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Screenshot: Rouvy Mobile App

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Das Comeback der Heimtrainer: Was ihr über Peloton, Zwift, Kinomap und Co wissen müsst!

 

Falls ihr meinen Blog regelmäßig lest, wisst ihr ja bereits, dass ich vor ca. 9 Monaten damit angefangen habe, regelmäßig zu laufen. Nun habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mit der ich mich im Winter auch bei 3 Grad und Nieselregen  bewegen kann. Zeitgleich bin ich zufällig über einen Beitrag über den aktuellen PELOTON HYPE in den USA gestolpert. Beides zusammen brachte mich auf die Idee, nach einer günstigen aber dennoch guten Heimtrainer-Alternative zu suchen, die im Idealfall der ganzen Familie gefällt. In meinem Beitrag geht es daher heute um folgende Punkte:

 

  • Der Peloton Trend kurz erklärt.
  • Welche Speedbikes / Heimtrainer / Ergometer eignen sich als günstige Peloton – Bike Alternativen?
  • Welche Apps gibt es, um das Radfahren auf dem Hometrainer interessanter zu gestalten?

 

Der Peloton Hype

Die Firma Peloton wurde im Jahr 2012 in New York gegründet und hat sich in kürzester Zeit zu einem Mrd. Dollar Unternehmen („Netflix for fitness“)  mit 1,4 Millionen Mitgliedern entwickelt. Das Besondere an dem Indoor-Cycling-System für zu Hause ist die Kombination aus einem stylishen Karbonstahl-Fitnessbike mit fest installiertem Bildschirm und einem App-Konzept, das den Mitgliedern die Möglichkeit bietet, von zu Hause aus an bis zu 48 Live-Trainingskursen sowie tausenden On-Demand Spinning Workouts  teilzunehmen. Über eine Rangliste können sich die Kursteilnehmer der Peloton Community live miteinander messen und motivieren.  Beides hat seinen Preis: Das Rad, das seit heute auch in Deutschland erhältlich ist, kostet 2.290 € (bzw. 64 € pro Monat bei einer Laufzeit von 36 Monaten und 0 % Zinsen), das Streaming der Kurse weitere 39 € pro Monat.

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Allgemeine Infos:

 

  • Das Peloton Rad benötigt eine Stellfläche von 1,20 m x 60 cm und ist ca. 152 € hoch.
  • Das Gewicht beträgt 67,6 kg.
  • Das Rad ist für Personen mit einer Größe von 1,50 m bis 1,96 m und bis zu einem Gewicht von 135 kg geeignet.
  • Beim Touchscreen handelt es sich um ein  21″ Modell mit 1080 P.
  • Das Bike ist  ANT+ und Bluetooth 4.0 fähig

Vorteile von Peloton

Peloton hat gegenüber seinen  Mitbewerbern einige Vorteile:

  • Das Peloton Bike ist unglaublich leise (!) und die Technik extrem ausgereift!
  • Das Rad wird an eurem Wunschort aufgebaut und eingerichtet – ihr müsst also nichts zusammenschrauben.
  • Ihr habt 30 Tage Zeit, um das Rad zu testen. Falls ihr nicht zufrieden seid, wird es kostenlos wieder abgeholt und die volle Kaufsumme wird erstattet.
  • Die Trainer / Coaches sind hoch professionell!
  • Ihr könnt das Rad vorab in einem der Peloton Stores in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt oder München testen und bekommt dort eine individuelle Einführung.

 

Lohnt sich der Kauf eines Peloton Bikes?

Ob die genannten Vorteile den Preis von 103 € pro Monat (Finanzierungspreis + App) rechtfertigen, hängt von euren Ansprüchen und Vorlieben ab. Wenn ihr großen Wert auf Qualität legt, nicht auf´s Geld achten müsst, genug Platz für einen Heimtrainer habt und im Fitness-Studio sowieso schon immer am liebsten die Spinningkurse besucht habt, dürfte euch das Konzept begeistern. Wenn ihr das Rad zu zweit nutzt, relativieren sich sogar die Kosten im Vergleich zum Monatsbeitrag im Fitness-Studio. Die Motivation und der Fahrspaß scheinen laut meinen Recherchen auf Seiten  aus den USA jedenfalls zu überzeugen.

 

Günstige Peloton Alternativen

Da mir die Idee eines modernen Speedbikes in Kombination mit einer App, die das Training interessanter werden lässt, gefällt, ich aber nicht so viel Geld ausgeben möchte, habe ich mich mal auf die Suche nach einem  Speedbike / Heimtrainer / Ergometer bzw. Spinningrad mit einem guten Preis-/ Leistungsverhältnis begeben.

Wichtig war mir dabei die Möglichkeit, das Rad mit  Trainingsapps (wie z.B. Kinomap) koppeln zu können, die wiederum die Möglichkeit bieten, das iPad als Monitor zu nutzen und „echte“ Strecken zu befahren.

 

Worauf ihr beim Kauf eines Indoor Cycling Bikes achten solltet

Günstige Speedbikes / Ergometer wie dieses hier ab 139 € habe ich schnell gefunden Amazon Affiliate Link . Ihr solltet aber nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch folgende Punkte berücksichtigen:

  • Für welche Größe ist das Rad geeignet (das o.g. ist z.B. nur für eine Größe von 1,50 m – 1,69 m geeignet)
  • Bis zu welchem Gewicht ist das Rad geeignet?
  • Wie schwer ist die Schwungscheibe? (je schwerer, desto besser)
  • Verfügt das Rad über ein Magnet- oder Filzbremse? (Eine Magnetbremse ist besser, da hier der Widerstand automatisch angepasst werden kann).
  • Ist es mit den gewünschten Fahrrad-Apps kompatibel?
  • Wie hoch sind die Liefergebühren?
  • Lässt sich das Rad zusammenklappen / verstauen?
  • Wo sitzt der Hersteller und wie ist dieser im Falle von Reklamationen zu erreichen?

 

Meine Wahl: Das Sportstech SX 400

Ich habe mich aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses für das SX 400 der Firma Sportstech Amazon Affiliate Link zum Preis von 599 € (+ Versandkosten – Rabattcoupon) entschieden. Das SX 600 wäre aufgrund der elektronischen Magnetbremse meine 1. Wahl gewesen, wegen der Preisdifferenz von 400 € (das SX 600 kostet 999 €) habe ich mich dann aber doch dafür entschieden, den Schwierigkeitsgrad durch das manuelle Verstellen des kleinen Rädchens einzustellen.

 

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Das Sportstech SX 400

 

Der 1. Eindruck vom Speedbike / Ergometer / Heimtrainer

Der Aufbau des Geräts hat ca. 30 Minuten gedauert. Das Rad macht einen hochwertigen, stabilen und leisen Eindruck. Der Sattel und der Lenker sind verstellbar, so dass sowohl mein 1,87 großer Mann, als auch meine ca. 1,64 m großen Teenager Kinder bequem damit fahren können. Die Veränderung des Widerstands ist mit Hilfe des  kleinen Rädchens über der Trinkflasche möglich, mit dem man wiederum die Filz-Bremse reguliert.

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Meine erste Indoor Cycling Fahrt

Um das Rad zu testen, habe ich die mit dem Sportstech-Bike kompatible  Kinomap App auf dem iPad installiert und dieses dann per Bluetooth mit dem Rad verbunden. Das hat problemlos funktioniert, sodass ich schon wenige Minuten später meine 1.  Runde durch den Central Park in New York fahren konnte. Ein echtes Highlight – denn auf genau diese Strecke haben wir im Sommer mit den Kids eine Radtour unternommen. 🙂
Die Kinomap Videos werden  wahlweise in der Originalgeschwindigkeit (=Entdeckungsmodus) oder in der momentan gefahrenen Geschwindigkeit (= Herausforderungsmodus) abgespielt. Auf Geräten mit computergesteuerter Anpassung des Widerstands (Magnetbremse), wird dieser bei Steigungen automatisch angepasst, so dass ein realistisches Fahrgefühl entsteht. Falls ihr euch, so wie ich, für die günstigerer Filzbremsen-Variante entscheidet, könnt ihr den Widerstand mit einem Handgriff anpassen.
Das gezeigte Video gehört zu den Startvideos, die man auch mit der kostenlosen Version der Kinomap App nutzen kann. Die Vollversion kostet 9,99 € p.M. bzw. 79,99 € pro Jahr (=6,66 € p.M.) / 199 € Lifetime. Ob sich die Vollversion für uns lohnt, werde ich nach einer Testphase unterschiedlicher Apps in den nächsten Wochen entscheiden. Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

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Weitere virtuelle Radfahr-Apps im Überblick

Inzwischen gibt es einige  interaktive Apps, mit denen ihr das Indoor-Cycling interessanter gestalten könnt. Hier sind mal 5 Apps im Überblick, die ich mir bisher zumindest kurz angeschaut habe:

 

  1. Kinomap App / iBiking App
  2. Zwift
  3. Rouvy Mobile
  4. Fulgaz
  5. Ride Social

 

 

Die Kinomap App / iBiking App ist die einzige, die mit den Sportstech Rädern ohne zusätzliches Zubehör kompatibel ist. Sie bietet neben Videos von diversen Fahrradstrecken bzw. Laufstrecken weltweit (z.B. einer Fahrt über die Golden Gate Bridge, durch die Wüste in Utha oder über die französischen Alpen) ein Intervalltraining sowie diverse Coaching Videos von Trainern. Die Videos ähneln denen der Peloton App, können aber qualitativ nicht mit den Peloton Videos mithalten. Dafür kostet die Kinomap App im Jahresabo aber auch nur 6,66 € pro Monat.

 

Die Radfahr-Apps Zwift (sehr beliebtes virtuelles Rennrad Videospiel, 15 € p.M.), Rouvy Mobile (virtuelle Strecken, Gemeinschaftsportal,VR Modus, 10 € p.M.), Fulgaz (realistische Streckenvideos, 10 € p.M.) und Ride Social (kostenlos) lassen sich nicht direkt mit Sportstech Spinningrädern / Speedbikes nutzen, weil die Apps das Trainingsgerät nicht erkennen.

 

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Screenshot Ridesocial: Fahrt vom Venice Beach nach Santa Monica! 🙂

 

Zwift, Rouvy, Fullgaz & Ride Social mit einem günstigen Spinningrad nutzen

Es gibt allerdings  eine relativ einfache Möglichkeit, um das Problem zu umgehen: Ich habe diesen  Wahoo RPM Geschwindigkeit und Trittfrequenz Sensor  Amazon Affiliate Link bestellt, damit unser Speedbike von Sportstech von den o.g. Apps erkannt wird. Das hat gut funktioniert:

 

  • Rouvey: Einstellungen -> Trainer & Sensoren -> Other -> Deskbike
  • Ride Social App: Sensoren über den Punkt BLE Equipment -> Start Scan verbinden.
  • Zwift: Gekoppelte Geräte – > Geschwindigkeitssensoren

 

 

Wichtig: Diese  „Notlösung“ ist ausdrücklich nicht für ambintionierte Radfahrer gedacht, denen es wichtig ist, möglichst realistische Werte angezeigt zu bekommen. Der Geschwindigkeitsmesser kann bei einem Spinningrad nämlich nicht wie gefordert auf der Radnabe des Vorderreifens montiert werden, weil es sich um eine geschlossene Fläche handelt. Die provisorische Montage an der Außenseite der Achse (-> mit Knet-Kleber, siehe Foto) liefert entsprechend ungenaue Werte. Diese reichen aber für meine Zwecke (Spaß am Fahren) erstmal aus. 😉

 

 

 

 

 

Zwift, Rouvy, Fullgaz & Ride Social RICHTIG nutzen

Wenn ihr die genannten Apps RICHTIG – also mit realistischen Werten und einem echten Farhgefühl nutzen möchtet, habt ihr 2 Möglichkeiten:

Die Kombination aus eurem normalen Rad + smartem Rollentrainer, der den Widerstand automatisch anpassen kann, wie der TACX NEO (999 €), der TACX FLUX S SMART (599 €) oder dieser KICKR CORE  hier Amazon Affiliate Link

 

 

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Zwift Screenshot – so sieht die Mischung aus Videospiel und Hometrainer aus!

 

 

 

Alternativ wäre das Schwinn IC 8 Speedbike die Lösung. Dieser „Heimtrainer“ ist sowohl kompatibel zur kostenlosen Ride Social App (-> zeigt reale Strecken als Videoaufnahme auf dem iPad oder Fernseher und bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen zu venetzen), also auch zur Zwift App (siehe oben). Ein weiterer Vorteil: Das IC 8 verfügt über eine Magnetbremse. Der Nachteil: Es kostet knapp 950 €, wobei hier zumindest die Lieferung kostenlos ist.

 

 

 

Vergleich Sportstech SX 400 und Schwinn IC 8:

 

Hier seht ihr meine beiden aktuellen Favoriten nochmal im Überblick:

 

Schwinn IC 8:
  • manuelles Magnetbremssystem (besonders leise, automatische Erhöhung des Widerstandes)
  • 18 kg Schwungmasse
  • kompatibel mit RideSocial und Zwift
  • Belastbar bis 150 KG
  • Preis: Aktuell 951 €

 

Sportstech SX 400:

  • 22 kg Schwungmasse
  • Filzbremse (manuelles Einstellen des Widerstandes)
  • Riemenantrieb
  • kompatibel mit der Kinomap (aka iBiking ) App.
  • Belastbar bis 150 KG
  • Preis Aktuell 599 €

Die Low Budget Lösung für Zwift & Co

Nun möchte ich euch noch kurz die  günstigste Möglichkeit zum „Zwiften“  (bzw zum Benutzen der anderen o.g. Fahrrad-Apps) vorstellen. Hierfür benötigt ihr:

 

 

Gesamtkosten für Euer Equipment: 140 € (bzw. 160 €, falls ihr kein iPhone / iPad besitzt). Alternativ könnt ihr natürlich auch einen bereits vorhandenen Hometrainer mit den genannten Sensoren ausstatten – das ist dann noch günstiger.

Fragen, die mich bisher zu diesem Beitrag erreicht haben:

  • Ist der Sattel des SX 400 bequem? Ehrlich gesagt: Nein. Ich denke schon darüber nach, mir einen solchen Gel-Sattelbezug Amazon Affiliate Link zu bestellen!
  • Welche der vorgestellten Apps bietet online Spinning Kurse? Die Kinomap App bietet unter dem Punkt „Coaching“ einige Kursvideos an, die Qualität ist aber nicht überzeugend. Ich würde da einfach bei youtube nach kostenlosen Kursen wie diesem hier schauen.
  • Ich habe einen älteren Crosstrainer und würde gerne beim Sport Netflix gucken. Kannst du einen Tablet Halter zum Nachrüsten empfehlen? Diese Universalhalterung Amazon Affiliate Link hat gute Bewertungen.
  • Welche App ist dein Favorit? Bisher Rouvy mobile.

 

Mein Fazit: 

Ich bin aktuell zufrieden mit dem SX 400 und fand es überraschend motivierend, durch die virtuelle Realität zu radeln. Auch mein Mann und die Teenager Kinder sind aktuell noch schwer begeistert – mal schauen, wie lange das anhält und welche der o.g. Apps und langfristig überzeugen kann. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Ansonsten bleibt ja  noch die Alternative, Netflix Serien oder Instagram-Stories während der Fahrt zu gucken. Auch gut! 😉
Nun interessiert mich wie immer eure Meinung zu diesem Thema. Habt ihr Fragen, Tipps oder Feedback? Dann schreibt mir gerne!
Viele Grüße,

 

Für Eure Pinterest Pinnwand:

 

PS: Ein solcher Turbo-Ventilator ist übrigens  eine gute Möglichkeit, um das extreme Schwitzen etwas einzudämmen. Erstaunlich, was der Fahtwind beim normalen Radfahren bewirkt!

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