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Erfahrungsbericht: Unser Nur-Süßes-Tag

Im Dezember 2018 hat mein Sohn mich gefragt, ob er mal  einen ganzen Tag lang nur Süßigkeiten essen darf. Ich habe spontan ja gesagt! In diesem Beitrag möchte ich euch berichten, warum ich diesem Experiment  zugestimmt habe, wie dieser Tag verlaufen ist und was die Kinder daraus gelernt haben.

 

Die Vorgeschichte

Wir ernähren uns inzwischen grundsätzlich relativ gesund:

  • Wir trinken unter der Woche nur Wasser und grundsätzlich keine Säfte.
  • Wir essen viel Gemüse.
  • Kuchen etc. gibt es nur selten (und wenn, dann oft in der  Low Carb Version)
  • Wir haben die Kohlenhydrate insgesamt stark reduziert.

 

Wenn Besuch da ist, gibt es schon mal zusätzlich ein paar Weingummis – und am Geburtstag & Weihnachten natürlich sowieso. Süßigkeiten werden bei uns also nicht verteufelt, sind aber auch nicht frei verfügbar.

 

Warum ich JA zum „Nur Süßes Tag“ gesagt habe?

Warum ich dem ultimativen Cheat-Day spontan zugestimmt habe? Nun, ich habe mir Folgendes dabei gedacht: Es gibt doch im Grunde nichts Lehrreicheres, als Erfahrungen, die man selber machen darf. In den Köpfen der Kinder war ein Süßigkeiten-Tag bisher ein absoluter Traum. Das merkte ich nicht nur an der Reaktion der beiden, als ich diesem Experiment zustimmte, sondern auch an der Vorfreude, mit der sie diesem Tag entgegenfieberten. Mit diesem Experiment wollte ich ihnen zeigen, dass selbst die Lieblingssüßigkeiten schnell an Reiz verlieren, wenn sie maßlos konsumiert werden. Die verbotenen Früchte schmecken halt immer am besten! 😉

 

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Der Nur-Süßes-Tag 🍩🍪🍭

Am 02.12.2018  war er dann endlich gekommen, der große Tag! Der Tag, an dem die Kinder ausschließlich (!) Süßes essen durften – und zwar in unbegrenzter Menge. Wobei, eine kleine Einschränkung gab es dann doch: Zwischen den Süßigkeiten durfte nämlich nichts Herzhaftes gegessen werden! Die Regel lautete also: Sobald man etwas Herzhaftes isst, gilt der Nur-Süßes-Tag als beendet. Der Hintergrund dieser Klausel: So ließ sich die Menge der Süßigkeiten relativ einfach begrenzen. Ohne herzhafte Zwischensnacks ist man das Süße nämlich relativ schnell leid. So zumindest meine Theorie.

Um auch genügend Auswahl im Haus zu haben, waren wir vorher natürlich extra noch einkaufen. Die Kinder hatten die freie Auswahl und entschieden sich für Knoppers Riegel, Maoam, Raffaelo,Toffifee und eine Dose Sprühsahne! Außerdem wünschten sie sich frische Waffeln und selbstgemachten Pudding aus ihrer Lieblingsschokolade -> Das super einfache Rezept gibt es hier auf meinem Blog.

 

 

Herzhaftes war am „Nur Süßes Tag“ tabu! 🙂

 

 

 

 

Der 5 Stunden Sugar Rush

Nun habe ich einfach mal aufgelistet, was mein Sohn an diesem Tag gegessen hat:

 

Es ging gegen 8.30 Uhr schon vor dem Frühstück los mit:

  • 2 Toffifees
  • 3 Maoams
  • Adventskalender Schokolade
  • 2 EL Kaffeemilch (!)

 

Dann folgte das Frühstück:

  • 1 Rafaello
  • 1/4 Waffel mit Sahne und 2 EL Pudding, 1 Schokoriegel und Streusel

 

Anschließend gab es dann noch:

  • ca. 8 Maoams

 

Um 11:15 Uhr ertönte ein erstes  „Boah – ich kann nichts Süßes mehr sehen“ von der Couch. Es folgten noch:

  • 2 Maoams und 1 Toffifee

 

 

Gegen 13:10  fragte ich, wer denn nun alles Pfannkuchen mit Nutella zum Mittagessen möchte. Beide Kinder verdrehten die Augen. Meine Tochter brachte es mit einem (O-Ton) „Ich kotze, wenn ich noch etwas Süßes esse!“ auf den Punkt und selbst mein Hinweis, dass nach einem herzhaften Mittagessen das Experiment beendet wird, konnte die beiden nicht umstimmen. Um 13:30 Uhr, also nach ziemlich genau 5 Stunden, war der Spuk wieder vorbei.

 

 

 

Selbstgemachter Kinderschokoladen-Pudding!
Lecker: Selbstgemachter Kinderschokoladen-Pudding! #unbeauftragtewerbung

 

 

 

Unser Fazit:

Die Kinder waren sehr erstaunt, wie schnell der Appetit auf Süßigkeiten verflogen ist. Sie dachten, dass sie locker bis zum Abend durchhalten würden. Auch in den nächsten Tagen mieden sie alles, was auch nur ansatzweise süß schmeckte. Inzwischen ist der Appetit  zwar zurück, hat sich aber doch ein Stück weit relativiert. Es ist, als hätte der Süßkram ein wenig an Magie verloren!

 

Grundsätzliches zum Thema Kinder & Süßigkeiten

Falls ihr euch nun fragt, warum wir den Kindern nicht einfach grundsätzlich selbst überlassen, wie viele Süßigkeiten sie essen möchten: Ich bin der Meinung, dass Kinder nicht in der Lage sind, diese Entscheidung eigenständig zu treffen. Dafür gibt es einfach zu viele Faktoren, die beispielsweise das Suchtzentrum im Gehirn ansprechen – und das gilt gleichermaßen für Schokolade, Computerspiele und ständig eintrudelnde Whatsapp Nachrichten. Sinnvoller als reine Verbote finde ich es, den Kindern  schon früh zu vermitteln, was da eigentlich im Körper passiert, wenn man z.B. Zucker oder Gemüse ist.

  • Was sind Kohlenhydrate, Vitamine und Eiweiße?
  • Was bewirken sie im Körper?
  • Warum wir manchmal Heißhunger auf Zucker haben? (Und welche Alternativen gibt es?)
  • Warum sollte man Süßigkeiten niemals zum Trost essen? (-> das führt zu einer Verknüpfung im Gehirn, so dass man auch später zur Schokolade greift, wenn man gestresst oder traurig ist #emotionaleating).

 

So können sie lernen, was ihrem Körper guttut – und was nicht. Kennt ihr noch die Zeichentrick-Serie Es war einmal das Leben (<- Amazon Affilate Link)? Hier werden viele Vorgänge im Körper kindgerecht erklärt! Meine Kinder mögen diese Serie noch immer sehr gerne. Und ich sowieso!

 

 

 

 

So, das war mein Beitrag zu unserem Süßigkeiten-Tag. Nun interessiert mich wie immer eure Meinung: Würdet ihr einem solchen Tag zustimmen?

Liebe Grüße,

 

Für euer Pinterest Board:

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

4 comments on “Was passiert, wenn Kinder einen Tag lang nur Süßes essen dürfen?”

  1. Hallo liebe Mamis und Papis,

    Wir haben ein „kleines Problem“ mit der Ernährung unserer 3-jährigen Tochter. Denn sie isst aktuell nur Süßigkeiten oder alles was extrem knusprig ist.

    Unsre Tochter wurde nur ganz kurz gestillt (ich musste auf Milchnahrung umswitchen weil sie einen Ikterus auf Muttermilch entwickelte), mit der Babymilch lief alles prima. Sie wuchs und gedeihte wunderbar. Der nachfolgende Ernährungsplan wurde strickt eingehalten. Alle Nahrungsmittel im Verlauf der Breikost (Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch) wie empfohlen wurden ihr gegeben und sie mochte auch alles sehr gern essen.
    Danach bekam sie alles in die Hand wo nach ihr war (außer Süßigkeiten), außer mal selbstgemachtes Bananenbrot. Sie mochte es essen.
    Irgendwann im 2. LJ fing es dann an und sie wurde immer wählerischer.
    Status jetzt bereitet und große Bedenken, ob alles „normal“ ist. Der KiA beteuert, dass ihr selektives Essverhalten ganz normal sei und es würde irgendwann mal schnipp machen und sie isst dann wahrscheinlich ganz normal mit.
    Ich liste mal auf was sie alles mag: Schoki geht immer! Lutscher auch! Nutellabrot oder Croissant mit Nutella + 2-3 Tassen Milch (=Frühstück). Dann meistens 1-2h später Lutscher 2-3 Stück (sind aber Mini-Lutscher). Dann sehr stark verdünnte Limo davon über den Tag verteilt ca. 3/4 – 1 Liter. Nachmittags hinrunde wieder mal 1 Keks, manchmal auch 1 kleinen Schokoriegel. Abends wenn’s gut läuft 3/4 Breze mit Frischkäse oder selbst gemachte Pizza nur mit Tomatensoße drauf (alles andere wie Käse oder Schinken, Salami, Pilze sind bäh!). Ab und zu von den Fischstäbchen nur die Panade (bloß kein Fisch, auch bäh!). Nudeln war mal gern gegessen, aber sie hatte während Corona mal drauf gespuckt, seitdem auch bäh!. Chips-Stix gesalzen gehen auch hin und wieder. Ah! Reis pur und Pommes gehen auch ab und zu. Aber bloß keine Soße oder Ketchup, bäh!
    Ich glaube das war alles an Lebensmitteln die sie gerade so isst.
    Wir essen immer zusammen am Tisch, also sie und ich immer, am Abend und WE auch mit Papi zusammen.
    Die Zeiten gelingen uns eigentlich auch immer gut.
    Wir geben ihr immer die Möglichkeit euch Neues auszuprobieren oder von unseren Tellern was zu nehmen, es ist immer genügend da.
    Unsre Tochter ist immer schon eine Langschläferin, geht so um 20:45 Uhr gehts ab ins eigene Bett, mit Vorlesen und bisschen Spielen wird’s meistens 21:30/22:00 Uhr, dann schläft sie (derzeit) ohne Probleme bis 10 Uhr morgens durch.
    Vom kognitivem her, können wir nix auffälliges feststellen. Sie versteht alles und redet wie ein Buch.
    Sie ist vom Körperbau her eher schlank.

    Hat irgendjemand dieselben Probleme mit dem Essverhalten? Hat sich’s gebessert oder normalisiert? Bis wann war es bei euch so?
    Danke und liebe Grüße

    • Also ich persönlich würde vermutlich Croissants, Lutscher, Nutella, Chips etc. erstmal nicht mehr kaufen und auch die süßen Getränke
      gegen ungesüssten Tee austauschen, bis sich das Essverhalten etwas normalisiert hat.

      Hast du mal so Bento Ausstechformen ausprobiert, um ihr z.B. Vollkorntoast, Gurke und Obst schmackhaft zu machen? https://amzn.to/37xXJ96

      Ansonsten sind purer Reis oder Nudeln ohne Soße bzw. Brezel mit Frischkäse ja im Prinzip halb so schlimm – satt wird sie also trotzdem.

      Liebe Grüße und gute Nerven,
      Patricia

  2. Haha, Du wieder. Also mein 7jähriger Sohn ist ein totaler Süßigkeiten-Junkie. Ganz schlimm. Wenn ich ihn lasse, stopft er so viel Zeugs in sich rein, dass mir schon beim Zuschauen schlecht wird. Mein Großer steht interessanterweise nicht unbedingt drauf. Da liegt dann auch schon mal die Osterschokolade an Weihnachten noch da. Für mich ist klar, dass es Regeln und Grenzen geben muß. Klar, passiert bei einem Tag Exzess nichts. Aber hier wird nur Süßes gegessen, wenn es vorher auch was Gesundes gab. LG, Nadine

    • Liebe Nadine,

      jetzt würde mich ja fast interessieren, wie viele Stunden es dauern würde, bis dein kleiner Sohn die Lust auf Süßes verliert….;-) Vermutlich ist es ähnlich wie bei meinen beiden. Ich habe mich übrigens als Kind sehr über die Aussage meiner Eltern wunderte, die meinten, ein Kuchen sei ihnen zu süß. Ich konnte nicht verstehen, wie etwas ZU SÜSS sein kann. Inzwischen geht es mir wie deinem großen Sohn: Ich könnte gut auf Schokolade verzichten, auf Chips oder gar Pizza eher nicht!

      Liebe Grüße!

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