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Mein persönlicher Tesla Erfahrungsbericht!

 

Manchmal liebe ich meinen Blogger-Job ganz besonders. Zum Beispiel, wenn ich Dinge ausprobieren darf, die mich ohnehin faszinieren. Genau das war der Fall, als ich im Juli 2018 den Tesla X  testen durfte. In meinem Erfahrungsbericht habe ich damals folgende Punkte zusammengefasst:

  • Allgemeine Infos zu Tesla & Elon Musk
  • Was unterscheidet Tesla Autos von anderen E-Autos?
  • Der Tesla X Familien SUV im Überblick
  • Kritische Fragen und Antworten zum Thema E-Auto

Nachdem ich heute Morgen gelesen habe, dass Elon Musk die erste europäische Gigafactory (-> so heißen die Fabriken, in denen die Tesla Elektroautos & Akkus hergestellt werden) in der Nähe von Berlin bauen möchte, habe ich meinen Beitrag nun nochmal aktualisiert.

 

Wie immer handelt es sich bei meinem  Bericht um meinen subjektiven Eindruck und nicht um einen (Auto)-Expertenbericht.

 

Allgemeine Infos zu Tesla & Elon Musk 

Als ich vor knapp 1,5 Jahren  im Freundes- und Bekanntenkreis erzählte, dass ich einen Tesla probefahren darf, teilte kaum jemand meine Euphorie. In meiner persönlichen Filterbuble waren die Vorzüge des Teslas offenslichtlich noch nicht angekommen. Hier gibt es nun erstmal einen groben Überblick.

Tesla ist ein amerikanisches Unternehmen, das 2003 mit dem Ziel gegründet wurde, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen. Dazu sollten z.B. Elektroautos, Stromspeicher und Photovoltaikanlagen für die breite Masse gebaut werden. Der Name geht auf den Physiker und Erfinder Nikola Tesla zurück und steht inzwischen in enger Verbindung mit Elon Musk, dem CEO (= Firmenchef) von Tesla. Elon Musk ist durch die Gründung von bzw. seine Beiteiligungen an besonders innvoativen Unternehmen bekannt geworden, zu denen u.a. folgende Firmen gehören:

 

  • Paypal
  • Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX, das schon heute die internationale Raumstation versorgt, hocheffizient Satelliten ins All befördert, und ab 2020 bemannte Missionen plant.
  • Solar City
  • Open AI – und Neuralink – also Unternehmen, die sich mit der Erforschung künstlicher Intelligenz bzw.  der möglichen Vernetzung von Maschinen mit dem menschlichen Gehirn auseinandersetzen.
  • Das Tunnelbauunternehmen The Boring Company , das Menschen in sogenannten Pods  mit bis zu 240 km/h pro Stunden transportieren möchte. Die Hyperloops sollen langfristig eine Geschwindigkeit von bis zu 960 km/h erreichen und so eine Strecke von 570 km in 35 Min. zurücklegen können.

 

 

Was unterscheidet Tesla Autos von anderen E-Autos?

Was macht Tesla Autos so besonders? Ich denke der Erfolg hängt in erster Linie mit der Person Elon Musk zusammen. Er ist ein Visionär, der extrem innovativ und kosteneffizient arbeitet. Während andere Firmen über unlösbare Probleme klagen, sucht Musk mit seinem Expertenteam in kürzester Zeit nach kreativen Lösungen. Das spiegelt sich in den Ergebnissen seiner Arbeit wider, mit der er immer wieder neue Maßstäbe setzt:

 

  1. Die Tesla Modelle S, X und 3  führen mit den Plätzen 1 – 3 die Rangliste der Elektorautos mit der größten Reichweite an (je nach Modell und Ausstattung bis zu 632 km)
  2. Teslas sind extrem sicher. Das Modell 3 hat zum Beispiel mit 5 von 5 Sternen einen Spitzenwert im ADAC Crashtest erreicht. Surround-Kameras sorgen für 360°-Rundumsicht,  zwölf Ultraschallsensoren erkennen umliegende Objekte, ein nach vorn blickendes Radar ermöglicht eine simultane Sicht in alle Richtungen.
  3. Das vollständige Laden des Autos am Supercharger (-> den speziellen Tesla Strom-Tankstellen) dauert nur ca. 40 Min. und ist für Fahrzeuge, die vor dem 15.01.2017 bestellt wurden kostenlos.
  4. Es gibt viele technische Innovationen wie z.B. einen Überhitzungsschutz für den Innenraum, der im Sommer verhindert, dass die Temperatur des parkenden Fahrzeugs auf über 40 Grad ansteigt, ohne den Akku dabei übermäßig zu belasten.
  5. Es gibt Over-the-Air Software-Updates – also Online-Updates über das Internet, mit denen neue Funktionen ohne den Besuch einer Werkstatt aufgespielt werden.
  6. Alle Tesla-Modelle, einschließlich des Model 3, sind für autonomes Fahren ausgerüstet.
  7. Das eigentliche Highlight ist aus meiner Sicht aber das Fahrgefühl. Dazu gleich mehr!

 

Welche Tesla Modelle gibt es?

 

  • Tesla 3 günstigster Tesla mit einem Preis ab 44.300 €. Aufgrund des Nettolistenpreises von unter 60.000 € qualifiziert sich der Tesla 3 für den Umweltbonus in Höhe von 4.000 €.
  • Tesla S Limousine (5 + 2 Sitze)
  • Tesla X SUV mit Flügeltüren (bis zu 7 Sitze)
  • Tesla Y:  SUV mit Platz für bis zu 7 Personen und einer Reichweite von bis zu 540 km. Vermutlich ab dem Herbst 2020 in Deutschland erhältlich.
  • Tesla Roadstar Sportwagen der Superlative* 4 Sitzplätze, abnehmbares Glasdach = Cabriofeeling. 2020 kommt eine neue Variante des Roadstar auf den Markt. Das Basismodell wird 43.000 € kosten, die Founders Series 215.000 €.

* 2,1 Sek. 0-100 km/h, 1000 km Reichweite, 400 km/h,





Der Tesla X im Überblick

Nun möchte ich euch kurz das Tesla Modell vorstellen, das ich im Juli 2018 testen durfte:

Beim Tesla X handelt es sich um einen SUV mit Elektroantrieb und bis zu 7 Sitzen – also genug Platz für die ganze Familie. Sein besonderes Merkmal sind die Flügeltüren, die stark an den DeLorean aus der Zurück in die Zukunft Amazon Affiliate Link Trilogie erinnern. Der Tesla X ist serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüstet und hat mit der 100 kWh Batterie-Variante eine Reichweite von bis zu 565 km. Das absolute Highlight ist aber die Beschleunigung: 3,1 Sekunden braucht das Model X, um auf 100 km zu beschleunigen.

 

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Der Boardcomputer

Das Navi im Tablet-Format zeigt dank einer Verbindung zu Google Maps  nicht nur den nächsten Stau an, sondern berechnet die Route gleich unter Berücksichtigung der nächsten Supercharger. Das Radio ist mit Spotify verbunden und die „Falcon Wing“ Flügeltüren lassen sich per Druck auf das Display ganz einfach öffnen und schließen.

 

 

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Die Flügeltüren:

Da sich die Türen nach oben öffnen, genügt  bereits ein Spalt von etwa 30 cm, um die Türen zu öffnen. Sensoren stoppen die Türen rechtzeitig, falls sie Hindernisse neben oder über dem Auto erkennen. Das Parken im Parkhaus stellt also kein Problem dar.

 

Die Panorama Windschutzscheibe

Die extrem große Panorama Windschutzscheibe gefiel mir im ersten Moment richtig gut, stellte sich im Laufe des Tages aber als unpraktisch dar, da man je nach Stand der Sonne einen Pop-Up Sonnenschutz benötigt, um nicht geblendet zu werden. Hier hätte ich eine automatische Abdunkelung / Tönung erwartet.

 

 

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Das Fahrgefühl

Das Fahrgefühl im Tesla X lässt sich schwer beschreiben! Die Tür schließt sich automatisch, wenn man auf die Bremse tritt. Um vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang zu wechseln, bewegt man einfach den kleinen Hebel neben dem Lenkrad. Eine Kupplung gibt es nicht. Sobald man den Fuß von der Bremse nimmt, fährt man los – und zwar völlig lautlos! Das Faszinierende: Durch den Elektromotor gibt es im Tesla quasi keine Verzögerung, so dass der Wagen in nur 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Der abolsute Wahnsinn! Auch für Menschen wie mich, die sich von PS-Zahlen und Co. sonst nicht beeindrucken lassen.

 

 

Autonomes Fahren im Tesla?!

Alle Tesla-Modelle (inkl. des Model 3 ) sind mit der notwendigen Hardware für autonomes Fahren ausgerüstet. Ich habe das Autopilot-System auf der Autobahn getestet und war überrascht, wie gut es funktionierte. Das Auto fuhr wie von Geisterhand durch die Kurven einer Baustelle und reduzierte das Tempo automatisch, als das Auto vor mir abbremste. Wirklich entspannen konnte ich mich dabei allerdings nicht – dafür ist mein Vertrauen in die Technik dann doch noch nicht groß genug. Außerdem ist man als Fahrer ja ohnehin verpflichtet, kontinuierlich den Fahrzeugbetrieb und den Verkehr zu überwachen um jederzeit zum Eingreifen bereit zu sein. Ich würde das Autopilot-System also vorerst nicht nutzen, finde die Weiterentwicklung dieser Technologie aber spannend.

 

Ist der Tesla für Familien geeignet?

Abgesehen vom Preis (der mit 91.700 € sehr hoch ist), ist der Texla X definitiv für Familien geeignet. Es gibt ihn als 5, 6 und 7 Sitzer inkl. Isofix – wobei der Platz im Kofferraum beim Modell mit 7 Sitzen recht knapp ist.

Wer Wert auf ein besseres Preis-/ Leistungsverhältnis legt (und auf die Flügeltüren verzichten kann), sollte aus meiner Sicht dennoch auf den Tesla Y warten, der vermutlich im Herbst 2020 in Deutschland erhältlich ist. Dieser hat ebenfalls bis zu 7 Plätze, kostest aber deutlich weniger (ab ca. 57.000 €).

 

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Wie weit kann man mit einem Tesla fahren

Die Reichweite beträgt je nach Modell bis zu 632 km. Falls man am Ziel nicht laden kann (und auch kein Supercharger auf dem Weg liegt), darf dieses somit maximal ca. 250 –  300 km entfernt liegen. Wir haben uns für eine Testfahrt nach Scheveningen/Holland entschieden und auf dem Rückweg einen Zwischenstopp am vorgeschlagenen Supercharger in Zaltbommel eingelegt. Das hat gut geklappt.

 

 

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Wie tankt man einen Tesla?

Es gibt 3 Möglichkeiten, einen Tesla zu betanken:

  1. Die Nutzung der Supercharger – also der besonders schnellen Tesla Strom-Tankstellen.
  2. Starkstrom aus öffentlichen Ladestationen bzw einem Tesla Wall Connector als Lademöglichkeit für zu Hause.
  3. Anschluss an eine normale Steckdose – dies ist aber sehr langsam. Zum Vergleich: Mit dem normalen Steckdosen-Stecker lädt der Tesla 14 km pro Stunde, mit dem Wall Connector bis zu 81 km pro Stunde.

Die unterschiedlichen Ladekabel befinden sich übrigens im Kofferraum des Teslas.

 

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Nun möchte ich euch noch Antworten auf die Fragen geben, die mir in den letzten Wochen am häufigsten gestellt wurden:

 

Wie lange hält ein Tesla Akku? (Also: Wie lang ist die Lebensdauer?)

Die angestrebte Lebensdauer beträgt 1 Millionen Meilen (= 1.609.000 km). Ob das bei den verwendeten Notebook-Akkus realistisch ist, kann ich nicht einschätzen. Das computergesteuerte Laden sorgt zumindest dafür, dass die Ladegeschwindigkeit an die Temperatur und den Akku-Füllstand angepasst wird. Das heißt: Wenn der Akku  z.B. ganz leer ist oder es sehr kalt ist, wird der Tesla langsamer geladen, was die Lebensdauer des Akkus erhöht. Laut Tests von Tesla selbst hat eine Batterie nach  800.000 km noch eine Kapazität von 80 %. Aktuelle Statistiken zeigen , dass Tesla-Fahrzeuge  nach 200.000 Kilometern weiterhin über 90% der ursprünglichen Akkukapazität vorweisen. Der Reichweitenverlust fällt somit recht gering aus.

Über den Garantiezeitraum von 8 Jahren (oder der festgelegten Kilometerzahl) garantiert Tesla eine verfügbare Akkukapazität von mindestens 70%. Für eine möglichst lange Lebensdauer empfiehlt es sich, die Batterie nur für Langstrecken zu 100% zu laden und die Ladung sonst auf 70-80 % zu begrenzen. Die Begrenzung lässt sich im Fahrzeug oder per App einstellen.

 

Was passiert, wenn man mit dem Tesla liegen bleibt? Zum Beispiel, weil der Akku leer ist?

Das habe ich nicht selbst getestet – auf der Seite Motor-Talk.de gibt es aber -> hier einen entsprechenden Testbericht. Kurz zusammengefasst: Die erste Bergung ist für Tesla-Besitzer kostenlos (diese beinhaltet wahlweise das Abschleppen zum nächsten Supercharger oder die Bereitstellung eines Ersatzwagens, was allerdings zeitaufwändig sein kann).

 

 

Sind Tesla Autos sicher?

Die Argumente von Tesla klingen überzeugend:

  • Der Schwerpunkt des Autos ist durch die schwere Batterie unter dem Auto sehr tief, was das Überschlagsrisiko drastisch senkt!
  • Acht Surround-Kameras sorgen für 360°-Rundumsicht, zwölf Ultraschallsensoren helfen, umliegende Objekte zu erkennen.
  • Ein nach vorn blickendes Radar durchdringt dichten Regen, Nebel, Staub und selbst vorausfahrende Fahrzeuge, um simultane Sicht in alle Richtungen zu ermöglichen und Unfälle zu verhindern.
  • Spurwarnfunktion schützt vor unabsichtlichem Verlassen der Fahrspur
  • Außerdem gibt es ein „Automatic Emergency Braking“ und eine „Blind Spot Detection“ Funktion.

Das Model X erzielte nicht nur fünf Sterne in jeder Kategorie und Unterkategorie der US NCAP Sicherheitsbewertung (einschl. Fußgängerschutz), sondern zeichnet sich auch durch das geringste Verletzungsrisiko für Insassen bei Unfällen aus.

 

 

 

Stellen die Akkus im Falle eines Unfalls eine Gefahr da?

Um die Akkus vor äußeren Einwirkungen bei Unfällen zu schützen, gibt es eine extrem stabile Titanplatte unter dem Akkupack. Außerdem haben Rettungskräfte Zugriff auf eine Datenbank, in der sie sehen können, an welchen Stellen ein Fahrzeug ohne Gefahr aufgeschnitten werden kann.

 

Sind Teslas wirklich umweltfreundlich?

Ich habe versucht, diese Frage für mich zu beantworten – es ist mir aber nicht abschließend gelungen. Es werden Akkus verwendet, die zunächst gebaut werden müssen, was laut Kritikern wiederum mit einem extrem hohen CO2 Ausstoß verbunden ist. „Mit einem handelsüblichen europäischen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor kann ein typischer Verbraucher  ganze 8 Jahre fahren, bevor das Auto die Umwelt so stark belastet, wie die Akku-Produktion für ein Tesla Model S“ rechnet das schwedische Umweltministerium laut diesem Bericht vor.

Dabei wurde aber nicht bedacht, dass die Produktion der Akkus in den Tesla eigenen Gigafactorys zu einem immer größer werdenden Teil unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien erfolgt. Die sogenannte Well-to-Wheel-Betrachtung („vom Bohrloch bis zum Rad“) der CO2-Emissionen, d.h. die Berücksichtigung aller Faktoren von der Herstellung der Fahrzeuge bis zum Verbrauch innerhalb des gesamten Lebenszyklus auf dem > Tesla Blog sieht da schon anders aus.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es sinnvoll ist, Alternativen für benzinbetriebene Autos zu suchen. Ob sich langfristig die Elektroautos durchsetzen werden, oder es der Wasserstofftechnik (Stichwort: LOHC Speicher) doch noch gelingt, das Rennen zu machen, kann ich nicht einschätzen. Eine Weiterentwicklung in eine sinnvolle Richtung kann jedenfalls nur gelingen, wenn man damit anfängt! 

 

Enthalten Tesla Akkus seltene Erden?

Die Induktionsmotoren des Modell S enthalten keinen seltenen Erden, die Magnetmotoren im Tesla 3 aber schon. Der vermeintliche Grund: Magnetmotoren sind günstiger und um ca. 15 % effizienter. Das Problem: Seltene Erden sind ein knapper Rohstoff und hauptsächlich in China verfügbar. Dieses Monopol führt dazu, dass die Preisentwicklung schwer absehbar ist.

Wie viel Cobalt wird für Akku Herstellung verwendet?

Der Cobaltanteil in den von Tesla verwendeten Li-ionen Zellen wurde inzwischen auf 2,8 Prozent reduziert (andere Hersteller verwenden 8 % oder mehr). Für die kommende Zellgeneration plant Tesla sogar, ganz ohne Cobalt auszukommen. Das wird u.a. damit begründet, dass die mit Abstand größten Kobalt-Reserven im Kongo liegen, wo der Rohstoff unter schwierigen Bedingungen und zu schwer vorherzusagenden Preisen abgebaut wird. Tesla versucht wo immer es möglich ist durch innovative Ideen, Abhängigkeiten zu vermeiden, was ich sehr sinnvoll finde.

 

Wie negativ ist der Lithium Abbau in Südamerika zu bewerten?

Lithium ist zum Bau der Akkus zwingend erforderlich und lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ersetzen. Zur Gewinnung von Lithium werden große Mengen Salzlauge aus der Erde gepumpt, was wiederum zu einer Senkung des Grundwasserspiegels führen kann. In der  ZDF-Reportage „Der wahre Preis der Elektroautos“ wird dieses Thema sehr kritisch dargestellt. Die ZDF-Reporter sprechen von 21 Mio Litern Wasser, die täglich in der Wüste Salar de Atacama abgepumpt werden.

Ich finde diesen Beitrag hier  interessant, der die teilweise aus 2011 stammenden Zahlen der ZDF-Reportage hinterfragt und erklärt, dass es viele Faktoren gibt, die von Harald Lesch und seinem Team nicht berücksichtigt wurden:

  • Es werden je nach Lithiumgehalt des Wassers z.T. nur 0,4 Mio Liter Wasser pro Tonne Lithium statt der angegebenen 2 Mio. Liter benötigt.
  • Ein Teil des Wassers wird anschließend zurück in den Boden gepumpt.
  • Ein weiterer Teil des Wasser wird inzwischen durch Wasser aus dem Pazifik ersetzt.
  • etc.

Außerdem finde ich es wichtig, die Nachteile und Risiken, die durch die Förderung von Erdöl entstehen, beim Vergleich der Technologien nicht außer Acht zu lassen.

 

Was passiert mit alten Tesla Akkus?

Laut Tesla (bzw. -> diesem Artikel) werden die Akkus im SMELTING Verfahren recycelt. „Gewinnt man Kobalt und Nickel durch diese Art von Recycling, spart man dadurch 70% CO2 im Vergleich zur Erstgewinnung“, so Tesla. „Das einzige Restprodukt bei diesem Prozess ist eine Schlacke, die Kalzium-Oxide und Lithium enthält und zum Herstellen von Beton genutzt werden kann“, so Tesla weiter.




Was kostet ein Tesla?

Das Modell Tesla 3 kann man auf der Tesla Website aktuell (11/2019) ab ca. 46.770  € konfigurieren.

 

Mein Fazit:

Ich bin begeistert! Aktuell wäre ein Tesla jedenfalls das einzige Auto, das ich spontan gegen meinen alten Mini eintauschen würde. Die Voraussetzungen wären perfekt, denn in unserer Garage könnten wir einen  Wall Collector installieren, der sich womöglich sogar über unserer Photovoltaikanlage auf unserem Dach versorgen lasen würde. Nur der Preis ist mir derzeit noch etwas zu hoch.

Ich schaue mir die Entwicklung in den nächsten 1-2 Jahren mal an und werde mich dann entscheiden – und anschließend natürlich hier auf dem Blog berichten! 😉

 

So, nun bin ich wie immer auf euer Feedback gespannt. Gibt es noch Punkte, die ich in meinem Beitrag vergessen habe? Oder Fragen, die offen geblieben sind? Ich freue mich über Kommentare!

 

Viele Grüße,

 

PS: Falls ihr gerne mehr über Elon Musk erfahren möchtet, der auch gerne mal Leonardo Da Vinci des 21. Jahrhunderts genannt wird, kann ich euch die Biographie Wie Elon Musk die Welt verändert Amazon Affiliate Link empfehlen.

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3 comments on “Mein persönlicher Tesla Erfahrungsbericht!”

  1. Schöner Bericht, kleine Anmerkung: Dachbox klappt wegen der Falcon Wing Doors leider nicht, bleibt nur AHK; aber, als 5-Sitzer hat das Model X mehr als genug Platz. Wir haben uns letzte Woche für einen entschieden, meine Frau freut sich über die erhöhte Sitzposition, meine Kinder über Spotify und ich hätte lieber ein Model S genommen; freue mich aber auch narrisch.

    • Hallo Rudi,
      vielen Dank für den Hinweis bezüglich der Dachbox und: Wie toll, dass ihr euch für das Modell X entschieden habt! Ich bin ein großer Fan und freue mich gerade mit euch!! 🙂

      Viele Grüße,
      Patricia

  2. Ich saß schonmal in dem Wagen drin und muss sagen, dass es einen sehr guten Eindruck macht. Die Verarbeitung ist sehr stabil und die Technologie übertrifft alle anderen Marken. Vor allem die Reichweite und die Beschleunigung müssten viele überzeugen.
    Grüße

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