichender kWp Leistung – von ca. 30%.

            Bei dem angegebenen Verbrauch von 4000 kWh würde bei 30% Autarkie dies einem realen Verbrauch von ~ 5700 kWh entsprechen.

            Der Anteil des DLE Energieverbrauches für das WW beträgt 4*750kWh/a = min. 3000 kWh max. 4000 kWh um die 1000 (1200)€@30ct, oder wie aktuell 1200€(1800)@ 45ct.

            Für einen 4 Personen Haushalt im EFH mit einem DLE wird ein durchschnittlicher Stromverbrauch von bis zu 5700 kWh angenommen, der Standard mit WW Erzeugung durch Gas wären ~ 4000 kWh.
            Quelle: https://energiemarie.de/energietipps/stromverbrauch

            So liegt die Vermutung nahe, dass die angegebenen 4000 kWh Stromverbrauch mit dem Eigenverbrauch der PV angegeben ist.

            Unter diesen Voraussetzung wäre eine WP mit WW Speicher zu empfehlen, zumal eine PV vorhanden ist.
            Ich nutze meinen PV Überschuss mit einem Heizstab im WW Speicher.
            Das spart von März – November fast zu 100% die Kosten für die WW Aufbereitung.

            Nochmals gerechnet mit PV 6kWp, 30% Autarkie 10Ct, Gas Strom 30Ct, jährliche Preissteigerung Strom 3%, Gas 3.5% 10000kWh Gasverbrauch, 5700 kWh Strom. Als Basis habe ich das Thermonde Angebot genommen. Die 3000 kWh für den DLE habe ich zur Kostenberechnung bei der WP abgezogen. (5700 – 3000)

            Die Förderung wird nach ca. 6 Monaten ausbezahlt. Es muss ggf. ein Darlehen aufgenommen werden
            Das Angebot vom Heizungsbauer beträgt 35175.00 Euro, abzüglich der Förderung besteht eine Finanzierungslücke von 15000.00 Euro
            Das Darlehen nach einer BAFA Förderung und einer Sonderzahlung von 0 Euro beläuft sich auf 15000.0 Euro
            Die angenommene Laufzeit der Finanzierung ist 10 Jahre bei einem der Darlehenszins der KfW von 4.72 %
            Die Mehrkosten der Wärmepumpe nach BAFA beträgt: 8000.0 Euro im Vergleich zur Heizung: 7000 Euro

            Zur Amortisationsberechnung werden die Kosten der Investition, hier das delta Invest WP nach BAFA – Invest Hzg plus die Mehrkosten
            aus dem Darlehens berechnet. Die jährlichen Einsparungen hier: delta Gas plus Strom – WP Strom plus Hausstrom werden aufsummiert.
            Ist der Punkt der Investkosten zu den aufsummierten Einsparungen erreicht, ist der Amortisationszeitpunkt erreicht.

            Im Fall der Teilfinanzierung nach der BAFA-Auszahlung von 15000.0 Euro nach 6 Monaten bei einem zu tilgenden Darlehen von 15000.0 Euro
            Zins für die tilgungsfreier Zeit: 830.13 Euro, Laufzeit: 10 Jahre, mit monatliche Rate: 163.53 Euro.

            Die Mehrkosten durch das Darlehen betragen: 5453.80 Euro
            Die Amortisationszeit nach der BAFA Auszahlung: 7.95 Jahre bei einem IRR (internen Zinssatz) von: 12.58 %

            Der IRR sagt aus, dass trotz einer Finanzierung mit 4.72%, dieser übertroffen wird. Also lohnend.

          • „Das eine L-W WP das WW NICHT mit einer JAZ von 3.5 erzeugen kann, ist nicht richtig.“
            Reden wir nun von COP oder von JAZ ?
            Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

          • Ich beziehe mich immer auf die JAZ, wer bezieht sich auf COP?

            Das ist ein schlechter und theoretischer Wert, JAZ ist ein tatsächlicher. SCOP kommt nahe an den JAZ heran.
            In einer Klimakammer wird mit dem Temperaturprofil von Straßbourg das „Klima“ angefahren und die Leistungsdaten der WP ermittelt. Da gibt es eine EN dazu.

            Bei den bestehenden Preisen verliert Patricia jährlich ca. 650€ durch den Boiler. Ändern kann sie nicht, da sind wahrscheinlich gröbere Arbeiten nötig, kostet.

            Nun lebt die neue Therme und der Boiler für 15 Jahre, macht in 15 Jahren in Summe 9750€, ohne Berücksichtigung der Preissteigerung.

            Die 650 € Stromkosten aus 2023 sind mit einer jährlichen Steigerung von 3% in 15 Jahren auf 1012,68 € gestiegen.

          • Schön daß Du Dich immer auf die JAZ beziehst. Ich schrieb aber am 5. September 2023 um 14:00 Uhr:

            „Die Rechnung [2000/JAZ@3.5*0.30 = 171.42 €/Jahr] ist reine Theorie. Zum einen wird ein realer COP von 3,5 für Warmwasser-Erzeugung kaum zu erzielen sein, zum anderen hat ein Warmwasserspeicher Wärmeverluste.“

            Ich schrieb COP, ja, COP !!!

  5. Hallo Patricia,
    ich finde es gut, dass du zu diesem hochaktuellen Thema einen Blog hast.

    Ich komme als Heizungsbauer jeden Tag zu Kunden, die aufgrund der fürchterlich falschen Berichterstattung der Medien und vor allem der Oppositionspolitiker vollkommen durcheinander und verunsichert und hilflos sind.
    Hier ist einiges richtigzustellen – und dazu auch einmal abwarten, was nach der dritten Lesung im Einzelnen genau festgelegt wird. Besonders die Ausnahmeregelungen.

    Aber ich schweife ab – die erste Frage zu deinem Blog ist, was meinst du mit, lohnt sich eine Luft-Wärmepumpe – finanziell, umwelttechnisch, für zukünftige Generationen, etc. ???

    Hierzu sei dann auch die Frage gestattet, wer den sein Autohaus fragt, wann sich das neue Auto amortisiert hat – wir sind glaube ich die einzige Branche, bei der sich die Ware selbst finanzieren soll – nur, ohne Heizung und Warmwasser sind es bitter aus, beim Auto könnte ich Bus, Bahn oder Fahrrad ausweichen.

    Ansonsten, viel Erfolg weiterhin und die Wärmepumpe lohnt sich letztendlich immer.

    Gaaaaanz wichtig für Interessenten ist es, die Vorlauftemperatur zu wissen, die bei -8°C Außentemperatur in die Heizkörper/Fußbodenheizung geschickt wird. Sollte die bei rund 50°C oder weniger liegen, ist auch finanziell eine Wärmepumpe die richtige Wahl. Ob Altbau oder nicht, ist uninteressant. Sollte eine die Temperatur höher sein, muss eine weitere Energie zugeführt werden. entweder über einen Gaskessel oder über Photovoltaik und durch Stromabnahme vom Stromanbieter.

    Wir haben 40 Jahre in Deutschland und Europa geschlafen und immer alles den Kosten untergeordnet, bei immer höheren Luxuswünschen – das funktioniert eben nicht ewig.

    Aber man sollte keine Angst haben, die Raum stehenden Ausnahmen werden es vielen ermöglichen, die 65%-Forderung noch 13 Jahre vor sich herzuschieben.

    Es geht nunmal nicht mehr nach dem Motto „Wasch mich – aber mach mich nicht nass“ – unserer Verantwortung den nächsten Generationen gegenüber, haben wir uns zu stellen.

    LG
    Thomas

    • Ich wäre ja interessiert an den Heizkosten der gelobten Wärmepumpe im Jahr.
      Wir haben ein KfW 40 Plus Haus mit 150m2.
      Bei uns absichtlich verbaut 5 KW Gasheizung (LPG)
      2 Solarkollektoren für Warmwasser.
      PV mit Speicher.
      Wir benötigen 4400 KW -165m3 im ganzen Jahr(2022/2023) bei 4 Personen.
      Autark mit 86%.Kaminkehrer muss nur aller 2 Jahre kommen!
      Wo bekommt ihr den Strom her im Winter wenn das Heizen angesagt ist?Schnee, Nebel usw.in der Winterzeit.
      Definitiv nicht von der PV.Anlage.
      Ich brauche weder Anschaffung noch Verbrauchskosten vergleichen kommt immer schlechter die Wärmepumpe daher.
      Ich bin ein Mensch der sich nicht aufs Klima verlassen will zum berechnen meiner Heizkosten.

      • Zur besseren Einordnung dieses Beitrags:

        • LPG (Liquefied Petroleum Gas) ist ein Nebenprodukt aus der Gas- bzw. Petroindustrie.
        • LPG hat einen besseren Heizwert als Erdgas, man muss sich aber einen dafür geeigneten Tank zulegen
        • Man ist nicht an ein Gasnetz angeschlossen, sondern bekommt weiterhin regelmäßig Besuch vom Flüssigaslieferanten, analog zu Haushalten mit Öltanks.
        • Es gibt auch Bio-LPG, das bei der Produktion von Bio-Diesel entsteht, aber die so produzierbaren Mengen halten sich in Grenzen
        • Auch auf den LPG-Preis hat – wie bei Erdgas – der Heizölpreis einen Einfluss, den die Lieferanten ja ungern zugeben, aber wer schon vor der Ukraine-Krise seine Erdgasrechnungen aufmerksam gelesen hat, der weiß, wovon ich rede.

        Wer jetzt schwankt, ob das etwas für ihn ist, der kann sich mal an die Zeit vor 30-35 Jahren zurückerinnern, als Autogas als zukunftsfähige Alternative zu Diesel oder Super angesehen wurde: Zur Einschätzung dazu Zahlen von Januar 2020: In Deutschland wurden rund 371.500 Autogas-PKWs betrieben, bei 15 Millionen Diesel-Pkws und 31 Millionen Benzinern (Quelle: https://www.wemag.com/erdgas/autogas ). Ich schätze mal, dass das Verhältnis von Haushalten, die mit LPG heizen, zu Haushalten mit Erdgas nicht viel anders sein wird.

        Und zum Schlagwort „Autarkie“: Wer hier den höchstmöglichen Grad anstrebt, der hat sich leider den falschen Breitengrad als Heimat ausgesucht. DIY-Fans werden mir sicher widersprechen, aber als Endkunde und Techniklaie wird man dringend davor gewarnt, derartiges hierzulande in die Tat umzusetzen. In weiter südlich gelegenen Regionen (Süditalien, Südspanien oder Marokko) mag so etwas erfolgreicher anzustreben sein, aber dort wird man sich in naher Zukunft mit dem Umstand auseinandersetzen müssen, dass die Preise für sauberes Trinkwasser explodieren werden.

      • Wenn die Nachbarn nah sind, (z.B. Reihenhaus) könnte sich eine geteilte Anlage lohnen. (Nachdem die jetzige Heizung dann ihr Lebensalter erreicht hat)

        • Liebe Anne,
          wenn du meine Kommentare richtig gelesen hast dann geht
          Umweltschutz anders. Klimawandel macht die Natur
          seit Millionen Jahren selbst. CO2 ist das Leben, wir atmen es aus, die Pflanzen nehmen es auf. Diese sogenannten „ökologischen Technologien“ zerstören mehr die Umwelt als
          das sie was nützen. Alleine für
          die Batterien was da an Natur vernichtet wird, giftige Stoffe freigesetzt werden, Menschen krank werden durch den Abbau usw., was hat das dann mit Umweltschutz zutun?
          Friedvollen Gruß:christoph.

          • Wirklich schade, dass sich bei einem eigentlich bisher sachlichen Blog immer wieder auch solche Beiträge einschleichen mit Behauptungen, die schlicht irreführend sind. Zum Beispiel:

            „Klimawandel macht die Natur seit Millionen Jahren selbst. CO2 ist das Leben, wir atmen es aus, die Pflanzen nehmen es auf“

            Deshalb mal einen Link zu jemandem, der es besser (weil quantitativ exakter) erklären kann:

            „Die Erdölreserven, die heute unseren Alltag entscheidend mitgestalten, entstanden vor 20 bis 350 Millionen Jahren in den flachen Sedimentbecken urzeitlicher Meere“

            Quelle:

            Erdöl-Vereinigung, Löwenstrasse 25, 8001 Zürich
            info@swissoil.ch, http://www.swissoil.ch
            Erste Auflage 2003
            (Dokument zu finden mit simpler Googlesuche
            „Wie alt ist unser Erdöl?“ )

            Dies bedeutet, dass die Menschheit seit ca. 160 Jahren permanent Co2 aus Erdöl in die Luft bläst, für dessen Entstehung Millionen von Jahren gebraucht wurden. Wer tatsächlich glaubt, das hätte keinerlei Auswirkungen auf die Umwelt, der glaubt vermutlich auch immer noch, dass Rauchen gesund sei.

  6. Wir haben auch eine Klimaanlage und Brauchwasser-Wärmepumpe eingebaut, etwa 2500 Euro investiert. Mit sehr sparsamen Heizen haben wir damit den Verbrauch eines Einfamilienhauses runtergebracht von 25000 kWh Erdgas auf 2500 kWh. Der zusätzliche Stromverbrauch liegt bei 3000 kWh.

    Wir sind mit der Lösung sehr zufrieden.

      • https://www.obi.de/warmwasserspeicher/ariston-warmwasserspeicher-nuos-primo-100-mit-waermepumpe-1-2-kw-eek-a/p/1006030

        Die Arison Nuos Primo 100 haben wir noch etwas billiger bei Hornbach bekommen. Im Frühjahr 2022 gab es sie sogar für 949 Euro. Wir haben sie allerdings erst im Sommer 2022 gekauft und da waren es schon 989.

        Die Montage habe ich selber in Reihe vor den bestehenden Warmwasserspeicher der Gasheizung gemacht. Dazu habe ich das Rohr, mit dem das Kaltwasser zum Warmwassertank der Gasheizung kommt, aufgeschnitten und da die Brauchwasser Wärmepumpe angeschlossen. Die Teile dafür aus dem Baumarkt haben etwa 150 Euro gekostet.

        Die Klimaanlage haben wir von einem Fachbetrieb einbauen lassen. Der Einbau hat 758,43 Euro gekostet. Die Klimaanlage ist eine LG S12ET, die wir für 639 Euro bekommen haben.

        Die Brauchwasserwärmepumpe ist wirklich günstig, wenn man mit anderen Produkten auf dem Markt vergleicht. Der Speicher ist allerdings klein und die Aufwärmzeit nur mit Wärmepumpenfunktion sehr lang.

        Die Verbräuche für Erdgas und Strom habe ich gemessen. Was ich nur abschätzen kann ist wie sich das zwischen Technik und Verbrauchsverhalten aufteilt. Von den 25000 kWh Gas vorher, dürften 7500 kWh Einsparung auf weniger heizen und Warmwasserverbrauch zurückgehen. 2500 kWh Erdgasverbrauch sind noch übrig, und die restlichen 15000 kWh Ersparnis dürften auf die zwei Wärmepumpen (Klima und Brauchwasser) zurückzuführen sein.

        Dabei schätze ich einen Cop von 4 und einen effektiven Wirkungsgrad der Gasheizung von nur 80%. Im Sommer habe ich zwei Monate bei ähnlichem Verbrauchsverhalten verglichen und kam da auf 2 kWh Strom zu 10 kWh Erdgas pro Tag nur für Warmwasser (in dem Monat war die Gasheizung komplett aus, auch für Warmwasser).

        Bei der Gasheizung wird normalerweise der Wirkungsgrad auf Heizwertbasis angegeben, bezahlt wird aber der Brennwert. Damit ist schonmal ein 100% Wirkungsgrad nur noch ein 90% Wirkungsgrad. Weitere Verluste kommen da noch drauf, im Sommer insbesondere die Tatsache, dass die Erdgasheizung selber warm wird, um das Wasser heiß zu bekommen und dann die Wärme wieder verliert und damit den Heizungskeller etwas aufheizt. Im Winter geht Wärme auch auf dem Weg zu den Heizkörpern verloren. Den Verlust gibt es bei der Klimaanlage nicht, sehr wohl aber bei einer Luft Wasser Wärmepumpe. Ein weiteres Problem bei der Luft Wasser Wärmepumpe: hohe Vorlauftemperaturen hauen da den Cop kaputt. Die Klimaanlage ist eine Art Hocheffiziensheizkörper und muss damit nie auf 55 Grad gehen.

        Eine einzelne Klima funktioniert ganz gut, wenn man im Erdgeschoss einen offenen Wohnbereich hat und man für die Schlafzimmer ein paar Grad weniger akzeptiert.

        Bei minus 10 Grad draußen läuft zwar die Klima anstandslos, dann reicht die Wärme aber nicht mehr und die Verteilung wird selbst bei dafür idealem Grundriss schwierig. Da haben wir aber sowieso mit der Gasheizung nachgeheizt und da sind in fast jedem Raum Heizkörper installiert.

        Die Zuheizung mit Gas sorgt auch dafür, dass der gemittelte Cop der Klima etwas in die Höhe geht, da sie an den kältesten Tag, wo der Cop am schlechtesten ist, auch nicht mehr leisten muss als an den über 90% Tagen, wo die Temperaturen nicht so extrem sind. Wir haben die Erdgasheizung für die Raumheizung eigentlich fast nur Anfang Dezember und Ende Januar gebraucht.

        Übrigens: Luft Wasser Wärmepumpen ist in Deutschland gleich Wärmepumpe. In einem Großteil der Welt sieht das aber anders aus.

        https://mastodon.energy/@janrosenow/110208640684727411

        Beim Musterschüler Norwegen sind etwa 90% der Wärmepumpen Luft Luft (=Klimaanlage).

        Diese Tatsache ist in Deutschland wenig bekannt. Selbst das BMWK erwähnt zwar die Erfolge in Norwegen, das kleine Detail Typ der eingesetzten Wärmepumpe wird allerdings weggelassen:
        https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/FAQ/GEG/faq-geg.html
        Frage 24 (die letzte der FAQ) „Wärmepumpen decken den Wärmebedarf in Norwegen bereits zu rund 60 Prozent.“

        • Ich kann zum Thema Luft-Luft-Wärmepumpe = Klimaanlage folgendes beitragen:
          Wir bewohnen, zugegeben etwas großzügig mit übers Jahr gesehen 3 Personen ein 2-Familienhaus mit 2 getrennten Wohnungen, Strom- und Gasanschlüssen. Das Haus ist ein Altbau (1956/1970/1984), allerdings inzwischen gut isoliert. Bis Sommer 2022 wurde mit 2 Remeha Thermen geheizt (auch WW), konventielle Heizkörper, wie sich das für einen Altbau gehört. Es gibt im Haus also keine Warmwasserspeicher.

          Nachdem in der Nachbarschaft Neubauten mit Wärmepumpen hingestellt wurden, habe ich mir überlegt, es doch mit Klimananlagen zu versuchen. Die Dinger sind im Vergleich zu ausgewachsenen Wärmepumpen spottbillig, selbst wer alles dem Profi überläßt, bleibt regelmäßig unter 3.500,-. Die Innengeräte gibt es als sog. Truhen, die extra fürs Heizen gedacht sind, ähnlich wie Heizkörper aussehen und auch so installiert werden, also nicht (zum Kühlen) unter der Decke kleben.

          Das Ergebnis nach 1 Jahr Betrieb. Jahresarbeitszahl (SCOP): 5. Damit einhergehend massive Reduzierung des Gasverbrauchs. Und die Energiekostendeckel der Bundesregierung tauschen Gas und Strom etwa bei einem echten SCOP von ca. 3,5. D.h. wenn der gemessene SCOP höher ist, dann rechnet sich die Sache. In unserem Fall ist die Klimaanlage nauch heutigen Energiekosten nach 8 Jahren bezahlt (Aufrechnung mehr Strom gegen weniger Gas).

          Der hohe SCOP ist übrigens physikalisch zu erklären. Für thermische Prozesse (Wärmepumpen bilden einen thermischen Prozess ab) gibt der Carnot Wirkungsgrad die theoretisch erreichbare Effizienz an. Dieser Wirkungsgrad ist aber abhängig von dem Temperaturhub zwischen Außenluft und benötigter Vorlauftemperatur (Luft-Wasser-Wärmepumpe) bzw. direkt der Raumtemperatur bei Klimaanlagen.

          Nun muß eine Klimaanlage für ein angenehmes Raumklima die Luft auf deutlich geringere Temperaturen anheben als eine Wärmepumpe, die einen Vorlauf zu speisen hat. Mithin sind das schnell 10°C mehr, die eine Wärmepumpe zu hebeln hat als eine Klimaanlage. Kein Wunder also, das sofort ein deutlich höherer SCOP dabei herauskommt. Die COP bzw. SCOP werden für Wärmepumpen und Klimaanlagen in der Regel gleich bewertet, mit dem kleinen, aber bemerkenswerten Unterschied, das der Gebrauchsbereich der Klimaanlage deutlich günstiger ist als bei einer Wärmepumpe.

          Naja, vielleicht haben nur die Norweger das bemerkt, wie zuvor angemerkt. Ich bereue jedenfalls die Entscheidung für Klimaanlagen keine Sekunde.

  7. Hallo Patricia,
    erstmal alle Achtung, Du hast Dich da echt reingekniet in das Thema und alles toll erläutert,… 😉
    Ich habe Mitte bis Ende der 80er Jahre mal Heizungstechnik studiert und 1994 + 1995 erste Eigenversuche mit innovativen Hausbauten gemacht. Erstes Haus 1994, 400m² Wohn- und Nutzfläche, Außenwand Kalksanstein (Vollstein) mit 10cm Styropor außen drauf, Aufdachisilierung mit 10cm PU-Schaumplatten. Das war schon super innovativ damals.
    1995 dann ein 6-FH mit 400qm Wohnfläche Außenwand 36,5cm Poroton Ziegel, DG mit 15cm Zwischensparrendämmung.
    Beide Häuser werden mit der gleichen „zentralen Gastherme“ 24kW geheizt mit kleinen Heizkörpern. Das Warmwasser macht die Therme auch (300l Speicher). Bis heute hat keiner gefroren… 😉
    Hier mache ich mir gerade Gedanken, wie eine Transformation mit WP aussehen könnte. Fördergelder schon am 31.12.2022 beantragt.

    Das nächste Experiment ist unser kleines 1949er Mittel-RH in Frankfurt (ca. 77qm Wfl. + Keller + DG), noch komplett unisoliert, aber schon mit 3-fachverglasten Fenstern und neuer Tür. DG unisoliert, ebenso wie Kellerdecke.
    Im Sommer haben wir die ersten Heizkörper rausgerissen beim Einbau der neuen, z.T. deutlich größeren Fenster.
    Ein Freund von mir hat 2020 eine Daikin (Stylish Multi Split) Klimaanlage, wo wir im Sommer 2022 mal diskutierten, ob man damit mal im Winter heizen solle. Nach Studium der Technik Daten, habe ich Anfang Oktober 2022 auch eine Klimaanlage von Daikin bestellt. 2 Außengeräte (1xMonosplit Ururu Sarara (SCOP 5,9) und 1xDuo-Split Stylish (SCOP 5,15), 3 Innengeräte m. Leistung 2kW + 2,5kW). Apropos: Die URURU Sarara ist das Beste, was es derzeit bei Klimaanlage vom Wirkungsgrad her gibt und Sie belüftet auch mit Frischluft, etc …
    Ich hatte 3 Angebote von Daikin Partnern eingeholt, einer hat sich komplett rausgeschossen, die beiden anderen lagen fast gleich auf bei 12.800 € inkl. Montage, ohne Abzug der Förderung.
    Im Oktober ging es noch von den Temperaturen im Haus, im Novenber wurde es aber schon teilweise sehr frisch ohne Heizung, ich hatte dann kleine Infrarotstrahler gekauft für den Aufenthaltsbereich. Mitte November endlich ein Montagetermin vom Kälteanlagenbauer mit Mitte Dezember. Am 13.12. war es dann soweit (Aussentemp. -5°C), abends hingen zwar 2 Innengeräte aber kein Außengerät, das kam am 14.12., ich hatte morgens im Büro 9,6°C, das war schon sehr frisch und nicht lustig. Um 16:00 Uhr die 2 ersten Innengeräte Stylish liefen (Außentemp. -7°C) und machten es mollig warm.

    Seit dem 4.12.2022 habe ich täglich Strom- und Gaszählerstände notiert.
    Gas nutzen wir nur noch zum Kochen und Warmwasser, Verbrauch 0,5m³/d, sind 5kWh. Davon möchte ich auch weg, dann entfällt auch der Schornsteinfeger mit 75 €/a. Dafür kann ich schon 2 Monate heizen… 😉

    Das Ururu Gerät hägt bei uns im EG im Flur, direkt vor der Treppe zum 1.OG, wo auch mein Büro ist. Es soll eine gewisse Grundwärme in den, nicht direkt geheizten Räumen schaffen (Küche EG, Flur und Büro (9m²) 1. OG. Das Bad (3m²) heizen wir mir Elektroheizstrahler, nur wenn wir es nutzen.

    Wir haben die kältesten 2 Monate des Jahres (Mitte Dez. bis Mitte Febr. voll mitgenommen und bis jetzt (7.4.2023) geheizt, wo schon etliche Tage dabei waren, wo die Klima aus war, wenn die Sonne scheint.
    Wir haben in 115 Tagen 406kWh mit der Klima verbraucht (App zeigt die Werte an). Ich rechne im Jahr mit Kühlen im Sommer mit ca. 800kWh.
    Mit Gas haben wir 6.500kWh verheizt, wo wir schon sehr sparsam waren (12 Std Tagesbetrieb), aber manche Heizkörper eben liefen, obwohl keiner im Raum war. Und man hat Rohrleitungsverluste, Stromverbrauch der Heizungspumpe (1kWh/d), usw.

    Ich bin schon begeistert, auch den hohen Wirkungsgrad der Geräte von 1 zu 5,15 bis 5,9 kann ich bestätigen. Das Flurgerät Ururu säuselt mit 100W vor sich hin und bläst 600W Wärme in den Raum.
    Die Geräte reinigen die Luft, töten Viren und Bakterien ab und be- oder entfeuchten, je nach Wunsch und im Sommer kann man noch kühlen, der Wirkungsgrad ist dann bei 1 zu 8,75 bis 9,5.

    Apropos Geräusche:
    Bei 5m breiten Reihenhäusern hat man nie 3m Abstand zum Nachbarn, das war schon eine Sorge, da ich besonders sensible Damen neben uns wohnen habe. Das Stylish Aussengerät (48dB) Gartenseite hängt 2 m neben dem Schlafzimmerfenster der Nachbarin. 35dB sind nachts erlaubt. Bisher noch kein Ärger, gut im Winter schläft man mit geschlossenem Fenster.
    Das URURU zur Strasse ist mit 46dB schon sehr leise, man muss schon nahe rangehen, um es zu hören.

    Ich hatte schon 2 interessierte Nachbarn, die nun auch eine Klimaanlage einbauen möchten, ich habe da mal beraten.

    Warum Daikin ? Daikin ist Weltmarktführer, sehr innovativ, hat höchste Wirkungsgrade und ist langlebig. Sofern kein Kältemittel entweicht (bei den Quetschverbindungen quasi nicht möglich), muss man sich keine Sorge machen. Auch jährliche Wartungen sind nicht zwingend erforderlich.

    Andere Hersteller sind aber auch nicht schlecht.

    Eine so langlebige Entscheidung hat mich bewogen etwas mehr Geld auszugeben, dafür aber das Beste im Markt zu bekommen, was es gerade gibt.

    Eine Klimaanlage bit SCOP von >5 gibt es von Samsung (Monosplit Wind Free SCOP 5,1) schon für 1.300 € ohne Zubehör und Montage. Zum Schnuppern wäre das schon ein Thema, ohne großes finanzielles Risiko.
    Es ist möglicherweise ein Weg, das Klimaziel 65% (mit Wärmepumpe = Klimaanlage) zu erreichen. Ich heize die 2-3 Haupträume mit Klimaanlage und den Rest Heizung (30%) mit Gas. Das erwähnt derzeit niemand im Netz. Ebenso ist das Heizen mit Klimaanlage im Netz noch kaum verbreitet. Erste Wohnbaugesellschaften machen jetzt Feldversuche.
    Vielleicht wäre es für Euch ein Weg, ohne gleich was abzuschalten.

    Ich bin auf Deinen Blog gekommen, weil ich mich für die Lambda Luft Wasser WP informiert habe (Bonotos You Tube Videos => Beste Geräte im Markt).
    Lambda ist da der Daikin der Klimaanlagen.

    Meine Mieter werden da keine Kompromisse machen, die wollen es in jedem Raum warm haben.

    Grüße

    Björn

    • Hallo Björn,
      vielen Dank für den sehr umfangreichen und interessanten Erfahrungsbericht.
      Ich werde ihn mir ausdrucken und in Ruhe überlegen, ob das
      eine Option für uns sein könnte.

      Liebe Grüße,
      Patricia

  8. Super interessantes Thema.
    Ich beschäftige mich gerade sehr mit der Praxistauglichkeit von verschiedenen Wärmepumpen, und der Artikel ist allgemein auch aus Sicht als Fachkraft sehr informativ.

    Vielen Dank dafür!

  9. Hallo zusammen, lieben Dank Patricia für deinen Bericht! Ich habe deinen Bericht gerne gelesen, da man selten auf Meinungen trifft, eher zanken sich die Leute in Foren zu diesem Thema, was nicht zielführend ist. Ich habe mich mit dem Thema sehr intensiv beschäftigt und möchte einmal meine Erfahrungen schildern und auch Preise nennen, die wir so bekommen haben, als wir nach LWP, EWP + Bohrung und PV anfragten. Das Thema erschien mir anfangs wie ein dunkler Wald, man findet viele Infos, teils auch Zahlen/Preise, die nicht immer mit der Realität übereinstimmen. Wir haben eine Doppelhaushälfte von 2000 mit 240 qm Wohnfläche, Klinker, Gasheizung, Fußbodenheizung. Aufgrund der aktuellen Situation wollten wir Alternativen erkunden, da auch unsere Heizung schon über 20 Jahre alt ist. In diesen Zeiten einen Handwerker zu finden, ist auch unfassbar schwer. Wenn man kein Stammkunde ist, dann kann man es gleich vergessen. Wir haben mehrere Firmen angerufen und nur einer sagte uns zu. Dabei haben wir es nicht eilig, wären mit einem späteren Einbautermin zufrieden. Ich habe mich eingelesen und gemeinsam mit meinem Mann haben wir uns gedacht, dass wir zunächst uns ein Angebot für eine EWP einholen, da dieses von den Zahlen und der Effizienz am sinnigsten erschien. Der erste Brunnenbauer in unserer Region lehnte direkt ab und meinte, dass es bei uns überhaupt nicht möglich sei zu bohren, da es Festgestein sei. Am nächsten Tag riefen wir einen weiteren Brunnenbauer an, der uns versicherte, dass das Bohren kein Problem sei. Nun gut, dachten wir, lassen wir uns ein Angebot erstellen. Dann kam das Angebot und der Schock: satte 30.000 Euro für drei Bohrlöcher à 80 Meter. Das Angebot für die EWP liegt bei 35.000 Euro. Zudem hatten wir wegen einer LWP angefragt und diese wäre bei 36.000 Euro. Natürlich gibt es eine Förderung bis zu 40%, aber das Geld muss man erstens haben und in unserem Fall müssten wir einen Großteil über die Hausbank finanzieren. Und da die Pumpen Strom benötigen, muss noch eine PV her. Warum wir uns letztendlich dagegen entscheiden, ist, dass man sehr viel Geld investieren müsste, um dann eine Heizung zu haben, die im Winter viel Strom frisst. Laut den Programmberechnungen sind es um die 8000 kWh. Der Heizungsbauer sagte uns, dass 3/4 des Stroms im Winter benötigt wird. Wenn es ein besonders kalter Winter wird, dann wird es es auch besonders teuer. Ich fühle mich mit diesen ganzen Zahlen ehrlich gesagt überfordert, die LWP stellt keine zufriedenstellende Lösung dar, weder finanziell noch bezogen auf die Effizienz, denn der Strom muss ja auch von irgendwoher kommen. Es ist derzeit auch unklar, wohin die Reise mit den Preisen geht. Es gibt auch im Prinzip keine Verträge für Wärmepumpen, die den Strom günstiger anbieten. Diese sind fast auf dem Niveau vom normalen Haushaltsstrom.

    Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen. Geht es jemandem vielleicht auch ähnlich? Gerne weitere Erfahrungen schreiben, so kann man sich mal austauschen!

    • Hallo,
      guter Erfahrungsbericht! Deine Preiserfahrungen mit Luft-Wasser-Wärmepumpen sind ähnlich wie die meinen, wenn ich mal meine eigene Wohnfläche zu Eurer ins Verhältnis setze.

      Nur noch 2 Bemerkungen zu Deinem Beitrag:

      1) Sondertarife für Wärmepumpen: Manche Regionalversorger bieten durchaus solche an, aber man muss höllisch auf Fußangeln in Bezug auf zugesicherte Versorgungszeiten achten. Bei Finanztip gab es dazu auch vor einiger Zeit mal einen Artikel.

      2) Wer von der Luft-Wasser-Wärmepumpe abgekommen ist, aber nach Alternativen dazu Ausschau halten will, dem empfehle ich den folgenden YouTube-Beitrag zum Thema

      „Hybrid heizen mit Klima & Gas – Januar 2023 – Wie teuer war es?“

      https://www.youtube.com/watch?v=UABiVBaZgs0

      Hier werden u. a. Betriebskosten von sogenannten Luft-/Luft-Wärmepumpen in Wintermonaten vorgestellt. Keine Sorge, die Quelle ist sehr seriös und macht auch keinerlei Werbung für irgendwelche Modelle.

      • Danke sehr für die Ergänzungen!

        Wir sind zwischenzeitlich zu den Gedanken gekommen, ob eine Hybridheizung sinnvoll wäre (Gas+LWP). Der Heizungsmonteur in unserem Ort hält nicht viel davon. Er meint, dass das Gas immer teurer wird, damit die Menschen umsteigen. Ich frage mich in solchen Situationen immer, wie das die machen sollen, die kein Geld dafür haben. Zudem macht der Umstieg auf Wärmepumpen im Altbau kaum Sinn. Der Strom muss ja auch irgendwoher kommen…

        • Schritt 1 vor der Wärmepumpe ist erstmal, die Dämmung des alten Hauses zu verbessern. Fenster, Wände, Dach, was so finanziell drin ist, oder was man selber machen kann. Damit sinkt schonmal der Gasverbrauch.
          Was ist denn bei Dir „Altbau“? Das ist nämlich kein allgemeingültiger Begriff. Der eine sagt, alles bis 1925, der andere sagt alles vor 1995. Und wenn Du gut genug gedämmt hast, dann kann man mal über Wärmepumpe only nachdenken.
          Bei Hybrid zahlst Du doppelt Zähler- und Grundgebühr, und das nur für die paar extrakalten Tage oder Wochen im Jahr ? Der Heizungsbauer hat recht.

          • Mein Haus – Baujahr 1950, Erweiterung in den Siebzigern – kann man jetzt beim besten Willen nicht mehr als Neubau bezeichnen. Und wer den Ehrgeiz hat, ein solches Haus zum Passivhausstandard zu bringen, sollte besser mal die Kosten für Abriss und Neubau ins Verhältnis zu den ganzen „Salami-Kosten“ einer schrittweisen energetischen Modernisierung setzen.

            Klar habe ich modernisiert, vor über 10 Jahren schon: Neue Fenster mit 3-Fach-Verglasung, Nachtspeicherheizung gegen Erdgas-Brennwerttechnik ausgetauscht (doch doch: das haben damals die Energieberater immer empfohlen) und Dämmen nach gesetzlichen Mindeststandards. Das alles war wirklich nicht für lau und wenn man dann mittlerweile über 60 ist, dann muss man schon mal über das Thema Amortisation zu Lebzeiten nachdenken.

            Das mit den Zählern halte ich für irrelevant: Auf meinen Erdgas- und Stromrechnungen sind die Zählergebühren wirklich nicht der ausschlaggebende Faktor für irgendeine Entscheidung.

        • Also, bei uns läuft das auf Hybridbetrieb hinaus: Wir haben uns im Dezember im EG eine Fußbodenheizung legen lassen aber sind vorerst bei Heizart Erdgas geblieben. Für das Obergeschoß habe ich nächste Woche einen Termin mit dem Vertriebspartner eines großen Herstellers von Luft-/Luft-Wärmepumpen.

          Bei Luft-/Wasser-Wärmepumpen schrecken uns derzeit einfach die Preise ab, außerdem auch die rabiaten Maßnahmen, die bei einer älteren Immobilie dafür nötig werden.

          Auf die Meinung von Heizungsbauern alleine würde ich nicht allzu viel geben – die ist meisten gebiast vom jeweiligen Kerngebiet ihres Geschäfts.

          Und was Strom- und Gaspreise angeht: Da kann ja jeder die jüngsten Schreiben seiner Versorger nebeneinander legen und vergleichen.

          • Bei modernen Brennwertthermen muss der Schornsteinfeger nur noch alle 2 Jahre kommen.
            Diesen Betrag halte ich aufgrund der enormen Kosten einer WP und dem sparsamen Verbrauch einer Brennwerttherme im Altbau für unerheblich.

          • ich schrieb weiter oben „Bei Hybrid zahlst Du doppelt Zähler- und Grundgebühr“.
            Und dazu zahlst Du – bei Hybridbetrieb – auch den Schornsteinfeger, und die Wartung der Gasheizung.
            Wenn diese jährlich wiederkehrenden Kosten zusammengenommen immer noch „unerheblich“ sind, dann kann man gleich bei Gas only bleiben. Dann kann’s ja nicht so weh tun.

          • Die EU plant KEIN Verbot von Wärmepumpen, will aber bestimmte Kältemittel auf Dauer verbieten – zumindest die Neuinstallationen von Geräten mit diesen Kältemitteln. Ich muß weinen bei so viel plattem Quatsch, den manche Leute hier ungehindert verbreiten ..

    • Hallo Helen,

      240 m² und so viel Verbrauch ? Und Fußbodenheizung ? Da geht bestimmt noch was! Es ist anzunehmen daß Eure Gasheizung nicht optimal eingestellt ist. Versuch es mal z.B. auf Heizungsforum . de oder Haustechnikdialog . de. Erste Maßnahme ist es, die bestehende Heizung optimal einzustellen. Oft sind die aktuellen Verbräuche zu hoch wegen unnötig hoher Vorlauf-Temperaturen.
      Läuft die Gasheizung optimal, dann kann man von diesen korrigierten Verbrauchszahlen besser auf die nötige Leistung einer Wärmepumpe schließen.

  10. Hallo Patricia,

    vielen Dank für Deine anschauliche Aufschlüsselung und hat mir auch sehr geholfen. Nachdem die Förderung von Hybridgasheizung auch weg gefallen ist (Wärmepumpe ist dann ja schon fast doch eine Pflicht), kommt man da auch nicht besser weg. Da sind die Wartungs- und Betriebskosten noch gar nicht dabei, die Firmen lediglich für 10 Jahre die Garantie der Verfügbarkeit von Ersatzteilen anbieten. Dazu kommt, dass die Wärmepumpe allein wohl nur bei höheren Temperaturen zwischen Plusgraden und um den Gefrierpunkt bis zu -5 ° C herum genug heizt. Da frage ich mich, was man dann bei – 15 °C oder noch kälter macht? Es wird vielleicht doch noch mal strengere Winter geben. Dann also doch noch die Gastherme behalten und auf die hohe Förderung verzichten? Überzeugt alles nicht und die Unsicherheiten wachsen mit jedem Jahr. Wobei wahrscheinlich die Förderungen eher sinken werden, die Verpflichtungen höher sind und mehr werden ab 2025. Die Bezahlbarkeit ist da das zusätzliche Risiko bei der Planung.
    Und in unserem Fall hatte Thermondo auch eine Angebotsanfrage zur Miete abgelehnt, da sie unsere Region nicht beliefern würden. (Ok!)

    Viele Grüße
    Bea

    • Liebe Bea,

      danke für deine Rückmeldung. Ja – es ist definitiv keine einfache Entscheidung.
      Es gibt zu viele Variablen, bei denen niemand sagen kann, wie sie sich in Zukunft
      entwickeln.

      Liebe Grüße,
      Patricia

    • Ob eine Wärmepumpe bei Minusgraden „genug heizt“, hat z.B. Thermondo doch gut erklärt:
      „In fast allen Wärmepumpen ist für extrem kalte Tage ein Elektroheizstab verbaut. Dieser kommt zum Einsatz, wenn der Pufferspeicher der Wärmepumpe auf normalem Weg nicht mehr mit ausreichend Wärme versorgt wird. Aber auch das lässt den Stromverbrauch nicht zwangsläufig steigen bzw. die Effizienz der Wärmepumpe mindern. Durchschnittlich beträgt der Anteil, an dem der Elektroheizstab zum Einsatz kommt, maximal fünf Prozent des gesamten jährlichen Heizbedarfs.“
      Google doch mal nach dem Temperatur-Verlauf an Deinem Wohnort. Wie oft und wie lange ist es „sehr kalt“ bei Euch? Und erkundige Dich z.B. im „heizungsforum.de“. Wir wollten zunächst auch die Gasheizung parallel zur Wärmepumpe weiter betreiben. Aber nach exakter Berechnung der „Heizlast“ des Hauses macht das keinen Sinn. Man hat unsere Gasheizung viel zu groß ausgelegt. Die Wärmepumpe kann unsere Gasheizung vollständig ersetzen.

    • Eine Wärmepumpe holt aus 1kwh 4kwh heraus, aus 1m3 Gas werden
      11,54 kWh erzeugt. Also das 3 fache gegenüber einer Wärmepumpe ! Wird
      bei niedrigen Temperaturen das Nachheizregister benötigt , dann wird
      1:1 Strom „verbraucht“ , was den Wirkungsgrad enorm nach unten zieht . Wer zahlt denn die „Förderung“?
      Das ist die Allgemeinheit! Genauso wie Windkraftanlagen, Photovoltaik, E-Autos, diese Technologien zerstören
      mehr die Natur durch ihre Herstellung als das sie die Natur schützen! Haben
      die Preise nur in die Höhe getrieben.
      Das Böse „C O 2“ ist kein „K l i m a k i l l e r“! Wir atmen es aus die Pflanzen
      bauen es ein. Permafrostbohrungen
      beweisen das der „c o 2“-Gehalt vor
      tausenden Jahren um ein vielfaches höher war als heute und die Flora war reichhaltiger als heute!
      Umweltschutz sieht anders aus und ist eigentlich sehr einfach z.Bsp.: die Garantie auf 5 Jahre besser 10 Jahre erhöhen, keine Getränkedosen, Aluverpackungen, Kunststoffflaschen usw., das Problem dabei ist aber man kann kein Geld verdienen! Es geht immer nur ums Geld!

      • Ich würde hier einen effizienteren Weg wählen: aus 1m3 Gas werden
        11,54 kWh Strom erzeugt. Daraus entstehen mit einer Wärmepumpe dann 3x 11,54 kWh = 34,62 kWh Wärme, also das 3 fache gegenüber einer Gasheizung !

      • Dass es Grenzen im Wirkungsgrad von Wärmepumpen gibt, ist keine neue Erkenntnis. Wenn man einen Beratungstermin bei seiner örtlichen Verbraucherzentrale bucht, bekommt man das auch genauer erklärt: Der wesentliche Faktor ist der sogenannte Bivalenzwert. Gemeint ist damit grob gesagt die Außentemperatur, bei der eine Wärmepumpe ihre maximale Heizleistung erbringt. Sinkt die Außentemperatur länger unter diesen Wert, dann muss immer mehr mit dem Heizstab zugeheizt werden, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, und das wird dann in der Tag teuer. Entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpe ist daher, dass man ein Modell kauft, das für den jeweiligen Standort des Hauses einen geeigneten Bivalenzwert aufweist. Bei allen größeren Wärmepumpenherstellern konnte ich bisher diesen Wert für ihre verschiedenen Modelle auch finden. Bevor man sich eine Wärmepumpe kauft, sollte man daher dem Heizungsbauer auf den Zahn fühlen, ob er sich in dieser Materie auch wirklich auskennt.

      • Naja, schön wäre es ja . Da wir den Wirkungsgrad mit bedenken müssen sieht die Bilanz anders aus. Ein Gaskraftwerk hat einen Wirkungsgrad von ca.39%, ein Kombikraftwerk (mit Dampfturbine) kommt auf ca.60% , die Übertragung von Strom würde nochmals Verluste bringen.
        Deshalb ist es sinnvoller das Gas direkt in Wärme umzuwandeln! In
        der Praxis kommen die Wärmepumpen wenn man Glück hat vielleicht auf 1:3, meistens schlechter 1:2,5 oder sogar nur 1:1,5. Dann kommt noch die Lärmbelästigung. Es ist naiv zu glauben das ca. 50 dB leise ist, leise ist 26 dB. Da die Wärmepumpen Nachts auch laufen werden und wenn dann die Nachbarschaft auch Wärmepumpen haben kommt es unweigerlich zu Lärmbelästigungen, außerdem erzeugen die Anlagen genauso wie Windkraftanlagen Infraschall, der gesundheitsschädlich ist.

        • Das Fraunhofer ISE konnte 41 Wärmepumpen im Bestand mit gleichem Auswertzeitraum und einheitlicher Bilanzgrenze auswerten. Für den Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2019 hat das Institut 29 Außenluft-Wärmepumpen zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung analysiert. Die Anlagen erreichten Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 2,5 bis 3,8. Der Mittelwert lag bei 3,1. Bei den zwölf Erdreich-Wärmepumpen ermittelten die Forscherinnen und Forscher JAZ zwischen 3,3 und 4,7 bei einem Mittelwert von 4,1.
          1:1,5 kommt nur bei Pfuschern heraus. Das ist handwerklich eine absolute Fehlleistung und nichts, an dem man sich orientieren sollte.

        • Öl- und Gasheizungen mit Konstanttemperaturkessel erreichen nur einen Heizwert-Wirkungsgrad von etwa 70 %. Der Rest verpufft als ungenutzte Wärme oder unvollständige Verbrennung. Berücksichtigt man auch noch die Wärme, die mit dem entstehenden Wasserdampf durch den Schornstein verloren geht, ist der Gesamtwirkungsgrad dieser alten Anlagen deutlich unter 60%.
          Gas verbrennen geht auch nur mit viel Energieverlust. Egal ob man Strom draus macht oder die Wärme direkt nutzt.

        • Ich finde es nicht unbedingt hilfreich, wenn man bei der Entscheidungsfindung nur Argumente dagegen bemüht. Über das Thema Wirkungsgrad haben sich ja bereits andere ausgelassen. Was die Frage nach der Schallemission angeht – es gibt eine Seite des BWP, wo man sich das für viele Modelle ausrechnen lassen kann:

          https://www.waermepumpe.de/schallrechner/

          Wer ernsthaft einen Kauf erwägt, sollte auch die vieljährigen Klimatabellen des DWD für seinen Wohnort zu Rate ziehen. Die kosten nichts – nur eigene Zeit natürlich für die Auswertung 😉 Und in Youtube gibt es seriöse Vorträge, die einem ebenfalls als Entscheidungshilfe dienen können.

          • Hallo,
            Ich wage zu bezweifeln das die wärmepumpe für Bestandsbauten in der Quantität eingebaut werden wie es sich Herr Habeck vorstellt. Baurechtliche Vorschriften und schlichte bauliche Unmöglichkeiten werden eine Umstellung bei vielen Bestandbauten verhindern. Häuser im urbanen Bereich haben meist gar keinen freien Platz für eine Luftwärmepumpe. Ob hier Hybridlösungen in Frage kommen, ist auch nicht sicher. Gerade bei typischen Stadtwohnungen sehe ich auch bei Hybridlösungen bauliche Probleme. In Deutschland gibt es zudem eine große Anzahl von Reihenhäusern. Viele Reihenhäuser haben eben auch das platzproblem. Dazu kommt die Abstandsregel. Selbst in den Bundesländern wo die 3 Meter Abstandsregel abgeschafft wurde, ist immer noch 0,5 Meter Abstand einzuhalten. Wäre bei meinem Reihenhaus schon das Ende. Bezüglich der Lärmemmissionen verbleibt es bei der 3 Meter Regel. Ist die Pumpe zu laut, war es das schon. Ich sehe auch keinen Sinn in der wärmepumpe. Beim derzeitigen Strommix würde in Deutschland bei einem großflächigen Einsatz der Wärmepumpe der Ausstoß von CO2 steigen nicht sinken. Selbst wenn es die Bundesregierung es schafft tausende von windkraftanlagen zu bauen, für jedes installierte kw aus Windkraft, wird ein kw konventioneller Herkunft zur Absicherung benötigt. Aus Kohle oder/und Gas wird der Strom aus entsprechenden Kraftwerken erzeugt. Wann ist es richtig kalt im Winter? Wenn kein Wind geht. tja, da funktioniert aber etwas nicht. Die Träumerei von CO2 freien wasserstoffkraftwerken ist ein Witz. Das was da,an wasserstoff benötigt wird, wo soll das herkommen? völlige Illusion. Wir haben dazu in Deutschland die weltweit höchsten Strompreise. Und diese werden weiter steigen. Nur Länder mit einrm Mix aus Solar, Wind, Wasser und Atomkraftwerken haben günstige Preise und da lohnt sich auch die Wärmepumpe in Neubauten. Bei Bestandsbauten nimmt man eine einfache Stromheizung ( siehe z. Bsp Frankreich). Die Wärmepumpe in Deutschland ist wirtschaftlicher Unsinn.
            Mein Reihenhaus, Kwf 55 gedämmt, Heizkörper, Durchlauferhitzer, gasbrennwerttherme, verbraucht 5800 kwh im Jahr an Gas und 3700 kwh Strom. Die Investition trotz Förderung würde locker bei mindestens 25000 Euro liegen. Ich werde arm für eine völlig idiotische Idee. Statt biogas zu fördern und zumindest für Bestandsbauten einzusetzen, wird hier das ganz grosse Rad gedreht. Das ist eine Energiewende ins Nichts. Ich habe mich noch gar nicht über die JAZ ausgelassen. Kurzer Hinweis, das ist ein Durchschnittswert. D. h. Der schwankt in der Jahreszeit abhängig von der Temperatur. Je kälter desto mehr Strom muss von aussen zugeführt werden. Schon bei Minus 5 Grad hat sich die Wärmepumpe erledigt. Sie ist dann nur noch eine Stromheizung. Wer eine JAZ von 5 und mehr hat dürfte klar kommen, das sind meistens die Sole wasserwärmepumpen. Ach ja, jeder JAZ unter 4 als Durchschnittswert ist unwirtschaftlich. Ich spare mir die Aufzählungen anderer Nachteile und wünsche noch viel Spaß mit der Wärmepumpe.

          • Wenn man Meinung mit falschen Informationen vermatscht, wird’s schlimmer statt besser.
            „Schon bei Minus 5 Grad hat sich die Wärmepumpe erledigt. Sie ist dann nur noch eine Stromheizung.“ Das ist sachlich falsch, bei -5°C sollte locker ein COP von 2 drin sein.
            „Ich habe mich noch gar nicht über die JAZ ausgelassen. Kurzer Hinweis, das ist ein Durchschnittswert. D. h. Der schwankt in der Jahreszeit abhängig von der Temperatur.“ Das ist sachlich falsch, die JAZ heißt Jahresarbeitszahl. Daher schwankt sie nicht. Der COP ist die Zahl, die bei jeder Aussentemperatur anders ist.

          • Der Kommentar ist für Peter2, leider gibt bei seiner Antwort auf meinem Posting keine Antwortfunktion.

            COP ist nicht aussagekräftig und völlig uninteressant. Der SCOP hat eine wirkliche Aussagekraft. Das sind 4 Werte aus unterschiedlichen Temperaturnereichen abgestellt auf die Art der Wärmepumpe. Die JAZ ist immer ein Durchschnittswert und schwankt natürlich. Jeder Experte bestätigt, daß bei minus 5 Grad die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe ihre Grenze erreicht. Bitte informieren Sie sich mal genauer.

          • „Die JAZ ist immer ein Durchschnittswert und schwankt natürlich.“
            WLTP beim Auto ist auch ein Durchschnittswert, und er „schwankt“ auch nicht. Hier ein Zitat von der VAILLANT Website:
            „Die JAZ beschreibt die Effizienz des gesamten Heizsystems über ein Jahr. Die Zahl zeigt das Verhältnis von eingesetzter Energie zu erzeugter Heizwärme.“
            Bei der Projektierung einer Wärmepumpe liefert ein qualifiziertes Fachunternehmen eine JAZ-Berechnung als Prognose mit.
            Seit 2023 müssen Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,7 erreichen, um förderfähig zu sein. Die so kalkulierte JAZ ist also auch Teil des BAFA Genehmigungsprozesses.

        • Es gibt Studien über einen größeren Zeitraum, die Aussage fähiger sind. Ich weiß
          nicht von was für Gasbrennern du ausgehst. Daten meines Zuhauses :
          1.Niedrigenergiehaus <65kw
          2. Gasbrennwerttherme, Wirkunggrad 94%, für Heizung und Warmwasser.
          3. nur Heizkörper
          4. beheizte Fläche 146 m2
          5. Be-und Endlüftung mit Wärmerückgewinnung.
          6. 4 Menschen im Haushalt
          Verbrauch im Jahr :
          1047- max.1300 m3 Gas für
          Heizung und Warmwasser.
          Warmwasserbereitung für uns durch tägliche Messungen zur gleichen Zeit über Jahre:
          0,3-max. 0,8m3 Gas pro Tag.
          Eine Solaranlage für Warmwasser war geplant, da ich unsicher war wurde keine montiert, war die „richtige Entscheidung“. Lohnt sich nur bei vielen Verbrauchern.
          Woher soll eigentlich der Strom kommen um all diese „
          Produkte“ zu betreiben?
          Wer meint das das durch Windkraft und Photovoltaik erzeugt werden kann muss schon „sehr naiv“ sein.
          Die Primarenergieerzeugung muss endlich umgestellt werden auf Technologien die man schon seit 100 Jahren kennt aber nicht haben will ,
          weil man dann kein Geld mehr
          verdienen kann!
          Ach ja, noch was zu Lüftungsanlagen: das sagt dir keiner. Eigentlich müssen die Anlagen einmal im Jahr gereinigt werden, was schnell 500 € oder mehr kosten kann wenn es eine Firma macht!
          Einsparung wo bist du ?

          • Die 94% Wirkungsgrad sind für den Endkunden irreführend und wurden von der Werbeabteilung gerne aufgegriffen. Der Wirkungsgrad eines Kessels ist allgemein definiert als die abgegebene Heizleistung des Kessels bezogen auf die ihm zugeführte Brennstoffenergie. Die im Brennstoff enthaltene Energie, die bei der Abkühlung der Verbrennungsabgase maximal nutzbar gemacht werden kann, ist allerdings abhängig von der Definition der Randbedingung, insbesondere in Bezug auf den vorhandenen Wasserdampf im Abgas.
            Wird dieser Wirkungsgrad über einen längeren Zeitraum gewichtet, um alle möglichen Betriebssituationen zu erfassen, spricht man vom Nutzungsgrad oder vom Norm-Nutzungsgrad. Es führt allerdings zu erheblichen Missverhältnissen, wenn man den Norm-Nutzungsgrad auf den Heizwert bezieht. So weisen moderne Öl- und Gas-Niedertemperaturheizkessel Norm-Nutzungsgrade von etwa 94% auf, was als ein sehr guter Wert gelten kann. Nimmt man aber statt des Heizwertes den Brennwert als Bezugsgröße oder Energiemaßstab, ergeben sich nur etwa 84% für den Gaskessel und 88% für den Ölkessel.
            Da geht also in der Realität leider eine nennenswerte Menge Energie „durch den Schornstein“, selbst bei modernster Technik.

          • @christof: So wie es sich liest, ist dein Haus relativ neu, in den nächsten 5 Jahren wird wohl keine neue Heizungsanlage nötig sein. Bis es soweit ist, werden sich wohl die Preise für WP und der Anteil der erneuerbaren Energieversorgung geändert haben. Leider wird wohl auch Klimaschutz noch dringlicher sein. Dann wirst du eine Entscheidung treffen.

  11. Es gibt kein Perpetuum mobile, das mit der teuersten Energie (=Strom) effizient heizt. Aber es gibt Wärmepumpen. Die „erzeugen“ mit 1 kWh Strom 3 bis 5 kWh Wärme. Jetzt sind die neuen Gaspreise wohl bei allen Direkt-Kunden angekommen. Und bei einer Verdreifachung des Gaspreises sieht heute die Wirtschaftlichkeits-Rechnung schon ganz anders aus .. die Strompreise sind nicht so extrem gestiegen ..

    Ich finde es toll, daß Du so viele Informationen gut verständlich zusammen gefaßt hast. Und daß Du kein extremes Pro oder Kontra vertrittst.

    Wir haben unsere Gasheizung jetzt so extrem „herunter geschraubt“ daß bei -10°C draussen die Heizung immer noch +20°C abliefert. Und das mit Heizkörpern, bei einer wärmepumpen-tauglichen Vorlauftemperatur von 40 °C. Es ist also jeden Versuch wert, erstmal den praktischen Test zu machen, wieviel Vorlauftemperatur man an Heizkörpern tatsächlich braucht. Jedes unnötige Grad zuviel kostet unnötig Geld.

    • Hallo Peter,
      danke für deine Rückmeldung. Wir haben unser Heizverhalten ebenfalls optimiert und stellen fest, dass wir dank unseres gut gedämmten Hauses aktuell
      deutlich weniger verbrauchen als im Vorjahr. Teuer wird es natürlich trotzdem, aber mittelfristig denke ich, dass unsere Entscheidung richtig war.
      Wie sich Strom- und Gaspreise in Zukunft entwickeln, kann keiner sagen.

      Viele Grüße,
      Patricia

    • Hallo,
      ich weiß nicht, wo dieser mein Kommentar letztlich einsortiert wird. Er gilt jedenfalls dem Teilnehmer „Peter“, der heute – 15. April – zuletzt folgenden Schlusskommentar verbreitet hat:

      „Ich spare mir die Aufzählungen anderer Nachteile und wünsche noch viel Spaß mit der Wärmepumpe.“

      Zunächst mal finde ich es schade, dass sogar in einem solchen ursprünglich sehr sachlich geführten Blog irgendwann dieselben ideologischen Grabenkämpfe wie in einschlägigen Großforen ausbrechen. Insofern wäre ich zumindest Ihnen dankbar, wenn Sie Ihr obiges Versprechen auch zügig in die Tat umsetzen könnten.

      Für alle anderen:

      Wer einen fundierten Vortrag über die Einschätzung von Wärmepumpentechnik in Bestandsimmobilien sucht, dem empfehle ich folgenden sehr aktuellen Link:

      https://youtu.be/eyF7GzCc6_8

      (keine Firma, kein Verband, nur vorher den unvermeidlichen YouTube-Werbeblock überspringen ).

      Und noch etwas eigene Erfahrung: Ich habe einen Energieeffizienzbeauftragen einen ISFP-Plan für unser Haus machen lassen und die (nach Abzug aller Zuschüsse überschaubaren) Kosten dafür nicht bereut: Man hat danach eine sehr wertvolle Übersicht über den energetischen Zustands seines Gebäudes sowie über in Frage kommende Maßnahmen zur Verbesserung (in denen es nicht alleine um Wärmepumpen geht). Es zwingt einen aber niemand zu irgendetwas, wenn man nach der Untersuchung zur Meinung gelangt, dass man lieber alles lässt, wie es ist.

  12. Hallo Patricia,

    als alter, unbelehrbarer Mann , Dorfbewohner und Kachelofenbesitzer mit Gastherme sitze ich die momentane Euphorie wegen einer Wärmepumpe aus.

    Ein wesentlicher Grund ist: der Strom soll in Zukunft von noch mehr Wind- und Solaranlagen produziert werden.
    Diese Anlagen werden massiv mit Steuergeldern gefördert.
    Diese Steuern werden insbesondere von Menschen bezahlt, die sich keine Solaranlagen etc leisten können. Deshalb sollen die (oft schon aus steuerlichen Gründen verschuldeten Vermieter) zusätzlich zur Kasse ‚gebeten‘ werde.

    Irgendwann wird der Realismus wieder Einzug halten in die verweichlichten Köpfe.
    Als Hausfrau kannst Du wesentlich besser rechnen als der durchschnittliche Finanzminister eines Bundeslandes in Deutschland.

    Zurück zum Thema: wenn also in Berlin, in Stuttgart oder Düsseldorf etc
    irgendjemand den Menschen weismacht, dass es ein Perpetuum mobile gibt, das mit der teuersten Energie (=Strom) effizient heizt: fällt mir nichts vernünftiges mehr ein.

    Schon jetzt ist klar berechnet worden, dass Solaranlagen und Windkraftturbinen (außer an der Küste) mehr kosten, als sie in ihrem Bestehen erwirtschaften können.

    Alles Gute wünsche ich Euch und allen, die noch rechnen können.

    Martin

    • So viele falsche Behauptungen in einem Beitrag – erstaunlich.
      Nur ein paar Punkte:

      – Wärmepumpe ist kein Perpetuum Mobile, sondern einfach nur ein sehr effizientes System zur Gewinnung von Wärme aus der Umwelt (die ist ab 1 Grad über dem absoluten Nullpunkt vorhanden, also auch im tiefsten Winter).
      – Photovoltaik rentiert sich (richtig verwendet) nach 10-15 Jahren komplett auf einem 1-Fam-Haus (inzwischen sogar inkl. Speicher), anders als das oft doppelt so teure Kfz vor der Tür des Hauses, das 23h am Tag rumsteht und nicht geteilt wird.
      – Windräder haben Ihre Kosten in wenigen Jahren erwirtschaftet
      – Photovoltaik (ab 2ct/kWh) und Windkraft sind erwiesenermaßen die günstigsten Wege zur Bereitstellung elektrischer Energie. Da kommt kein anderes Kraftwerk dran.
      – Aus steuerlichen Gründen verschuldete Vermieter sind Hausbesitzer und diese zahlen nur Steuern auf Gewinne (nach Abzug aller Unkosten und Abschreibungen auf das Gebäude).
      Wenn Du dich beim Hauskauf verschuldest, um es zu vermieten ist das Dein Problem.
      Ein Luxusproblem meine Meinung nach.
      – Zustimmung zu „alter unbelehrbarer Mann“, aber versucht habe ich es trotzdem

      • a) Photovoltaik hat nichts mit Wärmepumpe zu tun, weil die PV Anlage um die 10% des Ertrags im Winter einbringt, wo die WP am meisten Energie verbraucht.
        b) Eine WP lohnt sich NIE solange die alte Heizung noch läuft. Beispiel: Wir haben Heizöl kosten von 2000 Euro im Jahr. Selbst wenn die WP kostenlos heizen würde, wäre die nach frühestens 10 Jahren amortisiert. Dazu kommt noch die Frage ob der Kompressor der WPs denn allzuviel länger hält. Die Lebensdauer meiner Ölheizung wird die WP nicht schlagen (20 Jahre, beim Freund sind es 40 Jahre).
        c) Hier im Fichtelgebirge hat man eben mal 20 Grad minus für einen ganzen Monat Februar. Jeder der sich eine normale WP andrehen lassen hat, kann der Effizienz eh gute Nacht sagen und zuschauen wie er gemütlich ununterbrochen mit Heizstab heizt.

        Also nicht hypen lassen, und einfach die alte Heizung weiter laufen lassen.

        • Da ein Anti-Wärmepumpen-Evangelist selten alleine kommt, hier mal ein Vorschlag zur Güte:

          Wer eine Wärmepumpe will, der schafft sie sich an.

          Wer keine will, hört auf zu missionieren, lässt es stattdessen einfach bleiben und trägt dazu bei, dass Nachfrage und damit Preise derselben sinken.

          Wäre doch eine richtige „Win-Win-Situation“.

          PS.: Wusste gar nicht, dass das Fichtelgebirge in Sibirien liegt.

          PPS.: Die konstruktiveren Beiträge in dieser Diskussion haben mich dazu veranlasst, mir statt einer Luft-/Wasser- erstmal eine Luft-/Luft-Wärmepumpe anzuschaffen. Seit gestern schnurrt sie im Obergeschoß vor sich hin. Werde Euch gerne über Verbrauch und Effizienz berichten.

        • >Eine WP lohnt sich NIE solange die alte Heizung noch läuft.<
          Ich weiß nicht warum das auf Wärmepumpen beschränkt sein soll.
          Eine neue Heizung (egel welcher Art) einbauen lassen wenn die alte noch läuft .. lohnt sich nie.

          • Lange nichts mehr gehört zum Thema hier. Aber immerhin habe ich jetzt mal belastbare Zahlen aus einer vollen Heizperiode:

            1) Seit Oktober lief bei mir:
            – Im EG weiterhin Gastherme mit Fußbodenheizung
            – Im OG eine Daikin Split Luft-/Luft-Wärmepumpe mit einer Außen- und drei Inneneinheiten

            2) Ergebnis jetzt, da der Winter kalendarisch vorbei ist:
            – der Stromverbrauch der Luft-/Luft-WP hielt sich trotz des harschen Januars sehr in Grenzen. Mein Modell hat zwar keinen JAZ-Zähler, aber mit Hilfe der Daikin Onecta-App kann man sich diesen auch selber ausrechnen. Für die 3 beheizten Räume kann sich diese indirekt ermittelte JAZ jedenfalls mit jeder Luft-/Wasser-Wärmepumpe messen.

            – Dass das Obergeschoß nicht mehr mit der Gastherme geheizt werden musste, hat sich auch in meinem Erdgasverbrauch deutlich bemerkbar gemacht.

            Fazit:
            1) Piets Behauptung oben stimmt nicht (wer hätte das gedacht?)
            2) Wer den Einbau einer Luft-/Wasser-WP scheut und lieber etwas Minimalinvasives bevorzugt, der kann ruhig mal über eine solche Lösung nachdenken.

  13. Hallo,

    zunächst mal vielen Dank für die sorgfältige Untersuchung – so etwas suchte ich seit Monaten vergeblich.

    Beim Thema Wärmepumpen ist derzeit vieles in Bewegung – leider auch der Preis: Wenn ich heute auf die Thermondo-Seite gehe, lese ich da inzwischen schon

    „… ab 159 Euro mtl.“ .

    Woanders habe ich gelesen, dass man bei Thermondo auch einen sog. ISFP-Plan in Auftrag geben muss, um ein Mietangebot zu erhalten. Ein ISFP-Plan ist ja alles andere als umsonst. Ist der Dir in Deinem Angebot auch untergekommen?

    Noch ein Hinweis zu den Fördermitteln: Diese sind für Wärmepumpen Mitte August von der BaFa leicht verändert worden, und zwar nicht zum Besseren, wie ich feststellen musste.

    Viele Grüße

    Hans

  14. Hallo Patricia, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe hebe heute den thermondo-mann im Haus gehabt. Er hat mir kurzfristig ein Angebot zugesagt, das ich aber noch nicht habe. Er hat erst mal € 206 ins Schafenster gestellt, was ich nich besonders preiswert finde. Wie ist thermondo denn auf „Deinen „Betrag gekommen ? Was war denn der Umfang der Modernisierung ?

    Liebe Grüße
    Andreas (der mal in Duisburg studiert hat 😉

    • Hallo Andreas,

      entschuldige die verspätete Antwort. Soweit ich das überschauen kann, hätte der Umfang unserer Modernisierung so ausgesehen:

      – Luft/Wasser Wärmepumpe LG Therma V Monobloc S 7 kW inkl. Design Cover und LG RS3 Remote Fernbedienung
      – Installation inkl. SLS Schalter, Überspannungsschutz, Leitungsschutzschalter etc.
      – Verlegen der Leitungen vom Hausanschlusskasten bis zum Zählerschrank bis 5 m
      – Abnahme der Anlage
      – Wärmepumpen-Pufferspeicher ohne Wäremtauscher 300 l
      -Rückbau vorhandener Gasleitungen und Zählerdemontage
      – Fundament-Erstellung und Hauseinführung inkl. 2 Kernbohrungen
      – Durchführung eines hydraulischen Abgleichs

      Viele Grüße,

      Patricia

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