Meine Anleitung zum Glücklichsein

 

Vor gut 4 Jahren ging es hier auf dem Blog zum ersten Mal um das Thema Glück. Ich habe damals in meinem Beitrag Inspirierendes zum Thema Glück verschiedene Links und Videos zusammengestellt, die ich im Laufe der letzten Jahre gesammelt habe, und die mir selbst dabei geholfen haben, meinen eigenen Plan vom Glück zu finden.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich nun etwas konkreter werden und Schritt für Schritt erklären, wie man denn nun eigentlich glücklich wird. Viel Spaß beim Lesen.

 

Wie wird man glücklich?

Die Zeitschriften und Bücher zum Thema Glück stecken voller Tipps. Man soll:

 

  • Achtsam sein – sich also ganz auf den Moment konzentrieren.
  • Lernen loszulassen!
  • Keine Angst haben!
  • Seinem Herzen folgen!
  • Frieden mit der Vergangenheit schließen!
  • Sich Ziele setzen!
  • Aktiv sein!
  • Sich Fehler zugestehen!
  • Freundschaften pflegen!
  • Sich gesund ernähren!
  • Lernen NEIN zu sagen!
  • us.w.

Wie man das alles schaffen soll und wie man damit anfängt? Darüber erfährt man oft nur sehr wenig. Das liegt vermutlich daran, dass es nicht „die eine“ Empfehlung gibt. Jeder Mensch hat seine eigene Definition von Glück und eine eigene Vorstellung von seinem persönlichen Happy-Place. Entsprechend unterschiedlich sind die Wege, die man gehen muss, um sein persönliches Glück zu finden. Aber wie fängt man denn nun an?

 

 

1. Überlegen: Was macht mich glücklich?

Um glücklich zu werden, sollte man z.B. erstmal herausfinden, was einen überhaupt glücklich macht. Dabei macht es Sinn, das Glücksgefühl genauer unter die Lupe zu nehmen. Wann hast du dich zuletzt wirklich glücklich gefühlt? Und: Was genau hat dich in diesem Moment glücklich gemacht? War es die Gesellschaft von anderen Menschen? Sport? Die Ruhe in der Natur? Ein gutes Buch? Diese Fragen helfen dir dabei, es herauszufinden:

-> Was macht dich glücklich? 33 Fragen, mit denen du dich besser kennenlernst! 

 

 

 

2. Überlegen: Was macht mich WIRKLICH glücklich?

Kennst du den Spruch: Wenn Schokolade nicht das Problem ist, kann Schokolade auch nicht die Lösung sein? Ich finde, dieser lässt sich auch gut auf andere Dinge übertragen. Wenn es nicht das größte Problem meines Lebens  ist, keine Schuhe zu haben, werden neue Schuhe (oder: Das große Haus / der neue Partner / etc.) auch nicht der Schlüssel zum Glück sein. Die neuen Dinge machen kurz glücklich (so wie Schokolade) – lenken uns damit aber nur von unseren eigentlichen Problemen ab. Ich glaube inzwischen, dass uns weder Dinge noch andere Menschen WIRKLICH langfristig glücklich machen können, solange wir nicht das Glück in uns selbst gefunden haben. Ich habe jedenfalls mal überlegt, was MICH wirklich glücklich macht, und bin dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:

 

  • Zeit mit den Kindern / meiner Familie / Freunden.
  • Gesundheit.
  • Das Gefühl, selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten!
  • Leckeres Essen!
  • Reisen!
  • Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln!

 

Außerdem macht es mich ziemlich glücklich, Dinge auszusortieren und mein Leben so regelmäßig zu entrümpeln. Wenn sich zu viele Dinge ansammeln, fühlt sich mein Kopf zugemüllt bzw blockiert an. Mit jedem Teil, das ich aussortiere, fühle ich mich leichter und freier – schwer zu erklären, aber genau so ist es.

-> Hier habe ich ausführlich von meinem Minimalismus-Projekt berichtet.

 

 




3. Analysieren: Was macht mich unglücklich?

Eine weitere Möglichkeit, um herauszufinden was dich glücklich macht: Finde heraus, was dich unglücklich macht! In welchen Momenten hast du ein wirklich schlechtes Bauchgefühl? Wann fühlst du dich unzufrieden, traurig oder überfordert?

 

  • Ist es der Job?
  • Sind es Erwartungen, die du erfüllen sollst?
  • Ist es deine Partnerschaft?
  • Oder „Freundschaften“, die dir nicht gut tun?
  • Sind es die eigenen negativen Gedanken?
  • Die Routineaufgaben im Haushalt?
  • Ist es die Angst vor der Zukunft?
  • Oder deine finanzielle Situation?

 

 

4. Anfangen!

Mal angenommen, du weißt nun, was dich theoretisch glücklich macht –  wie schaffst du es, dein Ziel zu erreichen? Die Antwort lautet: Indem du anfängst. Und zwar heute! Am Anfang ist es ungewohnt. Vielleicht gibt es in deinem Kopf auch Gedanken wie:

  • „Das kann ich nicht machen“
  • „Dafür ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt“
  • „So schlimm ist es eigentlich doch gar nicht“
  • „Dafür fehlt mir das Geld“
  • „Was werden die anderen sagen“
  • „Das ist mir zu unsicher“ u.s.w..

 

Mein Vorschlag wäre: Schreib´ dir eine Liste mit Dingen, die dich glücklich machen (was ich mir z.B. für 2018 alles vorgenommen hatte und was ich davon dann im Laufe des umgesetzt habe, könnt ihr hier lesen) und such´ dir mindestens 3 konkrete Punkte raus, die du im nächsten Jahr abhaken möchtest. Das kann alles mögliche sein: Eine kleine Reise, ein neues Hobby, ein Kurs an der VHS, den du schon immer mal belegen wolltest, etc. Wichtig: Nichts ist zu verrückt, zu langweilig oder zu  ausgefallen – es geht nur um dich!

 

 

  1. Setz dir für einen dieser Punkte einen konkreten Termin, der nicht weiter als 4 Wochen entfernt ist, und setze ihn um.
  2. Im nächsten Schritt überlegst du dir 3 ganz konkrete Dinge, die dich besonders stressen – egal ob es Pflichten im Haushalt sind, Treffen mit Menschen, die dir nicht gut tun oder was auch immer.
  3. Such dir nun ebenfalls einen Punkt aus und cancel ihn! Einfach so, weil du es so für dich entschieden hast.

 

Anfangs ist das ungewohnt, aber mit der Zeit wird es immer einfacher (so war es zumindest bei mir) und am Ende wirst du mit Zufriedenheit belohnt, von der dann auch dein Umfeld profitiert. Um das ganze etwas zu beschleunigen, habe ich noch einen Tipp, der mir ganz besonders gut geholfen hat:

 

Ein Tipp zur Umsetzung: Nutze die Pareto Regel!

 

Ich bin ein großer Fan des Pareto Prinzips, das besagt, dass es fast immer ein 80:20 Verhältnis zwischen den Dingen gibt. Das lässt sich ganz einfach am Beispiel Hausarbeit erklären:

 

  • 80 % des Hauses räumst du in 20 % der Zeit auf (also wenn sich z.B. spontan Besuch ankündigt) – für die restlichen 20 % (also die Fußleisten, etc) müsstest du nochmal 80 % eurer Zeit investieren… ist es das wirklich wert?
  • Ähnlich ist es, wenn du z.B. ein Hemd bügelst oder eine neue Sprache lernen möchtest. Mit 20% der Vokabeln kannst du 80% aller Gespräche verstehen.
  • Auch auf die Dinge, die dich stressen, lässt sich diese Regel übertragen: 80 % deines Stresses wird vermutlich von 20 % der Menschen / Situationen in deinem Leben verursacht.


Was das mit dem Thema Glück zu tun hat?
Also: Wenn du es schaffst, die „schlechten“ 20 % aus deinem Leben zu streichen, steigert das die Lebensqualität enorm und es bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge! Logisch, oder

So,  nun hoffe ich, dass euch mein Beitrag gefallen hat und bin schon ganz gespannt auf euer Feedback – egal ob als Kommentar oder per Mail!

 

Liebe Grüße,

 

 

PS: Habt keine Angst zu scheitern! Wer scheitert, war mutig genug, etwas auszuprobieren und stellt sein eigenes Lebensglück über die Gedanken der anderen! Beides finde ich richtig!

 

 

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

7 comments on “Anleitung zum Glücklichsein!”

  1. Schöner Artikel!
    Ich denke, die meisten haben Angst sich zu fragen, was sie unglücklich macht. Denn sie wissen es ja, aber es zuzugeben ist eine Herausforderung. Ich hoffe, dass dein Artikel noch oft gelesen wird & es so viele Menschen wie möglich erreicht!
    Jeder braucht doch mal einen Stups in die richtige Richtung 🙂
    LG

  2. Ein wirklich toller Beitrag. Mega wertvoll, dass du eine Art Zusammenfassung aus vielen Ratgebern etc. geschrieben hast und dich als Beispiel hinzugezogen hast. Mir persönlich hat die bewusste Dankbarkeit zu einem deutlich glücklicheren Leben verholfen. Seit dem ich mir täglich vor Augen führe, in welcher Fülle ich lebe, bin ich viel fröhlicher. Früher war alles immer so selbstverständlich, wodurch ich die Dinge natürlich nicht zu schätzen wusste. Ich habe mir dann ein Dankbarkeitstagebuch gekauft, das mich bei diesem Prozess unterstützt hat. Mittlerweile gibt es ja schon viele solcher Bücher und sogar eine Vergleichsseite, auf die ich kürzlich aufmerksam wurde. Hätte mir damals sehr geholfen, hab mich bei der großen Auswahl recht schwer getan. Hoffe es ist ok, wenn ich den Link hier mit reinschreibe, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen nachträglichen Leser noch 🙂
    https://www.dankbarkeitstagebuch.de

  3. Liebe Patricia,
    habe heute deinen Blog über Tanjas Kraftquelle gefunden und bin vollends begeistert!! Ich kam aus dem Kopfnicken gar nicht mehr raus.
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass das Glück nicht von „aussen“ kommt. Man muss es für sich definieren und ganz tief verankern. Und das hast du anhand deiner Listen toll beschrieben. Und auch das mit dem Ausmisten kann ich nur bestätigen: während andere dem Irrglauben hinterherrennen und durch Anhäufen von Materiellem das Glück suchen, ist bei mir ebenfalls das Ausmisten und Entrümpeln ein Prozeß, der mir Glücksgefühle beschert.
    Ich werde die nächsten Tage noch öfter bei dir vorbeischauen…(wenn ich darf *grins*)
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Liebe Jeanne,
      wie schön, dass dir mein Beitrag so gut gefällt! 🙂 Ich würde mich sehr freuen, wenn du bald wieder auf dem Blog vorbei schaust. Ansonsten berichte ich auf Instagram (und hier besonders in den Instastories) von den Dingen, die mir gerade so durch den Kopf gehen. Du findest mich unter moms.blog. Liebe Grüße, Patricia

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