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Wieso unser 9-jähriger Sohn jetzt ein eigenes Girokonto bzw. Jugendkonto hat!

 

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Die Vorgeschichte:

Alles fing vor ca. 2,5 Jahren mit einer Diskussion um das Thema Taschengeld an: Wieviel Taschengeld sollten Kinder in welchem Alter bekommen, was sollten sie davon selbst bezahlen und in welchen Abständen sollte das Geld ausgezahlt werden?  Bis zu diesem Zeitpunkt bekam meine damals 10-jährige Tochter ihre 4 € Taschengeld noch wöchentlich ausgezahlt. Nun stand der Wechsel zur weiterführenden Schule vor der Tür und damit auch eine Taschengelderhöhung (von 4 auf 5 € pro Woche) sowie die Frage, ob sie ihr Taschengeld weiter wöchentlich oder besser monatlich bekommen sollte.

Falls euch dieses Thema interessiert: Meinen ausführlichen Blogbericht zum Thema Taschengeld findet ihr hier. Weitere Informationen findet ihr außerdem hier auf der Seite der comdirect.

Wir entschieden uns für die monatliche Variante, denn ich glaube, dass Kinder nur dann wirklich lernen mit Geld umzugehen, wenn sie auch frei über größere Summen verfügen dürfen. Die Versuchung, das gesamte Taschengeld (immerhin 20 €) gleich am 1. des Monats in Süßigkeiten, Zeitschriften, eiförmige Lippenpflegeprodukte und sonstigen Schnickschnack zu investieren ist natürlich sehr groß, aber wenn die Eltern konsequent bleiben und in den Folgewochen einfach kein Geld mehr da ist, ist der Lerneffekt für die Kinder wesentlich größer, als wenn die Eltern das Geld in wöchentliche „Rationen“ einteilen.

 

Das erste eigene Girokonto

Nun hatten wir die Idee, das Taschengeld per Dauerauftrag auf ein „Jugendkonto“ zu überweisen, so dass unsere Tochter auch gleich Schritt-für-Schritt lernen konnte, wie man ein Konto führt und was es da zu beachten gibt. Das war rückblickend eine sinnvolle Sache, denn zum einen war unsere Tochter sehr stolz auf ihre eigene EC-Karte, zum anderen gab es für sie eine Reihe neuer Erfahrungen:

 

  • PIN-Nr. merken (ich kenne die Nummer tatsächlich nicht!)
  • Kontoauszüge abholen, prüfen und aufbewahren
  • Geld am Geldautomaten abholen, etc.

 

Ab welchem Alter brauchen Kinder ein eigenes Girokonto?

Theoretisch brauchen Kinder natürlich erst dann ein eigenes Konto, wenn sie selbst Geld verdienen oder eigene Ausgaben haben. Da ich aber stets versuche, meinen Kindern das Gefühl zu geben, dass sie Entscheidungen eigenverantwortlich treffen dürfen und die Erfahrung gemacht habe, dass sie daran wachsen, wenn sie spüren, dass die Eltern ihnen viel zutrauen, sind 10 Jahre für mich persönlich ein gutes Alter.

 

Das Jugendkonto comdirect JuniorGiro

Nun wird mein Sohn bald ebenfalls 10 Jahre alt und da die Abwicklung bei unserer Bank vor Ort damals etwas kompliziert war, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Ich habe mich schließlich für das JuniorGiro entschieden, weil ich selbst ein Konto bei der comdirect habe und bisher sehr zufrieden bin.

 

Außerdem haben mir folgende Punkte gefallen:

  • das Konto ist kostenlos
  • für Kinder und Jugendliche von 7 – 18 Jahren
  • Überweisungslimits sind anpassbar
  • es ist möglich, weltweit kostenlos Bargeld abzuheben (an ca. 9.000 Automaten der cash Group und allen VISA Automaten im Ausland)
  • kostenlose App für´s Smartphone
  • auf Wunsch: Kostenlose Prepaid Visakarte
  • Geld kann in den Commerzbank Filialen eingezahlt werden

 

Tipp: Aktuell (noch bis zum 31.12.2016) gibt es übrigens als Dankeschön für die Kontoeröffnung einen Bluetooth Lautsprecher, eine Powerbank oder einen On-Ear Kopfhörer als Prämie – wir haben uns für den Bluetooth Lautsprecher entschieden.

 

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Die Kontoeröffnung

Die Eröffnung des Kontos ist ganz einfach: Auf der comdirect Seite findet man den Punkt JuniorGiro wenn man auf „Konto & Geldanlage“  -> „Girokonto & Karte“ – > und dann auf: „JuniorGiro“ klickt. Alternativ habe ich die Seite hier verlinkt.

Nun müssen die persönlichen Daten eingegeben werden. Außerdem wird im Laufe des Bestellprozesses festgelegt, ob das Kind bzw. der Jugendliche alleine verfügungsberechtigt ist oder er nur gemeinsam mit einem Erziehungsberechtigten Geld abheben, an Kassen bezahlen oder Überweisungen ausführen darf.

 

kreditkarte_jugendliche_bank

 

Wenn alle Unterlagen ausgedruckt und unterschrieben sind, muss nur noch die Identität der Erziehungsberechtigten nachgewiesen werden (ich konnte diesen Schritt auslassen, weil ich ja bereits ein Konto bei der comdirect hatte). Dieser Identitätsnachweis kann wahlweise per PostIdent in der Postfiliale oder per VideoIdent (Videokonferenz per App, in der man sich durch seinen Personalausweis ausweisen kann) erfolgen. Außerdem wird eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes benötigt.

 

konto_kind_eroeffnen_comdirect

 

 

Die Unterlagen sind da

Nun dauert es einige Tage, bis die ersten Unterlagen eintreffen: Neben einer Infomappe sind dies auch die Kontozugangsdaten, PIN Nummern, etc. sowie zusätzliche Konto-Zugangsdaten für jedes Elternteil. Die EC-Karte wird wie üblich aus Sicherheitsgründen zeitlich versetzt verschickt und wurde von unserem Sohn ganz sehnsüchtig erwartet und gleich freudestrahlend unterschrieben:

 

karte_girokonto

 

 

Die MoBox App

Als Nächstes haben wir uns die comdirect MoBox angeschaut. Mit dieser App lässt sich nicht nur der Kontostand checken, man kann auch ganz einfach Sparziele verfolgen oder einen Geldautomaten in der Nähe suchen bzw. über das Scannen eines QR-Codes Geld verschicken (dazu muss der Empfänger die App allerdings ebenfalls nutzen). Die Installation ist ganz einfach und selbsterklärend:

 

 

app_juniorgiro

 

Mein Fazit

Insgesamt bin ich absolut zufrieden mit der Abwicklung der Kontoeröffnung und kann das JuniorGiro guten Gewissens als Jugendkonto weiterempfehlen. Da unser Sohn über ein zusätzliches Sparkonto verfügt, darf er über sein „Taschengeldkonto“ tatsächlich frei verfügen und so erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Ihn selbst macht es übrigens sehr stolz, dass er nun auch eine eigene Bankkarte besitzt! 😉

 

Nun interessiert mich wie immer eure Meinung: Haben eure Kinder bereits ein eigenes Girokonto? Und wenn ja: Ab welchem Alter haltet ihr das für sinnvoll? 

 

Liebe Grüße,

 

patricia

 

Zur Transparenz: Der Bericht ist im Rahmen einer Kooperation mit der comdirect entstanden, entspricht meiner persönlichen Meinung und wurde von mir selbst verfasst.

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

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