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Was Eltern über den aktuellen Squid Game Hype wissen sollten!

 

Squid Game ist aktuell DAS Gesprächsthema auf deutschen Schulhöfen.  Selbst Grundschüler sind fasziniert von der koreanischen Serie, die offensichtlich gerade einen Nerv trifft. Das Problem: Die Serie ist extrem brutal und aus meiner Sicht keinesfalls für Kinder geeignet.

 

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Nachfolgend habe ich mal einige Informationen sowie Rückmeldungen meiner Instagram-Leser zusammengestellt, um euch zu zeigen, wo aus meiner Sicht die Gefahren liegen. Konkret geht es um folgende Themen:

 

 

  • Worum geht es in der Netflix Serie Squid Game?
  • Ist die Serie Squid Game für Kinder geeignet?
  • Was unterscheidet Squid Game von anderen Serien?
  • Was kann ich tun, um meine Kinder zu schützen?

 

Worum geht es in der Netflix Serie Squid Game?

Die koreanische Serie Squid Game handelt von einer Gruppe aus 456 verschuldeten Menschen, die das Angebot erhalten, durch die Teilnahme an Kinderspielen einen Millionenbetrag zu gewinnen. Der Einsatz ist hoch, denn wer es nicht innerhalb der zuvor definierten Zeit in die nächste Runde schafft, wird erschossen. Am Ende bleiben 2 Spieler übrig, die sich bis auf den Tod bekämpfen müssen.

Hier könnt ihr euch den offiziellen Trailer anschauen (NICHT schauen, wenn Kinder im Raum sind!!)

 

 

Ist die Serie Squid Game für Kinder geeignet?

Aus meiner Sicht ist die Serie absolut nicht für Kinder geeignet. Selbst die offizielle Altersempfehlung (FSK 16) reicht meiner Meinung nach nicht aus. Das Feedback meiner Leser geht überwiegend in die gleiche Richtung.

 

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Was unterscheidet Squid Game von anderen Serien?

Die Mischung aus Gewalt, Sadismus, Organhandel und kindlichen Spielen wirkt besonders verstörend, weil es sich nicht um eine “abstrakte” Geschichte, sondern um eine sehr real wirkende Situationen handelt.

 

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Dabei kann ich die Faszination der Serie aus Sicht der Kinder und Jugendlichen durchaus nachvollziehen. Die Macher der Serie schaffen es, die Jugendlichen abzuholen, indem sie gewisse Punkte geschickt kombinieren:

 

  1. Den Traum vom großen Geld
  2. Das Interesse an Challenges
  3. Coolen Farben & Melodien
  4. Rote Kapuzen, die an die Erfolgsserie “Haus des Geldes” erinnern – und Symbole, die zu den Controllern der PS5 passen.
  5. Eine ordentliche Dosis Gewalt (und die Ablehnung dieser durch Erwachsene)

 

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Der Hype der Serie wird aktuelle auf allen Ebenen verbreitet: Durch die Serie selbst auf Netflix, durch Mundpropaganda unter den Kindern, durch Firmen wie Kaufland, Redbull oder Axe, die Anspielungen auf die Serie nutzen, um ihre Social Media Accounts zu pushen:

 

 

Durch unzählige Tiktok Videos, in denen z.B. die Squid Game Kekse nachgebacken werden, um die Challenges aus der Serie nachzuspielen. Selbst auf der Brigitte (!) Website wird inzwischen ein gelingsichere Rezept der Squid Game Kekse präsentiert:

 

 

In Paris gibt es inzwischen sogar eine Art Squid Game Popup-Ausstellung, in der man in das Spiel eintauchen kann:

 

 

 

 

 

Was kann ich tun, um meine Kinder zu schützen?

Einen 100%igen Schutz gibt es leider nicht. Es ist definitiv nicht möglich, Kinder permanent zu überwachen – und auch nicht erstrebenswert.

 

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Nachtrag: Die erwähnte Szene spielt in den ersten Minuten der 2. Folge.

 

Meine Tipps lauten daher:

  • Sichert eure Geräte z.B. mithilfe von Kindersicherungsapps oder der Apple-Bildschirmzeit und konfiguriert Streaming-Konten so, dass der Zugang zu Inhalten erschwert wird, die nicht kindgerecht sind.
  • Interessiert euch für das, was eure Kinder bzw Teenager gucken oder spielen – auch wenn es euch thematisch im ersten Moment nicht anspricht.
  • Sprecht mit euren Kindern über die Dinge, die sie beschäftigen, ohne ihnen Vorwürfe zu machen.
  • Erklärt euren Kindern, welche Wirkung Gewalt auf die Entwicklung von Kindern haben kann.
  • Macht befreundete Eltern auf digitale Gefahren aufmerksam.
  • Findet Kompromisse mit euren Kindern. Verbietet also nicht aus Prinzip alles, sondern setzte euch mit Themen auseinander und findet einen Weg, der zu euch passt. [Unser Sohn darf zB schon relativ lange Fornite spielen, GTA kommt aber nicht infrage].

 

 

Seid euch bewusst, dass Kinder sehr kreativ sind, wenn es darum geht, verbotene Inhalte zu konsumieren und das es eure Aufgabe ist, sie vor ihrer eigenen Neugier zu schützen.

Es werden Smartphones von Freunden genutzt, Familiencomputer, der Netflix-Account des großen Bruders etc. Hinzu kommt, dass viele Videos auf Youtube bzw. in den sozialen Medien (z.B. Tiktok) abrufbar sind oder per Whatsapp Nachricht verschickt werden.

 

So, nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag dabei geholfen hat, euch eine eigene Meinung zum Thema Squid Game zu bilden und bin schon sehr gespannt auf euer Feedback.

 

 

Viele Grüße,

 

 

Hier findet ihr die passende Vorlage für eure Pinterest Pinnwand:

 

 

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

10 comments on “Was Eltern über den aktuellen Squid Game Hype wissen sollten!”

  1. Habe die Serie selbst gesehen und finde FSK 16 zu niedrig.. da sind manche “harmlosere” Filme schon FSK 18. Die Serie würd ich auf alle Fälle meinen Kindern nicht zumuten, da sie selbst Erwachsene verstört…

  2. also erstmal vorab: ich bin 13 und habe die Serie angeschaut weil ich mir ziemlich sicher war, dass sie ab 12 ist (was anscheinend bei jeder website anders ist). ich schaue generell auch Horrorfilme und bei denen war es dann auch so dass ich mich in der nacht nicht getraut habe ins bad oder in die Küche zu gehen, aber bei squid game war das überhaupt nicht so. Klar, es sterben menschen aber die Serie ansichtig macht einem nicht diese angst, dass aufeinmal jemand in deinem Zimmer steht und dich umbringen will. man muss eben wissen, was man aushält und was nicht. manche finden es mit 20 schlimm, manche schauen es schon mit 12 an und finden es gar nicht schlimm, das ist ja bei jedem anders. Ich verstehe auch, warum Eltern ihre Kinder schützen möchten, aber es gibt deutlich schlimmere filme/serien als quid game. Zusammengefasst: Man muss wissen was man aushält. Aber die Serie ist richtig gut gemacht, die ganze Geschichte, die plots, die Schauspieler sind klasse. Ich persönlich empfehle jedem, sie anzuschauen 🙂

      • Also ich bin ein “Papa” und ich möchte das keinem Kind mit 12 antun. Ich weiß nicht was mit unserer Gesellschaft los ist das man das Kindern vorsetzen muss. Und du bist 13? Der Text hört sich an wie wenn es ein Erwachsener geschrieben hat.

        • Mit meinen Freunden schreibe ich natürlich nicht so sachlich und alles aber ich habe hier halt nicht so in ,,Jugendsprache” geschrieben, weil diese Seite wahrscheinlich hauptsächlich Eltern/Erwachsene benutzen. Aber vielleicht zeigt das auch, dass Kinder heutzutage schon früher reifer sind als vor 20 Jahren…? Ich glaube Eltern/Erwachsene sehen die Serie schlimmer als Kinder, da sie mehr darüber wissen und es mehr mit der echten Welt verbinden können. Kinder denken sich halt einfach: tolle Serie! Und das finde ich nicht unbedingt schlimm. Ich hab diese Woche aber auch bei uns in der Schule 5. und 6.Klässler gesehen, die ,,rotes licht, grünes licht” (das erste Spiel bei Squid Game) auf dem Pausenhof gespielt haben. Was dann wiederum heisst, dass 10/11 jährige die Serie auch anschauen und sie mögen (sonst würden sie die Spiele ja nicht spielen). Mir ist sogar selber aufgefallen, dass 5./6.Klässler jetzt schon viel reifer sind als ich bzw. die Leute in meinem Umkreis in der 5./6. waren. Meine Meinung bleibt aber immer noch dieselbe: Man muss selber wissen was man aushält und was nicht, aber abgesehen davon ist die Serie richtig gut gemacht. (sonst wäre sie wahrscheinlich ja auch nicht die am meisten angeschaute Serie in der Geschichte von Netflix 🙂

    • Liebe Alina,

      gerade weil der “Horror” in Squid Game so real ist, ist diese Serie aus meiner Sicht für Kinder nicht geeignet.
      Du bist 13 und weißt, dass es keine Zombies gibt. Du weißt aber nicht, wie sich die Gewalt, die du konsumierst, langfristig auf dein Gehirn, deine Entwicklung und dein Leben auswirkt.

      Ich kann die Faszination durchaus verstehen, die von der Serie ausgeht. Wäre ich 13, hätte ich vermutlich auch versucht, sie heimlich zu schauen. Mit 30 Jahren Abstand muss ich aber sagen, dass ich rückblickend froh gewesen wäre, wenn meine Eltern mich “vor mir selbst beschützt hätten”. Das ist nämlich die Aufgabe von Eltern. Nicht nur im realen Leben, sondern auch virtuell.

      Liebe Grüße,
      Patricia

  3. Ich finde es mal wieder erstaunlich, dass das überhaupt ein Thema ist. Also kein Vorwurf an Dich und Deine Berichterstattung, sondern eher die Verohung der Gesellschaft – und damit auch der Kinder. Wieso lassen Erwachsene denn ihre Kinder überhaupt so etwas schauen? Seit wann brauchen Kinder so viele Medien – Thema Medienkompetenz? Meiner Meinung nach sollten viele Erwachsene (und ich nehme mich da ganz klar mit rein) unbedingt selbst verstehen lernen, wie viele Dinge online, in den digitalen Medien und co funktionieren. Es ist nicht die Lösung jedem fünfjährigen Kind gleich ein Tablet zu kaufen. Das hat nichts mit Medienkompetenz zu tun.

    • Liebe Sabine,

      da bin ich ganz deiner Meinung: Es muss sich hier ganz dringend etwas ändern! Die Frage ist nur: Wie?

      Ich versuche es, indem ich im Rahmen meiner Möglichkeiten hier auf dem Blog und auch im Freundeskreis über Gefahren aufkläre. Ich weiß, dass das absolut nicht ausreicht.Im Grunde müsste es seitens der Politik neue Regeln geben, die den Zugang zu nicht kindgerechten Inhalten (egal ob auf Netflix, im Netz oder in irgendwelchen Online-Games) verhindern. Eine permanente Legitimation in Form eines digitalen Nummernschildes wäre vielleicht eine Idee.

      Liebe Grüße,
      Patricia

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