Was ihr über die Themen Nasenatmung, Mewing, die korrekte Zungenposition und eure Gesichtsform wissen müsst

Was ihr über die Themen Nasenatmung, Mewing, die korrekte Zungenposition und eure Gesichtsform wissen müsst

 

Heute bin ich endlich dazu gekommen, eine erste Version meines Beitrags über das Thema Nasenatmung, Zungenposition bzw. „Mewing“ zu veröffentlichen. Ich wollte schon vor Jahren hier auf dem Blog über die Zusammenhänge zwischen einer korrekten Atmung, dem richtigen Zungen-Ruheplatz und der Kieferentwicklung (insbesondere von Kindern) berichten. Das Thema ist allerdings so komplex, dass ich es immer weiter aufgeschoben habe, um Euch nicht durch das Teilen von Halbwissen zu verunsichern.

Da ich inzwischen der Meinung bin, dass mindestens eines unserer Kinder sehr davon profitiert hätte, wenn mein Mann und ich früher gewusst hätte, worauf es bei den nun folgenden Punkten ankommt,  habe ich einfach mal aufgeschrieben, was mir aus heutiger Sicht wichtig vorkommt. Vielleicht habt ihr ja so zumindest die Möglichkeit, euch näher mit dem Thema zu befassen und individuell weiter zu recherchieren.

Sollte sich mein Kenntnisstand verändern, werde ich diesen Artikel entsprechend aktualisieren. Konkret möchte ich in diesem Beitrag auf folgende Themen eingehen:

 

  • Grundlagen bzw. allgemeine Infos zum Thema Mewing
  • Warum die Meinung von Dr. Mew zum Teil kontrovers diskutiert wird
  • Argumente, die dafür sprechen, dass John Mew mit seiner Theorie richtig liegt
  • Wieso sich die Zungenposition auf die Gesichtsentwicklung auswirken kann
  • Von der Mundatmung zur Nasenatmung: Warum die korrekte Atmung Sinn ergibt
  • FAQ: Häfig gestellte Fragen zum Thema Mewing / Nasenatmung

Zur Transparenz: Ich bin keine Ärztin und teile hier auf meinem Blog lediglich, wie ich aktuell über bestimmte Dinge denke. Es handelt sich bei diesem Beitrag ausdrücklich nicht um einen medizinischen Rat. 

 

Grundlagen bzw. allgemeine Infos zum Thema Mewing

Mewing (-> Mjuuing ausgespochen) ist eine Technik, die auf John Mew zurückgeht. Der 1928 geborene Engländer gilt als Pionier der Orthotopie. Unter Orthotopie versteht man eine alternative Zahnmedizin-Methode, die Kieferwachstum durch eine Kombination aus der richtigen Zungenposition und  konsequenter, korrekter Nasenatmung erreichen möchte, anstatt ausschließlich mit Zahnspangen zu arbeiten.

Mew war der Meinung, dass Zahnspangen Probleme nur kaschieren, die gar nicht entstehen würden, wenn sich der Kiefer ausreichend entwickeln könnte.

Die Kernideen von John Mew und seinem Sohn Mike Mew lautet: Es ist sinnvoll, natürliches Kieferwachstum bei Kindern durch Nasenatmung, den richtigen Zungenruheplatz, die richtige Ernährung und Kieferübungen zu fördern. Das Ziel: Gerade Zähne, weitere Atemwege (inkl. diverser Vorteile) und schönere Gesichtszüge ohne OP.

 

 

Warum wird die Meinung von Dr. Mew zum Teil kontrovers diskutiert?

Ich finde es wichtig zu erwähnen, dass die Theorien von Dr. Mew auch heute noch kontrovers diskutiert werden. Und zwar auch von Kieferorthopäden. Die Theorien sind aus meiner Sicht plausibel und es gibt zahlreiche Fallstudien, die eine Wirkung nahelegen. Es gibt aber keine randomisierten,  kontrollierten Studien (RCTs), die seine Theorien belegen.  Diese Tatsache hat u.a. dazu geführt, dass John Mew 2019 seine Zahnarztlizenz verlor. Das Verrückte daran ist, dass es aus meiner Sicht – unabhängig von der Wirksamkeit –  aus folgenden Gründen gar keine aussagekräftigen Studien zu diesem Thema geben kann:

  • Es gäbe Ethik Probleme. RCTs brauchen Placebo-Kontrollgruppen. Mundatmung und eine falsche Zungenposition schaden nachweislich. Die Ethikkommission schließt Studien aus, die Menschen bewusst schaden.
  • Studien wären sehr aufwändig und somit auch sehr teuer. Effekte zeigen sich nach 1-5 Jahre, man müsste 100+ Kinder über 5 Jahre begleiten (inkl. Röntgen etc.). Da es kein Pharma-Interesse (keine Aussicht auf ein Patent oder Medikamente) gibt, gibt es auch kein Geld für die Studie.

Mew selbst weigerte sich übrigens, mit Universitäten zu kooperieren, weil sie ihn aus seiner Sicht sabotieren wollten. Hier findet ihr einige wissenschaftliche Studien zum Kieferwachstum.

 

 

Argumente, die dafür sprechen, dass John Mew mit seiner Theorie richtig liegen könnte

  • Biomechanik: Es klingt plausibel, dass die Zungenkraft (= 500 g)  über Jahre in der Lage ist, den Kiefer zu verformen.  Insbesondere, solange die Gaumennaht nicht geschlossen ist.
  • Es gibt Fallstudien von John & Mike Mew (Orthotropics Clinic, London) mit über 100 Kindern im Alter von 4–12 Jahre Jahren, bei denen mit speziellen Apparaturen breitere Gaumen (bis +10 mm), geradere Zähne und eine bessere Nasenatmung erreicht wurde. Dies wurde dokumentiert durch Vorher/Nachher-Fotos.
  • Historische Vergleiche: Jäger und Sammler hatten 2 x breitere Kiefer als der moderne Mensch. Besonders interessant ist aus meiner Sicht auch die Veränderung der Gebisse der Aborigines in den letzten Jahrzehnten. Während sie sich früher traditionell von harten, faserigen Lebensmitteln wie Wurzeln, Nüssen und Wild ernährten, war ihre Kieferstruktur sehr robust, die Kieferbögen waren breit, die Kaumuskel stark und die Zahnreihen gerade. Der Wechsel zum weichen, stärkehaltigen westlich geprägten Fastfood Ernährung führte innerhalb nur EINER GENERATION zu schmaleren Kiefern, Zahnfehlstellungen und Karies. Weitere Infos und Bilder findet ihr auf dieser Seite.

 

 

 

 

 

Wieso kann sich die Zungenposition auf die Gesichtsentwicklung auswirken?

Die Zunge ist quasi ein natürlicher Expander für den Oberkiefer. Wenn sich ihre Ruhepostion oben am Gaumen befindet…

 

 

 

…übt sie einen sanften, aber stetigen Druck aus. Dieser beträgt bis zu 500 Gramm pro Quadratzentimeter und formt den Oberkiefer nach oben und vorne, was wiederum den Unterkiefer mitzieht und das gesamte Gesicht „nach vorn wachsen“ lässt.

Liegt die Zunge hingegen unten im Mund, „sackt“ das Gesicht mit der Zeit immer weiter nach unten. Es wird lang und schmal, mit zurückliegendem Kinn und tiefer liegenden Augen. Oft kommt es zu unbewussten Gegenreaktionen wie Zähneknirschen, Zusammenpressen der Zähne oder einem Vorschieben des Kiefers. Das alles verstärkt wiederum die Schäden an Zähnen oder Kiefergelenken.

 

kieferwachstum_zunge_nasenatmung

 

 

Weitere mögliche Hinweise auf eine falsche Zungenposition:

  • Schmaler Mund
  • Hoher Gaumen
  • Schiefe Zähne
  • „Gummy smile“ (beim Lächeln ist viel Zahnfleisch sichtbar)
  • Verstopfte Nebenhöhlen
  • Mundtrockenheit nach dem Aufwachen
  • Schnarchen
  • Schlaf Apnoe

 

Die richtige Zungenposition ist besonders bei Kindern entscheidend, bei denen der Kiefer noch sehr flexibel ist. Folgende Altersgrenzen sind interessant:

 

  • 0 – 6 Jahre: Extrem starke Effekte. Der Kiefer verdoppelt sich, die Zunge lenkt ca. 80 % der Entwicklung.
  • 6–12 Jahre: Starke Effekte. Eine Spange ist häufig noch vermeidbar.
  • Ab 13+: Remodellierung: Langsamer, aber sichtbar (1–3 mm in 1–2 Jahren).

 

Aber auch bei Erwachsenen kann es im Laufe der Zeit zu einer spürbaren Veränderung kommen. Hier sind die Effekte aber durch die geschlossene Gaumennaht (= mittige Knochennaht im Gaumen, die bei Babys noch flexibel ist und sich im Laufe der Zeit schließt, gestrichelte Linie auf dem folgenden Bild) bzw. ohne eine spezielle Kieferorthoädische bzw. Kieferchirurgische Behandlung begrenzt.

 

 

nasenatmung_mundatmung

 

 

 

Bei einigen Erwachsenen kann man bei konsequentem „Training“ nach 6–12 Monaten insbesondere durch eine Veränderung der Muskulatur sowie eine Verteilung der Fettpolster z.T. eine schärfere Kieferlinie, ein kleineres Doppelkinn und höhere Wangenknochen beobachten..

 

 

 

Von der Mundatmung zur Nasenatmung: Warum die korrekte Atmung Sinn ergibt

 

Leidet ihr unter einer chronisch verstopften Nase? Wacht ihr morgens mit einem trockenen Mund auf und fühlt euch irgendwie permanent müde und erschöpft? Dann solltet ihr mal eure Atmung hinterfragen. Die Nasenatmung ist nämlich die einzige richtige Option und kann euch diverse Vorteile bringen:

 

  • Bessere Versorgung mit Sauerstoff: Nasenatmung liefert 10–15 % mehr Sauerstoff* als die Mundatmung.
  • Saubere Luft: Die Nase filtert, befeuchtet und erwärmt die Luft, während Bakterien durch die Mundatmung leichter in den Körper gelangen und dort  Infekte auslösen können.
  • Besserer Schlaf: Nasenatmung reduziert das Schnarchen sowie Apnoe. Der Schlaf wird tiefer und erholsamer. Beim Mundatmen fällt die Zunge nachts zurück, der Rachen verengt sich und die Luft prallt gegen weiches Gewebe, was das Schnarchen fördert.
  • Mehr Energie: Bessere Entspannung führt zu: Mehr Fokus und mehr Power.
  • Starke Zähne: Der Biss kann stabiler werden, das Zähneknirschen abnehmen. Durch den geschlossenen Mund sind die Zähne von Speichel umgeben, was sie vor Karies schütz.
  • Positive Auswirkung auf das Gesicht: Mundatmung lässt das Gesicht länger und schmaler wirken und fördert die Entstehung eines Doppelkinns. Der Druck der Zunge gegen den Oberkiefer macht ihn hingegen auf Dauer breiter und z.T. auch markanter.

 

 

*Erklärung: Die Nase produziert – im Gegensatz zum Mund –  Stickstoffmonoxid. Dieses entsteht in winzigen Mengen in den Nebenhöhlen. Es wird  beim Einatmen durch die Nase mit der Luft vermischt und gelangt so in die Lunge, wo es die Blutgefäße weitet. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff aus der Lunge ins Blut und zum Gehirn, zu den Muskeln und Organen. Die Mundatmung führt hingegen zu einer schlechteren Versorgung mit Sauerstoff. Das macht müde und schadet der Konzentrationsfähigkeit.

 

 

Mögliche Auswirkungen von Mundatmung auf den Körper

Die Mundatmung kann hingegen diverse negative Effekte verstärken:

  • Trockene Schleimhäute ->  mehr Infekte
  • Weniger Sauerstoff -> mehr Müdigkeit -> Konzentrationsstörungen -> Leistungsabfall.
  • Schnarchen -> Schlafapnoe  -> Herzrhythmusstörungen -> Bluthochdruck.
  • Trockenere Mundschleimhaut -> mehr Karies
  • Zähneknirschen, Asthma, Allergien

 

Bei Kindern: Wachstumsstörungen, Bettnässen.

 

 

Wie atmet man richtig?

Beim Atmen solltet ihr vor allem darauf achten, ausschließlich durch die Nase zu atmen. Die Zunge sollte sich dabei an ihrem Schlafplatz oben im Gaumen hinter den Schneidezähnen befinden. Wenn ihr das Thema Atmung noch weiter optimieren möchtet, kann ich euch das Buch Breath von James Nestor empfehlen.

 

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Kurz zusammengefallst rät Nestor dazu, langsamer (!) und weniger tief zu atmen. Außerdem sollte man war in den Bauch und nicht die Brust atmen.

Außerdem könnt ihr euch mit der Buteyko Methode befassen. Dabei handelt es sich um eine Atemtechnik, die ursprünglich entwickelt wurde, um Asthma natürlich zu behandeln. Sie zielt darauf ab, weniger zu atmen. Nicht flacher, sondern langsamer und durch die Nase. Das Ziel: Ein höherer CO₂-Gehalt im Blut und eine bessere Sauerstoffversorgung der Zellen (klingt unlogisch, funktioniert aber). Buteyko ist auch hilfreich bei Stress, Schlafapnoe oder Panikattacken. Auf dieses Thema werde ich in einem weiteren Beitrag ausführlicher eingehen. Dieses Buch finde ich lesenswert.

 

 

Worauf sollte man bei der Zungenposition achten?

Die richtige Position sieht so aus: Die Zungenspitze liegt direkt hinter den oberen Schneidezähnen (nicht dazwischen!), der mittlere Teil saugt sich sanft an den Gaumen, und der hintere Teil füllt den Raum bis zum weichen Gaumen. Die Lippen sind geschlossen, die Zähne ganz leicht auseinander – kein Beißen. Die Zunge berührt die Zähne NICHT.

 

richtige Zungenposition

 

 

Tipp: Am Anfang fühlt sich das vielleicht komisch an. Falls das der Fall ist, könnt ihr die Technik schrittweise üben. Zuerst beim Lesen oder Fernsehen. Macht den „Nnn“-Laut – wie bei einem „Nein“ – und bemerkt, wie die Zunge automatisch hochgeht. Haltet die Position für 10 Sekunden, entspannt euch und wiederholt das Ganze. Nach ein paar Wochen wird es zur Gewohnheit.

Wichtig: Beim Schlucken sollte die Zunge oben bleiben, der Kiefer bleibt ruhig. Das trainiert die richtige Schluckmechanik – und verhindert Zähneknirschen. Ihr  solltet es allerdings vermeiden, die Zunge dauerhaft mit zu viel Kraft hochzupressen. Das kann zu Verspannungen führen.

 

 

Worauf sollte man sonst noch achten?

  • Training der Kiefermuskulatur durch regelmäßiges Kauen von fester Nahrung.
  • Gezieltes Zungentraining, falls es hier Defizite gibt.  Evtl. mithilfe von Logopäden oder Kieferorthopäden, die sich mit diesen Themen auskennen. Stichwort: Myofunktionelle Übungen und Therapien.
  • Überprüfung / Durchtrennung des Zungenbandes, falls dieses die korrekte Zungenposition verhindert. Ein zu kurzes Zungenbändchen  verhindert, dass die Zunge den Gaumen erreicht. Bei Babys führt das zu Stillproblemen, bei Erwachsenen zu  Kieferproblemen. Ein Durchtrennen (= Frenotomie) mit Laser oder Skalpell dauert nur 5 Minuten und löst das Problem. In Deutschland machen das HNO-Ärzte, Oralchirurgen oder spezialisierte Zahnärzte.

 

Nasenpflaster, Mundpflaster, Kaugummis: Was bringen die Hilfsmittel?

  • Nasenpflaster (z. B. Breathe Right) erweitern die Nasenflügel mechanisch, das ist ideal bei leichter Verstopfung der Nase.
  • Nasenspülung mit isotonischer Salzlösung: Reinigt die Nebenhöhlen, reduziert Schwellungen und beugt Infekten vor. 1–2x täglich, lauwarmes Wasser, Kopf leicht geneigt.
  • Mundpflaster  klebt man nachts über den Mund und erzwingt so die Nasenatmung. Achtung: Unbedingt vorab sicherstellen, dass die Atmung durch die Nase problemlos möglich ist. Und ein Pflaster wie dieses verwenden, dass den Mund nicht komplett verschließt.
  • Ernährung: Hartes Essen ist Kiefertraining. Rohe Karotten, Äpfel, Nüsse, zähes Fleisch – das stimuliert Wachstum. Dazu Vitamin K2, Vitamin D und Kalzium für starke Knochen. Weiche Kost (Brot, Pasta, Smoothies) ist der Feind des Kiefers.
  • Kaugummi: Extra festes Mastix-Kaugummi hilft dabei, die Kiefermuskeln zu trainieren.

 

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FAQ: Häufig gestellte Fragen 

 

Wo finde ich in Deutschland Ärzte, die sich mit diesen Themen auskennen?  Das ist wirklich ein großes Problem. Ich war mit unserem Sohn bei zwei Kieferorthopäden in Deutschland, die rückblickend aus meiner Sicht leider absolut keine Ahnung hatten bzw. einen ganz anderen Ansatz verfolgten. Durch einen Aufenthalt in Australien und einen Besuch der Praxis Helix Dentistry, einer der führenden Praxen auf diesem Gebiet, wurde eine Diagnose erstellt und eine Praxis in Köln zur Weiterbehandlung in Deutschland empfohlen. Dort wurde die Situation erkannt und eine Durchtrennung des Zungenbandes angeraten. Begleitet von einem speziellen Zungentraining per Video.

Wenn ihr eine Kieferorthopädische Praxis oder einen Logopäden sucht, könnt ihr nach folgenden Stichworten + eurem Wohnort googeln:

  • Myofunktionelle Therapie
  • funktionelle Kieferorthopädie
  • Orthotropie
  • Myobrace
  • Nasenatmungstherapie
  • Buteyko
  • Gaumennahterweiterung / MSE-Expandern (Alternative zur Zahnspange, die den Kiefer weitet anstatt die Zähne im zu kleinen Kiefer zu begradigen).

Viele Praxen beraten inzwischen auch online an. Leider handelt es sich bei Erwachsenen in Deutschland um Selbstzahler-Leistungen.

 

 

Entscheidet die Zunge wirklich über die Kieferentwicklung und Symmetrie des Gesichts? Oder ist das einfach Genetik? Die Genetik spielt definitiv eine Rolle.  Aber: Umweltfaktoren bestimmen ca. 70–80 % der Gesichtsentwicklung. Moderne Ernährung (weiche Kost), Flaschen statt Stillen und das Daumenlutschen können die Kiefermuskulatur ebenso schwächen wie eine falsche Zungenhaltung und permanente Mundatmung.
Die Zunge ist der stärkste Muskel im Verhältnis zur Größe. Wenn sie richtig arbeitet, kann sie genetische „Schwächen“ zumindest ausgleichen.

 

Für wen ist Mewing geeignet – und für wen nicht? Bei starken Kieferfehlstellungen (z. B. Klasse-III-Unterbiss) oder einem zu kurzen Zungenbändchen kann falsches Drücken Schmerzen oder Zahnwanderungen verursachen. Auch bei akuten Nasenproblemen (Polypen, starke Schiefstellung) muss erst das Problem beseitigt werden.

 

Ist Thumbpulling eine Option, um den Kiefer positiv zu verändern? Thumbpulling (= das Ausüben von Druck mit den Daumen im Gaumen) ist gerade auf Tiktok und Instagram beliebt und soll dabei helfen, den Kiefer zu weiten und das Gesicht symmetrischer zu machen. Ich wäre hier SEHR vorsichtig bzw. würde davon abraten, eigenmächtig mit großem Druck herumzuexperimentieren. Nach dem, was ich gelesen habe, klagen einige Leser über Kieferschmerzen, asymmetrische Veränderungen, eine einseitige Veränderung des Oberkiefers, die dazu führt, dass der Unterkiefer nicht mehr richtig „passt“.

 

Buchempfehlungen und sonstige Links zum Thema:

 

 

 

Führende Ärzte weltweit:

 

Kurz und knackig (15 Min.)

 

Fazit:

Die richtige Zungenposition und Nasenatmung sind kein gewöhnlicher Social Media Trend. Sie sind der Weg zurück zur Natur. Aus meiner Sicht sollte es DRINGEND Aufklärung zu diesem Thema geben. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich bei unseren Kindern von Anfang an auf eine korrekte Atmung achten und ihnen deutlich weniger weiche Nahrung anbieten.

 

Nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag gefallen hat und freue mich wie immer sehr auf euer Feedback. Falls ihr Tipps zu guten Ärzten oder Logopäden bzw Tipps zu Büchern oder guten Youtube-Videos bzw Instagram-Seiten habt: Schreibt mir gerne.

Liebe Grüße,

 

mamablog ruhrgebiet

 

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Über Patricia 613 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 47 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 18 und 20 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

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