Meine Anleitung zum Glücklichsein

 

Vor 2 Wochen ging es hier auf dem Blog um das Thema Glück. Ich hatte in meinem Beitrag „Inspirierendes zum Thema Glück“ verschiedene (kurze) Videos zusammengestellt, die ich im Laufe der letzten Jahre gesammelt habe, und die mir selbst dabei geholfen haben, meinen eigenen „Plan vom Glück“ zu finden.  Nun haben mich nach diesem Post so viele Fragen und positive Nachrichten erreicht, dass ich mich zu einem 2. Beitrag (inkl. konkreter Tipps und Anregungen) entschieden habe. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

Wie wird man glücklich?

Die Zeitschriften und Bücher zum Thema Glück stecken voller Tipps. Man soll:

 

  • Achtsam sein – sich also ganz auf den Moment konzentrieren (-> das lerne ich gerade mit der „Headspace“ App)
  • Lernen loszulassen!
  • Keine Angst haben!
  • Seinem Herzen folgen!
  • Frieden mit der Vergangenheit schließen!
  • Sich Ziele setzen!
  • Aktiv sein!
  • Sich Fehler zugestehen!
  • Freundschaften pflegen!
  • Sich gesund ernähren!
  • Lernen NEIN zu sagen!
  • us.w.

Wie man das alles schaffen soll und wie man damit anfängt? Darüber erfährt man oft nur sehr wenig. Das liegt vermutlich daran, dass es nicht „die eine Empfehlung“ gibt. Jeder Mensch hat seine eigene Definition von Glück und eine eigene Vorstellung von seinem persönlichen Happy-Place. Entsprechend unterschiedlich sind die Wege die man gehen muss, um sein persönliches Glück zu finden. Aber wie fängt man denn nun an?

 

1. Überlegen: Was macht mich glücklich?

Um glücklich zu werden, könnte man z.B. erstmal herausfinden, was einen überhaupt glücklich macht. Dabei macht es Sinn, das Glücksgefühl genauer unter die Lupe zu nehmen. Macht es dich glücklich, zu shoppen? Dann überleg` mal, was genau dich daran glücklich macht:

 

  • Geht es um das kurze Glücksgefühl beim Kauf (-> und das Teil landet anschließend im Schrank?)
  • Ist es der Reiz, ein Schnäppchen zu ergattern (-> also Geld zu sparen, indem du Geld ausgibst?)
  • Ist es das Gefühl, dir endlich mal etwas zu gönnen? (-> dir also etwas Gutes zu tun?)
  • Sind es die Komplimente der Mitmenschen, die den Reiz ausmachen? (-> oder würdest du auf einer einsamen Insel auch 30 Paar Schuhe benötigen?)
  • Möchtest du mit anderen Menschen „mithalten“ können? (-> und dir beweisen, dass du erfolgreich bist?)
  • Oder geht es wirklich um DAS TEIL?

 

Ich habe mein eigenes Shoppingverhalten jedenfalls mal hinterfragt und muss zugeben, dass es bei meinen „Shoppping-Touren“ selten wirklich um die Sachen ging, die ich gekauft habe, sondern eher um eine Mischung aus Platz 1 – 5 der oben aufgeführten Punkte. Das ist ja gar nicht weiter schlimm (und ich möchte jetzt hier auch niemandem die Lust am Kaufen nehmen), ich fand es nur selbst spannend, nach den wahren Ursachen zu forschen. Dieser Fragebogen kann dir dabei helfen:

-> Was macht dich glücklich? 33 Fragen, mit denen du dich besser kennenlernst! 

 

 

 

2. Überlegen: Was macht mich WIRKLICH glücklich?

Kennst du den Spruch: Wenn Schokolade nicht das Problem ist, kann Schokolade auch nicht die Lösung sein? Ich finde, dieser lässt sich auch gut auf andere Dinge übertragen. Wenn es nicht das größte Problem meines Lebens  ist, keine Schuhe zu haben, werden neue Schuhe (oder: Das große Haus / der neue Partner / etc.) auch nicht der Schlüssel zum Glück sein. Die neuen Dinge machen kurz glücklich (so wie Schokolade) – lenken uns damit aber nur von unseren eigentlichen Problemen ab. Ich glaube inzwischen, dass uns weder Dinge noch andere Menschen WIRKLICH langfristig glücklich machen können, solange wir nicht das Glück in uns selbst gefunden haben. Ich habe jedenfalls mal überlegt, was mich glücklich macht, und bin dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:

 

  • Zeit mit den Kindern / der Familie / Freunden.
  • Gesundheit.
  • Das Gefühl, selbstbestimmt zu leben!
  • Leckeres Essen!
  • Reisen!
  • Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln!

 

Zur Zeit macht es mich außerdem ziemlich glücklich, Dinge auszusortieren. So erklärt sich auch mein aktuelles -> Minimalismus-Projekt. Es fühlt sich fast so an, als hätten die vielen Dinge, die ich in den letzten 39 Jahren angesammelt habe, meinen Kopf blockiert und zugemüllt. Mit jedem Teil das ich aussortiere, fühle ich mich leichter und freier – schwer zu erklären, aber genau so fühlt es sich an. 




3. Analysieren: Was macht mich unglücklich?

Eine weitere Möglichkeit, um herauszufinden was dich glücklich macht: Finde heraus, was dich unglücklich macht! In welchen Momenten hast du ein wirklich schlechtes Bauchgefühl? Wann fühlst du dich unzufrieden, traurig oder überfordert?

 

  • Ist es der Job?
  • Sind es Erwartungen, die du erfüllen sollst?
  • Ist es deine Partnerschaft?
  • Oder „Freundschaften“, die dir nicht gut tun?
  • Sind es die eigenen negativen Gedanken?
  • Die Routineaufgaben im Haushalt?
  • Ist es die Angst vor der Zukunft?
  • Oder deine finanzielle Situation?

 

 

4. Anfangen!

Mal angenommen, du weißt nun, was dich theoretisch glücklich macht –  wie schaffst du es, dein Ziel zu erreichen? Die Antwort lautet: Indem du anfängst. Und zwar heute! Am Anfang ist es ungewohnt. Vielleicht gibt es in deinem Kopf auch Gedanken wie:

  • „Das kann ich nicht machen“
  • „Dafür ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt“
  • „So schlimm ist es eigentlich doch gar nicht“
  • „Dafür fehlt mir das Geld“
  • „Was werden die anderen sagen“
  • „Das ist mir zu unsicher“ u.s.w..

 

Mein Vorschlag wäre: Schreib´ dir eine Liste mit Dingen, die dich glücklich machen (was ich mir z.B. für 2017 alles vorgenommen hatte und was ich davon dann im Laufe des umgesetzt habe, könnt ihr hier lesen) und such´ dir mindestens 3 konkrete Punkte raus, die du im nächsten Jahr abhaken möchtest. Das kann alles mögliche sein: Eine kleine Reise, ein neues Hobby, ein Kurs an der VHS, den du schon immer mal belegen wolltest, etc. Wichtig: Nichts ist zu verrückt, zu langweilig oder zu  ausgefallen – es geht nur um dich!

  1. Setz dir für einen dieser Punkte einen konkreten Termin, der nicht weiter als 4 Wochen entfernt ist, und setze ihn um.
  2. Im nächsten Schritt überlegst du dir 3 ganz konkrete Dinge, die dich besonders stressen – egal ob es Pflichten im Haushalt sind, Treffen mit Menschen, die dir nicht gut tun oder was auch immer.
  3. Such dir nun ebenfalls einen Punkt aus und cancel ihn! Einfach so, weil du es so für dich entschieden hast.

 

Anfangs ist das ungewohnt, aber mit der Zeit wird es immer einfacher (so war es zumindest bei mir) und am Ende wirst du mit Zufriedenheit belohnt, von der dann auch dein Umfeld profitiert. Um das ganze etwas zu beschleunigen, habe ich noch einen Tipp, der mir ganz besonders gut geholfen hat:


Die Pareto Regel!

Ich bin ein großer Fan des Pareto Prinzips, das besagt, dass es fast immer ein 80:20 Verhältnis zwischen den Dingen gibt. Das lässt sich ganz einfach am Beispiel Hausarbeit erklären:

  • 80 % des Hauses räumst du in 20 % der Zeit auf (also wenn sich z.B. spontan Besuch ankündigt) – für die restlichen 20 % (also die Fußleisten, etc) müsstest du nochmal 80 % eurer Zeit investieren… ist es das wirklich wert?
  • Ähnlich ist es, wenn du z.B. ein Hemd bügelst oder eine neue Sprache lernen möchtest. Mit 20% der Vokabeln kannst du 80% aller Gespräche verstehen.
  • Auch auf die Dinge, die dich stressen, lässt sich diese Regel übertragen: 80 % deines Stresses wird vermutlich von 20 % der Menschen / Situationen in deinem Leben verursacht.

Wenn du es schaffst, die „schlechten“ 20 % zu streichen, steigert das die Lebensqualität enorm und es bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge! Ach ja, einen letzten Tipp habe ich noch: Hab´ keine Angst zu scheitern!! Wenn man scheitert, bedeutet das, dass man mutig genug war, etwas zu auszuprobieren oder: Dass man sein eigenes Lebensglück über die Gedanken der anderen stellt! Beides finde ich richtig! 🙂

So, genug Gedankengrütze für heute – nun hoffe ich, dass euch mein Beitrag gefallen hat und bin schon ganz gespannt auf euer Feedback – egal ob als Kommentar oder per Mail!

 

Liebe Grüße,

 

P.S. Wenn ihr euch professionelle Unterstützung auf eurem „Weg zum Glück“ wünscht, kann ich euch übrigens Natalia vom Blog -> Sei dir gut empfehlen. Ich habe jedenfalls schon viel Positives von ihr gehört – zuletzt von meiner Bloggerfreundin Stephie, die -> hier von ihrem Seminar-Wochenende im Kloster Arenberg berichtet.

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

5 comments on “Anleitung zum Glücklichsein!”

  1. Liebe Patricia,
    habe heute deinen Blog über Tanjas Kraftquelle gefunden und bin vollends begeistert!! Ich kam aus dem Kopfnicken gar nicht mehr raus.
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass das Glück nicht von „aussen“ kommt. Man muss es für sich definieren und ganz tief verankern. Und das hast du anhand deiner Listen toll beschrieben. Und auch das mit dem Ausmisten kann ich nur bestätigen: während andere dem Irrglauben hinterherrennen und durch Anhäufen von Materiellem das Glück suchen, ist bei mir ebenfalls das Ausmisten und Entrümpeln ein Prozeß, der mir Glücksgefühle beschert.
    Ich werde die nächsten Tage noch öfter bei dir vorbeischauen…(wenn ich darf *grins*)
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Liebe Jeanne,
      wie schön, dass dir mein Beitrag so gut gefällt! 🙂 Ich würde mich sehr freuen, wenn du bald wieder auf dem Blog vorbei schaust. Ansonsten berichte ich auf Instagram (und hier besonders in den Instastories) von den Dingen, die mir gerade so durch den Kopf gehen. Du findest mich unter moms.blog. Liebe Grüße, Patricia

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