Vermögensaufbau einfach erklärt: So klappt es ohne hohe Gebühren

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Vermögensaufbau einfach erklärt: So klappt es ohne hohe Gebühren

 

Passend zu meinem Beitrag: „Schritt-für-Schritt-Anleitung: So bekommt ihr eure Finanzen garantiert in den Griff“ folgt nun ein Überblick über das Thema Vermögensaufbau.  Mein wichtigster Tipp zu diesem Thema lautet:

 

Eignet euch die Grundlagen an und vertraut in Geldfragen nur EUCH SELBST!

 

Egal ob Vermögensberater oder Bank-Mitarbeiter: Die Menschen in der Finanzbranche leben von den Provisionen der Verträge, die sie ihren Kunden vermitteln – oder werden zumindest indirekt anhand der getätigten Abschlüsse / erreichten Ziele bewertet. Eine Ausnahme sind unabhängige Finanzberater die ihr im Voraus für ihre Leistung bezahlt und die dann anschließend provisionsfrei arbeiten.

Warnen möchte ich an dieser Stelle auch vor Finanzcoaches, die euch für viel Geld für Mentoringprogramme berechnen. Insbesondere dann, wenn diese ihre Preise nicht transparent kommunizieren und am Ende mehrere tausend Euro kosten. Lesenswert ist zu diesem Thema der Artikel Wenn die feministische Finanzberatung mehr als ein Monatsgehalt kostet . Im Grunde könnt ihr die Grundlagen relativ schnell lernen, wenn ihr euch das zutraut und etwas Zeit investiert.

 

Zur Transparenz: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung durch einen zugelassenen Finanzberater. Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Investitionen sind immer mit Risiken verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

 

 

Meine persönliche Vorgehensweise für langfristigen Vermögensaufbau (keine Finanzberatung)

 

Wenn ihr die Punkte: Auflisten „Wofür gebe ich mein Geld aus?“ -> Fixkosten reduzieren -> Schulden abbauen (falls vorhanden) abgearbeitet habt, könnt ihr mit dem Vermögensaufbau beginnen. Wichtig: Vergleicht unbedingt die Konditionen der Anbieter / Banken.  Günstige Anbieter sind aus meiner Sicht (April 2026):

  • ETF Sparpläne / Tagesgeld -> Trade Republic
  • Gold / EUWAX Gold II Sparplan -> Comdirect oder Scalable Capital
  • Tagesgeld -> Trade Republic / Scalable Capital
  • Krypto -> Bison

 

Warum nicht alles bei einem Anbieter? Weil kein einziger Anbieter alle drei Produkte optimal vereint. Trade Republic hat kein EUWAX Gold II, Comdirect hat keine grundsätzlich kostenlosen ETF Sparpläne (allerdings z.T. kostenlose Angebote) und für echtes Krypto mit deutscher Steuerbescheinigung ist Bison eine gute Option. Drei Konten klingen nach Aufwand, aber alle drei sind einmal eingerichtet und laufen dann vollautomatisch ohne weiteres Zutun.

 

 

Schritt #1: Spart 1000 € als Notgroschen

Der Notgroschen dient für absolute Notfälle. Dazu zählen NICHT: Spontane Urlaube, eine tolle Handtasche, eine neue Uhr etc. Lasst dieses Geld auf eurem Tagesgeldkonto liegen(!) Tipp: Falls ihr noch kein Tagesgeldkonto habt: Dieses gibt es z.B. bei Trade Republic oder Comdirect Affiliate Link

 

notgroschen_sparen_guenstig

 

 

Schritt #2: Baut ein Finanzpolster von 2-3 Monatsgehältern auf

Falls ihr nicht mehr zu Hause wohnt und feste Ausgaben habt: Spart weiter, bis ihr mind. 2 besser 3 Monatsgehälter als Reserve habt, die ihr ebenfalls auf eurem Tagesgeldkonto liegen lasst und nicht anrührt.

 

Schritt #3:  Investiert langfristig in ETFs

Ich habe damals viele Anlageformen verglichen und mich schließlich für den Allrounder unter den Geldanlagen, den ETF MSCI World entschieden. Damit investiert ihr – einfach ausgedrückt – automatisch in die größten und bekanntesten Unternehmen der Welt. Um in einen ETF zu investieren, müsst ihr nur online ein Depot bei eurer Bank (z.B. Comdirect Affiliate Link) eröffnen. Anschließend könnt ihr, ebenfalls online, wahlweise einen Einmalbetrag investieren oder einen Sparplan anlegen, der es euch ermöglicht, jeden Monat eine zuvor festgelegte Summe zu sparen.

Dies lohnt sich aus meiner Sicht langfristig schon bei kleinen Beträgen ab 25 € pro Monat und hat den Vorteil, dass ihr keinen Provisionen für Fondsmanager bezahlen müsst, die langfristig sowieso nicht den Durschnitt der weltweiten Aktien schlagen, die wiederum vom MSCI World abgebildet werden. Detaillierte Infos zum Investieren in ETFS inkl. konkreter Vorschläge habe ich inzwischen hier auf dem Blog für euch zusammengefasst.

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Vorteile von ETFs: ETFs sind breit gestreut (=das Risiko wird verteilt), relativ günstig, automatisches sparen ohne regelmäßige Recherche ist möglich und sie haben sich langfristig bewährt. Für die meisten Menschen sind ETFs aus meiner Sicht die beste und einfachste Wahl. Der MSCI World reicht im Grund, optional kann er durch einen Emerging Markets ETF ergänzt werden. Aktien haben den Vorteil, dass sie sehr hohe Renditen bringen KÖNNEN. Dafür können sie aber auch auf 0 fallen, wenn die Firma pleite geht. Das erfolgreiche Investieren in Einzelaktien erfordert Zeit, Wissen und Nerven. Es ist aus meiner Sicht nur sinnvoll, wenn man sich wirklich damit beschäftigen möchte.

 

 

Schritt #4: Investiert bei Interesse zusätzlich in Gold / Edelmetalle

Falls ihr beim Vermögensaufbau nicht alles auf eine Karte setzen möchtet, könnt ihr weitere Anlageformen ergänzen. Ich finde hier z.B. Gold interessant. Dieses könnt ihr in Form von Münzen wie der Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker kaufen. Der Nachteil: Ihr braucht im Grunde einen Tresor oder ein Schließfach.

Die Alternative: Xetra Gold oder EUWAX Gold II – das digitale physische Gold. EUWAX Gold II (WKN: EWG2LD, ISIN: DE000EWG2LD7) ist ein Wertpapier, das zu 100% mit physischem Gold hinterlegt ist. Das heißt: Das Gold existiert wirklich, wird in Deutschland gelagert und gehört EUCH. Der Kauf und Verkauf ist wie bei Aktien oder ETFs einfach über euer Depot möglich. Es gibt keine laufenden Lagerkosten. Nach einem Jahr ist diese Goldanlage komplett steuerfrei (!). Das ist bei anderen Produkte z.T nicht der Fall. Prüft das vor dem Kauf. Eine kostenlose Auslieferung als echter Goldbarren ist ab 100 Gramm möglich. Verfügbar als Sparplan mit 1,5 % Provision bei  Comdirect Affiliate Link und kostenlos bei Scalable Capital.

Gut zu wissen: Gold dient als Absicherung, nicht als Renditebringer. Es schützt gegen Inflation und Krisen, wächst aber langfristig langsamer als Aktien. Als Beimischung von 10 bis 20% kann es sinnvoll sein.

 

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Schritt #5: Und was ist mit Krypto?

Ob es sich derzeit noch lohnt, in Kryptowährungen zu investieren, lässt sich schwer sagen. Ich würde maximal einen kleinen Betrag pro Monat investieren und mich dabei auf Bitcoin fokussieren. Die Grundlagen zum Thema Kryptowährung habe ich hier für euch zusammengefasst – inkl. Bedenken zur aktuellen Entwicklung.

Gut zu wissen: Bitcoin hat historisch alle anderen Anlageklassen langfristig übertroffen, aber mit enormen Schwankungen extremen Kursverlusten zwischendurch. Wer gerne spekuliert, könnte eine Beimischung von 5% übrlegen. Aber nur,  wenn man den möglichen Totalverlust dieses Anteils verschmerzen kann.

Außerdem wichtig: Wenn ihr auf Trade Republic Krypto kauft, kauft ihr keine „echtes Krypto“, sondern ein Wertpapier das den Kurs nachbildet. Vorteile: Einfach, automatische Steuerbescheinigung. Nachteil: Kein Transfer auf eigene Wallet, keine Steuerfreiheit nach einem Jahr. Bei Revolut kauft ihr „echtes“ Krypto, es wird aber keine automatische deutsche Steuerbescheinigung erstellt, was das ganze aufwändig macht. Hinzu kommt eine eingeschränkte BaFin-Regulierung. Aus meiner Sicht ist das nicht empfehlenswert. Finanztip empfiehlt derzeit Bison als einzige Plattform für den Kauf von Bitcoin in Deutschland.

 

 

Konkrete Beispiel: Wie man 25 €, 50 €, 100 €, 250 € bzw. 500 € pro Monat anlegen kann

Was ich machen würde, wenn ich heute anfangen würde zu investieren:  Insgesamt würde ich derzeit mind. 70% meines Geldes in ETFs anlegen, 15 % in Gold, 10 % auf dem Tagesgeldkonto lassen und max. 5% in Krypto oder Einzelaktien investieren. Konkrete Beispiele:

 

Was kann man mit 25 – 50 € Sparrate pro Monat machen?

25- 50 € würde ich in einen einzigen ETF stecken, den MSCI World (bei Trade Republic kostenlos). Eine Aufteilung auf Gold oder Krypto ergibt bei diesem Betrag aus meiner Sicht noch keinen Sinn.

 

Was kann man mit 100 € Sparrate pro Monat machen?

Ab 100 € würde ich eine erste Aufteilung vornehmen. 70 € fließen in den MSCI World ETF bei Trade Republic als kostenloser Sparplan, 30 € in EUWAX Gold II  bei Comdirect als Sparplan.

 

Was kann man mit 250 € Sparrate pro Monat machen?

Ab 250 € macht eine breitere Aufteilung Sinn. 140 € fließen z.B. in den MSCI World ( Trade Republic), 60 € in den Emerging Markets ETF ebenfalls bei Trade Republic. Dazu 25 € in EUWAX Gold II bei Comdirect und 25 € aufs Tagesgeldkonto.

 

Was kann man mit 500 € Sparrate pro Monat machen?

Bei einer Sparrate von 500 € monatlich könnte die Aufteilung zum Beispiel so aussehen:

  • 350 € fließen in ETFs, davon 245 € in den MSCI World und 105 € in den Emerging Markets ETF, kostenloser Sparplan bei Trade Republic. Die konkreten ETFs inkl. WKN Nummern findet ihr in der kurzen Zusammenfassung am Anfang dieses Beitrag hier.
  • 75 € fließen in Gold (EUWAX Gold II, WKN EWG2LD bei Comdirect Affiliate Link) oder Scalable als Sparplan.
  • 50 € bleiben auf dem Tagesgeldkonto als laufende Reserve, zum Beispiel bei Trade Republic.
  • 25 € fließen optional in Krypto (Bison App) oder Einzelaktien (z.B. Trade Republic), aber ausdrücklich nur wenn man das Risiko eines möglichen Totalverlusts dieses Anteils bewusst in Kauf nimmt.

 

In  20 Jahren würdet ihr so ca  120.000 € einzahlen  und ein Depot von etwa 244.000 € aufbauen (bei einer Entwicklung der Märkte wie in den letzten Jahren, was man nie sicher weiß). Dies geschieht durch den Zinseszinseffekt. Dieser braucht Zeit um richtig anzulaufen. Ab Jahr 10 beginnt der Unterschied zwischen eingezahltem Kapital und tatsächlichem Depotwert deutlich zu wachsen. Und nach 20 Jahren hat sich das Geld mehr als verdoppelt.

 

Tipps & Links zu seriösen Finanzseiten

Falls ihr euch noch mehr in das Thema einlesen möchtet, findet ihr hier seriöse Tipps:

  • Finanztip ist gemeinnützig, keine Werbung, keine Provisionen. Redaktionell unabhängig. Sehr gute Einsteiger-Artikel zu ETFs, Tagesgeld, Altersvorsorge. Kostenlos.
  • Verbraucherzentrale ist staatlich gefördert, unabhängig, keine Provision. Gut für Beschwerden, Beratung und solide Grundlagenartikel. Besonders stark bei Finanzprodukten die man meiden sollte.
  • Finanzfluss: Sehr gut aufbereitete Artikel und Videos zu ETFs, Depots, Steuern. Nicht gemeinnützig aber transparent und seriös. Ideal für Einsteiger.
  • Justetf: Die beste kostenlose ETF-Suchmaschine. Keine Redaktion aber sehr gute Daten und Vergleiche.

Außerdem kann ich für Mindset das Buch „Ein Hund namens Money“ nicht nur für Kinder empfehlen:

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Mein Fazit

Für mich ist die hier vorgestellte Aufteilung derzeit eine gute Option, um mit minimalem Aufwand langfristig zu investieren.  ETFs bringen langfristig Rendite, Gold stabilisiert in Krisen, Tagesgeld bleibt immer verfügbar und Einzelaktien bzw. Krypto geben optional(!) die Chance auf einen kleinen Hebel nach oben, ohne das Gesamtportfolio zu gefährden.

 

Nun würde mich wie immer eure Meinung interessieren. War dieser Beitrag hilfreich? Oder seht ihr einen oder mehrere Punkte ganz anders? Ich freue mich auf euer Feedback.

 

Viele Grüße,

mamablog ruhrgebiet

 

Weitere lesenswerte Beiträge findet ihr z.B. hier auf meinem Blog:

 

Und hier gibt es wie immer die passende Vorlage für eure Pinterest Pinnwand:

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Über Patricia 645 Artikel
Ich heiße Patricia, bin 47 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren 18 und 20 Jahre alten Kindern am Rande des Ruhrgebiets. Dieser Blog ist mein„digitales Notizbuch“. Schön, dass du hier bist!

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