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Ehrlicher Erfahrungsbericht: Von der Bestellung des Solakon Balkonkraftwerks bis zur Installation
Das Thema Solar boomt derzeit wie selten zuvor. ABER: Ist das Aufstellen bzw. der Betrieb eines Balkonkraftwerks wirklich so einfach, wie das im Netz behauptet wird? Ich habe mich als totaler Laie in den letzten Wochen in das Thema Balkonkraftwerk eingelesen. Nachdem ich die Grundlagen verstanden und die 10 häufigsten Fragen meiner Leser zum Thema Balkonkraftwerk wie:
„Was ist ein Balkonkraftwerk, wie funktioniert es und wann rechnet es sich? Darf man ein Balkonkraftwerk selbst installieren und anschließen? Was ist ein Wechselrichter? Lohnt es sich, einen Speicher zu kaufen?“
auf meinem Blog beantwortet hatte, war ich bereit für den Praxistest und habe zusammen mit meinem Mann und Freunden vier Solarmodule mit je 500 Watt auf unserer Garage montiert, diese mit einem 2,11 kWh Speicher verbunden und ans Hausnetz angeschlossen. In diesem Beitrag möchte ich euch nun zeigen, wie das genau funktioniert und euch Mut machen, euch mit diesem Thema zu befassen. Konkret geht es um folgende Punkte:
- Infos zu unserem Balkonkraftwerk
- Details zur Bestellung und Lieferung
- Montage und Betrieb des Balkonkraftwerks
- Fazit
Zur Transparenz: Dieser Beitrag enthält eine Kooperation mit Solakon. Die Kooperation kam zustande, nachdem ich mich bereits für das Solakon ONE Paket entschieden hatte. Alle Erfahrungen und Einschätzungen spiegeln meine persönliche Meinung wider.
Allgemeine Infos zum Solakon Balkonkraftwerk
Nach längerer Recherche haben wir uns für das Solakon onPower 2000W Komplettset inkl. 4x 500W PV-Module, 800 W Hybrid Wechselrichter und 2,11 kWh ONE Speicher Affiliate Link entschieden. Dieses besteht aus folgenden Komponenten:
- 4 x 500W Solarmodule (bifazial)
- Solakon ONE Speicher mit 2,11 kWh Speicherkapazität
- Integrierter Hybrid-Wechselrichter mit 800W Einspeiseleistung (= gesetzliche Grenze)
- 10 m Kabel vom Speicher zur Steckdose
- je ein 3 m Solarkabel Set pro Modul
- App-Steuerung über die Solakon-App
Preis: je nach Angebot zwischen 899,99 € und 1.374,99 €
Hinzu kamen noch:
- Halterungen für die Module (in unserem Fall: Fürs Flachdach)
- Verlängerungen für die Solarkabel (siehe Skizze unten)
- Betonplatten zum Beschweren
Gründe, die aus unserer Sicht für das On Power 2000 Set mit Speicher gesprochen haben
Das Set entsprach den von uns definierten Anforderungen einfach am besten:
- Produktion von bis zu 2000 W, Einspeisung von maximal 800 Watt ins Haus (gesetzliche Grenze).
- Hochwertige, bifaziale Solarzellen (= die Module nutzen reflektiertes Licht, um auf der Rückseite noch mehr Strom zu produzieren)
- 2,11 kWh Speicher mit LiFePO4-Technologie. Diese ist besonders langlebig (-> Nach 6.000 Ladezyklen sind noch 80 Prozent Restkapazität übrig. Bei einem Zyklus pro Tag entspricht das über 16 J. Betrieb). Günstige Li-Ion-Akkus schaffen nur 500 bis 1.000 Zyklen. Außerdem ist die Gefahr einer Erhitzung oder Explosion im direkten Vergleich extrem niedrig.
- Eine schrittweise Erweiterung des Speichers bis auf 12,66 kWh ist möglich.
- Es gibt 4 MPPT Eingänge am Speicher. Das bedeutet: Jedes der 4 Solarmodule wird über 2 Kabel mit dem Speicher verbunden und erzeugt unabhängig Leistung. Die Verschattung eines Moduls schränkt die Leistung der anderen Module also nicht ein.
- Es gibt eine Notstromfunktion für den Blackout-Fall (= 1200 W Steckdose versorgt wichtige Geräte zuverlässig weiter)
- Bidirektionales Laden ist möglich. Das heißt: Der Speicher ist in der Lage, Strom von flexiblen Stromtarifen aus dem Netz zu ziehen und dann zu speichern, wenn er günstig ist.
- Einfache Plug & Play Installation
- App-Steuerung ohne großen technischen Aufwand inkl. Live Strom-Produktion, Verbrauch, Ladestand des Akkus etc.
- Möglichkeit zur Nulleinspeisung dank Smart-Meter Option
- Markenprodukt aus Deutschland inkl deutscher App-Software, deutschen Servern (!) und Kundenservice
- 10 Jahre Herstellergarantie
- Faires Preis-/Leistungsverhältnis
Gut zu wissen: Im unabhängigen Labortest erreicht der Solakon ONE 89,7% Wirkungsgrad bei 800W Entladeleistung. Das ist der beste Wert im gesamten Testfeld.
Details zur Bestellung und Lieferung
Wenn ihr überlegt habt, WO ihr die Solarmodule aufstellen möchtet, OB die Anschaffung erlaubt ist und sich rechnet und WIE ihr die Module befestigen könnt, kann die Bestellung erfolgen. Ich würde empfehlen, das Set direkt über die Solakon Website Affiliate Link zu bestellen.
Der Vorteil: Hier könnt ihr das benötigte Zubehör passend konfigurieren. Besonders wichtig sind die richtigen Kabellängen – und zwar sowohl die Kabel der Solarmodule als auch das Kabel des Speichers.
Außerdem habt ihr bei Problemen einen direkten Ansprechpartner. Achtet auf Angebotsaktionen – dann könnt ihr im Vergleich zu bekannten Online-Shops sogar noch Geld sparen.
Tipp: Macht euch vor der Bestellung eine Skizze! Ich habe anfangs einen Fehler gemacht, denn ich bin davon ausgegangen, dass die Module erst miteinander verbunden werden und nur das vorderste Modul mit dem Speicher verbunden wird. Das ist nicht der Fall. Wenn ihr den Solakon Speicher nutzt, wird jedes Modul mit 2 Kabeln direkt mit dem Speicher verbunden, der wiederum den Wechselrichter enthält. Der Speicher wird anschließend an die Außensteckdose angeschlossen.
Wenn ihr keinen Speicher nutzt, sieht es anders aus: In diesem Fall wird ein kleines Gerät namens Wechselrichter hinter einem Solarmodul montiert und mit allen Solarmodulen verbunden. Wenn ihr mehrere Module nutzt, könnt ihr mit sogenannten Y-Kabeln jeweils 2 Kabel zu einem Kabel verbinden. Anschließend wird der Wechselrichter an die Außensteckdose angeschlossen.
Die Lieferung des Solakon Balkonkraftwerkes
Die Lieferung erfolgte per Spedition – und obwohl ich die Maße der Solarmodule vorab kannte, war ich überrascht, WIE groß sie im ersten Moment wirkten.
Wir haben die Module zu zweit ins Haus getragen und erstmal an eine Wand im Wohnzimmer gestellt. Tipp: Achtet am Tag der Lieferung der Solarmodule am besten darauf, dass ihr Helfer vor Ort habt.
Die Montage des Balkonkraftwerks
Nach einem ersten Blick in die Anleitung stiegen kurz Bedenken auf. Die Skizzen wirkten auf den ersten Blick irgendwie komplizierter, als ich das erwartet hatte. Ich kann aber gleich eine Entwarnung geben: Im Endeffekt war alles dann doch ganz einfach. Man muss nur alle überflüssigen Informationen ausblenden und die 3 Schritte einfach nacheinander abarbeiten:
- Module befestigen oder aufstellen und beschweren
- Kabel verbinden. Solarmodul -> Wechselrichter oder Speicher -> Steckdose.
- Wechselrichter oder Speicher mit der Solakon App verbinden
Falls euch die Details interessieren – bei uns sah das konkret so aus:
Schritt #1: Halterungen montieren
Wir haben im ersten Schritt die Halterungen zusammengeschraubt…
… und diese an den Solarmodulen befestigt.
Schritt #2: Mit der Verkabelung vertraut machen
Dann haben wir uns mit der Verkabelung vertraut gemacht. Die Kabel werden einfach ineinander gesteckt. Da kann man nichts falsch machen. Ihr verbindet einfach die beiden kurzen Kabel, die vom Solarmodul weggehen, mit den entsprechenden „Verlängerungskabeln“ …
…und steckt die anderen Enden in den Speicher. Den Speicher verbindet ihr dann mit eurer normalen Außensteckdose.
WICHTIGER NACHTRAG: Ohne Speicher (!) dürft ihr bis 960 Wp Modulleistung den „normalen“ Schuko-Stecker nutzen. Liegt eure Modulleistung darüber (bis maximal 2000 Wp) schreibt die neue VDE-Norm (DIN VDE V 0126-95) einen Wieland-Stecker vor, auch wenn der Wechselrichter selbst weiterhin nur 800 Watt ins Hausnetz einspeisen darf. Das bedeutet: Für den Anschluss braucht ihr dann eine passende Wieland-Steckdose, die von einer Elektrofachkraft installiert werden muss.
Rechtlich ist das (noch) keine zwingende gesetzliche Vorschrift, sondern eine technische Norm-Empfehlung, an die sich aber Netzbetreiber, Hersteller und Versicherungen faktisch halten. Das Solarpaket I selbst verweist bisher nicht ausdrücklich darauf.
Tipp: Es ist sinnvoll, die Kabelbinder zu lösen, bevor ihr die Module auf die Garage packt.
Schritt #3: Der Testlauf
Wir haben die Module zunächst im Garten aufgestellt, um zu schauen, ob wir das Prinzip richtig verstanden haben und ob alles funktioniert.
Schritt #4: Die Montage der Solarmodule auf der Garage
Für den nächsten Schritt haben wir Freunde um Unterstützung gebeten. Zu viert haben wir die Module dann problemlos auf die Garage befördert. Theoretisch ist es auch zu zweit möglich Wir haben zwei hohe Leitern an die Garage gestellt. Die Männer haben die Module dann zusammen „hochgetragen“. Unsere Freundin hat das Modul von unten stabilisiert und ich habe es oben angenommen bzw. darauf geachtet, dass es korrekt über die Kante geführt wird.
Auf der Garage haben wir dann zunächst die Kabel organisiert (eine Beschriftung der Kabelenden ist sinnvoll)
Schritt #5: Beschwerung der Module
Im 5. Schritt haben wir die Module mit Betonplatten beschwert. Wir haben uns für Platten im Format 30 x 30 cm entschieden, die wir für 99 Cent p.St. im Baumarkt gekauft haben.
Die Anzahl der benötigten Platten könnt ihr hier nachlesen. Windzone 2 heißt z.B.: G1: (4 Platten) und G2 (6 Platten) also im Idealfall insgesamt 10 Platten a 9 kg pro Modul.

So sieht unser Ergebnis aus.
Schritt #6: Anschluss des Speichers ans Stromnetz
Nun mussten wir nur noch den Stecker des Stromspeichers in die Steckdose stecken und schon wurde selbstproduzierter Strom ins Hausnetz eingespeist.
Schritt #7: Installation der App
In der Solakon App, die wir mit dem Solakon One Speicher verbunden haben, können wir nun jederzeit sehen, wie viel Strom gerade produziert, gespeichert und eingespeist wird.

Mein Fazit
Hätten wir gewusst, wie einfach das Projekt umzusetzen ist, hätten wir uns schon früher dafür entschieden. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden. Was ihr aus meiner Sicht aber noch wissen solltet: Der Neigungswinkel der Solakon Flachdach-Halterungen beträgt 20°. Der ideale Winkel (höchster Ertrag) beträgt jedoch 30–35°. Für uns war der flachere Winkel ok, denn er sorgt für:
- eine deutlich geringere Windangriffsfläche (= höhere Stabilität bei Sturm und Böen)
- die Module müssen nicht so stark beschwert werden (das war für uns wichtig, weil wir die Dachlast der Garage nicht ausreizen wollten).
Laut Solakon ist der 20°-Winkel ein „bewusst gewählter Kompromiss aus guter Effizienz, hoher Stabilität, einfacher Montage und vertretbarer Ballastierung“. Falls die Dachlast bei euch keine Rolle spielt und ihr den Ertrag maximieren möchtet, würde ich euch zu Flachdach-Halterungen mit einem Winkel von 30-35 Grad raten.
Nun warten wir nur noch darauf, dass sich unser Netzbetreiber endlich meldet, damit wir den SmartMeter nutzen können. Unser Stromzähler muss hierfür nämlich noch freigeschaltet werden. Sollte das irgendwann passieren, werde ich die Infos zu diesem Thema ergänzen.
Nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag weitergeholfen hat und bin wie immer gespannt auf euer Feedback. Falls noch Fragen offengeblieben sind: Schreibt mir gerne!
Liebe Grüße,

PS: Falls ihr die Solarmodule an eurem Balkon installieren möchtet, könnt ihr euch in diesem Video anschauen, wie das funktioniert.
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