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Haushaltsorganisation: Reichen 100 € Haushaltsgeld pro Woche?

Ich habe ja vor ein paar Monaten bereits einen Beitrag über das Thema Geld sparen geschrieben und euch erzählt  -> wie wir es schaffen, jeden Monat relativ viel Geld zu sparen. Weil auf Instagram in den letzten Tagen so viele Fragen zu diesem Thema aufkamen, möchte ich heute nochmal etwas konkreter darauf eingehen und euch zeigen, wie wir es schaffen, im Schnitt nur ca. 70 – 100  € für unseren Wocheneinkauf auszugeben. In diesem Beitrag geht es um folgende Themen:

 

  • Unser Haushaltsgeld
  • Am Essen spart man nicht – oder doch?
  • Discounter vs. Supermarkt
  • 7 Spartipps für den Wocheneinkauf
  • Unser Wochen-Speiseplan
  • 20 Familienessen für unter 5 €

 

Haushaltsgeld

Über Geld spricht man nicht? Ich schon! Warum auch nicht?! Es ist ja schließlich ein interessantes Thema. Wir geben schon seit einigen Jahren zwischen 70 – 100 € Haushaltsgeld pro Woche aus – also nicht besonders viel. Angefangen hat unsere Sparsamkeit, als wir mal eine ganze Zeit lang mit sehr wenig Geld auskommen mussten und gemerkt haben, wie viel Geld sich durch eine geschickte Planung in relativ kurzer Zeit sparen lässt. Es ist im Grunde alles eine Frage der Gewohnheit bzw. der Bequemlichkeit und Organisation.

 

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Der Briefumschlag-Trick

Um den Überblick nicht zu verlieren, haben wir unser Haushaltsgeld anfangs immer am 1. des Monats abgeholt und dann in 4 Briefumschlägen auf die einzelnen Wochen verteilt. Ca. 50 € haben wir dann für den Großeinkauf beim Discounter am Wochenanfang verwendet – vom restlichen Geld habe ich z.B. unter der Woche zusätzliches Obst, Gemüse, Brot oder Sonstiges gekauft. So ist es im Grunde auch heute noch, nur bin ich inzwischen nicht mehr ganz so konsequent. Unsere Einkäufe plane ich aber noch immer  (siehe unten) und versuche wirklich nur die Dinge zu kaufen, die auf dem Einkaufszettel stehen. Um Schnäppchen-Regale mit Deko- und Haushaltsartikeln mache ich dabei einen besonders großen Bogen – man spart nämlich kein Geld, wenn man Dinge günstig kauft, die man eigentlich gar nicht braucht (-> und zwar unabhängig davon, wie teuer sie sonst sind). Das habe ich vor allem durch mein -> Minimalismus-Projekt gelernt.

 

Was wir kaufen

Unser Wocheneinkauf beinhaltete Zutaten für 6 – 7 Mittagessen für je 3 – 4 Personen, Brot zum Frühstück + Abendbrot sowie als Pausenbrot, Aufbackbrötchen für´s Wochenende, Haferflocken, Butter, Aufschnitt + Marmelade, Eier, Gemüse, Obst und Naturjoghurt / Quark. Außerdem 1 -2 Packungen Süßigkeiten und z.B. Salzstangen sowie Spülmittel, Zahnbürsten, Duschgel, Creme, etc. Dabei habe ich mich von der Idee verabschiedet, dass immer alles jederzeit verfügbar sein muss. Wenn wir keinen Gouda mehr haben, essen wir halt ein Brot mit Frischkäse und Gurke. Der vernünftige und achtsame Umgang mit Lebensmitteln ist für mich inzwischen eine Einstellungssache und etwas, was ich den Kindern gerne genau so vorleben möchte. Aus diesem Grund verzichten wir auch auf eine übertriebene Vorratshaltung: Mehl, Nudeln, Eier, Zucker, Tiefkühlgemüse und passierte Tomaten haben wir eigentlich immer da – das war es dann aber auch schon. Der Vorteil: Dadurch das wir gezielter einkaufen, geben wir nicht nur weniger Geld aus, wir schmeißen vor allem viel weniger weg.

 

Am Essen spart man nicht – oder doch?

Ich liebe gutes Essen! Dieses muss aber nicht zwingend teuer sein, sondern einfach frische Grundzutaten enthalten. Der Preis hängt nämlich oft weniger mit der Qualität, als mit der Vermarktung der Lebensmittel zusammen. Zumindest wenn man die Bio-Läden außen vor lässt. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Tiefgefrorener Fisch ist qualitativ nicht schlechter, als der vermeintlich frische Fisch von der Fischtheke (dieser wurde ebenfalls gefroren angeliefert, dann aber für die Kunden aufgetaut, was in meinen Augen eher ein Nachteil als ein Vorteil ist).
  • Ein großer Sack Kartoffeln vom Bauern ist frischer und günstiger als Kartoffeln aus dem Supermarkt.
  • Selbstgemachter Feta-Dipp schmeckt mindestens so gut, wie der vom Feinkost-Stand, kostet aber nur 1/3.
  • Bio-Joghurt + Marmelade vom Discounter ist nicht nur günstiger, sondern auch gesünder als der teuere Marken-Fruchtjoghurt mit natürlichen Schimmelpilz-Aromen – daran ändern auch die glücklichen Kühe auf dem Etikett nichts.
  • Usw.

 

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Discounter vs. Supermarkt

Natürlich macht es auch mir mehr Spaß, bei guter Laune Musik durch die Gänge eines modernen Supermarktes zu stöbern, als durch den Discounter zu düsen. Und ja: Es fühlt sich auch für mich irgendwie besser an, den Aufschnitt an der Wursttheke zu kaufen, als einfach eine Packung abgepackten Schinken in den Wagen zu schmeißen…. die Frage ist aber: Wie viel ist mir dieses Vergnügen wert? Denn die Qualität des Schinkens ist identisch. Er stammt sogar vom selben Betrieb – wird nur einmal am  Stück ausgeliefert und schön drapiert und einmal gleich in der Fabrik geschnitten und einzeln verpackt.

 

 

7 Spartipps für den Wocheneinkauf

Im Grunde gibt es gar nicht den einen Trick, mit dem wir sparen – es ist vielmehr die Summe vieler kleiner Punkte, die am Ende zum Ergebnis führt.

 

  1. Ein Haushaltsbuch führen (zumindest mal für eine Woche, z.B. mit dieser App!)
  2. Einen -> Wochenspeiseplan erstellen und nur einen Großeinkauf pro Woche machen!
  3. Beim Discounter bzw. Bauern / auf dem Markt kaufen!
  4. Wenig Fleisch essen!
  5. Möglichst keine Fertigprodukte kaufen!
  6. Auf Markenprodukte verzichten!
  7. Leitungswasser trinken! -> hier habe ich mal über die Vorteile geschrieben

 

Das führen des Haushaltsbuches hat mich übrigens SEHR genervt, es war aber hilfreich um zu erkennen, wo das ganze Geld landet und an welcher Stelle es Sparpotential gab. Falls ihr es einen Monat lang durchhaltet, ist es gut – im Grunde reicht aber auch schon eine Woche, um einen groben Überblick zu bekommen. Mich hat es damals jedenfalls überrascht, wie viel Geld wir zwischendurch für Dinge ausgegeben haben, die es uns eigentlich gar nicht wert waren und wie viel Geld plötzlich am Monatsende übrig blieb. Geschafft haben wir das vor allem durch die Einführung unseres Wochenspeiseplans, durch den sich unsere Ausgaben fast halbiert haben. -> Die Vorlage könnt ihr euch kostenlos ausdrucken

 

Weitere konkrete Spartipps:

Hier sind mal einige Beispiele – schreibt mir gerne, wenn euch noch weitere Tipps einfallen:

  • Dipps  mache ich z.B. selber (z.B. Frischkäse + Knoblauch + getrocknete Tomaten mixen).
  • Oliven und Peperoni kaufe ich günstig im Glas und lege sie selber mit etwas Knoblauch + TK-Kräutern ein.
  • Salate kaufe ich grundsätzlich am Stück und nicht fertig geschnitten.
  • Pesto mache ich frisch aus Knoblauch, Öl, frischem Basilkum und Parmesan – ich verwende allerdings Cashewkerne statt der teueren Pinienkerne.
  • Joghurt kaufe ich in Großpackungen (natur) oder mache ihn selber und gebe Marmelade hinzu.
  • Schokomüsli strecke ich mit Haferflocken (die sind nämlich super günstig und das Müsli ist dann nicht mehr so süß).
  • Selbstgemachte Pizza ist viel günstiger als TK-Pizza –  und schmeckt auf dem Pizzastein (<- Affiliate Link) gebacken wie beim Italiener.
  • Ich kaufe keine überteuerten Pan-Cake Mischungen in übertrieben großen Plastikflaschen, sondern mache Pfannkuchen und Co in der gleichen Zeit selber!

 

 


Bei allem Spar-Eifer gibt es auch Lebensmittel, bei denen der Preis für mich keine Rolle spielt:

 

Lebensmittel, bei denen ich nicht auf den Preis achte:

 

  • Fleisch: Wenn wir Fleisch essen (ca. 1 x pro Woche), dann in Bio-Qualität!
  • Eier: Bio-Eier kosten nicht viel mehr als Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung, die Hühner werden aber viel artgerechter gehalten.
  • Milch: Ich kaufe grundsätzlich Bio-Weidemilch.  Milch von Kühen, die frisches Gras fressen durften, enthält  einen viel höheren Gehalt an Beta-Carotin, Vitamine A und E sowie Omega-3-Fettsäuren.
  • Obst und Gemüse: Gekauft wird, was uns schmeckt – also: Himbeeren, Maracuja & Blaubeeren etc.!

 

Einkaufen mit Plan: Unser Wochen-Speiseplan

Auch wenn ich es nicht immer schaffe, mich an unseren Plan zu halten (dafür bin ich einfach viel zu gerne spontan), hilft es mir sehr, eine Grundstruktur im Hinterkopf zu haben. Wenn ich also nicht gerade planlos durch den Supermarkt irre, kurz Pizza bestelle oder Freunde zum Essen einlade, sieht unser Plan in etwa so aus:

 

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20 günstige Familienessen für unter 5 €

Beim Erstellen des Speiseplans greife ich auf eine Liste mit Lieblingsgerichten zurück, die ich irgendwann mal zusammen mit den Kindern erstellt habe. Diese kombiniere ich mit 2 – 3 günstigen Essen aus -> dieser Liste mit Gerichten für unter 5 €  – von denen ihr einige auch -> hier auf meinem Blog findet. Dazu gibt es z.B. Möhrensalat oder frisches Obst.

 

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So, das waren meine Tipps zum Thema: Haushaltsorganisation bzw. Geld sparen beim Einkaufen. Habt ihr noch Fragen? Oder Tipps? Dann schreibt mir gerne. Ich freue mich jedenfalls sehr über euer Feedback!

 

Viele Grüße,

 

 

PS: Kosmetikprodukte etc. müssen übrigens auch gar nicht teuer sein. -> Hier habe ich mal günstige Produkte aufgelistet, die preiswert UND gesundheitlich unbedenklich sind. 

 

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst:

18 comments on “So reichen 100 € Haushaltsgeld für eine Woche! (inkl. 20 Rezeptideen)”

  1. Liebe Patricia,
    ich bewundere euren Essensplan, da es jeden Tag etwas frisch gekochtes zu Essen gibt, sehr abwechslungsreich!
    Wir kochen meist für mehrere Tage vor, was sicherlich auch Sparpotenzial mit sich bringt (zB. Sack Kartoffeln statt einzeln gekauft, Strom, Zeit..)
    Zudem habe ich Kräuter auf dem Balkon, die ich regelmäßig ernte. Auch wenn ich sie nicht direkt benötige habe ich so auch im Winter meinen TK- oder Trocken-Vorrat. Außerdem bleiben die Pflanzen durch das Ernten länger gesund.

    Danke für deinen anregenden Artikel!
    LG Bianca

  2. Kannst Du mir eine email schicken denn sparen kann man beim kochen, das verrate ich Dir gerne. Wo es günstige Austern und Trüffel gibt hast Du leider nicht geschrieben.
    Mfg

    • Hallo Anton,
      ich schreibe über Dinge, die mich interessieren. Da wir weder Austern noch Trüffel essen, habe ich diese Info hier nicht aufgelistet. Du kannst deinen Tipp aber jederzeit per Kommentar mit den Lesern meines Blogs teilen.
      Viele Grüße,
      Patricia

  3. Ich finde es echt Wahnsinn mit wie wenig Geld ihr pro Woche auskommt. Das braucht auf jeden Fall eine gute Planung beim einkaufen aber im Grunde ist das ja nichts schlechtes – eher im Gegenteil. Wirklich toll und ich finde aus deinem Beitrag kann man für das eigene Haushaltsbudget einiges mitnehmen.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  4. Wie handhabst du das mit dem Budget und den bevorstehenden Feiertagen? Gehen die Einkäufe, die ja in der Regel etwas üppiger ausfallen (da man ja Gäste hat), vom normalen Budget ab?

    • Hallo Michelle,

      während der Feiertage versuche ich zwar auch geschickt zu planen, ich achte aber nicht so sehr auf´s Budget.
      In diesem Jahr gibt es vermutlich Raclette, Fondue oder Pizza – das werden die Kinder entscheiden.

      Liebe Grüße,
      Patricia

    • Liebe Helma, von diesen extra günstigen Rezepten kochen wir im Schnitt 2 pro Woche – die restlichen Gerichte suchen wir aus unseren Lieblingsgerichten aus. Uns ist das Abwechslung genug! Kartoffeln sind gesund, Nudeln lecker, Weizen ist ohne Glutenunverträglichkeit kein Problem und Zucker essen wir in Maßen und fühlen uns gut dabei. Dazu gibt es frisches Obst und Gemüse. Du siehst: Null Problemo! 😉

      • Danke für ein klares Statement für gesunden Menschenverstand beim Thema Ernährung ohne Wahn… 😉

        Ich finde uns bei vielen Deiner Beschreibungen wider, obwohl ich noch bei Weitem nicht konsequent bin und noch viel zu gerne die Angebotsregale der Discounter durchstöbere.

        Wir legen auf genau die gleichen Lebensmittel wert, wo wir auch nicht auf den Preis gucken. Und was den abgepackten Schinken angeht, ist es mir sogar lieber, dass er weniger oft „behandelt“ wurde – also direkt steril verpackt wird, statt noch zig mal vom Kühlhaus in die Theke zur Schneidemaschine zur Theke und zurück zu wandern… Naja, es gibt immer zwei Seiten zu all diesen Themen und schlußendlich kommt es auf die eigenen Prioritäten an, was Du sehr schön beschrieben hast.

        Mein Tipp zum Sparen wäre noch, ab und zu selbst Brot zu backen. Mit dem 5 Minuten Aufwand Brot geht das quasi nebenbei und kostet selbst inklusive Energiekosten für den Herd weniger als die Hälfte.

        Liebe Grüße,
        Heidi

        • Liebe Heidi,

          vielen Dank für dein Feedback. Genau so ist es… vieles von dem, was sich im Kopf gut anfühlt (qualitativ hochwertigen Schinken von der Wursttheke kaufen), ist in Wirklichkeit nur eine Illusion! 😉 Das Thema Brotbacken ist ein guter Punkt. Ich habe das vor ein paar Wochen hier selbst versucht, und war nach einigen „Fails“ tatsächlich zufrieden. Den Beitrag muss ich unbedingt noch fertig schreiben. Liebe Grüße, Patricia

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