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Meine Suche nach der perfekten Kreditkarte

 

Ich bin in der letzten Woche über die Tagesschau-Meldung gestolpert, dass Girokarten (auch EC-Karten genannt) mittelfristig vor dem Aus stehen könnten. Begründet wird dies damit, dass Mastercard die Maestro Funktion abschafft, die es Kunden bisher ermöglicht, auch im Ausland mit der normalen EC-Karte/ Girokarte  zu zahlen oder Geld abzuheben.

Als Alternative bieten Banken ihren Kunden nun vermehrt kostenlose Debitkarten an, die wie Kreditkarten aussehen („Visa Card“) und eine Mischung aus Kredit- und Girokarte darstellen. Wo die Vor- und Nachteile der Debitkarten liegen, warum ich mich für eine echte Kreditkarte und gegen eine Debitkarte entschieden habe und welche konkrete Karte am Ende das Rennen gemacht hat, möchte ich euch heute erzählen. In diesem Beitrag geht es konkret um folgende Themen:

 

 

  • Allgemeine Infos zum Thema Kreditkarte
  • Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Kreditkarte und einer Debit-Karte?
  • Auf welche Punkte sollte man bei der Auswahl der perfekten Kreditkarte achten?
  • Welche konkreten Kreditkarten sind empfehlenswert – und welche nicht?

 

 

 

Allgemeine Infos zum Thema Kreditkarte:

Bei einer Kreditkarte handelt es sich um ein bargeldloses Zahlungsmittel, das ihr wie eine EC-Karte einsetzen könnt, um damit in einem Geschäft, einem Restaurant oder online zu bezahlen bzw. um (je nach Kondition eurer Bank) kostenlos Geld an beliebigen Automaten abzuheben. 

 

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Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Kreditkarte, einer Debit-Karte und einer Prepaid Card?

 

Echte Kreditkarten

Anders als bei eurer EC-Karte, werden die Beträge bei einer „echten“ Kreditkarten  gesammelt und am Monatsende als Sammelbetrag  oder in monatlichen Raten (zu einem relativ hohen Zinssatz von z.B.12 %)  von eurem Girokonto abgezogen. Die Höhe der Rate könnt ihr dabei selbst festlegen. Wie viel Geld ihr  mit eurer Kreditkarte insgesamt ausgeben könnt, wird durch euren persönlichen Kreditrahmen festgelegt..

 

Debit-Karten

Neben Kreditkarten sind  Debitkarten inzwischen weit verbreitet. Diese sehen aus wie Kreditkarten und können grundsätzlich auch ähnlich wie Kreditkarten eingesetzt werden –  sind aber direkt an euer Girokonto gekoppelt. Beträge werden also wie bei einer EC-Karten Zahlung direkt abgebucht.

Das hat den Vorteil, dass ihr einen besseren Überblick über eure Finanzen behaltet und nicht mehr Geld ausgebt, als euch eigentlich zur Verfügung steht.

Wichtig: Ein Nachteil von Debit Karten liegt darin, dass diese z.B. von Autovermietungen und einigen Hotels nicht akzeptiert werden, da ohne die Kredit-Option auch kein Kautions-Betrag blockiert werden kann.

 

Prepaid Karten

Dann gibt es noch Prepaid-Karten wie z.B. die Prepaid Visa Card der Comdirect. Diese können ebenfalls wie Kreditkarten eingesetzt werden, müssen aber zunächst aufgeladen werden. Es muss also vor dem Bezahlen Geld vom Girokonto auf das entsprechende Prepaid-Konto überwiesen werden. Prepaid Karten eignen sich z.B. für Jugendliche, die sich während eines Schüleraustauschs im Ausland aufhalten bzw. erste Erfahrungen mit dem Bezahlen per Kreditkarte sammeln möchten. Außerdem bieten sie beim Bezahlen im Internet eine relativ hohe Sicherheit.

-> Meinen Erfahrungsbericht über das Juniorkonto unseres Sohnes inkl. Prepaid Visacard findet ihr hier.

 

 

Tipp: Da die Zinssätze für eine Ratenzahlung oft sehr hoch sind, würde ich euch dringend raten, diese Option gleich mit dem Erhalt der Karte zu deaktivieren. Außerdem solltet ihr schon bei der Wahl der Kreditkarte darauf zu achten, dass ein monatlicher Einzug per Lastschrift möglich ist, damit ihr nicht jeden Monat daran denken müsst, euer Kreditkartenkonto per Überweisung auszugleichen.

 

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Auf welche Punkte sollte man bei der Auswahl der perfekten Kreditkarte achten?

 

Grundsätzlich solltet ihr wissen, dass es unterschiedliche Kreditkarten-Anbieter, die wiederum unterschiedlich häufig akzeptiert werden. Visa ist am weitesten verbreitet – dicht gefolgt von Mastercard. American Express Kreditkarten werden in Deutschland hingegen deutlich seltener akzeptiert. Die Karten der o.g. Anbieter werden von unterschiedlichen Banken zu unterschiedlichen Konditionen angeboten.

 

 

 

Checkliste: Welche Kreditkarte ist die beste? 

Auf der Suche nach der perfekten Kreditkarte solltet ihr auf folgende Punkte achten:

 

  • Handelt es sich um eine Kreditkarte oder eine Debit-Karte? (Ich würde zu einer Kreditkarte raten, um flexibler zu sein).
  • Müsst ihr ein zusätzliches Girokonto eröffnen, um die Kreditkarte zu erhalten? (Im Idealfall ist das nicht nötig, da sich zu viele Konten negativ auf euren Schufa-Eintrag auswirken können).
  • Ist die Kreditkarte dauerhaft kostenlos? (= keine Jahresgebühr)
  • Könnt ihr mit der Kreditkarte sowohl im Inland, als auch im Ausland kostenlos Geld abheben?
  • Ist es möglich, weltweit kostenlos mit der Kreditkarte zu bezahlen, oder wird eine Auslandseinsatzgebühr von 1-2 % fällig?
  • Ist ein 100 %iger Rechnungsausgleich per Lastschrift möglich? Oder ist nur eine Ratenzahlung möglich?
  • Ist der Kundenservice zuverlässig und gut erreichbar, falls es mal Probleme oder unberechtigte Abbuchungen gibt?

 

Außerdem interessant:

  • Gibt es zusätzlichen Versicherungsschutz (z.B. Auslands-Krankenversicherung, Vollkasko Mietwagen, Reiserücktritt oder Gepäck etc).
  • kostenlose Partnerkarten
  • NFC-Funktechnik
  • Bonuspunte (Payback oder Meilen)
  • Apple Pay und Google Pay

 

 

Welche konkrete Kreditkarte ist empfehlenswert?

 

Ich habe viele Angebote verglichen und diverse Berichte auf Finanzseiten gelesen und habe mich am Ende für die Hanseatic Bank Genial Card *Affiliate Link zur Karte entschieden.

 

 

Diese erfüllt alle oben genannten Kriterien, das heißt:

  • Es handelt sich bei der Hanseatic Genial Card um eine echte Visa-Kreditkarte, für die kein zusätzliches Konto eröffnet werden muss.
  • Die Karte ist dauerhaft kostenlos und kann verwendet werden, um im In- und Ausland kostenlos Geld abzuholen.
  • Eine Auslandseinsatzgebühr gibt es nicht, ein 100 %iger Rechnungsausgleich per Lastschrift ist möglich und der Kundenservice wurde ebenfalls gut bewertet. Nur eine kostenlose Partnerkarte wird nicht angeboten.

 

Ich habe die Karte inzwischen online beantragt, mich per Video-Telefonat identifiziert und meine Unterlagen erhalten. Bisher hat alles problemlos funktioniert. Die Hanseatic Bank bekam beim TÜV Kundenurteil – 12/2019 die Note: Sehr gut

 

 

 

Wichtig: Ihr solltet daran denken, die Teilzahlung direkt nach Erhalt der Karte online im Kartenkonto (Services -> In Teilen zahlen -> 100%) zu deaktivieren, um Zinsen zu vermeiden.

 

 

 

F.A.Q: Fragen, die mich zum Thema Kreditkarte erreicht haben

 

Welche Kreditkarte mit kostenloser Partnerkarte kannst du empfehlen?

Bei meiner Recherche ist mir die Barclays Visa & Barclays Platinum Double positiv aufgefallen. Bei dieser handelt es sich um eine Kombination aus einer Visa- und einer Mastercard, die bis zu 3 kostenlose Partnerkarten beinhaltet und ebenfalls kein neues Girokonto erfordert. Nachteil: Bargeldabhebungen sind erst ab einem Betrag von 50€ möglich. Fremdwährungen sind ausgenommen.

 

 

Gibt es Kreditkarten bzw. Debitkarten, von denen du abraten würdest?

Abraten würde ich es nicht nennen. Allerdings würde ich mich persönlich grundsätzlich für eine echte Kreditkarte entscheiden, die ohne ein zusätzliches Girokonto auskommt und auch für die Anmietung von Mietwagen bzw. das Hinterlegen von Hotel-Kautionen im Ausland geeignet ist.  „Kreditkarten“ (= Debitkarten) folgender Anbieter kommen für mich daher nicht infrage:

 

  • DKB Visa Card
  • N26
  • comdirect
  • ING Diba
  • Consorsbank
  • Tomorow Visa Card
  • etc.

 

Bezüglich Tomorrow kommt hinzu, dass hier mit nachhaltigem Banking geworben wird, bei dem es sich eher um äußerst geschicktes Marketing handelt. Tomorrow hat es verstanden, sich ein grünes Image aufzubauen (z.B. Visa Card aus Holz). Dabei versteckt sich hinter Tomorrow im Grunde nur ein Makler für die Solaris-Bank, der einen Teil der hohen Gebühren für ökologische Projekte spendet.

 

DKB-Cash: Das kostenlose Internet-Konto

 

Kündigst du deine EC-Karte / Girokarte, wenn diese ab dem nächsten Jahr kostenpflichtig wird?

Nein, das mache ich  vorerst nicht. Dafür ist die Zahlung per Kreditkarte in Deutschland noch nicht weit genug verbreitet. In vielen Supermärkten (z.B. bei Aldi oder Rewe) kann man zwar inzwischen per Visa-Card zahlen, in kleinen Restaurants, im Schwimmbad oder beim Bäcker ist dies aber bisher oft nicht möglich.
Um flexibel zu bleiben und nicht auf Bargeld angewiesen zu sein, werde ich meine EC-Karte also erstmal behalten, bis das System dann in ein paar Jahren ausläuft.

Welche Kreditkarten eignen sich zum Sammeln von Bonusmeilen / Paybackpunkten?

Falls ihr mit eurer Kreditkarte gerne möglichst viele Paybackpunkte sammeln möchtet, könnt ihr euch die Payback Visa Flex Karte anschauen, mit der ihr zusätzlich zu den „normalen“ Punkten  1 Paybackpunkt pro 5 € Umsatz erhaltet. Die Payback Visa Flex + Kredikarte ist dauerhaft kostenlos, Bargeld kann weltweit kostenlos abgehoben werden, es gibt keine Fremdwährungsgebühr.

American Express Payback Card

Außerdem ist die PaybackAmerican Express Visa Card eine Option, mit der ihr einen Payback-Punkt pro 2 € Kreditkartenumsatz sammelt bzw, mit aktiviertem Payback MAX Turbo für 35 € pro Jahr sogar 2 Payback Punkte je 2 € Umsatz gutgeschrieben bekommt. Dies entspricht dann einer Meile pro Euro Umsatz. Die Aktivierung ist telefonisch unter der Nummer 069 9797 1000 möglich und lohnt sich ab einem Jahresumsatz von über 7.000  €. Nachteil: Ihr zahlt bei Zahlungen im Ausland eine Fremdwährungsgebühr von 2 %, Bargeldabhebungen kosten 4% bzw. Mind. 5 €.

Für Vielflieger könnte wiederum die AMEX (= American Express) Gold oder Platin interessant sein, für die ihr z.B. 40.000 Bonuspunkte erhaltet, die ihr in 32.000 Meilen (Verhältnis 5:4) umwandeln könnt.

 

Mein Fazit:

Ich war mit meiner ING Diba Visa Debitkarte eigentlich sehr zufrieden. Diese wurde mir vor Jahren als kostenlose Zusatzleistung zu meinem Girokonto angeboten. Besonders gut gefiel mir an dieser Karte, dass ich damit an fast jeder Bank mit Visa Zeichen kostenlos Bargeld abholen konnte. Und das nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland. Die lästige Suche nach einem Geldautomaten, der zum Verbund der eigenen Bank gehörte, konnte ich mir somit sparen.

Während einer Reise durch die USA vor 2 Jahren stand ich dann plötzlich vor einem Problem: Der Herr von der Mietwagenfirma sprach von einer „Debit-Card“ und erklärte mir, dass ich den gebuchten Wagen mit dieser Karte nicht bekommen könne, da es nicht möglich sei, eine Kaution zu hinterlegen.  Zum Glück hatte mein Mann damals eine echte Kreditkarte dabei, sodass wir relativ schnell eine Lösung fanden.

Damals stand für mich fest, dass ich vor meiner nächsten Reise ins Ausland definitiv eine Kreditkarte beantragen werde. Diesen Punkt kann ich nun von meiner Liste streichen.

 

Nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag gefallen hat und freue mich wie immer sehr über euer Feedback, Erfahrungsberichte und weitere Tipps.

 

 

Viele Grüße,

 

 

 

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