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Crandon Beach

 

*Gastbeitrag

Florida mit Kindern bzw. Kleinkindern

 

Wenn ihr meinen Blog (bzw. meinen Instagram-Account -> hier) aufmerksam verfolgt, wisst ihr ja bereits, dass wir in den letzten Monaten ziemlich häufig verreist sind. Kroatien, Ägypten, New York, Norwegen und Dubai (-> Beitrag folgt) standen dabei unter anderem auf unserer Liste.
In Florida waren wir zwar nicht, da ich aber weiß, dass das Thema Fernreisen mit Kindern viele von euch interessiert und gerade Florida ein beliebtes Ziel für einen Urlaub VOR dem Beginn der Schulzeit ist, freue ich mich sehr über den heutigen Gastbeitrag meiner Bloggerkollegin Nora. Nora verrät euch heute die besten Tipps zum Thema „Florida Urlaub mit Kleinkindern“ und beantwortet Fragen wie:

 

  • Welcher Ort eignet sich als Ausgangspunkt für eine Familienreise nach Florida?
  • Welche Sehenswürdigkeiten und Ausflüge sind auch für Kinder interessant?
  • Wo trifft man auf Waschbären & kann bei einem Picknick Seevögel beobachten?
  • Und wo gibt es eigentlich das beste Eis?

 

Aber lest selbst:

Huhu, mein Name ist Nora. Ich bin dreißig Jahre alt, Ärztin und Zwillingsmama seit Sommer 2016. Normalerweise blogge ich auf Milch & Mehr über unseren Alltag, Ernährung und die Gesundheit von Mama und Kind. Heute freue ich mich, euch hier bei meiner quasi Nachbarin und geschätzten Kollegin (eigentlich ist sie eher großes Vorbild, ich bin schon etwas beeindruckt…) von unserem bislang größten Abenteuer zu viert erzählen zu dürfen: unserer Reise nach Florida im vergangenen März. Langstreckenflug mit zwei Kleinkindern, muss der Stress wirklich sein? Wieso nicht an die Nordsee? Das fragten uns viele – nicht zuletzt auch wir uns selbst. Aber die Antwort lautet: ja! Die lange Flugzeit und die Zeitverschiebungs-Wehwehchen lohnen sich, wenn man im Frühjahr einen Urlaub mit Wettergarantie verbringen möchte und die Kanaren satt hat. Über unserer Erfahrungen mit dem Langstreckenflug und zwei Kleinkindern unter zwei Jahren habe ich schon vor einigen Wochen berichtet. Nun möchte ich von unseren liebsten Orten und Ausflugszielen erzählen und zeigen, dass Florida sehr viel Abwechslungsreiches und Familienfreundliches zu bieten hat, wenn man sich die passenden Rosinen herauspickt und manchmal auch eher am Rand der großen Touristen-Attraktionen nach einem Tagesprogramm sucht. Im Folgenden bekommt ihr einen Überblick über kinderfreundliche Strände und Ausflugsziele, die coolsten Spielplätze und ein paar Insider-Tipps, die man in und um Miami erreichen kann.




Die Unterkunft in Key Biscayne

Nach ziemlich langer Recherche entschieden wir uns, unsere erste Urlaubswoche in einer Privatunterkunft auf Key Biscayne zu verbringen. Key Biscayne ist eine Art Sylt von Florida. Eine langgezogene Insel, über eine Maut-pflichtige Autobahn von Miami Downtown aus zu erreichen und im Vergleich zu Miami Beach deutlich ruhiger und entspannter. Für viele Einheimische scheint es nur eine Art Zweitwohnsitz zu sein. Fortbewegt wird sich in Golf Carts oder – für amerikanische Verhältnisse total untypisch – zu Fuß. Es gibt ein paar Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, einen schönen zentralen Park mit schattigem, großen Spielplatz (separate Bereiche für große und kleine Kinder). Die Unterkünfte sind tendenziell etwas günstiger als in Miami Beach und so gab unser Budget noch das Extraschlafzimmer für die Zwillinge her. Wir hatten sogar Zugang zu einem privaten Strandabschnitt, an dem die Kinder am Morgen oder Abend nach Herzenslust buddeln konnten, wenn wir mal nicht den ganzen Tag am Strand verbracht haben. In Downtown oder Miami Beach ist man mit dem Auto in etwa 30 Minuten. In jeweils nur 10 Fahrminuten erreicht man zwei super tolle State Parks mit wunderschönen, kinderfreundlichen Stränden (pro Auto wird Eintritt verlangt).

Tipp von Moms-Blog.de: Günstige Unterkünfte für Familien findet ihr z.B. über AirbnB. Wie das funktioniert, erfahrt ihr -> in meinem Blogbeitrag über unseren 1. Airbn Aufenthalt hier (*inkl. 35 € Airnbn Gutschein!)

 

 

Bill Bags State Park

Ganz im Süden der Insel liegt der Bill Bags State Park mit seinem historischen Leuchtturm, den man auch kostenlos besteigen kann. Von da oben hat man eine wunderbare Aussicht auf ganz Miami und bei gutem Wetter sogar bis zu den Keys! Die Treppen sind relativ eng. Kinder würde ich erst ab etwa sechs Jahren mit hoch nehmen, wenn sie gut klettern können. Kurz vor dem Strandende beim Leuchtturm ist das Wasser schön flach und still – also ideal für kleine Schwimmer.
Es gibt super viele Seevögel zu beobachten und vor allem im Abendlicht kann man wunderschöne Fotos in den Dünen machen. Hinter den Dünen befinden Picknickplätze mit Grillmöglichkeiten. Hier sollte man wirklich vor den frechen Waschbären acht geben.

 

 

 

Crandon Park

Diesen tollen Strand im Norden von Key Biscayne hätten wir fast übersehen. Er ist mit tollen Palmen (Schatten!) gesäumt, sehr weitläufig und als wir unter der Woche dort waren war es auch super leer. Das Atlantik ist etwas unruhiger als am Südzipfel der Insel. Es gibt in regelmäßigen Abständen Baywatch-Buden. Im Hinterland leben sehr viele Vögel und Reptilien. Und vom Spielplatz haben wir unsere Kinder nur unter größtem Protest bekommen.

 

 

Miami Seaquarium

Vom Zubringer nach Key Biscayne (Rickenbacker Causeway) kann man direkt zum Parkplatz des Miami Seaquariums abbiegen. Das ist der ehemalige Flipper-Schauplatz und das entsprechende Becken gibt es – saniert – immer noch. Ansonsten kann man diverse Meeresbewohner besichtigen, Shows besuchen oder auch für eine dicke Stange Geld Privatbegegnungen mit Delfinen oder anderen Meerestieren buchen. Unsere Kinder fanden den Zoo-Vormittag ganz cool, ein Muss ist es aber nicht.
Was hingegen richtig empfehlenswert ist, ist das Food Truck Festival, was jeden Donnerstag ab 17 h auf dem Parkplatz des vorgelagerten Strandabschnitts stattfindet. Gegessen werden kann dann auf der mitgebrachten Picknickdecke bei Sonnenuntergang und Blick auf die City. Sehr idyllisch und lecker. Wir haben uns durch diverse südamerikanische Spezialitäten gefuttert und die aktuell beliebten Trüffel-Parmesan-Pommes probiert. Der Strand ist zwar direkt an einer Hauptverkehrsstraße, aber für Kleinkinder zum Baden auch gar nicht so schlecht, weil die Bucht im Gegensatz zum Atlantik schön ruhig ist. Der Historic Virginia Key Beach Park, dessen Zufahrt direkt auf der anderen Straßenseite ist und auch sehr kinderfreundlich sein soll, hatte im März geschlossen.

 

Miami_kinder_familien_food_truck_festival
Strand am Food Truck Fesitval

Miami Downtown

Zumindest ein kleiner Downtown-Besuch ist auch mit Kleinkindern möglich! Es gibt eine kostenlose, klimatisierte Hochbahn (Metromover), in die einige Kinderwagen passen. Damit kann man prima und bequem einen Eindruck der Wolkenkratzer bekommen. Wir haben bei der Haltestelle Brickell einen Parkplatz gefunden und sind von dort gestartet. Als Kinder-Highlights gab es außerdem den Besuch im Disney Store im Bayside Marketplace und von dort ging es zu Fuß auf den Spielplatz des Bayfront Parks. Der ist für 1,5 bis 4-jährige richtig toll.

 

 

Miami Beach

Wenn man schon in Miami ist, ist Miami Beach eigentlich ein Muss. So stand er auch bei uns auf der Tagesordnung. So richtig viel zu raten, was nicht sowieso schon im Reiseführer steht, habe ich dazu aber nicht. Der Southpoint Park wird von vielen Eltern hervorgehoben. Das gute an dem dortigen Spielplatz ist, dass er durch ein großes Sonnensegel schattig ist. Ich fand ihn aber extrem voll und laut. Der Splashpark ist eher spannend für ältere Kinder und der Strandabschnitt unterscheidet sich nicht sonderlich von den anderen. Außer dass hier gesurft wird und man gar nicht baden darf. Uns hat der Spielplatz auf dem Ocean Drive besser gefallen. Das meiner Meinung nach beste Eis gibt es bei „The Frieze“ in der Nähe der Lincoln Road Mall. Die haben nämlich auch pure, zuckerfreie Fruchtsorbets im Angebot.

 

 

 

 

Tagesausflüge: Keys und Everglades

Von Miami aus kann man eigentlich ziemlich gut Tages-Touren zu den berühmten, malerischen Keys und in die Everglades machen (Flamingo-Route ab Homestead). Ersteres wagten wir. Nach Flamingo schafften wir es nicht mehr, sondern machten einen Abstecher über die inoffizielle Alligator Alley auf dem Weg an die Golfküste. Egal ob man Richtung Keys oder Everglades unterwegs ist, oder einfach nur mal so keine Lust mehr auf Miami und Strand hat, ich empfehle einen Ausflug zum Obststand „Robert Is Here“.

 

 

Ja, ihr lest richtig. Fahrt zu einem Obststand, eine Stunde landeinwärts bei Homestead. Es ist nicht nur ein Obststand, der liebevoll von einer Farmer-Familie geführt wird, sondern ein richtiges Event für Kinder. Es gibt super leckere frische Smoothies und Milchshakes, Tiere, Spielgeräte, einen kleinen Splashpark und alte Traktoren/ Flugzeuge, in die die Kinder klettern können. Wir haben dort auf dem Weg zu den Keys gefrühstückt und es war noch sehr leer. Die Zwillinge wollten verständlicherweise gar nicht mehr weg… Der Bahia Honda State Park auf den Keys wird überall als extrem Familienfreundlich beschrieben, da er einen Strandabschnitt mit sehr flachem, klaren Wasser hat. Dieser Strand (Sandspur Beach) war im März aber noch auf Grund von Hurricane-Aufräumarbeiten geschlossen. Der bereits wieder hergestellte Strand (Calusa Beach) ist okay, recht klein und nicht wirklich besonders. Auf der Park-Homepage kann man sich über den aktuellen Stand der Aufräumarbeiten informieren. Key West ist sehr touristisch, aber irgendwie sehenswert. Allerdings muss man Zeit zum Flanieren und Cocktails Schlürfen mitbringen. Also ist es jetzt nicht das Ziel No1 mit kleinen Kindern. Wenn man aber da ist, sollte man unbedingt Lime Pie und Fisch essen. Wir waren mit dem Kiosk „Eaton Street Food Market“, der draußen auch ein paar Sitzgelegenheiten hat, sehr zufrieden. Frisch, lecker und schnell. Leider verpassten wir den spektakulären Sonnenuntergang auf dem Weg nach Hause und fuhren die szenische Strecke in Dunkelheit. Mit Kindern dauert halt alles länger und vorwärts kommt man sowieso kaum. 😉

 

 

 

Nach einer Woche Miami/ Key Biscayne ging es für uns weiter über die Everglades an die Golfküste. Auch hier haben wir viele Strände besucht und ein paar andere coole Dinge unternommen. Den passenden Reiseerfahrungs-Blogpost gibt es dazu -> hier auf Milch & Mehr, meinem eigenen Blog. Die Golfküste ist auch wahnsinnig cool und noch facettenreicher. Alles ist ein bisschen entschleunigter und dörfischer. Typischer amerikanisch. Auch das Essen. Ein entscheidendes Manko: die Fahrtwege sind teilweise sehr lang. Wenn ich mich zwischen einem unserer Ziele entscheiden müsste, würde ich ein bisschen mehr zu Miami tendieren.

 

 

So, dass waren also  Noras Insider-Tipps. Ich bin ja ehrlich gesagt total begeistert und würde am liebsten gleich in den Flieger steigen – aber dieses Jahr haben wir schon andere Pläne. Falls ihr noch Fragen oder weitere Tipps habt, schreibt doch einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag oder meldet euch direkt bei Nora.

Liebe Grüße,

 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

4 comments on “Florida mit Kindern: Die besten Strände, Ausflüge und Spielplätze!”

  1. Echt toller Beitrag! Auf dem Spielplatz in Miami Beach war ich auch schon und auch mir ist das mit dem Sonnensegel sehr positiv aufgefallen. Gerade Kinder haben ja noch kein so Empfinden für die Sonneneinstrahlung (viele Erwachsene ja auch nicht) und gerade für uns hellhäutigen Leute ist die Florida-Sonne doch ein anderes Kaliber.

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