10 Dinge, die ihr vor eurem ersten Seoul Besuch unbedingt wissen solltet

10 Dinge, die ihr vor eurem ersten Seoul Besuch unbedingt wissen solltet

 

Meine Tochter und ich haben die Osterferien 2024 in Südkorea bzw. Seoul verbracht. Was wir dort alles gemacht haben, in welchem Hotel wir übernachtet haben und welche Punkte wir von unserer Bucketlist streichen konnten, könnt ihr hier in meinem Beitrag Die allerbesten Tipps für einen Städtetrip nach Seoul nachlesen. In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch von 10 Dingen berichten, die ihr vor eurem ersten Seoul Besuch unbedingt wissen solltet.

 

10 Tipps, die ihr vor einer Reise nach Südkorea kennen solltet

 

  1. Die Routenplanung mit Google Maps funktioniert nicht
  2. Trinkgeld geben ist unüblich
  3. Eure Metro Karte könnt ihr ausschließlich mit Bargeld aufladen
  4. Uber gibt es nicht, aber die Kakao Taxi App ist eine gute Alternative
  5. Ohne Übersetzungsapp geht gar nichts
  6. Eine koreanische Simkarte ist sinnvoll
  7. Vieles wirkt bunter, futuristischer oder irgendwie niedlich
  8. Im Straßenverkehr kann es gefährlich werden
  9. Es gibt kaum Mülleimer
  10. Schlürfen gilt als höflich, Nase putzen nicht

 

 

#1: Die Routenplanung mit Google Maps funktioniert nicht!

Ich wollte es nicht wahrhaben und habe vor der Reise wie immer Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Cafés in meiner Google Maps Karte markiert. In Seoul angekommen, musste ich feststellen: Die Routenplanung funktioniert tatsächlich nicht.  Es ist also sehr sinnvoll, schon vor eurer Reise die App Naver auf eurem Smartphone zu installieren. Diese könnt ihr nicht nur nutzen, um euch zu Fuß durch die Stadt navigieren zu lassen, sondern auch um Bus und Bahnfahrten ohne koreanische Sprachkenntnisse zu planen oder um den Weg zu den in Google Maps abgespeicherten Orte zu finden.

routenplanung_seoul_naver_app

 

 

#2: Trinkgeld geben ist unüblich

In Korea ist es nicht üblich, Trinkgeld zu geben. Im Gegenteil: Koreaner empfinden es als Almosen und somit als unhöflich bzw. beleidigend.

 

trinkgeld_geben_seoul

 

#3: Eure Metro Karte könnt ihr NUR mit Bargeld aufladen.

Seoul ist eine extrem fortschrittliche Stadt und ihr könnt grundsätzlich fast überall mit eurer Kreditkarte oder Apple Pay bezahlen. Wir haben während unserer Reise dennoch in genau 3 Situationen Bargeld benötigt:

  1. Wenn wir uns abends Essen auf dem Streetfood-Markt kaufen wollten
  2. Für den Coin-Karaoke Raum #Noraebang
  3. Zum Aufladen unserer Metro-Card

Da wir in Seoul immer mal an Geldautomaten geraten sind, die keine internationalen Kreditkarten akzeptiert haben, würde ich euch dringen dazu raten, ca. 100 € in bar mitzunehmen. Diese könnt ihr vor Ort (z.B. im Hotel oder in Wechselstuben) wechseln. Zusätzlich würde ich ca. 100 € in koreanischen Won am Flughafen abzuheben.

bahn_fahren_seoul

#4: Uber gibt es nicht, aber die Kakao Taxi App ist eine gute Alternative.

Wir haben uns in Seoul überwiegend zu Fuß bzw. mit der Metro und Bussen fortbewegt. Das hat dank der Naver App (siehe oben) perfekt funktioniert. Als wir spontan von der Lotte Mall zum Han River fahren wollten, haben wir die Gelegenheit genutzt, um die koreanische Uber Alternative namens Kakao Taxi App auszuprobieren.

kakao_app_seoul

 

Nach der Installation der App konnten wir unsere Kreditkarten-Daten hinterlegen, uns orten lassen und den gewünschten Zielort eingeben. Im nächsten Schritt wurde uns der Fahrzeugtyp sowie das Nummernschild unseres Fahrers angezeigt. Der Fahrer kam, wir stiegen ein und wurden zum gewünschten Ziel gebracht. Der Betrag wurde nach unserer Ankunft am Ziel automatisch vom Konto abgebucht. Die Fahrt inkl. Bezahlung war so ohne koreanisches Sprachkenntnisse möglich.

 

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#5: Ohne Übersetzungsapp geht gar nichts

Die App Papago ist extrem nützlich, um nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Sprache „live“ zu übersetzten. Wir haben die  Papago App während unseres Aufenthalts in Südkorea regelmäßig genutzt, um z.B. Straßenschilder oder Speisekarten „live“ zu übersetzten bzw. uns mit Menschen auszutauschen, die kein Englisch sprachen. Das hat so ähnlich wie die Google Übersetzer App funktioniert, über die ich  hier auf dem Blog bereits berichtet habe.

beste_uebersetzer_app_korea_papago

 

#6: Eine koreanische Simkarte ist sinnvoll!

In Seoul gibt es fast überall die Möglichkeit, kostenlose Wlan Netze zu nutzen. Ich würde euch dennoch dringend zu einer koreanischen Simkarte raten, um wirklich auch jederzeit Zugriff auf die empfohlene Navigations-, Übersetzungs- und Taxi App zu haben. Diese könnt ihr euch z.B.  hier reservieren und nach eurer Ankunft am LG U+ Schalter am Flughafen abholen. Terminal 1 Gate A (kürzeste Wartezeit) oder Gate F am Incheon Airport, Terminal 2 Gate 3-4 oder Gate 4-5. Mitarbeiter von LG helfen euch auf Wunsch bei der Aktivierung.

 

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Alternativ ist eine eSim Karte eine Lösung, mit der ihr für Notfälle sogar weiterhin über eure deutsche Nummer erreichbar seid. Diese könnt ihr bereits vor eurer Reise in Ruhe auf eurem Smartphone installieren und vor Ort nutzen. Wie das genau funktioniert, habe ich hier auf meinem Familien-Reiseblog.de erklärt. Wir haben uns für eine eSim mit unbegrenztem Datenvolumen entschieden und zwischendurch einen Hotspot eröffnet. Diese hat für 10 Tage 32 € gekostet.  Über diesen Link Airalo App Affiliate Link erhaltet ihr 3 Dollar Rabatt.

 

 

#7: Vieles wirkt bunter, futuristischer oder irgendwie niedlich

Auf manchen Märkten sieht es zwar aus, als sei die Zeit vor ca. 100 Jahren stehengeblieben. Wenige Meter fühlt man sich aber, als sei man in der Zukunft gelandet. An den Eingängen von Bahnstationen und Hotels gibt es Schirmtrockner, an den Tischen der Restaurants häufig Tablets und in einigen Hotels ersetzten Roboter die Empfangsmitarbeiter. Die Sitzplätze in der Bahn sind beheizt, die Klobrillen häufig ebenfalls.

 

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#8: Im Straßenverkehr kann es gefährlich werden

Wir haben Seoul als extrem sicheren, bestens organisierten Ort erlebt. Nur das Verhalten im Straßenverkehr hat uns anfangs überrascht, denn an Zebrastreifen wurde oft nicht angehalten und es war durch die verspiegelten Frontscheiben der Autos nicht möglich, Augenkontakt mit den Fahrern aufzunehmen, um abzuschätzen, ob sie uns gesehen haben.

 

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#9: Es gibt kaum Mülleimer

In Seoul ist es extrem sauber – und das, obwohl es kaum Mülleimer gibt. Das hat wiederum damit zu tun, dass es „vom Volumen abhängige Abfallgebühren“ gibt.  Falls ihr euch nun fragt, was Koreaner mit Müll machen, der unterwegs anfällt: Sie nehmen ihn mit nach Hause oder lassen z.B. Verpackungen gleich in einem der vielen Convenience Stores.

 

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#10: Schlürfen gilt als höflich

Es gibt ein paar Dinge, die für Europäer in Asien gewöhnungsbedürftig sind: Das Schlürfen während des Essens gilt in Korea z.B. als höflich, das Putzen der Nase in Gegenwart anderer Menschen hingegen als „no go“. Das laute Hochziehen der Nase ist wiederum völlig ok.

 

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Was ihr sonst noch wissen solltet:

  • Vor dem Betreten eines koreanischen Hauses solltet ihr unbedingt die Schuhe ausziehen. Das gilt auch für Kosmetikstudios etc.
  • Im Restaurant zahlt man an der Kasse.
  • Pünktlichkeit hat einen hohen Stellenwert.
  • Statt einem direkten NEIN umschreibt man lieber höflich, warum man etwas nicht möchte.

 

Habt ihr noch Fragen? Wart ihr schon mal in Südkorea? Steht eine Reise gerade weit oben auf eurer Bucketlist? Oder reizt euch das Land so gar nicht?  Ich freue mich auf euer Feedback!

 

Viele Grüße,

 

reiseblog_familie-seoul

 

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Über Patricia 546 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 45 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 16 und 19 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

6 Kommentare

  1. Eine kleine Anmerkung zu Punkt 3. Meine letzte Reise nach Südkorea liegt zwar bald zehn Jahre zurück und es ist gut möglich, dass das heute nicht mehr stimmt – wenn das jemand verifizieren könnte, wäre das super. Aber bei mir war es so, dass die Bankomaten in den Metrostationen wie auch in den Busterminals ausnahmslos meine ausländischen Bankkarten akzeptierten. Bei den Automaten an den Banken hingegen war es wie bei dir beschrieben eine ziemliche Glücksache. Wer also Probleme hat, an Bargeld zu kommen: Versucht es in den U-Bahnstationen.

    • Interessant, da würde mich auch das Feedback anderer Leser interessieren. Das war bei uns ja genau umgekehrt: In der U-Bahnstation und selbst in der COEX-Mall wurden unsere Karten nicht akzeptiert – in 2 Banken in Gangnam hatten wir Glück.

  2. Na, das sind ja gute Tipps. Ich staune, wie ähnlich und doch unterschiedlich Korea seinem Nachbarland Japan ist. Fast alles stimmt überein, aber den Straßenverkehr haben wir in Tokio immer als supersicher erlebt; kein Wunder, wenn an jedem Zebrastreifen noch eine Ampel und zwei (!) Sicherheitsleute mit Leuchtstäben stehen, die die Passanten bei Grün hinüberwinken 😉

    Seoul kenne ich bisher nur von einem kurzen Stopover, da will ich unbedingt nochmal ausführlicher hin. Ist der Frühling denn eine empfehlenswerte Reisezeit?

    LG
    Jenny

    • Hallo Jenny,

      ja – der Frühling ist toll!! Besonders, wenn du die Kirschblüte sehen möchtest. Ansonsten wäre der Herbst meine erste Wahl. Der Sommer ist einfach zu heiß und der Winter wäre mir kalt.

      Liebe Grüße,
      Patricia

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