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Meine Erfahrung mit den neuen Nintendo Labo Sets für die Switch Konsole!

Vor einigen Wochen habe ich euch -> hier auf dem Blog die aktuelle Lieblings-Spielekonsole meiner Kinder, die Nintendo Switch, vorgestellt. Nun gibt es ein innovatives neues Produkt für die Switch namens Nintendo Labo, das ich gestern noch vor dem offiziellen Verkaufsstart am 27.04.2018 auf einem Pressetermin in Hamburg testen durfte. Diese Sets möchte ich euch heute vorstellen und euch erzählen, worum es überhaupt geht und wo in meinen Augen die Vor- und Nachteile liegen. Am Ende des Beitrags gibt es dann wie immer ein kurzes Fazit.

 

 

Nintendo Labo kurz erklärt:

Kurz zusammengefasst handelt es sich bei Labo um die Kombination aus einer Software für die Nintendo Switch und vorgestanzten Papp-Bögen, aus denen die Kinder ganz einfach verschiedene vorgegebene Modelle bauen können. Die Modelle (= Toy Cons) werden anschließend mit der Switch Konsole (separat erhältlich) und den Controllern (= Joy-Cons) kombiniert und zum Leben erweckt. Gut zu wissen: Zum Bauen werden weder Schere noch Kleber benötigt!




 

Nintendo Labo Produkte im Überblick

Zum Verkaufsstart im April wird es zunächst zwei Labo Sets geben: Das Multi-Set und das Robo-Set

 

Das Labo Multi-Set

Das Multi-Set ist dabei wesentlich vielseitiger. Es enthält neben der Labo Software auch die Vorlage-Bögen für folgende Modelle:

  • Motorrad
  • Angelrute
  • Klavier
  • RC-Auto
  • Haus

Hier seht ihr z.B. ein Bild des zusammengebauten Klaviers. Die Switch Konsole wird dann zum Spielen einfach über die Tasten des Klaviers gesteckt und schon kann es los gehen.

 

Klavier_nintendo_labo_pappe

 

Das Labo Robo-Set

Das Robo-Set ist etwas komplexer, bietet dafür aber ein völlig neues Spielerlebnis. Mit den enthaltenen Elementen kann man sich quasi selbst in einen Roboter verwandeln. Die eigenen Bewegungen werden dann während des Spiels über den Rucksack, das Visier sowie die Handgriffe- und Bein-Schlaufen auf den Monitor der Switch bzw. den Fernseher übertragen.

 

nintendo_labo_toy_con_robo_set

 

Mein persönlicher Nintendo Labo Erfahrungsbericht

Ich habe auf dem Labo Workshop zunächst das sogenannte RC-Auto zusammengebaut. Hierfür habe ich die Labo Software auf der Switch Konsole gestartet und mich Schritt für Schritt durch die detaillierte und leicht verständliche Anleitung geklickt. Zunächst wurden die benötigten Teile aus dem Papp-Bogen ausgestanzt. Das hat schnell und einfach funktioniert:

 

Nintendo_Labo_Bogen
Nintendo Labo Bogen: RC-Auto

 

Anschließend wurden die einzelnen Teile gefaltet bzw. zusammengesteckt, bis das gewünschte Modell entstand. Dann wurden die Controller in die dafür vorgesehenen Schlitze geschoben und schon konnte es losgehen. Mit Hilfe der Tasten auf dem Switch Monitor lies sich das Gefährt steuern. Alternativ gab es auch die Möglichkeit, in den „Automatik-Modus“ zu wechseln. In diesem folgt das Auto dann einer Lichtquelle durch den Raum. Außerdem wird das Bild der Infrarot oder Wärmebild-Kamera auf Wunsch auf den Monitor übertragen.

 

 

labo_rc_auto_bauen_pappe

 

Der Bau des RC-Autos hat ca. 15 Minuten gedauert. Der Bau der anderen Modelle ist hingegen etwas aufwändiger und dauert bis zu 2 Stunden (Klavier) – diese habe ich also „nur“ im fertigen Zustand getestet. Mit der LABO Angel habe ich z.B. Fische gefangen. Rechts im Bild sieht man die Papp-Kurbel, mit der die Fische aus dem Wasser gezogen werden.

 

angel_nintendo_labo

 

So sieht die Angel von Innen aus:

 

labo_technik_angel_nintendo

 

Das Labo Motorrad hat mir besonders gut gefallen. Dieses kann man nicht nur über den drehbaren Griff wie ein echtes Motorrad beschleunigen, man spürt die Vibration der Controller in den Händen und kann sich zum Lenken richtig in die Kurven legen.

 

labo_motorrad_nintendo

 

Nach der Testphase durfte ich dann einen Blick hinter die Kulissen werfen. Hier wurde erklärt, wie das Zusammenspiel zwischen den Papp-Elementen und der Switch Konsole funktioniert. Kurz zusammengefasst werden die einzelnen Signale durch reflektierende Sticker übertragen, die wiederum von der Infrarot-Kamera der Switch Controller erkannt werden.

 

funktionsweise_nintendo_labo

 

Beim Klavier befinden sich die reflektierenden Sticker z.B. auf den innenliegenden Enden der Tasten. Der Joy-Con Controller wird dann so in das Modell gesteckt, dass die Infrarot Kamera auf die Sticker gerichtet ist und auf diese Weise registriert, welche Taste bewegt wird. Über eine einfache „wenn – > dann“ Funktion wird daraufhin der entsprechende Ton abgespielt. Im Entdeckermodus können die Kinder selbst kreativ werden und eigenen Ideen umsetzen.

 

 

 

 

Das Labo Prinzip: Bauen, spielen und entdecken?!

Es ist nicht einfach, neue Ideen wirklich kindgerecht umzusetzen. Ich finde, dass dies im Fall von Nintendo Labo durchaus gut gelungen ist. Die Möglichkeit, ein Modell zu bauen, es nach den eigenen Wünschen zu gestalten und es dann mit der Spielekonsole zu verbinden ist tatsächlich neuartig. Das Spielen und gleichzeitige Entdecken der Technik hat jedenfalls nicht nur mir, sondern auch den auf dem Workshop anwesenden Kindern wirklich gut gefallen.

 

Ein individuell gestaltetes Toy-Con Modell

 

Auch mit dem Material Pappe habe ich mich inzwischen angefreundet. Sie ist zwar nicht besonders stabil, dafür aber:

  • umweltfreundlich &
  • günstig

Außerdem lässt sie sich relativ gut rekonstruieren (Defekte Teile können als Schablone genutzt und einfach aus eigener Pappe nachgebaut werden!) und ganz einfach kreativ mit dem Labo Design-Paket   (<- Amazon Affiliate Link) oder eigenen Aufklebern, Filzstiften, Wackelaugen, etc. gestalten.

 

Für wen ist Labo geeignet?

In meinen Augen ist Nintendo Labo besonders für gemeinsame Projekte von Eltern und Kindern ab ca. 8 Jahren geeignet, die bereits eine Switch Konsole besitzen und Spaß am Zusammenbauen von Dingen haben.

 

Welches Set ist für den Einstieg geeignet?

Für Kinder würde ich definitiv das Mulit-Set wählen, weil es einfach vielseitiger ist und man den Schwierigkeitsgrad beim Zusammenbauen langsam steigern kann. Teilt man den Preis von 70 € durch die Anzahl der enthaltenen Modelle, kommt man auf 14 € pro Modell inkl. Software. Das finde ich absolut fair. Wenn man z.B. nur 1 Set pro Monat mit den Kindern bastelt, haben diese insgesamt relativ lange etwas von dem Set. 😉

 

Wie lange dauert das Bauen? Für das Auto braucht ihr ca. 20 Min, für alle anderen Modell mind. 1 – 2 Stunden.
Altersempfehlung: Ab ca. 7-8 Jahren
Preis laut Amazon: 70 € für das Mulit-Set und 80 € für das Robo-Set (+ ca. 300 € für die Switch)

Meine Fazit:

Ich muss sagen, dass ich vor dem Workshop recht skeptisch war: 70 € für ein Papp-Set, dass vermutlich nicht ewig hält? Das erschien mir doch recht teuer. Inzwischen habe ich meine Meinung revidiert, denn das Konzept, das hinter Labo steckt, ist ein anderes, als zunächst angenommen.

Ich glaube nicht, dass der Spielspaß der zur Labo Software gehörenden Mini-Spiele ewig anhält und auch nicht, dass das Material für die Ewigkeit gemacht ist. Das muss es aber auch gar nicht! Für mich liegt der große Vorteil von LABO darin, dass das Interesse der Kinder am Erschaffen von Dingen geweckt wird und ihnen dabei nebenbei die Funktionsweise von computergesteuerten Geräten auf interessante Weise näher gebracht wird.

Hier könnt ihr euch auch nochmal das offizielle Produkt-Video anschauen:

 

 

Nun interessiert mich natürlich eure Meinung. Gefällt euch das Konzept? Oder seht ihr es kritisch? Habt ihr noch Fragen? Ich freue mich über Kommentare!

 

Liebe Grüße,

 

 

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